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Animal Color Cross


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Animal Color Cross - Review vom 13.08.2010

Künstlerische Kreativität soll sich bereits in jungen Jahren fördernd auf Kinder auswirken. So ist es nicht verwunderlich, dass Ausmalbücher und „Malen nach Zahlen“ wohl in so ziemlich jedem Kinderzimmer zu finden sind. Nun bringen Little Worlds Studio mit „Animal Color Cross“ eine Weiterentwicklung dieses Spiel- und Malprinzips für Erwachsene auf den Nintendo DSi. Wir haben für euch getestet, ob man auch nach der Pubertät noch seine künstlerische Kreativität fördern kann, oder ob man das Talent bereits mit der Muttermilch hätte aufsaugen müssen.

Die acht großen Weltzonen
Alle Fanatiker von storybasierten Spielen werden ziemlich unglücklich sein, wenn sie sich an die DSiWare wagen, denn eine Geschichte sucht man vergebens. Allerdings sind die einzelnen Bilder in acht unterschiedliche Weltzonen (Nord- und Südamerika, Europa, Afrika, Asien, Ozeanien, Polar und Meere & Ozeane) eingeteilt. So „zeichnet“ man, wie bereits der Titel vermuten lässt, Tiere nach, die in diesen unterschiedlichen Weltzonen anzufinden sind. Pro Zone können dabei neun Bilder freigeschaltet werden, was eine Gesamtzahl von 72 Tierbildern ergibt - das sorgt für etliche Stunden Zeitvertreib und Knobelspaß.

Bevor man sich jedoch sofort in das Spiel stürzt, sollte man in das Tutorial reinschauen, denn das Spielprinzip ist auf den ersten Blick ein wenig unverständlich. Nach einigen Minuten hat man jedoch sofort den Überblick und versteht, wie „Animal Color Cross“ funktioniert: Ein Raster (das kleinste ist 5x5 Quadrate groß, das größte 25x25) fungiert als Spielfeld und auf der rechten Seite sind die für dieses Bild relevanten Farben angeordnet. Wählt man eine davon aus, erscheinen über den vertikalen und horizontalen Reihen des Rasters Zahlen, die angeben, wie oft die gewählte Farbe in dieser Reihe vorkommt. Hat man also ein 5x5 großes Raster und die Farbe Schwarz kommt fünf mal horizontal vor, steht dort eine Fünf. Kommt sie jedoch vier mal vor, können dort unterschiedliche Kombinationen stehen - dann steht dort entweder vier, oder drei und eins oder zwei und zwei. Die Zahlen geben dabei nicht nur an, wie viele Quadrate zusammen eingefärbt werden, sondern auch, in welcher Reihenfolge: „Drei und eins“ bedeutet, dass die ersten drei zusammen gehören und das letzte Quadrat ebenfalls schwarz ist. „Eins und drei“ hingegen bedeutet, dass eben das erste Quadrat schwarz eingefärbt werden muss und dann die letzten drei.

Kunst oder Logik - oder beides?
Spielprinzip verstanden? Hört sich zu einfach und vorhersehbar an? Wenn man das Prinzip jedoch auf ein 25x25 großes Feld überträgt und die Farbpalette auf sechs oder mehr unterschiedliche Farben erweitert, dann kommt richtig viel Knobelspaß und Rätselfieber auf. Denn dann muss man nicht nur den Überblick haben, sondern sich auch konzentrieren und auf hohem Maß das eigene, logische Denken beanspruchen. Während die ersten Bilder noch nebenbei erledigt werden können, sind die späteren Spielstufen sehr anspruchsvoll und nicht für zwischendurch geeignet. Allerdings hat das Spiel nicht viel mit Kunst oder dem Ausmalen aus Kindertagen zu tun, die Farben und Bilder sind mehr Mittel zum Zweck und dienen als kreative Untermalung des Logikspieles.

Einige negative Aspekte besitzt der Titel allerdings auch. So fällt besonders stark auf, dass es für ein Logikspiel viel zu oft Situationen gibt, in denen man mehr oder weniger zufällig das richtige Quadrat einfärben muss - dann hat man oftmals die berühmte 50/50-Chance, das gesuchte zu treffen. Manchmal stehen die Chancen aber auch nur 1:3 oder 1:4. Zwar gibt es kein Game Over, doch handelt es sich bei „Animal Color Cross“ um ein Spiel auf Zeit und für jeden falsch gesetzten Farbklecks gibt es eine Zeitstrafe: Während die ersten Fehler nur mit ein bis zwei Minuten extra belegt werden, wird Fehler zehn und darüber hinaus bereits mit fünf und mehr Minuten bestraft. Wenn man also eine schlechte Trefferquote bei den Farben mit mehreren Möglichkeiten hat, dann schnellt die Highscorezeit nach oben. Dazu kommt, dass gerade bei den größeren Rastern die einzelnen Quadrate so klein ausfallen, dass man gerne und oft aus Versehen das Quadrat daneben mit einfärbt, was zu weiteren Zeitstrafen führt. So lautet die Endzeit gerne mal 1:40 Stunden, obwohl man lediglich acht Minuten Spielzeit hatte. Für Highscorefanatiker ist das mit Sicherheit ein Dorn im Auge.

Steuerung:
Das Spiel wird komplett über den Touchscreen gesteuert und der Stylus ist ständig im Einsatz. Die Menüs sind sehr simpel und übersichtlich gehalten, wodurch man schnell im Puzzle-Geschehen ist. Alles geht innovativ und flüssig von der Hand, jedoch sorgen „Missfärbungen“ durch die manchmal zu klein geratenen Quadrate für unnötigen Frust beim Zocken. Man wünscht sich entweder größere Quadrate oder einen feineren Stylus.

Grafik:
Grafisch gesehen wird das Spiel keinen Preis gewinnen: Verpixelte Bilder, leicht unscharfe Kästchen und eintönige Hintergründe sorgen zwar nicht unbedingt für Augenkrebs, aber würden bei jedem anderen Projekt wohl für negative Schwingungen sorgen. Allerdings ist diese Nüchternheit durchaus förderlich für die Konzentration und sorgt dafür, dass man nicht aufgrund von Reizüberflutung abgelenkt wird.

Sound:
Auch hier wird viel zugunsten der Konzentration geopfert: Hintergrundmusik sucht man vergebens, lediglich kurze und ruhige Soundelemente sorgen für Bestätigung, wenn man zum Beispiel eine komplette Reihe einkoloriert hat oder eben als Misston, wenn man ein falsches Feld wählt. Mehr braucht es nicht und hätte auch eher störend, denn fördernd gewirkt.

Features:
Die Bildschirmaufteilung ist recht simpel: Der Touchscreen ist für die ganze Arbeit zuständig, während der obere Bildschirm einen Überblick über das komplette Raster bietet. Der Schwierigkeitsgrad ist zu Beginn des Spieles recht einfach und simpel, zieht dann aber stark an und verlangt hohe Konzentration und Logikvermögen.

Fazit:
Mit „Animal Color Cross“ bekommt man ein Logikspiel der hohen Schule geboten. Wer unkonzentriert an den Download-Titel herangeht, der wird nicht sehr weit kommen, außer er hat kein Problem damit, dauernd Zeitstrafen einzuheimsen. Allerdings lässt sich das sowieso nicht vermeiden, sodass diese „Abschreckung“ nicht wirklich funktioniert. Wer allerdings unabhängig vom Highscore einfach seine grauen Zellen testen möchte und auf der Suche nach einem Denkspiel ist bzw. mal etwas anderes, als die ewigen Rätselheftchen ausprobieren möchte, der bekommt mit diesem Spiel eine niveauvolle Alternative geboten, die für einige Stunden Spielspaß sorgen wird. Allerdings ist die 500 Punkte-DSiWare nicht für zwischendurch geeignet, da man sich durchaus konzentrieren sollte und muss.

Würde gerne alle acht Weltzonen selbst bereisen: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Little World Studios für die freundliche Unterstützung.

WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel:

500
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Innovativ und übersichtlich. DSiWare-Einschätzung
++++-  (4 von 5 Münzen)
Wer ein neuartiges Rätselspiel sucht, bekommt genau das geboten.
Grafik

Teilweise zu pixelig und farblos.
Sound

Kaum Geräuschelemente vorhanden, aber passend.
Spielspaß

Zwar nicht viel Abwechslung, dafür ein knackiger Schwierigkeitsgrad.








Details
Spielname:
Animal Color Cross

Publisher:
Little Worlds Studio

Developer:
Little Worlds Studio

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
28.05.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Preis:
500 Points
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (9)