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Metroid Prime Pinball


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Metroid Prime Pinball - Review vom 08.07.2007

Die Maske verrät mehr über den Menschen als sein Gesicht.
Im Weltraum hat scheinbar jeder etwas zu verbergen. George Lucas verhüllte das abgeschmackte Antlitz des Anakin Skywalker hinter einer schwarzen Fassade und nannte das Alter Ego Darth Vader, Star Treks Jordi Laforge läuft immer mit einer aufgemotzten Röntgenbrille umher und in Raumpatrouille Orion sorgten auf dem Kopf aufgesetzte Aquarien dafür, dass man die Crew nicht mehr erst nehmen konnte. Auch der Game Boy-Erfinder Gunpei Yokoi hatte in den späten Achtzigern eine brillante Idee für das Weltraumabenteuer Metroid und wollte für Aufruhr in der Helden-Herrendomäne sorgen. Er verhüllte die adrette Evastochter Samus Aran in einen Poweranzug und verheimlichte die Tatsache ihrer Weiblichkeit bis zum erfolgreichen Absolvieren des Spiels. Die ihres Zeichens größte Sci-Fi-Videospiel-Heldin aller Zeiten ist somit aus dem Nintendo-Universum entsprungen, noch lange Zeit vor aufgespritzten, vollbusigen Kampf-Archäologinnen oder ballerwütigen Top-Agentinnen und sorgte für Erstaunen in der Männerwelt.

Heutzutage ist Samus Aran aus dem Nintendo-Repertoire rund um knuddelige Klempner, tollkühne Affen und 1.001 aufmotzbare Fabelwesen kaum mehr wegzudenken. Neben zahlreichen actiongeladenen Ballereinlagen, absolvierte sie zahlreiche Gastrollen in anderen Titeln und es war nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Spin-Offs mit Nintendos Kosmosbraut erscheinen würden. Die überaus gelenkige Madame schafft es in Windeseile sich in einen Morph-Ball zu verwandeln und durch die verwinkeltsten Ecken zu kullern, warum Nintendo als erstes auf die Idee kam Mario in eine Kugel zu pressen und auf den Pinballtisch zu verbannen, bleibt hinsichtlich dieser Tatsache ein Rätsel. Zahlreiche EU-Verschiebungen später, fast zwei Jahre nach der US-Veröffentlichung, ist es doch noch wahr geworden und Samus Aran flitzt als Morph-Ball-Maniac über den Flippertisch.

Als die Kugel ins Rollen kam
Flippern... in der Zeit als Videospiele jenseits des Denkbaren lagen, versammelte sich die Jugend in Spielhallen, um an münzschluckenden Holzkisten mit vielen bunten Lichtern und zwei oder mehr Paddels zu verweilen. Immer auf der Jagd nach dem Higscore traten die Arcade-Geräte mit gerade einmal zwei Knöpfen, einem Auslöser für den Ball und viel mechanischer Technik ihren Siegeszug an. Und trotz der Dominanz von Videospielautomaten gibt es auch heute noch genügend Flipper-Geräte in den Spielhallen, auch wenn diese hierzulande meist nur für über-18-Jährige zugänglich sind.
Mittlerweile wird die flinke Kugel auf dem Tisch immer öfter digitalisiert und egal ob auf Konsole oder Handheld, die Versoftungen von Flipperspielen haben ihre Fangemeinde gefunden.

One girl against the galaxy!
Zum Glück kann man sagen, dass die Entwickler nicht versucht haben krampfhaft den Spin-Off in eine Storyschiene zu quetschen. Somit hat man es mit schneller und kurzweiliger Flipperaction aus dem Metroid-Universum zu tun und muss sich keine Gedanken machen, dass klein Baby-Metroid von den Space Pirates entführt wurde. Das Erfolgsrezept sieht folgendermaßen aus: Man nehme das Ambiente der Nintendo-Spacewelt, paare sie mit einem Flipperspiel, gibt noch ein Rumble-Pak oben drauf und schaut was passiert.
Gespielt wird typisch auf insgesamt sechs verschiedenen Tischen, wobei man erst nach und nach Zugang zu den verschiedenen Welten bekommt. Natürlich sind diese Angelehnt an das große Prime Abenteuer und der Fan wird die berühmten Umgebungen wie die Talon Oberwelt, die Eiswüste von Phendrana oder die Phazon-Minen liebevoll im Flipperformat vorfinden. In Sachen Struktur und Gameplay hat man sich am klassischen Paddelspiel orientiert und hin und wieder kommen Elemente hinzu, die ein wenig vom üblichen Einheitsbrei abheben. So steht Samus beispielsweise auf und ballert wild umher, oder die Kopfgeldjägerin muss sich boshaften Endgegnern stellen. Alle Level haben ihre eigene Struktur und das Ziel ist es insgesamt 12 Artefakte zu sammeln, um diese im Tempel einzusetzen und weitere Level freizuschalten. Viele Zwischenmissionen warten darauf, absolviert zu werden, dementsprechend werden Space-Piraten gejagt, Metroids vernichtet, Sturzsegler abgeballert oder die Knutschkugel füttert den vulkanischen Klammerbock mit Bomben. Jedes Quest wird mit Punkten belohnt und gegebenenfalls winkt ein begehrtes Artefakt.

So schlägt sich die berühmte Kopfgeldjägerin von Level zu Level, wobei manche größer und umfangreicher aufwallen, andere hingegen beinhalten nur einen Bosskampf mit wenig drum herum. Wirklich umfangreich ist das Modul nicht, dennoch bietet es alles was man vom einem Flipper erwartet. Abwechslungsreiche Tische, auch wenn es nur sechs an der Zahl sind. Eine überragende Ballphysik, eine ansehnliche Optik und eine ordentliche Portion Geschwindigkeitsgefühl. Kein aufgesetztes Touchscreen-Gefummel, keine Mikrofon-Pusteeinlagen und auch keine anderen DS-spezifischen Spielereien. Man hat sich auf das wesentliche beschränkt und erneut bewiesen, dass man nicht zwingend immer alle Features des Doppelschirmers in Anspruch nehmen muss, um ein gutes Spiel auf die Beine zu stellen.

Steuerung:
Wie schon erwähnt, kann man den Stylus getrost eingesteckt lassen, denn bei diesem Spiel ist er fehl am Platze. Man ist keine Kompromisse eingegangen und hat somit eine gepflegte Steuerung mit einer überzeugenden Ballphysik aufs Parkett gelegt. Während man über die Tische fetzt, können noch Bomben gelegt werden, später gesellen sich noch andere typischen Waffen wie Super-Bomben und Raketen hinzu, die je nach Bedarf zum Einsatz kommen. Die Mischung aus typischen Metroid-Elementen und Flipper ist in diesem Sektor mehr als gut umgesetzt worden.

Grafik:
Optisch wird man keine Luftsprünge machen, dennoch bekommt man ein ansehnliches Spiel mit zahlreichen Details geboten. Ob es sich um die zahlreichen Gegnertypen wie Grabkäfer, Parasiten, Wühlschaben oder den bekannten Goliatwespen oder Metroids handelt, man hat sich der Vorlage gut bedient und die Biester detailgetreu auf den Handheld gebannt. Auch die Umgebungsgrafiken der meisten Level zeigen viel Liebe zum Detail. Was aber viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass das Spiel stets flüssig Läuft und es somit in diesem Sektor kaum Negativaspekte anzukreiden gibt.

Sound:
Vorsicht: Ohrwurmgefahr für Metroid-Fans! Wer die melodischen Klänge von Metroid Prime kennt, wird sich sofort heimisch fühlen und überrascht sein, wie gut die Töne auch auf dem Handheld rüberkommen. Neben der gelungen musikalischen Begleitung kommen die typischen Klirr- und Krachgeräusche eines Flippertisches hinzu. Gehobener Standard.

Features:
Zahlreiche Tische warten darauf im Multimissions-Modus absolviert zu werden. Jede freigespielte Mission kann zusätzlich als Einzelmission gespielt werden und man versucht dein Rekord zu brechen. Zudem unterstützt das Spiel nicht nur das Rumble-Pak, sondern beinhaltet das Vibrier-Modul noch als zusätzlichen Bonus in der Packung. Knapp vierzig Silberlinge für ein Spiel plus Rumble-Pack, welches einzeln für acht Euronen zuzüglich Versandt von der Nintendo-Konsumentenberatung zu erwerben ist, kann für den ein oder anderen Spieler ein echtes Argument darstellen.

Multiplayer:
Das wohl spannendste Feature ist der Mutliplayermodus bis zu acht Spieler können gleichzeitig mit nur einem Modul auf Highscore-Jagd gehen. Ein Punkterekord wird vorgegeben und der Spieler, der diesen am schnellsten erreicht, darf als freudiger Sieger von Dannen gehen.

Fazit:
Metroid-Pinball erfindet das Rad nicht neu, kombiniert aber erfolgreich die Welten eines klassischen Flippers und Nintendos Weltraumuniversum. Es bleibt ein kurzweiliges Spiel mit dem Primärziel, stets seinen eigenen Highscore zu knacken und wem dieses Konzept missfällt, sollte gleich vom Kauf absehen. Wer aber gerne eine kurze Runde Flipper spielt, auch mehrmals am gleichen Tisch sein Glück versuchen kann, ohne dabei von Langeweileschüben eingeholt zu werden, der wird mit einer ordentlichen Ballphysik und einem durchdachten Konzept belohnt. Morph-Ball in Pinball passen auf jeden Fall besser zusammen als ein Kugel mit Klempnerfüllung. Eines sei noch gesagt, dieses Spiel birgt Suchpotential für alle Highscorejäger!

Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
81%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Hier ist man keine Kompromisse eingegangen und hat alles richtig gemacht. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Nicht viel, aber ein Multiplayermodus für bis zu acht Spieler.
Grafik

Viele Details und gutes Geschwindigkeitsgefühl.
Sound

Eine gehörige Portion Metroid Prime.
Spielspaß

Ein schnelllebiges Flipperspiel mit Ballerelementen.








Details
Spielname:
Metroid Prime Pinball

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Sonstiges

Release:
07.20.2106

Multiplayer:
1 - 8 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (10)

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