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Sonic und Sega All-Stars Racing


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Sonic und Sega All-Stars Racing - Review vom 23.03.2010

Sonic hat es schon nicht leicht. Im Schatten von Mario, Nintendos rotem Vorzeigeklempner, versuchte er schon etliche Male den Spielolymp zu erklimmen. Doch Mario war, trotz seiner Wampe, immer einen Schritt voraus und ließ den blauen Igel hinter sich. Nachdem Sonic über die Jahre immer mehr in die Mittelmäßigkeit abgerutscht ist, scheint sich Sega 2010 wieder mehr um sein Maskottchen zu kümmern. 'Back to the Roots' heißt das Motto. Seit kurzer Zeit ist die Sonic Classic Collection für den DS erhältlich und im Sommer kommt mit „Sonic 4“ ein neues Jump 'n' Run mit aktueller Optik und klassischem Gameplay auf den Markt. Doch schafft es Sonic auch, sich als Nebendarsteller auf vier Rädern zu behaupten? Wir haben die Strecken in „Sonic und SEGA All-Stars Racing“ einmal genaustens abgefahren.

Verlangen nach Geschwindigkeit
Dies ist keinesfalls Sonics erster Auftritt auf der Piste. Bereits in „Sonic Drift Racing“ für den Game Gear und per Hoover-Board in „Sonic Riders“ ging es hinters Steuer. Doch diesmal scheint man sich viel mehr an dem Urvater des Fun-Racers orientiert zu haben. Die Parallelen zu Mario Kart sind mehr als offensichtlich. Grund genug für eine kleine Gegenüberstellung der wichtigsten Fakten, bevor wir ins Detail gehen:



F-ZERO meets Mario Kart

Ungeachtet der vielen Ähnlichkeiten handelt es sich bei „Sonic und SEGA All-Stars Racing“ jedoch nicht bloß um einen lieblosen Klon. Um seinem Titel als schnellster Igel der Welt gerecht zu werden, geht auch auf vier Rädern ordentlich die Post ab. Das beschränkt sich nicht allein auf die Karts, auch die Strecken an sich vermitteln durch die zahlreichen Beschleunigungsfelder ein rasantes Spielgefühl. Gerade bei den Sonic-Kursen, mit den typischen Loopings und Schrauben, erinnert das Spielgefühl ein wenig an die rasante F-ZERO-Reihe.

Neben Sonic haben sich noch viele andere Charaktere aus Segas Spiele-Vergangenheit zusammengefunden. Jeder Fahrer kommt mit seinem eigenen Vehikel nebst Special-Move daher. Um aufs Treppchen zu gelangen hilft euch auf Dauer aber nur eines weiter: driften! Die meisten Strecken sind sehr breit und laden zum snaken, dem Driften auf gerader Strecke, ein. Ohne diese Technik sieht man auf der Strecke alt aus, vor allem in den späteren Cups. Durch diesen Umstand rücken die Items etwas in den Hintergrund, da man durch geschickte Drifts schnell wieder an die Spitze kommt, auch wenn man vorher von drei zielsuchenden Raketen abgeschossen wurde.

Steuerung:
Die Lenkung der einzelnen Fahrzeuge ist insgesamt etwas schwammig ausgefallen, funktioniert aber ganz simpel per D-Pad und Tasten. Man hat sich bei der Vehikel-Auswahl nicht nur auf normale Karts beschränkt, sondern je nach Charakterwahl darf auch mit Motorrädern, Flugzeugen oder gar UFOs ums Siegertreppchen gekämpft werden. Essentiell wichtig, aber auch schnell erlernt ist das Driften. Nach kurzer Zeit schlittert ihr ohne Probleme durch jede Kurve. Positiv ist auch zu erwähnen, dass nicht zwanghaft versucht wurde den Touchscreen in die Steuerung zu involvieren.

Grafik:
Bei der visuellen Darstellung hat man eine ganze Menge aus dem DS rausgeholt. Sowohl die Charaktere als auch die Kurse sind sehr gut in Szene gesetzt. Wirklich beeindruckend wird es, wenn man seinen Blick abseits der Strecke schweifen lässt. Statt lieb- und lebloser Texturen gibt es tanzende Kakteen, riesige Roboter-Baumaschinen und schlürfende Zombies. Besonders toll: Trotz des hohen Tempos und der vielen Details gibt es weder plötzlich auftauchende Texturen, noch kommt es zu Geschwindigkeitseinbrüchen.

Sound:
Nostalgiker werden sich über die klassischen Geräusche vergangener Tage, wie dem unverkennbaren Sonic-Ring-Einsammel-Sound freuen. Auch die Hintergrundmusik beinhaltet einige klassische Melodien. Weniger gelungen ist das abrupte Einspielen der Charakter-Musik, sobald irgendjemand seinen Special-Move eingesetzt hat, ganz gleich wie weit man von ihm entfernt ist. Auch einige Sound-Effekte hätten ruhig noch ein wenig nachgeölt werden können, da sie doch etwas schrill durch die Boxen krächzen.

Features:
Nach jedem Rennen erhaltet ihr sogenannte Sega-Meilen, mit denen ihr neue Fahrer, Strecken und Sounds freischaltet. Des Weiteren gibt es 55 Herausforderungen, welche pyramidenförmig aufgebaut sind. In jeder Mission gibt es maximal zehn Sterne zu ergattern. Sammelt man genügend Sterne, schalten sich neue Missionen frei, bis man sich an die Spitze gekämpft hat. Die Aufgaben reichen von einfachen Rennen, über geschicktes Fahren durch markierte Tore, bis hin zu Zombies mit Raketen von der Strecke fegen.

Multiplayer:
Der Hauptgrund, warum ein Spiel auch nach Monaten immer wieder in den DS-Slot wandert, ist gerade bei Fun-Racern ein guter Multiplayer-Modus. Die weltweite Verbindung per Wi-Fi ist möglich, enttäuscht jedoch durch sehr magere Einstellmöglichkeiten. Es ist nur möglich Einzelrennen zu fahren, ein ganzer Grand Prix wird nicht angeboten. Auch geht es zuweilen ziemlich ruckelig zur Sache. „Sonic Racing“ unterstützt außerdem Einzelkarten-Rennen, bei denen nur ein Modul benötigt wird, allerdings muss das System nach jedem Rennen neu gestartet werden und ist daher nicht zu empfehlen. Am meisten Spaß bringen die Multikarten-Rennen, welche mit umfangreichen Optionen und ohne Lags daherkommen.

Fazit:

Die Frage die sich nun jedem stellt: Ist „Sonic und SEGA All-Stars Racing“ der erhoffte Mario Kart-Killer? Diese Frage muss objektiv betrachtet mit einem klaren „Nein“ beantwortet werden. Viele Kleinigkeiten wie die teils unspektakulären Power-Ups, die auf sechs Fahrer beschränkten Rennen oder die etwas zu simpel ausgefallenen Drift-Manöver lassen das Spiel ins Schleudern kommen. Hier hätte man etwas mehr Feintuning betreiben müssen, denn das eigentliche Spielgefühl von „Sonic Racing“ ist wirklich toll. Es macht einfach Spaß, einen Turbo nach dem anderen zu nehmen und durch die sehr detaillierten und abwechslungsreichen Kurse zu brettern. Solisten bekommen einiges an Umfang geboten, während der Multiplayer-Modus uneingeschränkt nur mit mehreren Modulen zu empfehlen ist. Zusammengefasst ist „Sonic und SEGA All-Stars“ ein durchaus spaßiger Vertreter der Funracing-Genres, der einiges an Potential auf der Strecke ließ.

Wünscht sich Beschleunigungsfelder auf Autobahnen: Marcel Gelhar für PlanetDS.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
73%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Leicht schwammig, aber schnell erlernt. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Wi-Fi-Unterstützung, Einzel- und Multikartenrennen.
Grafik

Ein visueller Augenschmaus, manchmal aber etwas unübersichtlich.
Sound

Nostalgische Melodien, teilweise etwas blecherne Effekte.
Spielspaß

Unterhaltsame Raserei, mit einigen Schwächen.








Details
Spielname:
Sonic und Sega All-Stars Racing

Publisher:
Sega

Developer:
Sega

Genre:
Fun-Racing

Release:
26.02.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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