PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Sonic Colours


  • Testbericht
  • Bilder (23)
  • News & Videos (12)
  • User (2)
  • Spiel Kaufen
Sonic Colours - Review vom 29.11.2010

Auch wenn man bei dem Titel vielleicht auf andere Gedanken kommt, versucht Sega definitiv nicht, den blauen Igel Sonic in ein weiteres Genre-Korsett zu zwängen. „Sonic Colours“ ist kein Puzzle-Spiel, keine Match-Three-Variante mit Robotnik-Thema, sondern ein richtiges, traditionelles Jump 'n' Run. Gut so, denn das letzte neue Plattformer-Abenteuer mit dem schnellen Igel in der Hauptrolle liegt ein paar Jahre zurück. Kann „Sonic Colours“ an die „Rush“-Reihe anknüpfen? Oder fehlt es dem farbenfrohen Ausflug in den intergalaktischen Freizeitpark an Pepp? Wir sind Eggmans Einladung gefolgt und verraten euch, ob sich eine Eintrittskarte lohnt.

„Bei der Erbauung des Parks wurden keine Aliens verletzt - das geschah erst danach.“
Es scheint, als würde der werte Dr. Ivo Robotnik endlich die Schurkereien unterlassen und den Bewohnern der Welt Unterhaltung anbieten. In Form eines gigantischen Vergnügungsparks im Weltall. Dass da etwas nicht so ganz stimmen kann, steht für Sonic und seinen Kumpel Tails von vornherein fest. Also statten sie der riesigen Einrichtung einen Besuch ab und werden auch schnell fündig. Eggman missbraucht nämlich kleine, außerirdische Wesen -Wisps genannt- als Energiequelle für seinen Park und hat auch den ein oder anderen Planeten ein klein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Klarer Fall: Das kann unser heroisches Duo nicht einfach zulassen. Also flitzt Sonic los, um die putzigen Kreaturen aus den Fängen des bösen Wissenschaftlers zu befreien.

Generell spielt der Plot genretypisch aber eher die zweite Geige. Wirklich komplex wird er zu keiner Zeit und vorangetrieben wird das Geschehen durch knappe Wortwechsel, die alle paar Welten folgen. Anders als bei dem noch etwas textlastigeren „Rush Adventure“ liegt der Fokus hier eindeutig auf dem eigentlichen Plattform-Abenteuer. Dieses erstreckt sich über insgesamt sechs Welten mit je zwei Akten und einem abschließenden Bosskampf, in denen Sonic seine Füße ordentlich belasten darf.

„Das Vereiteln von bösen Plänen während des Parkaufenthalts ist strikt untersagt.“
Wer mit den „Sonic Rush“-Teilen vertraut ist, wird sich in „Sonic Colours“ sofort zuhause fühlen. Auch hier besteht das Ziel eines jeden Levels darin, den Zielring oder Wisp-Käfig am Ende zu finden. Dazu flitzt der Igel geschwind über Stock, Stein und durch Loopings und muss auch die ein oder andere kleine Plattform-Passage überstehen. Natürlich lauern abseits der Stufengefahren aber auch noch zahlreiche Roboter dem Helden auf. Diese können wie gehabt per Boost, Roll- oder Sprungangriff beseitigt werden. Sicherheitshalber sollte man aber stets mindestens einen goldenen Ring in der Tasche haben. Nur auf diese Weise übersteht Sonic den sonst tödlichen Feindkontakt.

Sonic Team wäre jedoch nicht Sonic Team, wenn es nicht auch in diesem Teil etwas gäbe, was das Gameplay mit etwas Abwechslung auflockert. Einerseits sind da abermals die Special Stages, die euch am Ende eines Abschnitts erwarten, sofern ihr mindestens 50 Ringe euer Eigen nennt. In diesen versucht ihr, wie schon im ersten „Sonic Rush“ zuvor, auf einer Half-Pipe bestimmte Objekte -hier Ballons- einzusammeln, um am Ende einen der sieben Chaos Emeralds zu ergattern.

„Bitte beachten Sie die schreienden Aliens nicht. So kommunizieren sie. Ehrlich!“
Die viel wichtigere Neuerung sind jedoch die Wisps; kleine, quallenartige Alienkreaturen. Mit jeder neuen Welt schaltet ihr eine der insgesamt sechs Wisp-Arten frei. In den Abschnitten des Spiels verteilt könnt ihr dann Behälter finden, welche die Wesen beinhalten. Im Austausch für die Befreiung aus ihrem engen Kämmerchen verleihen die Wisps Sonic verschiedene Kräfte. Weiße Wisps etwa laden die Boost-Anzeige auf und ermöglichen dem Igel den Turbo-Sprint. Das rote Wisp verwandelt den Helden in eine Feuerkugel, die einerseits so lange sie möchte in der Luft springen kann und andererseits mit jedem Sprung eine kleine Explosion entfesselt. Wenn ihr auf einen weichen Boden stoßt, könnte wiederum das gelbe Wisp helfen. Dieses Kerlchen macht aus Sonic einen mächtigen Bohrer, der sich durch das Erdreich buddeln kann. Allerdings möchte bei jedem Wisp-Einsatz ein Zeitlimit beachtet werden: Die auf Knopfdruck einsetzbaren Fähigkeiten stehen euch nämlich nicht dauerhaft zur Verfügung. Allerdings helfen sie dabei, die Level zu erkunden, neue Routen zu entdecken und die pro Stufe fünf versteckten roten Ringe zu finden.

Und wo wir schon mal bei Nebenbeschäftigungen sind: Neben der recht knappen Hauptkampagne, die den Durchschnitts-Spieler wohl kaum mehr als fünf Stunden kosten dürfte, finden sich in jeder Welt auch eine Hand voll Nebenmissionen, in denen weitere Charaktere aus dem Sonic-Universum -etwa Cream the Rabbit- ihren (nicht spielbaren) Gastauftritt haben. So müsst ihr in einer Mission etwa das Ziel innerhalb eines bestimmten Zeitlimits erreichen oder in einer anderen wiederum eine große Anzahl von Ringen anhäufen. Die Sidequests sind auch etwas kniffliger als die Story-Level ausgefallen und können schon mal mehrere Anläufe beanspruchen. Die Hauptmissionen hingegen sind, abseits einiger Bosse, vom Schwierigkeitsgrad her eher auf der einfachen Seite anzuordnen.

Steuerung:
Sonics Aktionen setzen auf irrsinnige Geschwindigkeit. Daher ist es kaum verwunderlich, dass der Igel auch in diesem Plattform-Abenteuer nach klassischem Steuerkreuz-und-Tasten-Prinzip gelenkt wird. Neben dem bereits bekannten Boost, Spin Dash und Sprung verfügt der Igel auch über eine Stampfattacke, Wandsprung-Fähigkeiten und einen überarbeiteten Zielsuchsprung, mit dem ihr Gegner wie auch Sprungfedern im Level gezielt attackieren könnt. Auch die Fertigkeiten der Wisps werden durch einen simplen Tastendruck ausgelöst. Der Touchscreen kommt hauptsächlich in den Special Stages zum Einsatz. Hier lenkt ihr den Helden -abermals wie in „Sonic Rush“- per Stylus an Hindernissen vorbei zu den aufzusammelnden Ballons. Und auch wenn bei mancher Wisp-Verwandlung die Steuerung ein wenig hakeliger erscheint, wie etwa beim violetten Void-Wisp, so ist sie für den Löwenanteil des Spiels genau so präzise, wie es bei den Tempo-Abschnitten auch nötig ist.

Grafik:
Was verbindet man im optischen Bereich mit einem Freizeitpark? Klar, viele bunte Farben, die Frohsinn verbreiten. Auch Eggman hat diesbezüglich seine Hausaufgaben gemacht und lässt Sonic daher durch farbenfrohe Stages laufen. Das bedeutet aber nicht, dass es an grafischer Abwechslung mangelt: Eine Unterwasserwelt, die mit feudal-japanischen Bauten angereichert wurde oder eine Baustelle inmitten einer eigentlich ruhigen Waldumgebung zeugen von ansehnlichen Strukturen. Und obwohl Dialoge mit gegenüberstehenden Charakterporträts überwiegen, haben sich auch einige wenige Rendersequenzen aus der Wii-Version auf die DS-Karte verirrt.

Sound:
Auf eurer Tour durch den intergalaktischen Vergnügungspark werdet ihr stets von mitreißenden oder wohligen Klängen begleitet. Während der Tropical-Resort-Level noch mit feierlichen Melodien unterstrichen wird, dominiert ein weitaus ruhiger Ton den Aquarium Park. In den wenigen vorgerenderten Cutscenes von „Sonic Colours“ ist sogar englische Sprachausgabe (mit deutschen Untertiteln) mit an Bord - die restlichen Dialoge verlassen sich hingegen auf typische, gelegentliche Soundschnipsel wie etwa das knappe Gelächter des Antagonisten.

Multiplayer:
Den Story-Modus abgeschlossen und erst einmal genug von der Suche nach roten Ringen? In dem Fall kann man sich immer noch mit einem menschlichen Gegner im Wettrennen messen. Entweder lokal per Multi-Card- bzw. Download-Play oder gar online via Nintendo Wi-Fi Connection könnt ihr zeigen, dass ihr der schnellste Igel der Welt seid. Mit verschiedenen Power-Ups, die wiederum per Touchscreen ausgelöst werden müssen, könnt ihr dabei eurem Kontrahenten das Leben schwer machen. Es ist zwar nichts, was auf Dauer die Motivation aufrecht erhalten wird, doch für eine kleine Runde zwischendurch taugt die Mehrspieler-Abteilung auf jeden Fall etwas.

Fazit:
Während auf der Wii „Sonic Colours“ die Renaissance der 3D-Sonic-Spiele einläutet, führt die DS-Fassung prinzipiell nur das weiter, was mit „Sonic Rush“ bereits aufgebaut wurde. Das soll aber nun nicht heißen, dass Sonic Team und Dimps schlechte Arbeit geleistet hätten. Im Gegenteil: Die stark entschlackte Story erinnert an simplere Zeiten und erschlägt einen nicht alle Nase lang mit textreichen Dialogen, das Gameplay ist durch das hohe Tempo gewohnt fetzig und die Wisps laden zum Auskundschaften und Nutzen von alternativen Pfaden ein. Schade nur, dass das Abenteuer verflixt schnell vorüber ist. Sofern sie über dieses Manko hinwegsehen können, machen Jump 'n'-Run-Freunde mit Hang zu Hochgeschwindigkeitsrasereien hier auf jeden Fall nichts verkehrt. Wer hingegen einen Sonic-Titel mit Fokus auf dem Jump-Teil des Begriffs Jump 'n' Run sucht, sollte stattdessen vielleicht die Original-Abenteuer in der „Sonic Classic Collection“ noch einmal anschauen oder einen Blick auf den Heimkonsolen-Download „Sonic the Hedgehog 4“ werfen.

Fällt nicht auf Robotniks Lügenmärchen herein: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
85%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Manch Wisp ist ein wenig zickig, doch generell habt ihr jederzeit die volle Kontrolle. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Das Rasen über zwei Bildschirme wird nie alt. Die Wisps sorgen zusätzlich für einen frischen Touch im Gameplay.
Grafik

Farbenfroh und detailliert geben sich die Umgebungen, die Sonic erkunden darf.
Sound

Im Weltall hört dich niemand schreien... Die Melodien des Spiels sind aber dennoch gut.
Spielspaß

Kurz und doch genial - pfeilschnelle Unterhaltung vom Feinsten!








Details
Spielname:
Sonic Colours

Publisher:
Sega

Developer:
Sonic Team/Dimps

Genre:
Jump 'n Run

Release:
12.11.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (23)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop