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Pokémon Weiße Edition


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Pokémon Weiße Edition - Review vom 13.03.2011

Ja, ja, die Pokémon. Es gibt sie schon in unzählbaren Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Schon so vielen, dass selbst Nintendo nicht mehr ein noch aus wusste und die aktuellen Editionen abseits des Farbspektrums betiteln musste. Mit Pokémon Schwarze und Weiße Edition kommt somit die 5. Generation der Taschenmonster und läutet so langsam das Ende der klassischen Nintendo DS-Ära ein. Konnte man noch ein letztes mal in die Trickkiste greifen und das Sammelfieber mobilisieren oder hätte man lieber auf den Nintendo 3DS warten sollen, um einen neuen Aha-Effekt zu erzielen? Wir haben uns in das kontrastreiche Abenteuer gestürzt und mit dem Fangen angefangen. Doch bevor wir nach 2 Jahren dann wirklich alle Taschenmonster gefangen haben, verraten wir euch jetzt schon unsere Meinung im aktuellen Testbericht.

It dosn‘t matter if you‘re Black or White.
Black and White. Schwarz und Weiß. So viele Sachen kommen einen in den Sinn wenn man diese epische Non-Farbgegenüberstellung hört. Manch einer denkt an eine verstorbene Pop-Ikone, andere denken an das Yin und Yang des Lebens und wieder andere an eine einst vergessene Videospielreihe. Auch bei Pokémon soll mit dem aufeinandertreffen von Schwarz und Weiß alles anders werden. Doch sorgen die neuen Elemente für ein abwechlsungsreiches Spiel oder ist eher alles grau in grau?

Ein Generationensprung der Serie hatte immer etwas großes zu bedeuten. Viele Neuerungen und signifikante Änderungen. Deswegen war es üblich, einen solchen Sprung auch mit einer neuen Konsole einzuläuten. Seit Pokémon Rot/Blau/Gelb und Pokémon Gold/Silber gab es keinen solchen Generationenschub auf einer Konsolengeneration. Umso spannender war es jetzt mit anzusehen, wie der groß der DS-Hüpfer von vier auf fünf sein würde, um den großen Erwartungen gerecht zu werden.

Eines kann vorweg genommen werden: technisch sind diese Edition eindeutig die am weitesten ausgereift und ausgeklügelt. Klassisch heißt es: Fangen, Sammeln, Tauschen und Kämpfen. Das Rollenspiel, bei dem Fabelwesen als Waffen dienen und mit dem Schere, Stein, Papier-Prinzip Kämpfe austragen, hat sich bewährt und wurde noch weiter verfeinert. Viele, viele kleine, fast schon marginal erschienene Neuerungen und Detailänderungen machen aus den Spielen was sie sind. Natürlich heißt es, neue Region neues Glück, doch in Einall gibt es eine entscheidende Neuerung. Bevor man das Spiel nicht durchgespielt hat, wird man auf keines der Fabelwesen aus den vergangenen Versionen antreffen. Das heißt: kein Garados, keine Kleinsteins und auch keine nervigen Zubats. So ist die Erfahrung ganz neu, auch für die, die schon alle Pokémon-Titel zuvor gespielt haben. Es fühlt sich ein wenig so an, als ob man das aller erste Mal durch die Fantasiewelt stapft und jedes Pokémon wird von allen Winkeln angeschaut.

„Jetzt wollen wir doch mal sehen was du für einer bist, mein kleiner Freund“.
Mit 153 neue Pokémon, plus weiteren 3 exklusiven Event-Wesen gibt es jede Menge Frischfleisch für Fans. Viele neue Typenkombinationen sorgen für interessante Duelle und neue strategische Kampfmöglichkeiten. Doch gerade diese Wesen sind es, die manche abschrecken weiter zu machen. 649 Pokémon insgesamt, sind eine Menge Holz und bis man diese alle Gefangen, hin und her getauscht oder auf Events eingesammelt hat, kann einige Zeit vergehen. Doch das Sammeln mag zwar eine Haupteingenschaft des Spiels sein, dennoch liegt der Fokus beim ersten Durchspielen auf der Story. An dieser Stelle wollen wir nicht zu viel verraten, doch eines ist gewiss: Die Story von Schwarz und Weiß ist sehr schön in Szene gesetzt, mit Zwischensequenzen und emotionalen Charakteren. Etwas erfrischendes für die Serie. Schade ist jedoch, dass die Hauptgeschichte schon nach gut 25 Stunden vorbei ist und danach nur noch wenige Sidequests auf ihre Erfüllung warten.

Zusätzlich bietet es nicht so viel Abwechslung auf der eigentlichen Reise, wie andere Abenteuer der Serie. Schiffsfahrten und Co. sind nicht zwingend nötig, um die Reise zu beenden. Es scheint so als habe man hier vieles wegrationalisiert, um es in die Onlineinhalte auszulagern. Schade ist nur, dass wir hier nichts sagen können. Warum? Nicht weil wir es nicht wollen, sondern weil die Funktionen erst ab dem 30. März zur Verfügung stehen. Somit wirkt das Spiel nach dem Durchzocken leerer als andere Vertreter seiner Gattung. Und wer zudem keinen drahtlosen Internetzugang hat, um mit den Spielen online zu gehen, wird in dieser Leere steckenbleiben. Weitere Funktionen warten im Netz.

Schön ist ist auch die Einbindung von klassichen Elementen. So gibt es beispielsweise die VM Taucher wieder, die seit den Game Boy Advace-Versionen nicht mehr zum Einsatz kam. Mit Hilfe dieser Attacke, kann man in die Tiefen des Meeres tauchen und umherschwimmen. Während auf dem GBA dieses Feature einen hohen Stellenwert hatte, wird man in Pokémon Schwarz und Weiß nur einen kleinen Tempel damit erkunden, um einige Sammelobjekte zu finden. Überhaupt ist es erfreulich, dass - anders als in den vorherigen Editionen - der Einsatz von VMs innerhalb der Handlung nahezu vollständig optional geworden ist. Nur, wer wirklich jeden Winkel von Einall erkunden möchte, muss auf den Katalog der nicht normal verlernbaren Techniken zurückgreifen.

Steuerung:
In diesem Sektor gibt es nicht viel Neues. Die Charaktere können noch immer nicht diagonal laufen und obwohl es neue Kameraperspektiven gibt, kann man diese nicht frei ändern. Die Menüs sind gut gestaltet, obgleich das System dahinter sehr komplex ist. Man findet sich schnell zurecht und es bedarf nur wenig Eingewöhnungzeit.

Grafik:
Pokémon war noch nie ein grafischer Meilenstein, doch erstmals in der Serie hat man jetzt versucht, mit Zwischensequenzen in Polygon-3D-Grafiken einen Wow-Effekt hinzuzufügen. Die Pokémon in den Kämpfen sind animiert und werden aus einem neuen Blickwinkel betrachtet und gerade die räumliche Tiefe bekommt einen neuen Stellenwert in der aktuellen Generation.

Sound:
Die klassische Musik verfolgt einen wieder auf Schritt und Tritt. Diese Melodien brennen sich in das Gehör des Spielers, wie frische Jalapenos auf der Zunge eines zahmen Pikachus.

Features:
Vollgepackt mit schönen Sachen, die das Leben schöner machen... Es gibt so viele kleine Detailveränderungen, dass man eine ganze Komplettlösung bräuchte um alles zu erwähnen. Das wohl interessanteste Feature ist das C-Gear, bei dem es allerhand Möglichkeiten gibt, online, drahtlos oder via eingebauter Infrarotschnittstelle mit anderen Spielern zu agieren. Für DSi-Besitzer jetzt sogar mit WPA und WPA2-Verschlüsselungsoptionen. Zudem können genau diese Besitzer auch den Viso-Caster lokal nutzen, um via Kamera echte Videochats durchführen zu können. Nur schade, dass dies auf lokale Kommunikation beschränkt ist.

Multiplayer:
Was soll man sagen... Da Nintendo noch nicht alle Funktionen zum Release des Spiels bereit stellt, müssen wir auf den 30. März warten, um euch alle Details zu der Dream World und des neuen Pokémon Global Link berichten können. Erstmals behalten wir uns somit eine Vorabwertung vor, bei dem noch ein zwei Prozentpunkte hinzugefügt werden können, wenn uns diese Features überzeugen. Dennoch ist es ein grobes Foul, dass die Funktionen nicht bereit stehen und man Vorbestellern und Erstkäufern mit einem exklusiven Pokémon namens Victini lockt.

Was gesagt werden kann, ist, dass wer gerne online spielt und mit Level 100 Pokémon Online-Duelle bestreitet viele neue Optionen bekommen wird, dies auch tun zu können. Eine Freude für die wirklichen Hardcore-Pokémon-Kämpfer.

Fazit:
Pokémon Schwarz und Weiß. Fluch oder Segen? Diese Frage kann sich nur jeder selbst beantworten. Denn wer gerne sammelt, online agiert und hitzige Duelle austrägt, wird mit dieser Edition das beste Pokémon seiner Sammlung vorfinden. Wer gerne nur ein Abenteuer spielt und danach sich weniger mit dem Modul beschäftigt, wird eventuell mehr vergnügen mit der vierten Generation haben. Über 150 neue, teils sehr kuriose Pokémon, interessante Typenkombinationen und eine Mischung aus bekannten und neuen Elementen machen Pokémon Schwarze und Weiße Edition zu einem klassischen Pokémon-Erlebnis mit neuem Charme.

Hat schon 493 gefangen und macht vor den 649 nicht halt: Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
88%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Komplexe Möglichkeiten und viele Optionen. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Viele Detailveränderungen, Viso-Caster und neue Onlinefunktionen.
Grafik

Kein Meilenstein für den DS, aber eine gute Optik für die Serie.
Sound

Die typischen Klänge in neuen Kompositionen.
Spielspaß

Sammeln bis der Arzt kommt!








Details
Spielname:
Pokémon Weiße Edition

Publisher:
Nintendo

Developer:
Game Freak

Genre:
Rollenspiel

Release:
04.03.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-5 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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