PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Age of Empires: The Age of Kings


  • Testbericht
  • Bilder (6)
  • News & Videos (0)
  • User (10)
  • Spiel Kaufen
Age of Empires: The Age of Kings - Review vom 03.06.2007

Der König ist nicht der Vertreter der Nation, sondern ihr Schreiber.
Gewitterstimmung für Johanna von Orleans, die den französischen Truppen zum Sieg verhelfen soll. Eingepfercht zwischen mehreren englischen Burgen und nur mit wenigen Truppen und einem kleinen Lager wird es sicher schwer werden, die Eindringlinge aus Frankreich zu vertreiben. Eine blutrünstige Schlacht beginnt. Und wir sind mit dem Stylus mittendrin.

Dramatische Gefechte, innovative Gameplay-Umsetzung und das volle Maß an Strategie. Jeder PC-Spieler sollte die Echtzeitstrategieserie Age of Empires aus dem Hause Ensemble Studios zumindest vom Namen her kennen. Diese Spielserien stehen auch heute noch für langen Spielspaß und unzähligen stunden vor dem Monitor des hauseigenen PCs. Jetzt haben sich die Entwickler von Majesco Entertainment endlich ein Herz gefasst um nach knapp sieben Jahren eine Umsetzung des zweiten Teils der Serie für den Nintendo DS Handheld herauszubringen. Ob es dem Namen Gerecht werden kann? Viele haben das DS-Spiel wirklich kritisch beäugt, wir haben es jetzt nach längerer Testzeit endlich näher unter die Lupe genommen.

Sir, man reiche mir das Schwert!
Während man auf dem PC in Echtzeit historisch Schlachten anführt, ist es auf dem Nintendo DS etwas anders, denn hier steht der rundenbasierte Kampf im Vordergrund. Ein wenig Advance Wars gemischt mit dem typischen Elementen aus Age of Empires. Doch hält das Spiel mit in Sachen Komplexität und intuitiver Lernkurve? Die umfangreiche 50 Seiten Spielanleitung die man in der genretypischen Spielverpackung findet, erklärt ausführlich alle Grundlagen des Spiels. Aber zum Glück bietet das Modul auch ein gutes Tutorial, so dass die Anleitung eher als Nachschlagewerk fungiert. Zum leichteren Einstieg gibt es eine spezielle Tutorialkampagne. In den sechs Missionen dieser historisch angelehnten Kampagne, in welcher der Spieler die Geschichte von Johanna von Orleans erlebt, kommen nach und nach immer mehr Spielelemente hinzu und es gibt ausführliche Anweisungen durch den Berater. Das Spielfeld ist in Quadrate unterteilt und bietet zusammen mit der isometrischen Draufsicht eine gute Übersicht. Ist die Einführungskampagne gemeistert, dann hat der Spieler jedoch gerade erst einmal an der Oberfläche gekratzt. Die restlichen 22 Missionen, aufgeteilt auf vier Kampagnen, werden den mobilen Zocker gut 50 Stunden beschäftigen und selbst dann bietet das Spiel noch mit einem freien Spielmodus und dem Mehrspielermodus ordentlich Holz für's Geld. Schafft man es beispielsweise alle Nebenziele der Kampagnen zu lösen, so wird man mit so genannten „Empire Points“ belohnt. Mit diesen ist es möglich weitere Goodies freizuschalten. Bei der Präsentation der Missionen und der jeweils zugrunde liegenden Hintergrundgeschichte einer Kampagne, orientiert sich der DS-Ableger stark am PC-Vorbild was exemplarisch gelöst wurde. Vor und nach den Missionen gibt es ein kurzes Briefing in Textform, worin die historischen Ereignisse zusammengefasst sind. Wer jetzt an die komplexen Geschichten des Vorgängers denkt, der liegt falsch, vielmehr werden einzelne, interessante Punkte der unterschiedlichen Persönlichkeiten, näher beleuchtet. Für den einen oder anderen mag diese Art der Präsentation daher ein wenig trocken erscheinen jedoch bricht nichts vom Spielspaß ab.

Die glorreichen Drei.
Age of Empires beinhaltet drei unterschiedliche Elemente, welche zum Sieg geschickt und taktisch klug eingesetzt werden müssen. So gilt es sich um den Auf- und Ausbau der Basis, inklusive dem Abbau von Rohstoffen, zu kümmern, die Militäreinheiten geschickt einzusetzen und die Truppen gemäß des Papier-Schere-Stein-Prinzips angreifen zu lassen, sowie sich um die technologische Weiterentwicklung des eigenen Volkes zu kümmern. Um Gebäude errichten zu können, wird mindestens ein Dorfbewohner benötigt. Dieser kann, wie auch die Militäreinheiten, pro Runde einige Felder weit bewegt werden und im Anschluss daran noch eine Aktion ausführen. Neben dem Errichten neuer Gebäude ist es auch möglich, beschädigte Bauten zu reparieren, wenn genügend Rohstoffe in Form von Nahrung und Gold vorhanden sind. In Kasernen, Schießanlagen, Burgen und Belagerungswerkstätten werden die Einheiten produziert. Wie alle Bauten, so stehen einem die Einheiten schon in der nächsten Runde zur Verfügung. Sehr spielentscheidend sind in Age of Kings auch Forschung und Technologie. Pro Runde kann der Spieler jeweils eine Technologie erforschen. Es lassen sich gezielt Einheiten verbessern (z. B. die Rüstung), die Produktivität von Minen oder Mühlen steigern, Einheiten preiswerter produzieren oder feindliche Dorfzentren auf der Karte anzeigen lassen. Jetzt beginnt langsame die Hauptphase, sozusagen das Highlight des Rundenmodus: Es gilt die eigenen Einheiten taktisch klug zu positionieren und den Feind möglichst viel Schaden zuzufügen, während die eigenen Einheiten - wenn möglich - kaum etwas abbekommen.

Spielend lernen - Völkerkunde am Nintendo DS
Seit 1999 sorgt die Age of Empires-Saga für etwas Allgemeinwissen in den Köpfen der geneigten Historiekämpfer. Dabei stehen erneut die fünf Völker im Vordergrund, nämlich die Franken, Briten, Sarazenen, Japaner und Mongolen. So wird man mit Minamoto Yoshitsune in Schlacht ziehen, Feldzüge mit Dschingis Kahn planen und sogar mit König Löwenherz höchstpersönlich an der Front kämpfen. Und auf einmal macht der Geschichtsunterricht wieder Spaß.

Steuerung:
Besser denn je, und genau wie erwartet für den Nintendo DS umgesetzt. Trotz der doch recht hohen Komplexität hat es Entwickler Majesco wunderbar geschafft, die Steuerung auf das Nintendo DS anzupassen. Je nach Vorliebe lässt sich Age of Kings vollständig mit dem Stylus oder den Buttons und das Steuerkreuz spielen. Während auf dem Touchscreen immer die Spielkarte zu sehen ist, werden auf dem oberen Schirm jeweils entsprechende Infos, Erklärungen oder die jeweils ausgetragene Schlacht angezeigt. Egal was der Spieler anwählt oder welche Befehle gegeben werden, überall werden möglichst viele Infos angezeigt und somit ist ein gesunder Spielfluss garantiert.

Grafik:
Grafisch kann Age of Empires für den DS nicht mit seinem PC Vorbild mithalten, jedoch kann sich das Spiel sehen lassen. Alles wirkt wie aus einem Guss und mit recht viele Liebe zum Detail erstellt. Auf der 2D Karte auf dem unteren Schirm wiegen sich Ähren im Wind und die Einheiten bewegen sich leicht, statt nur simple Icons zu sein. Die Welt ist zwar starr und besteht lediglich aus einer Reihe unterschiedlicher Parzellen, doch der Gesamteindruck ist recht gelungen. Wenn der obere Schirm nicht gerade zusätzliche Infos zum Gelände, Einheiten oder sonstigen Gameplaymechanismen zeigt, dann wird dort der aktuelle Kampf zwischen zwei Einheitentypen ausgetragen. Vor einem entsprechenden Hintergrundbild greifen die 3D Einheiten einander an. Die Animationen sind ordentlich, lediglich bei einigen Kämpfen stimmt die Anzahl der auf dem Feld noch lebenden Einheiten nicht mit dem Zahlenwert des Einheitentyps überein.

Sound:
Die angenehmen Hintergrundmelodien passen stimmig in die Atmosphäre des Spiels. Egal ob dramatische Kämpfe oder traditionelle Klänge. Man bemerkt das sich die Entwickler große Mühe gegeben haben. Somit wird die Musik auch nach langem Spielspaß nicht langweilig. Ein Pluspunkt ist die Umsetzung der Melodien zu verschiedenen Völkern und die länderspezifischen kurzen Sprachausgaben. Die mittelalterliche Musik ist stimmig und die Kämpfe sehr schön unterlegt.

Spielspaß:
Mit dem Spiel wird man nicht nur lange, sondern auch bestens unterhalten. Egal ob man die Mission einfach "so" spielt oder zusätzlich die Nebenziele meistern will. Ehe man sich versieht ist es fast schon früher Morgen und man hat einen Großteil der Nacht mit einem Handheldgame verbracht. Das ist dann auch der einzige Haken am Spiel. Eine Mission lässt sich nicht in wenigen Minuten meistern und der Wi-Fi-Modus ist auch keine Beschäftigung für Zwischendurch. Wer sich ansonsten jedoch für das Setting begeistern kann und Lust auf ein komplexes, forderndes und extrem süchtig machendes Rundenstrategiespiel hat, liegt mit Age of Kings genau richtig.

Fazit:
Alle Herzen eingefleischter PC-Echtzeitstrategen werden mit diesem Modul höher schlagen, denn Age of Empires The Age of Kings mag zwar die rundenbasierte Umsetzung des Themas sein, bietet nicht nur Langzeitmotivation, packende Schlachten und abwechslungsreiche Szenarios, sondern auch einen hohen Spielspaß, solide Steuerung und eine gute Grafik. Majesco hat wirklich gute Arbeit geleistet. Alle Strategen können bedenkenlos zugreifen und die Nächte duchzocken. Mehr davon.

Dany Torsten Riemenschnitter für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
84%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 2 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Volle Ausnutzung des Touchscreens. So machen eure Truppen genau was man will. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Gelungene Nutzung des Stylus und des Doublescreens.
Grafik

Optisch einwandfrei und passend. Gute Umsetzung, Prädikat wertvoll.
Sound

Atmosphärisch & mittelalterliche Klänge überzeugen.
Spielspaß

Motivation pur! Spielspaß der Extraklasse.








Details
Spielname:
Age of Empires: The Age of Kings

Publisher:
THQ

Developer:
Majesco

Genre:
Strategie

Release:
06.20.1011

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop