PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

James Bond 007: Blood Stone


  • Testbericht
  • Bilder (4)
  • News & Videos (2)
  • User (1)
  • Spiel Kaufen
James Bond 007: Blood Stone - Review vom 08.12.2010

James Bond hatte es in den letzten Jahren schon nicht leicht. Erst musste Daniel Craig in die Fußstapfen von Pierce Brosnan treten, was die Fans alles andere als guthießen. Ein blonder Geheimagent, der nicht mal Auto fahren kann (das Bond-Auto musste auf Automatik umgebaut werden)!? Nachdem „Casino Royal“ als spannender Bond-Thriller dennoch überzeugen konnte, galt „Ein Quantum Trost“ als weniger gelungen und auch die Besucherzahlen gingen rapide zurück. Bis vor kurzem drohte gar die gesamte Serie zu kippen, da das Filmstudio MGM in großen finanziellen Schwierigkeiten steckte. Mittlerweile können sich Fans jedoch auf den 22. Teil im Jahr 2012 freuen.

Da Activision die teure Bond-Lizenz aber nicht so lange auf Eis legen wollte, überlegte man sich kurzerhand ein eigenständiges Abenteuer mit dem Doppelnull-Agenten. Neben den großen Konsolen wurde überraschenderweise auch der DS berücksichtigt und bekommt mit „James Bond 007: Blood Stone“ eine eigens entwickelte Version - diese haben wir uns genauer angeschaut.

Ich glaub, ich sehe doppelt...
Bisher wurde der DS mit recht wenigen Umsetzungen des ehrenwerten Briten beglückt. Lediglich das mäßige Lizenzspiel „James Bond: Ein Quantom Trost“ und zuvor „Golden Eye: Rogue Agent“ von EA haben es auf den Handheld geschafft. Doch jetzt wurde man fast zeitgleich mit zwei James Bond-Spielen versorgt. Zum einen das Remake zum Kultshooter für das N64 „GoldenEye 007“ und eben „Blood Stone“. Beide Titel wurden von dem Entwicklerstudio n-space erstellt, welche unter anderem für die durchaus gelungenen Call of Duty-Umsetzungen auf dem DS verantwortlich sind. Der deutlichste Unterschied zwischen den beiden 007-Spielen ist die Sicht aus der man das Agenten-Abenteuer bestreitet. Bei „GoldenEye“ gibt es klassische Ego-Shooter-Kost, „Blood Stone“ setzt auf eine Schulterperspektive, wobei die Kamera den Protagonisten auf Schritt und Tritt verfolgt.

Modernes Kriegsszenario
Für die Story zeichnet sich kein geringerer als Bruce Feirstein aus, welcher unter anderem auch schon das kultige GoldenEye zu Papier gebracht hat. Die Geschichte wurde sehr gut auf Daniel Craig als James Bond zugeschnitten und verzichtet auf überzogene Oberbösewichte inklusive verrückter Weltübernahmeplänen. Stattdessen jagt man Terroristen um den halben Globus, um die Entwicklung einer tödlichen Biowaffe zu verhindern. Das mag im ersten Moment etwas abgedroschen klingen, doch wirkt das Szenario durchaus realistisch und wird im Laufe der Zeit immer spannender. Natürlich hätte den Widersachern etwas mehr Persönlichkeit gut getan, denn viele wirken sehr stereotypisch und auswechselbar, doch insgesamt betrachtet macht die Story einen überraschend guten Eindruck.

Viel Abwechslung, viel Action, viel Bond
Was einem sofort auffällt, ist die enorme Abwechslung die einem hier geboten wird. Gleich zu Beginn geht es richtig zur Sache. Per Fallschirmsprung infiltriert ihr ein Boot, schaltet einen Gegner nach dem anderen aus, springt auf einen Jetski, weicht feindlichen Raketengeschossen aus und liefert euch eine Verfolgungsjagd mit der feindlichen Zielperson durch die Gassen einer Kleinstadt. Und das war lediglich das Tutorial!

Die meiste Zeit seit ihr natürlich mit angezogener Waffe zu Fuß unterwegs und knipst verschiedenen Terroristen das Licht aus. Aufgelockert wird das ganze durch Schleichmissionen, in denen ihr möglichst lautlos eure Gegner ausschalten müsst um keinen Alarm auszulösen, sowie wilden Verfolgungsjagden mit waghalsigen Stunteinlagen. Waren diese auf den Konsolen noch das Highlight von „Blood Stone“, verhält es sich auf dem DS genau umgekehrt. Auch wenn man sich wirklich Mühe gegeben hat, diese Abschnitte gut in Szene zu setzen, kommt einfach kein Geschwindigkeitsgefühl auf und die gescripteten Ereignisse, wie umfallende Strommasten oder zivile Fahrzeuge die sich in den Weg stellen, wirken sehr aufgesetzt. Wirklich gut gelungen sind wiederum einzigartige Momente wie die Teilnahme an einem Texas Hold'em Poker-Duell, bei dem man anhand der Reaktion des Gegenspielers erkennen muss, ob er ein besseres Blatt in der Hand hält als man selbst.

Doch auch die normalen Action-Sequenzen, die einen Großteil des Spiels ausmachen, sind gelungen. Bond kann mit der Umgebung interagieren und sich zum Beispiel an eine Wand lehnen und per Knopfdruck um die Ecke schauen, um besser geschützt zu sein. Um Munition zu sparen, sollte man sich außerdem immer genau umsehen, ob man seine Gegner nicht auf alternative Weise ausschalten kann. Da wäre zum einen die Nahkampfattacke, bei der Bond seine Kampfkünste unter Beweis stellt. Doch auch auf Feuerlöscher oder wacklige Gerüste sollte man achtgeben, um möglichst gleich mehrere Widersacher auf einmal in den Tod zu reißen. Solltet ihr selbst einmal unter Beschuss stehen, verschwimmt eure Sicht und ihr seht buchstäblich rot. Dann heißt es, schnell in Deckung gehen, damit sich eure Energie nach einiger Zeit wieder regeneriert.

Steuerung:
Ähnlich wie bei einem Ego-Shooter wird auch bei „Blood Stone“ der Touchscreen zum Zielen benutzt. Doch auch viele Aktionen, wie das Nachladen der Waffe oder die schützende Deckung, werden per Stylus aktiviert - geschossen wird hingegen mit den Schultertasten. Die Steuerung ist sehr direkt und lässt sich nach kurzer Eingewöhnungszeit hervorragend meistern. Lediglich Linkshänder wurden an einer Stelle nicht berücksichtigt: Geht ihr in den Nahkampf, müsst ihr schnell eine zufällig vorgegebene Richtungstaste drücken. Blöd nur, wenn man in der linken Hand den Stylus hält. Bis auf diesen kleinen Kritikpunkt gibt es aber kaum etwas zu beanstanden, lediglich die Fahrsequenzen hätten ein wenig realistischer umgesetzt werden können, was das Fahrgefühl angeht.

Grafik:
Man merkt, dass der DS wirklich bis an die Grenzen seiner Möglichkeiten gebracht wurde. Ihr werdet auf teilweise extrem groben Pixelbrei treffen, gerade die Gesichter der Figuren erinnern teilweise an ein Mosaik-Puzzle. Doch betrachtet man die grafischen Grenzen des Handhelds, ist den Entwicklern doch ein bemerkenswertes Kunststück gelungen, denn auch wenn alles etwas grobkörnig aussieht, können die Explosionen und die abwechslungsreichen Umgebungen durchaus überzeugen. Hinzu kommt, dass es trotz der teilweise sehr großen Areale nie zu Geschwindigkeitseinbrüchen kommt und auch auf den ominösen Nebel wurde verzichtet, sodass man weit in die Ferne schauen kann. Allerdings hätten ein paar mehr Gegner-Modelle der Atmosphäre gut getan, denn oftmals wiederholen sich diese und man hat das Gefühl gegen eine Klonkrieger-Armee zu kämpfen.

Sound:
Na bitte, es geht doch! Während die meisten Spiele mit Sprachausgabe sehr spartanisch umgehen, oder sie gleich komplett streichen, hat man es hier geschafft, eine beachtliche Zahl an gesprochenen Dialogen ins Modul zu quetschen. Und das sogar mit den Original-Stimmen der deutschen Synchronsprecher. Jede Zwischensequenz ist vertont, lediglich die Hinweise während des eigentlichen Spiels müssen selbst gelesen werden. Dadurch entsteht eine tolle Atmosphäre, die einen viel mehr in das Universum eintauchen lässt, als müsse man jede Zeile selbst lesen. Auch die kultige Titelmusik darf natürlich nicht fehlen, aber auch die sonstige musikalische Untermalung passt sich hervorragend ins Spielgeschehen ein - hier stimmt wirklich fast alles. Lediglich die Sprüche der Gegner wiederholen sich ziemlich oft, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Multiplayer:
Auch ein Mehrspieler-Modus hat es ins fertige Produkt geschafft. Wollt ihr gegen eure Freunde antreten, benötigt jeder ein eigenes Modul. Doch auch über die Wi-Fi Verbindung darf gezockt werden, ein Feature das man bei vielen Spielen vermisst. Leider ist der Multiplayer etwas rudimentär ausgefallen, gerade einmal fünf Maps und drei verschiedene Spielmodi bekommt man geboten. Mit Capture the Flag, Jäger und Beute (einer gegen alle) und dem klassischen Deathmatch sind diese auch nicht wirklich kreativ ausgefallen. Außerdem können nur maximal vier Spieler gleichzeitig gegeneinander antreten - mehr als eine nette Dreingabe sollte man also nicht erwarten.

Fazit:
„James Bond 007: Blood Stone“ ist ein überraschend gutes Action-Spiel geworden. Bedenkt man die Grenzen des DS, ist es erstaunlich was Entwickler n-space alles in das kleine Modul gepresst hat. Durchgängige Sprachausgabe mit den deutschen Synchronsprechern, dazu ein packender Soundtrack und eine Menge Abwechslung im Gameplay lassen einen völlig in das James Bond-Universum eintauchen. Auch die etwas pixelige Grafik ist dank der enormen Weitsicht und gelungener Effekte durchaus ansprechend. Lediglich Kleinigkeiten, wie die etwas misslungenen Fahrsequenzen oder die sich häufig wiederholenden Gegner-Modelle trüben ein wenig den Gesamteindruck. Trotzdem kann man allen Fans nur dazu raten, sich dieses Abenteuer einmal genauer anzugucken, denn Bond macht auf dem DS tatsächlich einen besseren Eindruck als auf den großen Konsolen.

Schüttelt seinen DS für den perfekten In-Game Martini: Marcel Gelhar [Nibbler] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
82%
Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Reagiert sehr gut auf die Eingaben. Nur Linkshänder haben manchmal Probleme. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Eingängige Touchscreen-Steuerung, Wi-Fi-Unterstützung.
Grafik

Auf den ersten Blick abschreckend, bei näherer Betrachtung durchaus gelungen.
Sound

Durchgehende Sprachausgabe, hervorragende Musikuntermalung.
Spielspaß

Abwechslungsreiches Bond-Abenteuer, genau auf den DS angepasst.








Details
Spielname:
James Bond 007: Blood Stone

Publisher:
Activision

Developer:
n-Space

Genre:
Shooter

Release:
05.11.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop