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Yu-Gi-Oh!: Nightmare Troubadour


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Yu-Gi-Oh!: Nightmare Troubadour - Review vom 16.11.2005

Die Yu-Gi-Oh! Welle überschwemmt die ganze Welt. Zahlreiche Fans sind schier süchtig nach diesem Spielprinzip, das nun erstmals auch auf dem Nintendo DS für Furore sorgen soll. Kann dieses Spiel die Funktionen des Nintendo DS effektiv nutzen?

Seit der Shonen Jump Manga-Zeichner Kazuki Takahaschi 1996 das erste mal die Yu-Gi-Oh! Figuren auf die Menschheit los lies, hat sich viel getan. Der so genannte Duel-Monsters-Titel hat weltweit für Aufsehen gesorgt und viele Fans gewonnen. Denn neben der Manga und Animeumsetzung des Kartenabenteuers, wurden natürlich auch die Sammelkarten selbst zum Verkauf angeboten. In Japan sind schon mehrere Milliarden dieser Karten über die Ladentheken gewandert und in Deutschland wurden auch Karten im dreistelligen Millionenbereich verkauft. Somit hat man in dieser Hinsicht sogar die Hysterie der Pokémon-Welle in Sachen Sammelkarten hinter sich gelassen.

Diese Lizenz ist weltweit begehrt und sogar Fastfoodketten wie McDonalds haben schon spezielle Promokarten zu Werbezwecken drucken lassen. Konami ist bekannt dafür, die entsprechenden Softwareumsetzungen zu zaubern und schon bei den ersten Informationen zum Nintendo DS in Japan gehörte Yu-Gi-Oh! Nightmare Troubadour zu den Neuankündigungen. Die Zeit des Wartens ist nun vorüber und wir haben den Titel für euch gespielt und berichten live von der Kartenfront.

Nachdem man ein Spiel begonnen und seinen Charakter benannt hat, kann es losgehen. Eine kurze Einleitungsstory erzählt, was in der Stadt passiert und danach kann man sein erstes Duell bestreiten. Dazu sucht man sich einen Duellanten auf der Hauptübersichtskarte. Dieser Stadtplan wird auf dem Touch-Screen dargestellt und der Spieler kann durch herum"wandern" mit dem Stylus herausfinden ob sich in der Nähe ein Gegner befindet. Auf dem oberen Bildschirm wird die Stadt dargestellt, bis ein Kontrahent auftaucht. Ein bisschen Smalltalk später befindet man sich schon im ersten Duell.

Jeder Anfang ist schwer und so ist es wohl das Wichtigste für einen Einsteiger, die Grundregeln des Spiels zu erlernen. Konami hat sich erbarmt: Erstmals hilft ein ausführliches Tutorial weiter und es dürfte keine Probleme geben, in die magische Welt von Yu-Gi-Oh! einzutauchen, egal ob Fan oder Neuling. Die Grundregeln des Spiels sind recht einfach:
Ihr startet mit einem Deck aus mindestens 40 "Pappdeckeln". Darunter befinden sich Spielkarten aus drei verschiedenen Kategorien. Zum einen gibt es die Monsterkarten: Diese nutzt man, um sich auf dem Spielplan zu verteidigen oder seinen Gegner anzugreifen. Monster verfügen über einen bestimmen Attacke- und Paradewert. Sollte man bei einem Angriff kein Monster zur Verteidigung haben, so wird der Spieler diesen Schaden abbekommen. Ziel des Spiels ist, den Gegner so zu schwächen, dass er/sie von der anfänglichen Lebensenergie von 8000 Punkten auf 0 heruntergekämpft wird. Es gibt auch Sonderregelungen, die zu einem Sieg führen, diese sollte man sich aber erst ansehen, wenn man tiefer in das Spiel hineintauchen möchte.

Neben den Monsterkarten, die manchmal auf die kurioseste Art und Weise beschworen werden müssen, gibt es auch so genannte Zauber und Fallenkarten. Zauberkarten haben die unterschiedlichsten Fähigkeiten. So kann man mit ihnen u.a. das Gelände auf dem Spielfeld ändern. Beispielsweise in einen Wald. Spezielle Monster wie Käfer haben auf einem solchen Untergrund Angriffs- und Verteidigungsbegünstigungen. Ansonsten gibt es Monsterverstärker, Karten, mit denen man den Gegner direkt schwächen kann oder ein Monster sogar direkt vernichtet.
Die letzte Kartenvariante sind die so genannten Fallenkarten. Sie werden erst aktiv, wenn eine Aktion vonstatten geht, können also nicht direkt ausgespielt werden, wie die Zauber oder die Monster. Dafür kann man sie auch einsetzen, wenn ein Gegner am Zug ist. Meist neutralisieren die Fallen den gewünschten Effekt des Gegners oder sorgen für andere unvorhergesehene Überraschungen. Sowohl Monster- als auch Zauberkarten können den Spielverlauf stark beeinflussen und so manchen starken Gegner mit Hilfe einer geschickten Taktik außer Gefecht setzen. Gleichzeitig können nur insgesamt jeweils fünf Monster- und Fallen-/Zauberkarten ausliegen.

Das Duell beginnt, nachdem man entschieden hat, wer den Kampf beginnt. Eine Runde Schere-Stein-Papier sorgt für die nötige Entscheidung. Dann geht es los: Eine Spielrunde ist in fünf Phasen aufgeteilt. Zunächst wird eine Karte vom verdeckt liegenden Kartenstapel gezogen. Anschließend folgt die so genannte „Standby Phase", die nur zur Geltung kommt, wenn bestimmte Karten ausgespielt werden, deren Effekte genau jetzt zu tragen kommen.
In der ersten Hauptphase können Monster beschworen, Zauberkarten genutzt oder Fallen gestellt werden. Dabei kann man pro Runde nur ein Monster herbei zaubern, außer man besitzt spezielle Karten, die jene Regel umgehen. In der 3. Phase können Monster angreifen. Sollte man den allerersten Spielzug durchführen, so kann in dieser Runde nicht angegriffen werden. Ist ja klar, der Gegner könnte sich ja garnicht verteidigen. Der Spieler, der als zweites an der Reihe ist, hat die Möglichkeit die erste Attacke mit Monstern durchzuführen. Dies ist ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung, wer ein Duell anfangen möchte.
Nach dem Kampf kann man in der zweiten Hauptphase das tun, was man zuvor in der ersten vergessen hatte (oder seine Wunden lecken). Nach dieser Phase endet der Zug.

Um ein Duell zu gewinnen gehört nicht nur das richtige Deck mit guten Karten zu den Hauptkriterien, sondern auch die Taktik, die dahinter steckt. Man kann auch mit vermeintlich schwachen Karten so manchen Gegner besiegen. Die Zusammenstellung muss stimmen.
Doch was kann man noch so alles tun auf der Landkarte? Zum einen kann man sein Haus besuchen. Im heimischen 3D-Zimmer können das Spiel gespeichert (kein Autosave mehr), das Deck passend zusammengestellt, oder aktuelle Informationen vom Computer geholt werden. Auch ein wichtiges Feature ist das Bett im Zimmer. Denn bewegt man sich auf der Übersichtskarte, so vergeht die Zeit und es gibt echte Tag- und Nachtphasen. Tagsüber trifft man meist auf friedliche Gegner, während in der Nacht die echten Profis auf euch warten. Schafft man es, einen Duellanten zu besiegen, so wird man nicht nur mit Erfahrungspunkten belohnt, sondern erhält auch so genannte KC-Punkte. Diese Punkte kann man im Shop, welcher auf der Karte zu finden ist, gegen neue Karten in den so genannten Boosterpacks eintauschen oder im späteren Verlauf des Spiels an der Passwortmaschine nutzen. Die Passwortmaschine ermöglicht es, echte Karten aus der Realität in das Spiel zu transferieren. Dazu kann man den Code, der in der Ecke der Karte abgebildet ist eingeben und diese dann für 1000 KC-Punkte in das Spiel transferieren. Man sollte sich doch genau überlegen, welche Karten man ins Spiel übernimmt. Denn ein „Import" kostet mehr als das sechsfache eines im Spiel erwerblichen Boosterpacks.
Doch Karten kaufen und importieren ist nicht das einzige, was man im Shop erledigen kann. Hier bekommt man als Neuling auch die Regeln erklärt oder kann bei speziellen, vorgegebenen Kämpfen sein Geschick üben. Diese Probekämpfe sorgen für ein wenig Abwechslung vom normalen Deck, da man hier auch eine Reihe von neuen Karten kennen lernt.
Hat man die Grundprinzipien begriffen, so heißt es Duellieren, Deck aufbauen und Freunde finden. Denn gerade der Multiplayermodus des Spiels sorgt für spannende Duelle, ohne das dabei jemand schummeln kann. Hier läuft alles Regelkonform.

Das Spiel an sich besticht durch die große Komplexität und die hohe Anzahl der Karten, für die man im echten Leben ein Vermögen zahlen würde. Leider kommt die Storyerzählung etwas zu kurz und der eine oder andere Spieler könnte enttäuscht sein, dass es sich "nur“ um ständiges Gegnersuchen und Deckaufbauen handelt. Andere werden sich stundenlang mit dem Spiel beschäftigen können und über mehrere Wochen hinweg neue Taktiken und Kniffe ausdenken. Man kann mit sich mit den berühmten TV-Charakteren anfreunden und dann zu jederzeit zu einem Duell verabreden, ohne dabei auf die große Suche gehen zu müssen. Im späteren Verlauf des Spiel wird man sich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie der Bahn fortbewegen, um sich auf die Suche nach neuen Herausforderungen zu machen.

Yu-Gi-Oh! Nightmare Troubadour ist einer der besten Titeln, das die Fähigkeiten des berührungsempfindlichen Nintendo DS Bildschirms perfekt nutzt. So hat man während der Duelle auf dem Touchscreen eine detailgetreue Abbildung eines echten Kartenfelds. Das sorgt dafür, dass man die Karten direkt antippen und sich Informationen auf dem oberen Bildschirm einholen kann. Es gibt kein lästiges Menü mehr, durch das man sich durchklicken muss, um zu erfahren, welche Fähigkeit die Karten haben. Alles wird über den Touchscreen gesteuert, egal ob Monsterbeschwörung, Fallen stellen, Angriffe oder die Neugestaltung des Kartendecks. Hier kommen die Fähigkeiten des Nintendo DS richtig zur Geltung und das Spiel bekommt seinen besonderen Touch (Anm. der Red.: Kleiner Wortwitz am Rande). Einzig die manchmal etwas vertrackten Menüs können vor allem jüngere Spieler anfangs verwirren.

Auch hier haben die Entwickler sich einige Gedanken gemacht. Denn auf dem oberen Bildschirm bekommt man die Monster meist in angenehmer 3D-Optik geboten, kann die Kämpfe betrachten, oder zur gegebenen Zeit die Karteninfos in Augenschein nehmen.
Das Zusammenspiel zwischen Touchscreen und oberen Bildschirm ist sehr durchdacht und genial umgesetzt. Die Grafikengine des Spiels ist sehr flüssig, obwohl man an der Leistung noch einiges feilen könnte. Doch dies bleibt bestimmt nicht die einzige Umsetzung von Yu-Gi-Oh! auf dem Nintendo DS. Warten wir ab, was die Zukunft bringt.

In Sachen Sound hat man ein wenig gespart. Die Hintergrundmusik wiederholt sich oft, die Sounds eines Kartenspiels sind nunmal eher zweckmäßig. Die Musik ist recht angenehm, bis zu dem Zeitpunkt, an dem man sich satt gehört hat.

Das Spiel wurde größtenteils in unserer Landessprache übertragen, verfügt über einen Speicherstand und eine enorme Anzahl von digitalisierten Karten. Manche werden sich daran stören, dass es keine richtige Story, keinen gezielten Spielverlauf gibt. Andere werden diese Freiheiten genießen, um sich im Kartenspiel zu perfektionieren und geniale Taktiken auszuklügeln.


Hier bekommt man ebenfalls das volle Programm geboten, gesetzt dem Fall, jeder Spieler besitzt sein eigenes Modul. So können Karten gesammelt und getauscht und Duelle Mann gegen Mann (oder Frau gegen Mann. Oder Frau gegen Frau. Oder Mann gegen Frau... und überhaupt!) ausgetragen werden. Was wünscht man sich mehr? Eventuell wäre ein Onlinemodus das Tüpfelchen auf dem "i" für einen potentiellen Nachfolger (und Chris Senior aka Trunx würde sich auch endlich einen DS kaufen...).

Fazit:
Yu-Gi-Oh! Nightmare Troubadour ist eine geniale Umsetzung des bekannten Tradingkartenspiels. Wer darüber hinweg sehen kann, dass man im Prinzip nur auf der Straße unterwegs ist, von einem Duell zum nächsten und keine richtige Story erleben kann, wird gefallen an diesem Spiel finden. Hier geht es ums taktieren, das Deck erneuern und aufbauen.
Yu-Gi-Oh! nutzt die Touch-Features des Nintendo DS optimal aus und man fühlt sich beinahe so, als würde man ein echtes Kartenblatt vor der Nase haben. Zwar haben die Entwickler noch einige Möglichkeiten zur Verbesserung des Spiels, dennoch geht man in eine richtige Richtung. Mehr davon! Fans von Sammelkartenspielen egal welcher Art, ob Yu-Gi-Oh!, Magic the Gathering oder Pokémon können bedenkenlos zugreifen!


Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Alles optimal unter Kontrolle. Mehr davon! Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Gelungenes Gesamtkonzept und geniale Nutzung von Touch- und Dualscreen.
Grafik

Gelungener Mix aus 2D und 3D Effekten
Sound

Eher zweckmäßig, aber nicht nervend
Spielspaß

Gerne-Fans werden nicht drum rum kommen.








Details
Spielname:
Yu-Gi-Oh!: Nightmare Troubadour

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Strategie

Release:
05.20.1711

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (11)

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