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Touch Golf: Birdie Challenge


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Touch Golf: Birdie Challenge - Review vom 26.12.2005

Golf. Rentnersport, Reichentreff, Langweilergehabe? Trotz aller Bemühungen des Breitensports, das Golfspiel salonfähig zu machen, geht der Identifikationsprozess innerhalb der Bevölkerung zumindest in Deutschland nur schleppend voran. Zu viele Vorurteile und Klischees werden mit dem ruhigen Grünsport assoziiert – in keinem unserer Nachbarländer in dem Maße wie hierzulande. Ein genialer Schachzug war es, Golfspiele in den boomenden Markt der Videospiele einzubinden. Videospielerlöse sind mittlerweile profitabler als Kinoeinnahmen und nebenbei wird größtenteils eine Zielgruppe erreicht, die man auch zum aktiven Golfspielen animieren möchte. Mittlerweile ging das immer mit prominenten Zugpferden vonstatten. Tiger Woods stand und steht bei EA Pate für eine der erfolgreichsten Golfspielportierungen aller Zeiten. Mario rangiert bei Nintendo an erster Stelle und sorgte schon ein ums andere Mal für einen kompromisslos unkomplizierten Ausflug aufs virtuelle Green. Aber nun – Golf ohne prestigeträchtige Zugpferde? Kein großer Name hinter Nintendos neustem Golfabendteuer? Wir haben uns Nintendos gewagten Drive näher angesehen!

Dass Nintendos Golfabenteuer kein explizites Zugpferd braucht, wird mir bald klar – einen Namen für meinen Protagonisten soll ich eingeben. Im Laufe des Spiels könnt ihr eurem virtuellen Ego außerdem neue Frisuren und Klamotten verpassen und ihn somit an euer Ideal angleichen. Touch Golf setzt hierbei also nicht auf vorgefertigte Stars, sondern auf den Spieler selbst.
Im Hauptmenü stehen euch vier Auswahlpunkte zur Verfügung – ich werfe zuerst einen Blick ins Clubhaus. Hier kann ich mich im Pro-Shop neu einkleiden, stylen, bessere Schläger und Bälle kaufen. Die Betonung liegt auf „kaufen“. Als blutiger Golfanfänger kann ich mir leider noch keine 10.000 € für einen besseren Schlag aus dem Ärmel des Polohemds schütteln. Das Clubhaus wird also erst dann interessant, wenn ich richtig liquide bin, okay. Zurück im Hauptmenü stehen mir noch drei weitere Punkte zur Wahl: Einspieler, Drahtlosverbindung oder ein schnelles Spiel. Letzteres eignet sich insbesondere für Anfänger. Hier könnt ihr euch in aller Ruhe die Platzbeschaffenheiten vertraut machen und die Feinheiten der Steuerung erproben. Leider steht hier anfangs nur ein einziger Platz zur Verfügung – die restlichen warten darauf, erspielt zu werden. Dies lockt euch alsbald in den Einspieler Modus. Neben diversen Spielvarianten wie „Punkte“, „Freies Spiel“ oder „Differenz“ sticht vor allem das Herzstück des Spiels ins Auge: Der Meisterschaftsmodus. Sofort stürze ich mich hinein. Die anfänglichen 9-Loch Turniere verlangen mir Dank des vorhergehenden Trainings noch nicht allzu viel ab, die KI der Gegner lässt eingangs auch zu wünschen übrig und ich spiele munter Birdie um Birdie. Der hervorragend intuitiven wenngleich sehr umfangreichen Steuerung sei Dank. Nach anfänglichen Turniersiegen und einer souveränen Erstplatzierung in der Rangliste trete ich breitgeschwellter Brust mit vollem Geldbeutel in den Pro-Shop und decke mich erst mal mit teurem Krings-Krams ein. Danach geht es auch wieder auf die Piste – trotz gewagter innovativer Steuerungsmechanik fesselt das Spiel irgendwie.

Und das, obgleich grafisch mehr aus dem NDS zu holen gewesen wäre. Der obere Screen zeigt stets das Spielgeschehen in 3-D. Die schönen Charaktermodelle sollen hierbei jedoch die grobpixelige Hintergrundlandschaft kaschieren. Der untere Screen birgt alle Schlagoptionen, das Schlagfeld an sich sowie nach einem ausgeführten Schlag eine übersichtliche Vogelperspektive. Insgesamt lässt sich an der sehr zweckmäßigen Darstellung des Spielgeschehens jedoch nicht viel aussetzen. Zwar hätte der Hardwarerahmen mehr Freiheiten erlaubt – für ein Golfspiel reicht die Landschaftsdarstellung jedoch allemal aus.

Als sehr gelungen kann man die musikalische Untermalung bezeichnen. Das Gros an Effekten und Musikstücken trägt viel zu einer sehr entspannten Golfatmosphäre bei. Ob Applaus nach gelungenen Schlägen oder die durchweg beruhigende Untermalung während der Golfpartien – hier kommt die stets mit dem Golfsport assoziierte Ruhe zur Geltung. Selten habe ich ein derart entspannendes Handheld Spiel in den Händen – wirklich schön!

Kommen wir zum wohl wichtigsten Aspekt des Spiels – der Steuerung. Wie der Titel bereits erahnen lässt, spielt der Touchscreen ein maßgebliche Rolle auf dem virtuellen Green. Die gesamten Menüs als auch das Spiel selbst werden per Touchscreen gehandhabt. Am interessantesten ist jedoch die Schlagtechnik. Kommt es zu einem Drive/Fairwayschlag/Pitch oder Putt, steht der Touchscreen im Rampenlicht. In mitten des Touchscreens wird der Ball inklusive präsenter Umgebung angezeigt. Zwei Linien geben Aufschluss darüber, in welchem Radius „geschwungen“ werden sollte, farbig markierte Trefferzonen am Ball selbst helfen der Orientierung beim Schlagen. Habt ihr euch für einen Schläger bestimmt, taucht dieser ebenfalls auf dem Touchscreen auf. Nun ist es an euch, den Schlag durch eine gezielte Stylusbewegung über den unteren Screen auszuführen. Dabei wird der Stylus nach hinten gezogen, um aufzuschwingen und schließlich nach vorne gezogen, um abzuschwingen. Der Treffmoment, der Effet des Balls und die Stärke des Schlags hängen hierbei ausschließlich davon ab, wie ihr den Stylus über den Touchscreen gezogen habt. Zieht ihr den Stylus schnell über den Screen, so erhöht sich auf Grund des stärkeren Treffmoments auch die Fluggeschwindigkeit und somit die Weite des Schlags. Anhand einer Anzeige in m/s seht ihr nach dem Schlag, mit welcher Geschwindigkeit der Ball getroffen wurde. Bei Rückenwind habt ihr die Möglichkeit, den Ball weit unten anzuspielen, um eine hohe Flugbahn und somit eine perfekte Ausnutzung der Windverhältnisse zu bedingen.

Durch genaues ansprechen des Balles auf der linken oder rechten Seite lassen sich außerdem ein Slice oder ein Hook bewerkstelligen – also ein Abdriften des Balles nach rechts oder links. Anfänger kommen auch ohne diese Feinheiten mit wenig Schlägen ins Loch, Fortgeschrittene Spieler und Simulationsfanatiker werden die hier gebotenen Möglichkeiten jedoch freuen. Nur perfekt auf die Verhältnisse des Untergrunds, des Winds und den restlichen Verlauf des Fairways (= Spielbahn) abgestimmte Schläge verhelfen euch in den höheren Spielklassen zu Traumergebnissen.
Auf Dauer kann vor allem der Singlecard Multiplayer Modus und der Meisterschaftsmodus begeistern. Die Tatsache, dass ihr euch mit erspielten Preisgeldern Schlag- und Outfit-Updates besorgen könnt, motiviert noch weiter. Einziger Haken an der sonst rundum runden Golfspielgeschichte: Ihr müsst Golf mögen um Touch Golf zu lieben.

Fazit:
Mit Touch Golf: Birdie Challenge wagte Nintendo einen ersten Schritt ins Golfgenre, ohne dabei prominente Zugpferde wie Mario oder Tiger Woods vor den Caddy zu spannen. Das tut dem Spielspaß jedoch keinen Abbruch: Multiplayer Modus, Meisterschaftsmodus, und eine sehr innovative und dabei dennoch intuitive Steuerung sind optimal auf den zweckmäßigen technischen Rahmen abgestimmt. Nach einem anstrengenden Tag lockt es mich immer wieder für eine Runde auf die schön gestalteten virtuellen Plätze – das beruhigende Flair des Golfsports wurde mit passenden Sounds gelungen eingefangen. Lediglich der mäßige Umfang und die Tatsache, dass Golf eben Golf bleibt und Touch Golf in jedem Pixel Golf ist, könnte manche Spieler abschrecken. Wer diese Schwelle jedoch überschreitet, bekommt ein rundum gelungenes Golfvergnügen für unterwegs vorgesetzt. Um meine anfänglichen Worte wieder aufzugreifen: Golf. Rentnersport, Reichentreff, Langweilergehabe? – Nein! Golf. Trendsport, Spaß und Topunterhaltung für unterwegs. Touch Golf macht’s möglich!

Christian Thol für PlanetDS.de
Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
83%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Sehr gelungen, sehr umfangreich, sehr realistisch und dennoch intuitiv! Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Golf einmal anders: Sehr gelungenes Touchscreengameplay!
Grafik

Schöne Spielermodelle & Animationen, schwache Hintergründe– Zweckmäßig
Sound

Sehr beruhigende und passende Untermalung
Spielspaß

Multiplayer, Meisterschaft und dennoch hätten ein paar Plätze mehr nicht geschadet








Details
Spielname:
Touch Golf: Birdie Challenge

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Sport

Release:
05.20.2511

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (16)

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