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Cocoto Kart Racer


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Cocoto Kart Racer - Review vom 20.09.2005

Bigben Interactive hat neben der aktuellen Zubehörproduktreihe auch ein erstes Nintendo DS Spiel am Start. Es handelt sich dabei um Cocoto Kart Racer, welches nicht nur auf dem ersten Blick ein Klon von Mario Kart zu sein scheint. Haben wir es mit einem Titel nach dem Motto: „Lieber gut kopiert, als schlecht erfunden?“ zu tun oder etwa mit einem Überraschungshit, wie damals zu Game Boy Advance Zeiten mit Konami Crazy Racers? Mehr erfahrt ihr natürlich in unserem ausführlichen Testbericht.

Cocoto mag für viele ein wohl sehr unbekannter Charakter sein, dennoch ist dieses Spiel nicht der erste Auftritt des kleinen Teufelchens. Schon zuvor musste der kleine rote Wicht ein Jump 'n Run Abenteuer auf den großen Konsolen bestreiten. Diesmal hat man ihn und seine Freunde in kunterbunte Karts gesteckt, und nun sollen sie dort ihr Unwesen treiben.

Beginnt man das Spiel, so landet man recht schnell im Hauptmenü und kann sich für eines der Menüpunkte entscheiden. Hier stehen Einzespielermodus, Mehrspielermodus, die aktuellen Rekorde oder Optionen zur Auswahl. In den Optionen gibt es nicht viel zu tun, da es einfach nur Punkte für Sound und Beleuchtung des DS gibt. Also legen wir los und starten den Einzelspielermodus. Hier kann man erneut aussuchen, ob man einfach zum Spaß eine beliebige Einzelstrecke fährt, oder gleich eine Meisterschaft beginnt. Die Meisterschaft baut sich aus 3 verschiedenen Kursen zusammen. Dabei wollen wir die etwas merkwürdige Übersetzung außer Acht lassen, denn „Topf von Silber“ oder „Topf von Gold“ sind nicht gerade das, was man von einem Übersetzungsteam erwarten würde. Der Spieler beginnt mit dem ersten Kurs, da dieser der einzige ist, der zunächst spielbar ist. Je nachdem wie man das Spiel in den drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden von einfach bis schwer meistert, kann man weitere Kurse und Fahrer frei spielen.

Ab hier beginnt der übliche Fun-Racer-Alltag. Man sucht sich einen von anfänglich acht verschiedenen Charakteren aus und dann ein dazu passendes Kart. Jeder Fahrer und jedes Gefährt unterscheiden sich in Sachen Geschwindigkeit, Beschleunigung und Wendigkeit, und man braucht eine Weile, bis man seinen Favoriten gefunden hat.
Kart ausgesucht und rauf auf die Piste mit 5 Strecken pro Kurs. Die Strecken an sich unterscheiden sich jeweils vom generellen Aufbau und der Umgebungsgrafik. Der Spieler bekommt mit den verschiedenen Umgebungen, wie eisigen Berglandschaften, gefährliche Vulkanschluchten, antike Bauten, dichter Dschungel oder Wolkenstadt einiges geboten. Das Streckendesign erinnert mit den diversen Hügeln, Kurven, Schluchten Hindernissen, Beschleunigungsstreifen, Abkürzungen und Turboringen an gewöhnliche Fun-Racer. Viel Neues wird der Spieler hier nicht entdecken können.
Auf der Strecke wird man auch diverse Items entdecken können, die einem auf der rasanten Fahrt um die Pole Position helfen sollen. Auch hier sind Ähnlichkeiten zu Spielen wie Mario Kart unverkennbar. Waffen wie selbst lenkende Piranhas oder Feuerkugeln bis hin zu Unverwundbarkeit, Beschleunigern oder dem Blitzschlag der 1 zu 1 von Mario Kart kopiert wurde. Die letzte Strecke der Kurse erinnert vom Aufbau bis hin zur Musik an die bekannte Rennstrecke Rainbow-Road von Mario Kart.

och wenn so viel Gutes übernommen worden ist, dann muss das Endergebnis doch auch gut sein, oder? Die Antwort auf diese Frage ist leider nein. Zwar hat man sehr gute Ansätze, dennoch gibt zu viele kleine Mängel an dem Titel, die die Wertung stark trüben. Damit ist nicht nur die minderwertige Übersetzung im Spiel und der Anleitung gemeint. Die verschiedenen Cups, die man gewinnen muss, ändern sich nicht wirklich, so gibt es nur fünf verschiedene Bahnen und auf diesen ändern sich nur ein paar Kurven und Hindernisse, und dies stellt dann einen neuen Kurs dar. Der letzte Cup mit dem Namen „Magischer Topf“ ist dabei nur ein Zusammenschluss beider Kursvarianten, die nacheinander gefahren werden. Somit gibt es insgesamt nur 10 verschiedene Strecken, wobei sich davon wieder die Hälfte einfach zu ähnlich sind.

Legt euren Stylus bei Seite, denn bei diesem Titel werdet ihr ihn nicht brauchen. Wer nämlich gehofft hatte, dass der Touchscreen oder der zweite Bildschirm sinnvoll eingesetzt würde, hat sich getäuscht. Dieses Spiel beweist in Reinkultur, dass man auch Nintendo DS Titel produzieren kann, die keineswegs die Features nutzen. Der zweite Bildschirm zeigt nur eine Streckenkarte und den Touchscreen nutzt man gar nicht, nicht einmal im Menü kann man sich mit den Fingern vortasten.

Der Schwierigkeitsgrad ist je nach Wahl sehr einfach bis hin zu anspruchsvoll. Schade, dass die Streckenrekorde nur im Expertenmodus gespeichert werden und somit für die Gelegenheitsspieler wohl nur schwer zu knacken sind. Vorteil daran ist jedoch, dass man wohl einige Zeit am Spiel gefesselt sein wird, bis man jedes Detail frei gespielt hat.

Steuerung:
In Sachen Fahrzeugkontrolle muss den Entwicklern ein Lob ausgesprochen werden. Hier kann man fast jedes Fahrzeug auf Anhieb durch die Kurven lenken. Auch bei der Steuerung hat man sich stark am Vorbild Mario Kart orientiert. So kann man mit den Schultertasten einen kleinen Sprung ausführen oder driften. Nur manchmal, wenn es z.B. dank des Streckendesigns nicht mal mit einem Drift um die Kurve geht, kann beim Spieler Frust aufkommen.

Grafik:
Grafisch macht Cocoto Kart Racer eine gute Figur. Die Strecken sind knallig bunt und man findet sich meist gut zurecht. Sobald es allerdings dunkler wird, treten Orientierungsprobleme auf. Die Grafikengine läuft stets flüssig bei einer sehr hohen Framerate. Clipping oder sonstige Grafikfehler treten nur gelegentlich auf. Ein weiteres Ärgernis ist, dass man manchmal dank eines Turbo-Items nicht gegen, sondern durch eine Wand fährt.

Sound:
Auch hier hat man sich den Klängen von Mario Kart bedient. Zwar hat man keine 1 zu 1 Kopie erstellt, dennoch erkennt man gerade bei der finalen Strecke diverse Ähnlichkeiten. Die musikalische Begeleitung an sich ist sehr stimmungsvoll und der Spieler ist nicht wie in manch anderen Spielen gezwungen, den Lautstärkeregler zu suchen. Dennoch läuft man nicht der Gefahr sich einen gefährlichen Ohrwurm einzuhandeln.

Features & Multiplayer:
Neben den gewöhnlichen Features wie Speicherbatterie, Spiel in Landessprache, mehreren Fahrern und Strecken gibt es eine Besonderheit: die Limited Edition des Spiels - hier wird einem die gewöhnliche DS Tasche aus dem Hause Bigben Interactive zusammen mit dem Spiel zu einem Preis angeboten.

Das Spiel unterstützt einen Multiplayermodus mit bis zu vier Spielern. Dort können Spielmodi wie Einzelrennen, Meisterschaft oder Schlacht gespielt werden. Schade ist jedoch, dass man auf einen Multiplayermodus mit nur einem Spielmodul verzichtet hat. So muss jeder Spieler sein eigenes Modul mit sich führen.

Fazit:
Cocoto Kart Racer hat gute Ansätze und kann durchaus Spaß bereiten – zumindest für diejenigen, die noch ungeduldig auf Mario Kart DS warten. Dennoch sorgen viele kleinere Mängel dazu, dass das Spiel nicht auf oberen Rangwertungen positioniert werden kann. Alle, die noch ein wenig Zeit haben, werden wohl sicherlich auf Mario Kart DS mit Onlinefeatures warten. Mit Cocoto Kart Racer bekommt man ein durchschnittliches Spiel (in der Limited Edition noch mit passender Nintendo DS Tasche aus dem Hause Bigben) zu einem humanen Preis von etwa 30€ bis 35€ angeboten. Fun-Racer Fans können ruhig einen Blick wagen.

Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Big Ben Frankreich für die freundliche Bereitstellung des Testmuster.

WERTUNG:
70%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Sehr intuitiv und sauber. Innovationsfaktor:
-----  (0 von 5 Sternen)
Sämtliche DS-Features werden außer Acht gelassen.
Grafik

Bunte Umgebungen und flüssige Engine.
Sound

Angenehme Musik ohne große Ohrwurmgefahr.
Spielspaß

Guter Funracer aber kein Vergleich zu Mario Kart DS








Details
Spielname:
Cocoto Kart Racer

Publisher:
Big Ben

Developer:
Neko Entertainment

Genre:
Fun-Racing

Release:
05.20.2406

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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