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Galactic Taz Ball


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Galactic Taz Ball - Review vom 20.11.2010

Wer gibt merkwürdige Laute von sich und hinterlässt eine Menge Chaos auf dem Weg? Viele werden sicher auf Ubisofts verrückte Hasenbande tippen. Doch lange vor den durchgeknallten Rabbids, zu einer Zeit in der Zeichentrickserien für Kinder noch im Abendprogramm von Pro Sieben liefen, gab es einen Charakter der beliebten Looney Toons, der mit ganz ähnlichen Eigenschaften glänzte. Die Rede ist natürlich vom tasmanischen Teufel, kurz Taz genannt, der wie ein Wirbelwind durch die Landschaft saust und alles durcheinander wirbelt, begleitet von merkwürdigen Geräuschen, die er mit seiner Zunge kreiert. Dieser hat nun auch eine eigene Zeichentrickserie und passend dazu muss mit Galactic Taz Ball natürlich auch ein Lizenzpiel her. Ein erstes Indiz für innovationsloses, langweiliges Gameplay?

Frisches Spielgefühl
Mitnichten. Gleich zu Beginn überrascht Galactic Taz Ball durch ein sehr eigenwilliges, neuartiges Spielgefühl. Offiziell ist das Spiel im Puzzle-Genre eingeordnet, doch eure grauen Zellen könnt ihr getrost abschalten. Vielmehr kann man das Geschehen als eine Mischung aus Geschicklichkeit- und Rennspiel ansehen. Das Ziel ist es immer, so schnell wie möglich über schwebende Inseln, vorbei an sich bewegenden Plattformen und mechanischen Gegnern, ein blaues Kristallstück aufzusammeln. Eure Widersacher sind dabei leider etwas monoton ausgefallen und wiederholen sich ständig. Ihr müsst es mit roboterartigen Wesen aufnehmen, wobei man ein besonderes Augenmerk auf deren Farbe werfen sollte. Während orange Gegner einfach weggewirbelt werden können, müssen grüne Gegner durch eine Art Stampfattacke ausgeschaltet werden. Schwarze Zeitgenossen lassen sich durch keine Attacke beeindrucken und sollten gekonnt umgangen werden.

Das Gameplay in vier Wörtern: Außenwelt hui, Untergrund pfui
Jeder Level wird aus einer isometrischen Sicht gespielt, und passt wunderbar zum schnellen Spielgeschehen. Seit ihr geschickt genug, könnt ihr fast ohne einmal zu stoppen durch die Level rasen. Ein sehr herausforderndes aber auch belohnendes Spielgefühl, wenn man die Steuerung erst einmal verinnerlicht hat. Leider gibt es zwischendurch aber immer wieder sogenannte Untergrund-Passagen. In denen bekommt Taz einen Helm übergestülpt und muss Blind durch die Gegend stapfen, wobei die Grafik zu einer klassischen 2D-Ansicht wechselt und man seine Spielfigur von der Seite sieht. Tippt ihr Taz nun einmal an, rennt er schnurstracks in eine Richtung. Durch eine Bewegung des Stylus in die gewünschte Richtung dreht er sich um. Zusätzlich müssen Ventilatoren, Sprungbretter, Kanonen und andere Hilfsmittel im richtigen Moment aktiviert werden, damit man unversehrt zum Ausgang findet. Leider ist die Steuerung hierbei dermaßen ungenau, dass man so manchen Bildschirmtod stirbt und froh ist, wenn es endlich wieder an die Oberfläche geht.

Wie, schon vorbei?
Ein weiterer Kritikpunkt ist die kurze Spielzeit. Gerade einmal fünf Level á fünf Welten inklusive einem Bosskampf pro Welt haben es ins fertige Spiel geschafft. Somit kommt man je nach Schwierigkeitsgrad auf gerade einmal 5-6 Stunden Spielzeit. Hinzu kommt, dass man nicht einmal jeden Level durchspielen muss, um den Abspann zu sehen. Dafür motivieren gerade die Zeitherausforderungen die es in jedem Kurs gibt, immer mal wieder dazu, eine schnelle Runde zu spielen. Auch die Endgegner-Kämpfe sind sehr abwechslungsreich gestaltet und erfordern immer eine gewisse Taktik. Mal müsst ihr Sprungfelder im richtigen Moment auslösen, das andere Mal seit ihr auf der Flucht vor einem Riesen-Roboter durch eine Lava Schlucht.

Steuerung:
Dieser Bereich ist durchaus schwierig zu bewerten. Gesteuert wird Taz ausschließlich mit dem Stylus. Am unteren Bildschirm habt ihr eine Art Kugel, die ihr in alle Richtungen andrehen könnt. Je schneller ihr diese bewegt, desto schneller rennt auch Taz. Ab einer gewissen Geschwindigkeit verwandelt er sich in seine berühmte Tornado-Form und ist nicht mehr zu stoppen. Am Anfang werdet ihr einen Frustmoment nach dem anderen haben, denn die Kugel lässt sich nicht sofort stoppen, ihr könnt sie nur zum abbremsen bringen. Dadurch werdet ihr regelmäßig von den Inseln fallen. Zum Glück zieht einen dies nur bei dem höchsten Schwierigkeitsgrad Herzen ab. Nach einiger Eingewöhnungszeit wird man die eigenwillige Steuerung aber zu schätzen wissen. Sie passt einfach herrlich zu dem widerspenstigen Tornado und wenn man den Bogen einmal raus hat, rast man gekonnt Millimeter genau an den Abgründen vorbei und „fährt“ eine Bestzeit nach der anderen.

Grafik:
„Tazmanien“ zeigt sich hier nicht gerade von seiner schönsten Seite. Die Level sind sehr zweckmäßig gebaut und versuchen gar nicht erst realistisch zu wirken. Alles ist in einer Art Kastenform gehalten und dadurch wirken die fünf verschiedenen Welten auch wenig abwechslungsreich. Zwar unterscheiden sich diese durch unterschiedliche Themen wie Lava, Eis oder dem Mars, die Unterschiede beschränken sich aber größtenteils auf eine veränderte Farbgebung. Hinzu kommt, das die Gegner und auch die Umgebung an sich sehr grobpixelig daherkommen und so gar nicht mit den ganz schönen, jedoch immer gleich bleibenden, gezeichneten Hintergründen harmonieren wollen.

Sound:
Die herrlich verrückten Geräusche, die Taz von sich gibt, wurden gut ins Spiel übernommen. Sobald man schnell genug ist und er sich in einen Tornado verwandelt, kommentiert Taz dieses mit seinen typischen Schrei- und Furz-Geräuschen, während er durch die Landschaft düst. Mit der Zeit kann einem dies aber auch auf die Nerven gehen, da sein Sprachrepertoire sehr begrenzt ist. Die Gegner scheinen jedenfalls ziemlich eingeschüchtert von diesen Lauten zu sein, denn ansonsten herrscht ziemliche Stille in der Spielumgebung. Die Musik ist an die jeweiligen Welten angepasst und ein netter Begleiter, mehr aber auch nicht. Ihr verpasst also nicht wirklich viel, wenn ihr den Lautstärkeregler runter dreht.

Features:
In jedem Level habt ihr neben dem Hauptziel, unbeschadet das Ende zu erreichen, zwei Zusatzaufgaben, die ihr optional erfüllen könnt. Einmal sind in jedem Level fünf goldene Dodo-Statuen verteilt, teils auf der Oberwelt, teils in den Untergrund-Abschnitten. Während die Suche nach den Dodos auf der Oberwelt durchaus spaßig sein kann, gestaltet sich das Sammeln der ausgestorbenen Vögel in der Unterwelt als Frust verursachende Farce. Denn oftmals habt ihr nur einen Versuch die Statuen einzusammeln, doch dank der ungenauen Steuerung gelingt es einem manchmal einfach nicht. Dann heißt es Level neu starten und wieder ganz von vorne anfangen. Die zweite Challenge ist da schon wesentlich einfacher. Jeder Kurs hat ein Zeitlimit, in dem es diesen zu absolvieren gilt. Als Belohnung winken Artworks und Skizzen von Taz und der Spielwelt. Habt ihr alles in einer Welt gefunden, bekommt ihr sogar einen Cheat Code, der euch das Leben etwas erleichtert.


Fazit:
Überaschenderweise macht Galactic Taz Ball für eine Lizenzversoftung gar keinen schlechten Eindruck. Das Spiel bietet ein erfrischendes, einzigartiges Spielerlebnis, welches gut auf den verrückten Charakter zugeschnitten wurde. Die Anfangs widerspenstige Steuerung entpuppt sich mit der Zeit als wirklich spaßiges Element, denn wenn man sie einmal verinnerlicht hat, rast man gekonnt durch die Spielewelt und knackt einen Highscore nach dem anderen. Doch natürlich verbergen sich hinter diesen positiven Aspekten auch wieder einige Kritikpunkte. Zum einen ist das Spiel mit seinen 5 Stunden Spielzeit recht kurz ausgefallen und auch die Levels an sich werden mit der Zeit etwas monoton. Viele Minuspunkte sammelt Galactic Taz Ball außerdem für die katastrophalen Unterwelt-Abschnitte, die nicht nur den Spielfluss bremsen, sondern dazu noch dank ungenauer Steuerung unnötig frustrierend sind. Ein belangloser Sound, sich immer wiederholende Gegner und der geringe Umfang nagen ebenfalls an der Wertung, aber abseits dieser Kritikpunkte bekommt man ein wirklich gutes Spiel für zwischendurch.

WERTUNG:
69%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Nach einiger Eingewöhnungszeit sehr passend und spaßig. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Nichts wirklich Nennenswertes.
Grafik

Da wäre deutlich mehr drin gewesen.
Sound

Nette Musik, lustige Klänge von Taz, ansonsten ziemlich still.
Spielspaß

Durch die innovative Steuerung ein durchaus spaßiges Erlebnis.








Details
Spielname:
Galactic Taz Ball

Publisher:
Warner Interactive

Developer:
Warner Interactive

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
17.05.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (36)

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