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Tony Hawk's American Sk8land


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Tony Hawk's American Sk8land - Review vom 11.12.2005

„Tony Hawk’s“ – kaum einem Videospieler ist diese Spieleserie kein Begriff. Der Vorreiter der Trendsport-Games erfreut sich mit jedem neuen Teil der Reihe großer Beliebtheit und hohen Verkaufszahlen. Traumwertungen weit über der 80%-Hürde sind quasi Standard für das Funsport-Spektakel, dem einer der besten Skater der Welt seinen Namen leiht. Auf dem DS erscheint nun erstmals ein 3D-Tony Hawk’s für einen Nintendo Handheld – und wartet gleich mit allerlei Innovationen auf. Neben ungewohnter Cel-Shading Grafik, spendierte Entwickler Neversoft dem Skate-Spaß sogar einen Onlinemodus per Wi-Fi Connection. Ob wir auch auf dem Doppelbildschirm die gewohnt hohe Tony Hawk Qualität erwarten dürfen, finden wir in diesem Test heraus.

Als damals, Ende der 90er, der erste Teil der Tony Hawk Serie erschien, hatte niemand damit gerechnet, einen solch großen Stein ins Rollen zu bringen. Heutzutage ist die Reihe unangefochtene Nr.1 unter den Funsport-Spielen. Zwar gab es zahlreiche Nachahmer, jedoch konnte keiner der Serie das Wasser reichen. Der neueste Teil wartet nun erstmals mit einer frei-erkundbaren Stadt auf. Ähnlich wie im Vorbild GTA skatet man durchs virtuelle Los Angeles und sucht nach kleinen Aufträgen und netten Stunts. Zwar heißt der DS und GBA Teil des Spiels nicht „American Wasteland“, wie auf den Heimkonsolen, dennoch bietet er das gleiche Grundschema.

Der Storymodus bietet gewohnte Tony Hawk Kost: Nachdem ihr euch euren eigenen Skater erstellt und euer Wunschoutfit ausgesucht habt, warten zahlreiche Mitmenschen auf den Straßen, um euch mehr oder weniger sinnvolle Aufträge zu erteilen. Los geht es damit, dass ihr nach dem Gewinn eines Skatewettbewerbs zusammen mit Tony Hawk an die Westküste der USA fahrt, um neue Tricks zu lernen und mit der lokalen Skater-Gemeinschaft rumzuhängen. Euer Trip führt euch nach Hollywood, Los Angeles, wo ihr die Skaterin Mindy trefft. Nachdem ihr sie von eurem Können überzeugt habt, zeigt sie euch eine alte Lagerhalle, die früher als Skatepark diente. Euer Ziel ist es nun, durch verschiedene Aufträge und Wettbewerbe genügend Geld zu sammeln, um die Halle wieder skatetauglich zu basteln. Die Aufträge sind anfangs noch sehr leicht zu meistern und geben euch eine gute Einführung in das Spiel. So müsst ihr beispielsweise Kamera und Film für einen Touristen suchen und möglichst schnell wieder bei ihm abliefern – ohne dabei besondere Tricks vollführen zu müssen. Später jedoch werden die Aufträge komplexer und mit komplizierten Stunts verbunden. Der Schwierigkeitsgrad steigt also konstant an, so dass auch eingeschworene Tony Fans ihren Spaß haben sollten. Habt ihr ausreichend Geld gesammelt, könnt ihr euch ein neues Teil für die Lagerhalle aussuchen, die somit mehr und mehr wächst und sich zu einem beeindruckenden Skatepark entwickelt. Natürlich könnt ihr diesen dann auch jederzeit selbst befahren und eure ausgesuchten Teile testen. Nach und nach schaltet ihr zudem weitere Stadtteile der Metropole LA frei, die euch neue Skateumgebungen und Aufträge bieten. Dabei solltet ihr jedoch nicht zuviel Abwechslung zwischen den einzelnen Stadtteilen erwarten. Neben dem Storymodus stehen euch auch der altbewährte Klassik-Modus, also 2 Minuten Skatevergnügen, und ein Skate for Free Modus, in dem ihr euch ohne irgendwelche Limits austoben könnt, zur Verfügung.

Die Steuerung von Tony Hawk’s American Sk8land kann überzeugen. Neben den bewährten Tastenkombinationen, die es allesamt einzustudieren gilt, wird auch der Touchscreen miteinbezogen. Füllt ihr durch spektakuläre und lang anhaltende Kombos eure Spezialleiste auf, erscheinen rechts auf dem Touchscreen drei bunte Symbole, hinter denen sich jeweils ein besonderer Spezialtrick verbirgt. Tippt man ein Symbol an, versucht der virtuelle Skater den Trick auszuführen und beschert euch, sollte er gelingen, mächtig viele Punkte. Gleichzeitig habt ihr während der vollen Spezialleiste die Möglichkeit, eine Zeitlupenfunktion zu nutzen, deren Symbol sich unten links auf dem Touchscreen befindet. In diesem Modus schaut das Skaten nicht nur besonders cool aus, ihr könnt zudem spektakuläre Kombos vollziehen. Kleines Manko dabei: Während eines Kombos ist es etwas aufwendig, den Finger von den Buttons zu nehmen und sich dann auf den Touchscreen zu konzentrieren. Ist man hierbei zu unaufmerksam, macht man schnell einen Fehler und der Skater landet auf der Nase. Man hätte die Funktionen nicht unbedingt auf den Touchscreen legen müssen – eine bestimmte Tastenkombination wäre vielleicht die bessere Lösung gewesen. Trotzdem geht die Steuerung aber leicht von der Hand und steht den Gamepads der großen Brüder in nichts nach. Schnell stellt sich das gewohnte Tony Hawk Feeling ein und man möchte Los Angeles nicht mehr verlassen.

Die Grafik bietet Innovationen en masse. Tony Hawk ist das erste 3D-Spiel der Serie auf einem Nintendo Handheld und setzt gleichzeitig erstmals auf Cel-Shading. Dass dies durchaus cool und gelungen aussehen kann, beweist Neversoft hier eindrucksvoll. Die Umgebungen sind nett gestaltet und bieten viele einzelne Details, wie z.B. Stretchlimousinen in Hollywood, fahrende Polizeiwägen oder schreckhafte Tauben an Häuservorsprüngen. Die Charaktere hingegen wirken leider etwas lieblos und detailarm, was dem Gesamteindruck jedoch kaum schadet. Die Cel-Shading Grafik passt dabei wie die Faust aufs Auge zu den witzigen Zwischensequenzen, die in animierten Comicbildchen präsentiert werden und gut durch die Story führen. Wer sich also aufgrund des Grafikstils von „Tony Hawk’s American Sk8land“ abgeneigt fühlt, sollte auf jeden Fall einen zweiten Blick wagen. Atmosphäre und Grafik gehen perfekt einher – und zwar ohne größere Ruckler oder Aussetzer.

Auch beim Sound haben sich die Entwickler ins Zeug gelegt. American Sk8land bietet einen gelungenen Soundtrack, bestehend aus 13 lizenzierten Liedern, u.a. sind auch Greenday mit von der Partie. Natürlich klingen die Songs aus den kleinen DS-Lautsprechern nicht wie aus einem MP3-Player. Doch sie untermalen die Skate-Action gekonnt und erzeugen eine typische Atmosphäre. Beachtlich sind auch die Zwischensequenzen. Diese bieten nämlich eine vollständige, wenn auch englische Sprachausgabe – Daumen hoch für Nerversoft! Witziges Feature: Die DS-Version ermöglicht es euch, eure eigenen Jubelschreie und Flüche aufzunehmen. Je nach Situation ertönt dann also eure Stimme aus dem DS. Eine nette, wenn auch nicht lebensnotwendige Spielerei. An den restlichen Soundeffekten gibt es ebenfalls nichts auszusetzen, American Sk8land bietet euch in Sachen Sound also ein Rundum-Sorglospaket.

Auf den Multiplayermodus haben die Entwickler besonderen Wert gelegt. Sowohl offline im WLan-Modus, als auch weltweit dank Wi-Fi Connection könnt ihr euch mit anderen Spielern messen und auf Punktejagd gehen. Die Einrichtung des Wi-Fi Modus ist in der Regel in wenigen Sekunden bis Minuten abgeschlossen und ihr könnt euch ins Getümmel stürzen. Nach dem Verbinden erhaltet ihr zunächst eure Zugangsdaten für die Website zu American Sk8land. Dort könnt ihr andere Spieler-Profile begutachten, in Foren diskutieren und euch zu Skate-Crews, einer Art Clan, zusammenschließen. Danach stehen euch mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: Ihr könnt entweder Kopf an Kopf gegen einen weiteren Spieler fahren und dabei verschiedene Spielmodi auswählen, oder alleine auf Punktejagd gehen und somit die internationale Highscore-Liste erklimmen. Zudem könnt ihr eure selbstdesignten Skateboard-Decks und Graffitis hochladen und somit anderen Spielern zeigen. Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit, durch den Austausch der bekannten Freundescodes gegen eure Kumpels zu skaten. Insgesamt bietet der Onlinemodus einen etwas größeren Umfang als der von Mario Kart DS, verzichtet jedoch leider ebenfalls auf eine Chat-Funktion und ähnliche Features. Dafür lassen verschiedene Spielmodi und Highscorelisten keine Langeweile aufkommen. Löblich ist es außerdem, dass die Entwickler den Onlinemodus mehrmals im Monat updaten und neue Herausforderungen online stellen – ein solches Engagement ist erfreulich. Der Multiplayermodus bereitet also viel Spaß und bietet eine nette Abwechslung zum Singleplayer-Alltag. Die Integration eins Onlinemodus war ein guter Schritt von Activision, dem hoffentlich viele weitere Third-Parties folgen.

Fazit:
Die Tony Hawk Reihe feiert mit „Tony Hawk’s American Sk8land“ einen gelungenen Einstand auf dem DS und überzeugt mit gelungenem Storymodus, innovativer Grafik und tollen Multiplayer-Features. Das virtuelle Los Angeles wird atmosphärisch präsentiert und bietet viele verschiedene Skatemöglichkeiten, dafür allerdings etwas wenig Abwechslung. Der hochwertige Soundtrack und die Möglichkeit, vom Skater, über Graffiti bis hin zum Skatepark alles selbst gestalten zu können, machen dies aber wieder wett. Die Steuerung sorgt für ein angenehmes Skaten, der Touchscreen wirkt dabei aber leider etwas Fehl am Platze. Insgesamt lässt American Sk8land für alle Skateboard-Freaks jedoch wenige Wünsche offen und sollte bei keinem Fan der Serie in der Sammlung fehlen, erreicht die 90% Hürde allerdings nicht, was auch damit zu begründen ist, dass viele Spieler über diverse Bugs im Spiel klagen. Bei unserer Version lief bisher jedoch alles glatt.

Tim Neldner für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
87%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Lesertests:
Lesen ( 3 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gewohnt intuitiv, allerdings mit krampfhaften Touchscreen-Einsatz Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Touchscreen überflüssig, dafür Mikrofon-Unterstützung und Wi-Fi Modus.
Grafik

Optisch ansprechendes Cel-Shading, Charaktere etwas detailarm
Sound

Toller Soundtrack mit Möglichkeit zum „Selbst-Fluchen“
Spielspaß

Tony Hawk wie wir ihn kennen und lieben – Spaßgarantie!








Details
Spielname:
Tony Hawk's American Sk8land

Publisher:
Activision

Developer:
Activision

Genre:
Sport

Release:
05.20.1711

Multiplayer:
1-4 Spieler, Wi-Fi

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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