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Zoo Tycoon DS


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Zoo Tycoon DS - Review vom 07.12.2005

Raus aus dem Alltag, rein in den Zoo. Gibt es für eine Großstadtfamilie etwas Schöneres, als einen Besuch im Zoo? Zumindest dachte sich das Blue Fang Games, als sie im Jahre 2001 Zoo Tycoon für den PC veröffentlichten. Seit dem Nintendo DS, der via Stylussteuerung optimal eine PC Maus ersetzen kann, kommen nun auch die ersten Umsetzungen von PC-Spielen auf Nintendos Doppelbildschirmer. Doch was kann man vom Zoo Tycoon im Hosentaschenformat erwarten?

Ein warmer Sontagssommer, ein Spaziergang im Zoo und dabei in Ruhe und Frieden die Vielfalt des Tierreichs bestaunen - alles ist bequem, angenehm und erholsam. Aus der Sicht des Zoo-Managers sieht die bunte Tierwelt jedoch anders aus. Hier müssen Gehege aufgestellt, Tiere organisiert, günstige Bedingungen geschaffen und eigentlich alles getan werden, um die Gunst der Besucher aufrechtzuerhalten. Wenn diese nichts zu sehen bekommen, dann sind die Kassen bald so leer, wie die der Bundesregierung. Also ran an die Minijobs und Profit erwirtschaften.

Die Aufgabe des Spielers ist es, einen Traumzoo zu erschaffen, indem die Tiere und Besucher glücklich sind und dabei noch ordentlich Kohle gescheffelt wird. Um sich mit der komplexen Steuerung vertraut zu machen kann der Spieler erst einmal das Tutorial und weitere Szenarien spielen. Hier werden die Grundlagen des Spiels erklärt, wie Steuerung, Spielablauf, Tierpflege, etc. Schafft man es, die Szenarien erfolgreich zu absolvieren, so bekommt man neue Aufgaben geboten und muss versuchen, seine wirtschaftlichen Ziele oder "tierischen" Fortschritte einzuhalten. Dabei steht meist Väterchen Zeit mit erhobenem Zeigefinger im Hintergrund und achtet darauf, dass man die gewünschten Ziele auch im gegebenen Zeitrahmen einhält. Als Belohnung für Errungenschaften in den diversen Szenarien, winken so genannte Sammelkarten. Im Hauptmenü können diese Sammelkarten betrachtet werden, die man sich zuvor von überschüssigem Geld gekauft hat. Nur wenn man es schafft ein Szenario innerhalb der Vorgaben zu meistern, wird man auch die gekauften Sammelkarten behalten können. Knapp 15 Szenarien gilt es zu bewältigen.

Als weiteren Spielmodus kann man ein freies Spiel bestreiten. Hier hat man keinerlei vorgaben und kann einfach so vor sich hin bauen und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Das Gelände ist mit Karten von 50x50 Feldern auch groß genug, um einen großen Traumzoo aufzubauen. Doch wie genau sieht der Tag eines Zoomanagers aus? Was sind seine Aufgaben, welche Tiere kann er pflegen und halten, etc.? Auf diese Fragen wollen wir nun im nächsten Abschnitt eine Antwort geben.

Gameplay:
Das Spiel ist so aufgebaut, dass man als Manager des Zoos dasteht und nun einmal Gehege anlegen, Besucherattraktionen, Imbissstände, etc. anlegen muss. Wenn es nichts zu sehen gibt, kommen auch die Besucher nicht. Dazu steht einem ein sehr komplexes Baumenü zur Verfügung und im späteren Teil werden wir noch mal darauf eingehen, ob das vorliegende Steuerungs-System wirklich durchdacht ist. Aber zunächst wird der Spieler seine Wege anlegen und seine Zäune aufstellen. Es steht eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung, je nachdem welche Tiere man halten möchte. Doch auch die Flora und Fauna spielt eine große Rolle, denn ein Eisbär hat bekanntlich in der trockenen Savanne nichts verloren. Also ran an den Feind und das Gehege auf Vordermann bringen. Da heißt es, das Gelände zu formen, für bestimmte Witterungen zu sorgen, Objekte und Pflanzen zu platzieren für Spielmöglichkeiten zu sorgen, etc. Was die Komplexität anbelangt hat man hier einige Variationsmöglichkeiten. Um nur ein Beispiel zu nennen: Es gibt allein 9 verschiedene Umgebungstypen die an die verschiedene Tiere angepasst werden müssen, wie Schnee, Sand, Erdboden, Grass, etc.

Hat man das Revier der Tiere ausgebaut, so kann man nun diese auch in das gewünschte Gehege platzieren. Dabei kann man aus einer Liste von 50 verschiedenen Tierarten wählen. Wer seine animalischen Untermieter ordnungsgemäß hält, kann dafür auch richtige Preisgelder kassieren und so seinen Zoo weiter ausbauen. Denn wer alle Tierarten Freispielen möchte, sollte auch monatlich ein paar Gelder in die Rubrik Forschung und Entwicklung stecken, damit neue erforschte Gegebenheiten es ermöglichen, für weitere Tiere platz zu finden.

Doch nicht nur die Tiere müssen umsorgt werden, sondern auch die Besucher. Diese benötigen Wege zum Gehen, Sitzmöglichkeiten, Imbissstände, Toiletten, etc. damit der Tag im Zoo auch ein Erlebnis darstellt.

Auch um das entsprechende Personal muss man sich kümmern, denn ohne Tierpfleger werden die armen Wesen oft krank und werden nicht sauber gemacht. Auch Saubermänner für die Besucher müssen her, denn diese zahlen zwar nicht nur Eintritt, sondern lassen ihren Müll auch manchmal unachtsam liegen.

Nur wer ein richtiger Projektmanager ist, wird den Überblick über die Zahlungslisten haben, wissen was ab geht und darauf achten, dass die Finanzen nicht in ein bodenloses Loch stürzen. Die Mischung aus Strategie, Aufbauen, Verwalten kann durchaus Spaß machen, doch gibt es leider auch einige Kritikpunkte die geäußert werden müssen.

So hat man mit der Anzahl der Szenarien nicht wirklich viel zu tun, und die Langzeitmotivation geht dann schnell flöten. Hat man seinen eigenen Zoo aufgebaut und spielt seine zwei bis drei "Zoojahre" vor sich hin, wird man nicht mehr viel ändern können, da alle Tierarten und Gegenstände freigespielt worden sind und man nur noch an den Details des Zoos arbeiten wird.

Steuerung:
Die Steuerung des Spiels gehört wohl zu den größten Kritikpunkten. Zwar hätte man mit dem Stylus die optimalen Voraussetzungen, doch die Umsetzung ist leider weniger gelungen. So kann man auf dem Touchscreen durch die Menüs wandern und die Bauelemente auswählen, wobei der obere Bildschrim zur Darstellung des Zoos genutzt wird. Durch bestimmte Rasterkarten, kann man dann auf dem Touchscreen auswählen, wo man bauen möchte. In der Praxis ist dies aber eher ein Spagat zwischen dem Touchscreen, den normalen Tasten und den zwei Bildschirmen an den man sich erst gewöhnen muss. Hier hätte man noch einiges an Verbesserungsbedarf, denn wenn man sich hier nicht mit beschäftigt, wird man schnell gefrustet sein. Auch die Menüführung ist nicht immer so sauber, wie man sich das gewünscht hätte.

Grafik:
Die Grafik des Spiels ist eher zweckmäßig. So kann man den Zoo in Echtzeit aufbauen, frei drehen und in drei verschiedenen Stufen Zoomen. Was die Darstellung der Gebäude und Tiere anbelangt hat man sich eher auf das Wesentliche konzentriert. Man hat es eher mit vielen Einzelbildern zu tun, denn die Animationsphasen sind sehr gering und erinnert stark an die frühen Wirtschaftssimulationen auf dem PC. Dafür läuft das Spiel meist flüssig ohne große Probleme; auch bei größeren Zoos ist dies der Fall.

Sound:
Auch hier bekommt man eher die Zweckmäßigkeit zu spüren. Die Hintergrundmusik versteckt sich eher, wenn sie überhaupt gespielt wird. Die Geräusche der Tiere und Besucher bekommt man auch nur mäßig zu hören. Dennoch sind diese gut voneinander abgesetzt, dass man die verschiedenen Tierarten gut voneinander unterscheiden kann.

Fazit:
Zoo Tycoon ist wenn nur für Fans von Wirtschaftssimulationen ein Muss. Zwar hat man seine Kinderkrankheiten noch nicht ganz ausgemerzt, dennoch erfreut sich der alte PC-Retrogamer über das neue Hosentaschenformat. Neueinsteiger werden es richtig schwer haben, sich mit dem Spiel anzufreunden, denn die Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Das Spielprinzip in Manchen Situationen nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Es fehlen einfach mehr Sidequests, oder andere Aktivitäten, die der Monotonie zum Trotz stehen.
Gelegenheitsspieler werden schnell dazu neigen, ein oder zwei Zoos aufgebaut zu haben und dann das Spiel in der Ecke verschwinden zu lassen. Doch diese Gattung von Spielern wird nie die Komplexität und Vielfalt hinter der Spielidee entdecken.


Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


WERTUNG:
67%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 2 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ein gewöhnungsbedürftiger Spagat zwischen Touchscreen, Dualscreen und normalen Tasten. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Gut gemeinte Ideen für Touch- und Dualscreen, die in der Umsetzung leider ihre Mängel haben.
Grafik

Zweckmäßig, aber dafür bekommt man einen ganzen Zoo zu sehen.
Sound

Hier bekommt man nur wenig zu hören.
Spielspaß

Ein sehr komplexes Spiel, welches relativ schnell eintönig werden kann.








Details
Spielname:
Zoo Tycoon DS

Publisher:
THQ

Developer:
THQ

Genre:
Strategie

Release:
05.20.0411

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (42)

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