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Percy Jackson: Diebe im Olymp


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Percy Jackson: Diebe im Olymp - Review vom 22.05.2010

Griechische Mythologie ist seit tausenden von Jahren eine Thematik, die immer wieder gerne aufgegriffen wird. 2005 begann in Anlehnung an eben jene Mythologie der Buchautor Rick Riordan mit einer Buchreihe, welche das Leben und die Abenteuer des Percy Jackson, Sohn des Meeresgottes Poseidon und damit Halbgott, behandelt. Die Buchserie ist mit derzeit fünf Bändern vertreten und weitere sind geplant. Seit Februar diesen Jahres ist der erste Teil verfilmt worden. Passend zum Film gibt es für den Nintendo DS ein Spiel, was eben genau diese Geschichte behandelt. Ob Percy Jackson: Diebe im Olymp jedoch nur ein billiger Lizenztitel ist, oder auch in der „Oberliga“ mitspielen kann, ist nun im Folgenden zu lesen.

Manche werden zu Helden, andere werden als Helden geboren
Percy Jackson ist ein an sich ganz normaler New Yorker Schüler. Mit seinem besten Freund Grover versucht er, über die Runden zu kommen. Doch eines Tages wird sein Leben auf den Kopf gestellt, denn seine Mathelehrerin verwandelt sich während eines Schulausfluges in eine Furie und verlangt von ihm die Herausgabe des Herrscherblitzes. Percy, der die Welt nicht mehr versteht, wird angegriffen und kann gerade noch so von seinem Freund Grover, der sich als sein Beschützer entpuppt, und seinem Klassenlehrer, der in Wirklichkeit ein Zentaur ist, gerettet werden.

Von jetzt an Beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn alle Götter und Fabelwesen sind hinter Percy her, um sich den Herrscherblitz zu schnappen. Sollte Percy nicht bis zum Ablauf der Frist diesen besonderen Blitz, der dem Gottesoberhaupt Zeus gestohlen wurde, zurückbringen, werden die Götter einen Krieg beginnen, dem viele Menschen zu Opfer fallen würden. So lernt Percy im Halbgöttercamp das Kämpfen, begegnet neuen Freunden und findet einen Weg, seine von Minotauren getötete Mutter zu retten: Er muss in die Unterwelt und Hades besiegen.

Von Medusen, Hydras, Halbgöttern und Höllenhunden
Das Spielprinzip von Percy Jackson: Diebe im Olymp ist nicht wirklich neu, dafür durchaus gut umgesetzt: Man bewegt sich auf einer Art Spielbrett, auf dem unterschiedliche Felder zu sehen sind. Manche zeigen normale Kämpfe an, andere stehen für Kämpfe gegen sehr starke Gegner und wiederum andere bringen die Geschichte voran. Wenn man auf einem der letzteren Feldern steht, springt das Spiel in einen Dialogmodus, in dem die Geschichte von den Charakteren weitererzählt wird. Oftmals finden zwischen diesen Dialogen auch Kämpfe statt. Hat man die Gegner besiegt, wechselt man wieder auf das Spielbrett und kann sich weiterbewegen. So hangelt man sich von Dialog zu Dialog und von Kampf zu Kampf.

Die Kämpfe machen überhaupt den Großteil des Spieles aus. So kann man sich ein Team aus drei verschiedenen Charakteren zusammenstellen, die alle diverse Fähigkeiten besitzen: Heilung, Unterstützung durch Attributboost (mehr Stärke, Schnelligkeit, Verteidigung, etc.), Elementarangriffe, wie Feuerschlag und Wasserfontäne, oder diverse Direktangriffe auf einen bzw. mehrere Gegner. Dabei kann man auf bis zu acht verschiedene Charaktere zurückgreifen und so sein Team formen. Taktik spielt bei der Aufstellung eine große Rolle, denn die verschiedenen Gegnertypen haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Während einige nahezu immun gegen physische Attacken sind und dafür Schwächen gegen zum Beispiel Gift oder Feuer haben, können andere fast nur mit direkten Angriffen erledigt werden.

An sich gut gelungen sind die diversen Quick-Time-Events. Wenn man etwa in der richtigen Sekunde den Schild auf dem Touchpad berührt, kann man bis zu 50% des gegnerischen Schadens blocken. Per Zufall kann der eigene Charakter auch zu einem kritischen Schlag ansetzen. Dann erscheinen nacheinander Pfeile auf dem Touchscreen, die man mit dem Stylus nachziehen muss. Dafür hat man ein paar Sekunden Zeit und kann mit jedem Pfeil den normalen Schaden um 20% steigern. Ebenfalls erwähnenswert sind die Teamattacken. Dafür gibt es am unteren Rand des Touchpads eine Leiste, die sich durch bestimmte Attacken füllt. Bei 100% kann man einen starken Teamangriff ausführen, der je nach Gruppenzusammenstellung unterschiedliche Auswirkungen hat. Sobald man diesen Angriff ausgewählt hat, erscheint ein griechischer Buchstabe, welchen man innerhalb kürzester Zeit nachzeichnen muss. Davon abhängig ist der zugefügte Schaden beim Gegner. Das mag alles sehr gut gemacht sein, doch leider fehlt hier die Abwechslung, sodass nach dem hundertsten Kampf die Quick-Time-Events nur noch nervende Last sind.

Steuerung:
Das Spiel sollte komplett mit dem Stylus gesteuert werden. Zwar kann man in bestimmten Situationen (zum Beispiel in Menus) auf das Steuerkreuz zurückgreifen, doch auch hier ist man mit dem Stylus schneller dran. Abgesehen von ein paar Macken geht es auch recht flüssig damit von der Hand. Jedoch hat man manchmal bei den Quick-Time-Events das Gefühl, dass das Spiel etwas träge und ungenau reagiert.

Grafik:
Die Grafik von Percy Jackson ist eher durchschnittlich. Das Spielbrett ist extrem spartanisch gehalten, die Kämpfe hingegen recht bunt. Jedoch wirken sowohl die Kämpfe, als auch die Figuren in den Dialogen etwas pixelig und grobschlächtig gezeichnet. Auch die vielen, immergleichen Monster sehen manchmal eher wie ein brauner Klotz aus, anstatt des angedachten Höllenhundes. Ebenso wirken die Quick-Time-Events etwas lieblos gestaltet.

Sound:
Die Geräuschkulisse passt sich dem Motto des Spieles an: Im Prinzip immer das Gleiche. So hören sich die klirrenden Schwerter, knurrende Hunde und vor Schmerz stöhnende Gegner am Anfang durchaus gut an und sorgen für viel Atmosphäre. Jedoch ist das Soundrepertoire genauso wie das der Monster – sehr klein gehalten. So machen die immer gleichen Monster die immer gleichen Geräusche. Und beim eigenen Team ist das genauso. Dies nervt mit der Zeit gewaltig und so schaltet man den Sound einfach aus.

Features:
Die beiden Bildschirme werden gut genutzt. Während des Kampfes ist der obere Bildschirm Schauplatz des Aufeinandertreffens. Hier sieht man die Monster, das eigene Team, die Rundenanzeige. Dort werden die Angriffe visualisiert. Der Touchscreen ist hingegen, wer hätte das gedacht, zum drücken da. Und so kann man hier munter Kampfbefehle geben, das Team ein- und umstellen und Menus durchforsten. Die Spielzeit ist mit ca. acht Stunden für ein Taktik-RPG unterdurchschnittlich. Dafür kann man nach dem Hauptspiel noch etwas weiter trainieren und sein Team auf ein hohes Level bringen. Wer möchte, darf sogar gegen die diversen (und starken) Götter des Olymps antreten und sich mit ihnen messen. Ein weiterer Aspekt, der negativ aufstößt, ist die Proportion von Story zu Kämpfen. Denn ca. 80% des Spieles besteht aus kämpfen, 15% aus Storyline und auf dem Spielfeld herumlaufen und die restlichen 5% gehen in die Teamaufstellung. Ein gutes Rollenspiel sollte deutlich mehr Anteil der Geschichte haben. Oder zumindest ein gutes Kampfsystem, das nicht schnell langweilig wird.

Fazit:
Rollenspiele sollen eine gute Geschichte haben. Taktikspiele sollen irgendwo Taktik beinhalten. Percy Jackson: Die im Olymp fällt angeblich in das Genre Taktik-RPG. Doch irgendwie erfüllt es dabei keines der beiden Kriterien wirklich. Die Geschichte wird nur sehr oberflächlich erzählt und die Dialoge wirken öde und langweilig. Das liegt jedoch nicht am Stoff des Filmes beziehungsweise der Bücher, sondern einfach an dem Erzählstil des Spieles. Die Kämpfe sind träge und nach 50 Begegnungen mit Medusen, Hydras und sonstigen Fabelwesen hat man alles schon gesehen und getötet. Das Spiel wiederholt sich nach der ersten Stunde nur noch. Was wirklich schade ist, weil die erste Stunde Spaß macht. Hier wurde leider sehr viel Potential liegen gelassen. Diejenigen, die also auf der Suche nach einem tiefsinnigen Taktik-Rollenspiel sind, sollten von diesem Titel die Finger lassen. All jene, die eher etwas seichtes suchen, das man mal zwischendurch für fünfzehn Minuten spielen kann, werden mit diesem Spiel jedoch vollauf zufrieden sein.

Tötete nicht nur den Gott der Unterwelt mit Freuden: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
53%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Teilweise träge und das Steuerkreuz wird kaum genutzt. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Ganz gute Touchpadnutzung durch Quick-Time-Events
Grafik

Etwas zu spartanisch und pixelig.
Sound

Immer die gleichen Geräusche nerven sehr schnell.
Spielspaß

Nach kurzer Zeit wiederholt sich das Spiel nur noch.








Details
Spielname:
Percy Jackson: Diebe im Olymp

Publisher:
Activision

Developer:
Griptonite Games

Genre:
Rollenspiel

Release:
15.02.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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