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Toy Story 3 - Das Videospiel


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Toy Story 3 - Das Videospiel - Review vom 04.09.2010

Disney und Pixar schlagen erneut wieder zu und lassen lebendige Spielzeuge auf die Menschheit los! Niedergetrampelt und misshandelt sinnen sie nun nach Rache und planen einen groß angelegten Feldzug gegen ihre Unterdrücker, die unter der Leitung von General Andy stehen. Während Rex eine neue Kiste Batterien in das Lager der Rebellen zieht, bereiten sich Space Ranger Buzz Lightyear und Cowboy Woody auf die Schlacht vor, die ihr Spielzeugleben für immer verändern wird... Hach ja, die Macht der Fantasie ist schon etwas feines.

Natürlich handelt es sich bei der oben genannten Geschichte nicht um die tatsächliche Handlung des neuen Kino-Schlagers „Toy Story 3“. Ebenso wenig dreht es sich hierbei um die DS-Version des unvermeidlichen Filmlizenzspiels. Dahinter verbirgt sich nämlich vielmehr ein kinderfreundliches Jump 'n' Run. Ob's auch was taugt, ist natürlich eine andere Frage. Und um genau dieser nachzugehen haben wir uns doch hier eingefunden, oder? Dann machen wir die Spielzeugkiste mal auf!

Toy Story 3 - The Abridged Movie - The Game
Das offizielle Videospiel zum Film erzählt in stark komprimierter und manchmal recht kontextloser Fassung die generelle Handlung der Leinwandvorlage nach. Will heißen: Der ehemals kleine Junge Andy ist nun im College-Alter und räumt seine alten Spielsachen beiseite. Doch durch ein kleines Missverständnis landen Buzz und Co. nicht auf dem Dachboden, wo sie zwischengelagert werden sollten, sondern in einem Müllbeutel vor der Tür. Die Spielzeuge fühlen sich selbstverständlich hintergangen und wollen sich aus dem Staub machen. Es liegt nun an Woody, das Missverständnis aufzuklären, während Buzz bei seiner neuen Bleibe versucht, die alte Truppe beisammen zu halten.

Ganz nach diesem Muster schlüpft ihr abwechselnd in die künstliche Haut des Space Rangers und des Cowboys. In jedem Level wird euch ein klares Ziel gegeben, das ihr zu verfolgen habt - und da wir es natürlich mit einem Jump 'n' Run zu tun haben, müssen dafür kleinere Geschicklichkeitspassagen bewältigt werden. Hin und wieder dürft ihr euch auch innerhalb eines kleinen Raumes etwas freier bewegen und kleinere Teilaufgaben erledigen, bevor es zum nächsten linearen Abschnitt kommt. In der Regel gibt es aber nur einen Weg: direkt geradeaus. Aufgrund des recht niedrigen Schwierigkeitsgrades sollten halbwegs versierte Zocker auch kein Problem mit dem Gameplay haben.

Hey! Wer hat Tower Defense in mein Toy Story gelegt?
Während ihr gut die Hälfte des Spiels an die Fesseln der Realität gekettet seid, bestreitet ihr an bestimmten Punkten die andere Hälfte in Fantasie-Welten oder einem Tower-Defense-Abklatsch. Bei letzterem gilt es, mit Hilfe drei verschiedener Turm-Varianten anstürmende Feindeshorden zu überwältigen und so eure Pappaufsteller-Basis zu verteidigen. Um an neue Türme zu kommen, müssen Gegner geplättet werden, die hin und wieder Bausteine fallen lassen. Wenn es das Spiel mal gut mit euch meint, könnt ihr mit einem speziellen Stein auch bestehende Bauwerke aufrüsten. Sollte all das nichts nützen, könnt ihr im Notfall auch einen Unterstützungscharakter herbeirufen. So dreht dann etwa Spardose Specki eine Runde in der Luft und röstet mit seinem Laser (fragt nicht...) die Feindesschar. Eine ganz nette Abwechslung vom Hüpf-Alltag, allerdings nicht tiefgründig genug für Tower-Defense-Kenner.

Völlig losgelöst von dem Fußboden der Realität sind aber natürlich die Fantasie-Sequenzen. Was zum Beispiel erst als simple Kletterpartie an einer Magnetwand beginnt, wird in der nächsten Szene plötzlich zu einem gefährlichen Abenteuer am Hang eines Wild-West-Berges. Geröll stürzt herab, Schlangen kriechen aus ihren Löchern und ein tapferer Cowboy zieht sich inmitten dieser Gefahren immer weiter nach oben... Während für Woody stets derartige Settings reserviert sind, begibt sich Buzz selbstverständlich in die Weiten des Alls - wo sein Blinklicht-Laser den Feinden auch weh tut. Das etwa in kleinen Schießbuden-Sequenzen oder „StarFox“-mäßigen Flugabschnitten. Dadurch, dass diese Sequenzen hervorragend in den Kontext der Handlung eingebettet sind, wirken sie wie aus einem Guss. Spielerisch jedoch ist nahezu jede Passage genauso unterfordernd wie die Realwelt-Abenteuer.

Steuerung:
Wie auch das Spielgeschehen selbst, lässt sich die Kontrolle der Spielzeughelden in zwei Kategorien einteilen. In der Realität werden nach klassischer Steuerkreuz- und Aktionstasten-Methode die Hüpfpassagen bewältigt, mit denen euch „Toy Story 3“ konfrontiert. Im Fantasie-Modus hingegen werdet ihr dazu gezwungen, einen Mix aus Touchscreen- und Tastensteuerung zu nutzen. So bewegt ihr euren Avatar bei den Tower-Defense-Spielchen mit den Knöpfen oder dem Steuerkreuz des DS, während die eigentlichen Türme per Stylus gewählt und platziert werden. Auch wenn die Kontrolle eures Charakters gerade bei Sprungpassagen hin und wieder ein wenig träge wirkt, gibt es hier jedoch recht wenig zu beanstanden.

Grafik:
Auch wenn es die sammelbaren 2D-Sprites der Pixarbälle anders vermuten lassen, hat sich das Entwicklungsteam deutlich Mühe damit gegeben, die Schauplätze des Films so originalgetreu wie möglich auf den DS zu zaubern. Zwar wirken die Umgebungen dennoch ein wenig klein, dafür aber auch ziemlich detailliert - das fällt gerade im ersten Level, Andys Zimmer, sehr positiv auf. Die Zwischensequenzen auf der anderen Seite hätten definitiv etwas mehr Sorgfalt vertragen können. Zwar sind die Dialoge zwischen den Figuren noch animiert - auch wenn stets nur wenige gleichzeitig im Bild sind und vor einem generischen Hintergrund platziert werden - richtige Story-Fortschritte werden allerdings mit aus Filmszenen zusammengesetzten Diashows erzählt.

Sound:
Wie zu erwarten begrüßt uns im Titelbildschirm eine Instrumental-Version des altbekannten „Toy Story“-Hauptthemas „You've got a Friend in Me“; ein kleiner Pluspunkt. Doch sonst bewegt sich der allgemeine Soundtrack eher auf einer durchschnittlichen Ebene, sodass er prinzipiell kaum negativ auffällt, allerdings auch ebenso wenig wirklich überzeugt. Es finden sich übrigens auch kleine Sprachsamples der Charaktere auf der Karte. Für einen Großteil der Figuren hat man die Filmsprecher gewinnen können, manche jedoch mussten wohl augenscheinlich auf einen Ausweichsprecher zurückgreifen. Die Stimmen kommen jedoch nicht in den Dialogsequenzen zum tragen; vielmehr liefern sie im Spielverlauf einen One-Liner nach dem anderen.

Features:
Die Kurzfassung des Kino-Blockbusters lässt sich ziemlich geschwind durchspielen - halbwegs versierte Spieler dürften kaum mehr als fünf Stunden mit dem Jump 'n' Run beschäftigt sein. Zusätzlichen Stoff für weitere Runden bietet die Lizenzversoftung allerdings nur im geringen Umfang: ein paar zusätzliche Tower-Defense-Karten oder Fantasiewelt-Abschnitte, Bonus-Kostüme für die Aliens... Und das war es auch im Prinzip. Immerhin kann der Verteidigungs-Modus auch mit einem zweiten Spieler bestritten werden - vorausgesetzt, dieser bringt seine eigene DS-Karte mit. Download Play gibt es hier leider nicht.

Fazit:
Während die Filmvorlage beinahe schon ein Werk ist, das sich explizit an diejenigen richtet, die mit der „Toy Story“-Trilogie aufgewachsen sind, hatten die Leute von n-Space und Disney Interactive mit „Toy Story 3“ für den DS wohl ganz klar ein jüngeres Publikum angepeilt. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht der Rede wert, der Umfang mau und der Geschichte mangelt es stark an Kontext - so stark sogar, dass sie ohne Kenntnis des Films nur wenig Sinn ergibt. Selbst Zocker niedrigeren Alters sollten einen Bogen um die DS-Fassung machen und stattdessen lieber zu einer der anderen Versionen greifen. Da bekommt man nämlich doch ein wenig mehr Inhalt für's Geld, als es in diesem gescheiterten Versuch der Fall ist.

Schließt sich dem Kult der Kralle an: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Disney Interactive Studio für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
58%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ob Touchscreen oder Tasten: Die Spielzeuge hören nahezu perfekt auf euer Kommando. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Neue Ideen sind hier Mangelware, doch immerhin hat man für den Touchscreen ein paar nette Verwendungsmöglichkeiten gefunden.
Grafik

Hervorragend gestaltete Umgebungen, deren Gesamteindruck allerdings von den passablen Cutscenes geschmälert wird.
Sound

Durchschnittsmusik, garniert mit kurzen, sympathischen Sprachsamples.
Spielspaß

Ein leider viel zu kurzes Abenteuer, das sich nur grob an der Film-Story entlanghangelt.








Details
Spielname:
Toy Story 3 - Das Videospiel

Publisher:
Disney Interactive Studios

Developer:
nSpace

Genre:
Jump 'n Run

Release:
12.07.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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