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Prince of Persia: Die vergessene Zeit


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Prince of Persia: Die vergessene Zeit - Review vom 04.06.2010

Prince of Persia ist eines der bekanntesten Jump 'n' Runs bzw. Action-Adventures überhaupt. Seit 1989 erschienen Teile der Serie für so ziemlich jedes bekannte und unbekannte Spielsystem der Welt - dieses Jahr kam sogar die erste Verfilmung der Materie in die Kinos. Nun erscheint mit „Prince of Persia: Die vergessene Zeit“ bereits der 17. Teil der Serie und tritt damit in große Fußstapfen. Denn bisher standen die sandigen Action-Titel immer für spannende Rätsel, faszinierende Schauplätze, zahlreiche Kämpfe und viele Jump 'n' Run-Einlagen. Ob sich hinter dem neuesten Ableger ein weiterer Hit versteckt, oder ob das Spiel im Mittelmaß versauert, haben wir für euch getestet.

Entfessel deine Kraft und stell dich deinem Schicksal
Die Introsequenz zeigt drei in Kutten gehüllte Männer, die etwas Blut von einem vierten, gefesselten Mann abzapfen und einige magische Worte murmeln. Daraufhin erzittert die Erde, ein Spalt tut sich auf und ein riesiges „Etwas“ erscheint aus den Tiefen. Daraufhin verliert der vierte Mann, welcher sich als der Prinz von Persien entpuppt, das Bewusstsein. Als er wieder erwacht, ist er alleine, besitzt keinerlei Erinnerungen an irgendwas und sieht sich außerdem mit einer Lichtgestalt konfrontiert, die sich selbst als Razia vorstellt. Sie erklärt ihm, dass sie ein lichter Geist sei, die in seinem Schwert wohne und dadurch mit ihm verbunden ist. Sein Schicksal sei es, die drei Magier zu vernichten, die das Böse aus der Tiefe beschworen haben, um so Razias Kräfte zurückzuerlangen. Erst dann wäre er in der Lage, sich wieder an alles zu erinnern und sich dem Meister der drei Magier entgegenzustellen. Und so beginnt der Spieler mit seinem Kreuzzug gegen die dunklen Mächte.

Zunächst ist alles recht einfach: In den ersten Spielstufen wird man mit der Steuerung und den verschiedenen Fähigkeiten vertraut gemacht - das Springen über Klippen, das Erklimmen von Höhen oder das Kämpfen mit den unterschiedlichsten Gegnern. Ein jeder, der schon einmal einen Prince of Persia-Teil in der Hand gehabt hat, wird sich sofort heimisch fühlen. Selbst das für das Spiel typische an-der-Wand-entlang-Laufen ist wieder mit dabei. Und so lässt man schnell die ersten Levels hinter sich, sammelt funkelnde Kristalle ein, die überall verstreut herumliegen und nähert sich so immer schneller dem ersten Magier. Die Kristalle können dazu verwendet werden, um den Protagonisten ein wenig zu verbessern und ihn mit mehr Lebensenergie, Sandmagie oder neuen Klamotten einzudecken.

Die Sandmagie ist am Anfang noch recht unspektakulär: Für den Fall, dass man sterben würde, kann man mit Hilfe von Razia und des magischen Sandes die Zeit ein wenig zurückdrehen und sich somit eine neue Chance erarbeiten. Doch nach jedem besiegten Magier erhält man neue Kräfte und kann im späteren Spiel die Zeit verlangsamen oder den Sand direkt manipulieren, um somit zum Beispiel Türen zu öffnen oder die Kontrolle über Gegner für eine kurze Zeit zu übernehmen.

Jedes Rätsel hat eine Lösung...
...doch die muss erst einmal gefunden werden! Denn Rätsel gibt es wirklich genug. Manchmal müsst ihr einfach nur Schalter in der richtigen Reihenfolge betätigen, manchmal besteht die Lösung in der korrekten Anwendung des magischen Sandes und manchmal ist es eine Mischung aus beidem kombiniert mit vollkommen neuen Aspekten. Dabei werden die Rätsel niemals unfair oder unlösbar, ohne jedoch durch Einfachheit negativ aufzufallen. Es ist immer ein gewisses Maß an Logik und Spielverständnis, gepaart mit dem Ausprobieren unterschiedlicher Methoden gefragt. Somit werden die Rätsel wirklich niemals langweilig oder wiederholen sich.

Selbiges gilt für die Jump 'n' Run-Einlagen. Es handelt sich zwar immer um dieselben Aktionen, jedoch werden diese stets wieder neu in Szene gesetzt. Es macht prinzipiell keinen großen Unterschied, ob man vor einer tödlichen Kreissäge davonläuft, ob man einen Schalter zum Öffnen einer Tür betätigt, die nur wenige Sekunden offen bleibt oder ob ein Schwall Lava den Boden unter den Füßen verbrennt - die Aktionen ähneln sich und der Zeitdruck ändert sich auch nicht. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, als ob sich die Aktionen lediglich wiederholen. Es wirkt alles frisch und gut durchdacht. Zumindest, solange es um die Rätsel oder das Herumrennen geht.

Denn die immer wieder eingestreuten Kämpfe bilden eine Ausnahme. Die Gegner sind wirklich träge und haben sehr leicht zu durchschauende Tricks auf Lager. Außerdem kann man sich durch das Tauschen der Kristalle gegen mehr Lebensenergie und Angriffskraft einen unfairen Vorteil verschaffen, da der Prinz dadurch unerreichbar mächtig wird und die normalen Gegner keine Bedrohung mehr darstellen. Etwas anderes sind jedoch die vier Bosskämpfe, die sich zwar auch nicht gerade als große Schwierigkeit erweisen, denn dazu sind die Attacken zu leicht vorauszusehen und dementsprechend leicht zu umgehen, jedoch braucht man hier neben gutem Timing auch die richtige Taktik. Und die ist von Boss zu Boss unterschiedlich.

Steuerung:
Extrem untypisch für ein Jump 'n' Run-orientiertes Spiel ist die Steuerung, denn man greift komplett auf den Stylus zurück. Wände erklimmen, Gegner verprügeln, Sand manipulieren oder über Abgründe springen - all das passiert über das Touchpad. Man berührt den Touchscreen dort, wohin sich der Protagonist begeben soll. Dann rennt beziehungsweise springt er dorthin. Ein Doppelklick auf den Boden und er vollführt eine Rolle, um so zum Beispiel unter Pfeilen hinweg zu kommen. Ein Doppelklick auf einen Gegner sorgt für den berühmten und bekannten Überkopfsprung des Prinzen; zeichnet man eine Linie auf einem Gegner, wird ein Schwerthieb ausgeführt. Was sich zunächst ungewöhnlich anhört, geht unerwartet leicht und intuitiv von der Hand. Und auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass das Spiel zu träge reagiert, ist die reine Touchpadnutzung eine frische Idee im Sumpf des Steuerkreuzgenres.

Grafik:
Arabische Traumnächte, persische Paläste und Sand soweit das Auge reicht - die Kulisse von „Prince of Persia: Die vergessene Zeit“ ist wirklich beachtenswert. Und auch wenn die Ingamegrafik zum gehobenen Mittelmaß gehört, reizt sie das Potential des Nintendo DS nicht vollkommen aus. So gibt es zwar eine satte Farbgebung, die das Auge erfreut, jedoch wirkt alles etwas verschwommen und vor allem die Figuren sind recht klobig modelliert. Auch gibt es Grafikfehler, die dazu führen, dass man ohne eigenes Verschulden in Tiefen stürzt, die eigentlich festen Boden darstellen. Dies passiert zwar nur sehr selten, aber es passiert - und das sollte es nicht.

Sound:
Die Geräuschkulisse ist wirklich gut gelungen. Die Hintergrundmusik baut Spannung auf, wenn Action gefragt ist, ruhigere Töne sorgen für bessere Konzentration bei Rätseleinlagen und aggressive Trommeln ertönen bei Kämpfen mit Gegnern. Auch Geräusche, wie das Ziehen des Schwertes, das Hufengetrappel der Pferde oder das einfache Laufen auf sandigem Boden wirkt sehr authentisch und trägt zur Gesamtatmosphäre bei. Lediglich die hektische Musik, wenn man zum Beispiel von einer Kreissäge verfolgt wird, sorgt zumindest bei Fehlern sehr schnell für Frust.

Features:
Ein Nintendo DS hat zwei Bildschirme. Das hat man bei Ubisoft scheinbar vergessen, denn das Spiel wird komplett auf dem Touchscreen gespielt, während der obere Bildschirm immer nur das Logo und die Anzeige der gesammelten Kristalle anzeigt. Das ist zwar für den Spielfluss bzw. das Spielgeschehen nicht weiter tragisch oder störend, jedoch hätte man sich hier eine bessere Verteilung durchaus gewünscht. Ein weiterer eher negativ auffallender Aspekt ist die kurze Spieldauer: Denn die 40 Level lassen sich innerhalb von vier bis fünf Stunden bewältigen. Dies sind zwar spannende und unterhaltsame vier bis fünf Stunden, jedoch lässt sich diese Zeit gerade mal als unterer Durchschnitt verbuchen.

Fazit:
Ein weiteres Mal begibt sich der persische Prinz in ein Abenteuer und kämpft gegen das Böse. Und ein weiteres Mal erledigt er dies mit seinem Schwert in der Hand und der Möglichkeit, Sand und Zeit zu manipulieren. Und ein weiteres Mal macht er das wirklich hervorragend - denn „Prince of Persia: Die vergessene Zeit“ ist mehr als bloß ein Nachfolger, mehr als bloß ein Abklatsch alter Zeiten. Spannende Action, knifflige Rätsel und viele neue Ideen machen das Spiel zu einem unterhaltsamen Abenteuer-Jump 'n' Run für den Nintendo DS. Und wenn man von ein paar Fehlern mal absieht, sollten nicht nur Fans der Serie dieses Spiel in der heimischen Sammlung willkommen heißen.

Sucht auch weiterhin Kinderspielplätze nach dem Sand der Zeit ab: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares

WERTUNG:
83%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Teilweise träge und etwas ungenau, jedoch sonst intuitiv und logisch. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Ein Jump 'n' Run mit kompletter Touchscreen-Steuerung!
Grafik

Etwas klobig und unnötige Fehler trüben das sonst sehr schöne Bild.
Sound

Atmosphärische Musik und passende Klänge.
Spielspaß

Rennen und Springen war lange nicht mehr so gut.








Details
Spielname:
Prince of Persia: Die vergessene Zeit

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
20.05.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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