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Space Invaders Revolution


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Space Invaders Revolution - Review vom 23.04.2006

Wenn man an die guten, alten Spiele denkt, dann fallen einem gleich einige Titel ein: Pong, Pacman, Donkey Kong, Breakout, Asteroids und natürlich auch Space Invaders. 1978 griffen Taitos Space Invaders die Spielhallen dieses Planeten an und schlugen ein wie eine Bombe. Das Spiel fesselte die Massen. Die japanische Notenbank musste sogar die Produktion der 100 Yen Münzen verdreifachen, weil so viele Münzen in den Automaten verschwanden. Das Spiel belebte die damals etwas schwächelnde Arcadeindustrie nachhaltig und unzählige Weltraumshooter führen das Spielprinzip bis heute fort.

Eigentlich kann man sich die Beschreibung des Spielprinzips auch sparen, da eh jeder das Spiel schonmal gespielt hat: Man muss mit einem kleinen Raumschiff gegen eine ganze Armada von außerirdischen Angreifern kämpfen. Dabei muss man den gegnerischen Schüssen ausweichen und verhindern, dass die Gegner den Boden erreichen. Der Spieler ist vor den Angriffen der Gegner nur durch vier kleine Schutzschilde geschützt und jeder Treffer ist sofort tödlich. Um zu gewinnen, muss man sich also immer wieder geschickt hinter den Schilden verstecken um dann schnell zuschlagen.

Heute zählt Space Invaders zu den absoluten Videospieleklassikern. Die Serie ist aber etwas heruntergekommen und mit den ganzen abgewrackten alten Rockstars vergleichbar - sie hat sich nicht sonderlich weiterentwickelt und muss jetzt durch die kleineren Konzerthallen tingeln.

Space Invaders wurde mittlerweile in unzähligen Classicsammlungen, Neuauflagen, Portierungen und Varianten neu aufgelegt und so ziemlich jede Konsole hat ihre Version bekommen. Und es kann nicht anders sein - auch der Nintendo DS bekommt seine eigene Space Invaders-Version spendiert. Doch kann sie auch überzeugen oder ist sie nur ein schnell herunterprogrammierter Port, der ohne viel Aufwand nochmal Geld in die Kassen spülen soll?

Das Spiel besteht aus zwei Teilen - einmal dem originalen Arcadespiel und einer "New-Age"-Version. Das originale Spiel kennt eigentlich eh jeder: Es gilt Angriffswelle nach Angriffswelle abzuwehren. Eine gesamte Welle bringt 900 Punkte und man kann weitere Bonuspunkte sammeln, indem man ein alle 25 Sekunden oben über den Bildschirm schwirrendes Ufo erwischt. Das Spiel lässt sich übrigens nicht gewinnen - man spielt solange bis die Space Invader einen dann doch überwunden haben. Die Highscorejagd ist hier das Ziel.

Die New Age-Version peppt das Spielprinzip etwas auf. Man kämpft nicht mehr gegen unendliche Wellen von Space Invaders, sondern es gibt verschiedene Level. Diese ändern das Spielprinzip etwas ab. In einem Level muss man zum Beispiel nur die farbigen Invader zerstören. In einem anderen kämpft man gegen einen großen Angreifer, dem man die einzelnen Pixel wegschießen muss und in einem weiteren Level werden die Invader ab und zu unsichtbar. Dazu gibt es noch freischaltbare Bonusgegenstände, die den Spieler zum Beispiel beschleunigen. Man muss jeweils drei Angriffswellen abwehren bevor das Level als geschafft gilt und man die nächsten Level auf der Weltkarte per Touchscreen auswählen kann.
Während der Originalmodus wohl nur noch etwas für Nostalgiker ist, schafft es der New Age-Modus, das Spielprinzip gut zu erneuern und an Handheldbedürfnisse anzupassen. Die kurzen Level passen wunderbar auch in kleinere Wartepausen während Profis das Original stundenlang zocken können, ohne dem virtuellen Tod in die Sense zu hüpfen.

Das Spiel ist also durchaus solide und gut gelungen, auch wenn es natürlich weder Innovations- noch Umfangspreise gewinnt. Allerdings gibt es leider einen gewaltigen Haken: Den Preis. Man will für das Spiel satte 40€ sehen und das ist für das Gebotene einfach viel zu viel. Dafür ist der Umfang viel zu gering und in der Preisklasse gibt es deutlich bessere Spiele, die mehr bieten. Selbst viele kostenlose Flashversionen des Spiels im Internet bieten mehr. Das treibt natürlich unsere Wertung in den Keller. Wenn ihr das Spiel aber irgendwann zum Budgetpreis abgreifen könnt, dann dürft ihr ruhig zuschlagen. Wer allerdings schon ein portables Space Invaders besitzt, der kann die DS-Version ruhig links liegenlassen.

Grafik:
Die Grafik ist natürlich nicht überragend. Der Originalmodus ist auf dem grafischen Stand von 1978 und auch der New Age-Modus lässt dem Grafikchip noch genügend Zeit für ein Tässchen Kaffee zwischendurch. Die Invader sind ein klein wenig detaillierter und vor jedem Level gibt es eine recht schicke 3D-Animation zu sehen, in der man ein Raumschiff starten sieht. Diese ist allerdings immer gleich und so wird man sie nach wenigen Malen einfach überspringen. Der einzige wirkliche Unterschied ist, dass im Hintergrund der Level Fotos von einigen berühmte Bauwerken wie der Sagrada Familia, des Taj Mahal oder der Freiheitsstatue auftauchen. Zusammen mit der Weltkarte ist das eine nette Idee, aber die digitalisierten Bilder wirken trotzdem etwas lieblos hingeklatscht.

Sound:
Die Soundeffekte des Originals sind auch auf dem DS vorhanden - dieses ständig schneller werdende Thumb-Thumb-Thumb-Thumb der Invader lässt auch nach fast dreißig Jahren noch Spannung aufkommen. Auch das Schussgeräusch ist unverändert. Neu ist, dass es jetzt im New Age-Modus Hintergrundmusik gibt. Diese ist nicht sonderlich spektakulär, aber trotzdem recht ordentlich gewonnen.

Features:
Hier sieht es eher mau aus - neben den zwei Modi und einem Optionsmenü gibt es nichts. Hier wäre etwas mehr eindeutig wünschenswert gewesen. Die Atari Masterpieces auf dem N-Gage bieten zum Beispiel Interviews mit Nolan Bushnell und es wäre sicherlich auch interessant gewesen, Interviews mit den Space Invaders-Entwicklern oder andere Sachen wie TV-Werbungen freispielen zu können. Schade, dass es hier nichts derartiges gibt.

Fazit:
Space Invaders Revolution ist keine Revolution, aber eine durchaus gelungene Weiterentwicklung des Originals. Leider ist der geforderte Preis für das Gebotene gnadenlos überteuert. Nostalgie ist zwar schön und gut, aber für die vollen 40€ bietet das Spiel einfach viel zu wenig.
Wenn es aber eines Tages deutlich reduziert in der Grabbelkiste liegt, dann dürfen Nostalgiker ohne große Bedenken zuschlagen.


Michael Schmalenstroer für PlanetDS.de

WERTUNG:
55%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Mit dem D-Pad konnte man nicht viel falsch machen. Mäßiger Touchscreen-Einsatz. Innovationsfaktor:
-----  (0 von 5 Sternen)
Wirklich von Innovation kann hier nicht gesprochen werden.
Grafik

Old-School und mehr nicht.
Sound

Bekannte Klänge, neue Musikstücke im New-Age Modus
Spielspaß

Retro-Fans können einen Blick wagen, andere werden verzeifeln.








Details
Spielname:
Space Invaders Revolution

Publisher:
Rising Star Games

Developer:
Taito

Genre:
Shoot em Up

Release:
05.20.0507

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (9)

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