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Rooms: The Main Building


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Rooms: The Main Building - Review vom 11.06.2010

Rätselspiele erfreuen sich seit jeher einer Beliebtheit, die nur schwer zu erklären ist. Gerade jenseits des Pubertätsalters angesiedelte Spieler versuchen ihren Grips durch Titel wie die Gehirnjogging-Reihe und andere, dem selben Muster folgenden Games, zu stärken. Nun soll „Rooms: The Main Building“ ebenfalls die Gehirnzellen der Spieler fordern, jedoch auf eine andere Art und Weise. Wir haben für euch getestet, ob es sich dabei um anspruchsvolle Rätselaufgaben handelt und inwieweit Cleverness überhaupt gefordert wird.

Ein Buch erzählt eine Geschichte...
...was in diesem speziellen Fall sogar wortwörtlich gemeint ist. Doch eins nach dem anderen: Die Geschichte beginnt damit, dass es an der Tür klingelt und ein in Geschenkpapier verpacktes Paket abgegeben wird. Nachdem man voller Vorfreude dieses aufmacht, erscheint ein Puzzle, bei dem vier Teile fehlen. Noch bevor man sich wundern kann, wer einem dieses Geschenk gemacht hat, wird man jedoch in das Puzzle gezogen und befindet sich in einer ungewöhnlichen Welt wieder - und trifft zu allem Übel sofort auf ein großes Buch, dass uns erklärt, wir befänden uns in einer fremden Welt, die man nur verlassen könne, wenn man die restlichen vier Puzzleteile fände. Logischerweise sind sie gut in der mysteriösen Welt versteckt. Die Welt besteht übrigens aus einem Hotel, einer U-Bahn, einem Antiquitätengeschäft und vier Villen. So muss man zunächst eine schlafende Truhe im Hotel wecken, was bisher noch niemandem gelungen ist... Und dann hat diese Truhe auch noch Hunger auf Holzchips, die es erst mal zu finden gilt.

Und hier beginnt das eigentliche Spiel, denn um die diversen Gegenstände zu finden, muss man sich durch die Räume (englisch: Rooms) der Villen hindurcharbeiten. Dabei funktioniert das Vorankommen grundsätzlich immer nach dem gleichen Prinzip: Ziel einer jeden Spielstufe ist es, die Tür zu erreichen, die irgendwo herumsteht. Ein jedes Level besteht aus mehreren Zimmern, die man verschieben kann, wenn man sich denn darin befindet. Jedoch können Räume nur in bestimmte Richtungen verschoben werden: Wenn sich der Raum am Rand der Spielstufe befindet, kann er nicht über diesen Rand hinausgeschoben werden. Und wenn sich neben dem Raum ein weiterer Bereich befindet, kann dieser ebenfalls nicht dorthin bewegt werden. Räume können also nur freie Stellen im Level einnehmen. Wenn man sich nun also in solch einem viereckigen Gebilde befindet und links oder rechts ein eben solches ist und diese nicht durch eine Wand voneinander getrennt werden, dann darf man sich frei zwischen diesen bewegen.

Etwas schwieriger verhält es sich da schon mit Zimmern, die über bzw. unter dem Zimmer liegen, in dem man sich gerade befindet. Denn hier ist schon eine Leiter vonnöten, um den Raum zu wechseln. Doch Leitern sind nicht die einzigen Gimmicks, die im Spiel auftauchen werden: Es gibt Telefone, die einen im Matrixstil dematerialisieren und in einem Raum mit einem weiteren Telefon wieder rematerialisieren. Oder Zimmer mit magischen Schränken, die sich beim Benutzen in ein anderes Zimmer verwandeln. Oder welche mit Zauberspiegel, die dafür sorgen, dass das Zimmer mit dem Gegenstück verschoben wird, wenn man eines der beiden Zimmer bewegt. Und, und, und...

Logik ist, wenn man trotzdem lacht
Mit „Rooms: The Main Building“ holt man sich ein reines Logikspiel ins Haus. Gerade beim Einsatz mehrerer Gimmicks hilft Raten nicht viel, da man die Räume in der richtigen Reihenfolge benutzen muss. Und selbst wenn man das Level erfolgreich beendet hat, gibt es immer noch das Hintergrundbild zu beachten. Ja, richtig gelesen: Hintergrundbild. Denn jeder bewegbare Raum ist Teil eines größeren Bildnisses, dass nur zu erkennen ist, wenn jedes Zimmer auf seinem bestimmten Platz verweilt. Man kann Spielstufen zwar auf unterschiedliche Weisen beenden, doch nur ein Lösungsweg ist zu hundert Prozent richtig. Doch zum Glück ertönt immer ein Geräusch beziehungsweise erscheint auf dem Bildschirm ein „Einrasten“ des Zimmers, wenn dieses auf die ihm angedachte Position verschoben wird.

Steuerung:
Das Touchpad in Verbindung mit dem Stylus ist alles, was der Spieler zum Steuern braucht. Was auch wirklich exzellent funktioniert: Ein Klick auf ein Zimmer und die Spielfigur versucht, diesen zu erreichen. Ein Klick auf einen Gegenstand und er wird aufgehoben. Ein Klick auf die Tür und sie wird geöffnet. Alles sehr simpel, alles nahezu einwandfrei. Einzig und alleine in Räumen mit vielen Gimmicks, zum Beispiel Schrank plus Leiter plus Telefon, kann es zu Anwahlschwierigkeiten kommen. Da dies jedoch nur selten der Fall ist, trübt es den Spielfluss kaum.

Grafik:
Die wenigsten Rätsel- und Logikspiele auf dem Nintendo DS überzeugen durch gute Grafik, meistens sogar im Gegenteil. Zumindest im eigenen Genre kann „Rooms“ diesbezüglich punkten, denn es sieht teilweise gut aus. Die Hintergrundbilder sind detailliert und stimmungsvoll gezeichnet. Doch alles nutzbare, wie die Figur, Gimmicks oder das Bewegen der Räume wirkt etwas unscharf und verpixelt. Somit ist das Spiel rein grafisch gesehen nur normaler Durchschnitt.

Sound:
Mysteriöse, spannungserzeugende Melodien im Hintergrund, TNT das mit den typischen „die Lunte brennt”-Geräuschen vor einer Explosion warnt und wirklich passende Sounds beim Bewegen der Spielfigur und den Räumen. Allein vom Standpunkt der Sounduntermalung aus gehört das Spiel zu der oberen Klasse: Es wird eine Atmosphäre geschaffen, die man ohne Musik und Geräuschkulisse gar nicht wahrnehmen würde. Bei diesem Spiel ist klar: Der Sound bleibt an.

Features:
Beide Bildschirme haben ihre Daseinsberechtigung: Während auf dem Touchpad die ganze Arbeit verrichtet wird, kommt dem oberen Schirm die Aufgabe zu, eine Miniaturansicht des Levels zu zeigen. Das wird vor allem dann nötig, wenn das Level größer ist, als man auf dem Touchscreen zeigen kann. Außerdem werden hier Dialoge niedergeschrieben und die Anzahl der bisher gesammelten Puzzleteile kann eingesehen werden.

So viel Spaß das Spiel auch macht (und eins sei klar gestellt: Es macht wirklich Spaß!), es gibt doch ein paar Punkte, die das Gesamtbild trüben. So ist da zum einen die wirklich kurze Spieldauer, denn zwar verspricht der Hersteller über 100 Level, doch einige von denen haben nur eine Spieldauer von knapp 30 Sekunden. Zwar sind das nur wenige, die meistens dann zum Einsatz kommen, wenn ein neues Gimmick vorgestellt wird, doch es gibt sie. Und die anderen Level sind auch im einstelligen Minutenbereich angesiedelt. So sind die 100 Level zwar sehr verschieden und kurzweilig, aber leider auch ziemlich rasch durchgespielt.

Zum anderen ist da der Schwierigkeitsgrad, der ebenfalls seinen Beitrag zur kurzen Spieldauer leistet. Denn „Rooms“ ist ganz klar auf Casual-Spieler geschnitten, die nur mal eben ein bisschen Zeit totschlagen möchten. So ist das Spiel selbst für die jüngeren Gamer geeignet, was nicht unbedingt als Nachteil gewertet werden muss. Doch es fehlt einfach die Herausforderung, knackige Rätsel lösen zu können. Denn ‚knackig’ sind die einzelnen Level nicht. Zwar gibt es einen mitgelieferten Leveleditor, mit dem man selbst für neue, interessante Spielstufen sorgen kann, doch auch hier verliert sich sehr schnell der Reiz.

Fazit:
Schieberätsel sind schon seit Jahrhunderten beliebt und erleben durch die Digitalisierung einen neuen Aufschwung. Und „Rooms: The Main Building“ ist ein würdiger, zeitgemäßer Vertreter seines Genres, der durch Abwechslung und gelungene Atmosphäre überzeugen kann. Doch das allein reicht nicht, um über die sehr kurze Spieldauer und den viel zu leichten Schwierigkeitsgrad hinwegzutrösten. Somit sollte man sich vor dem Kauf dieses Spiels überlegen, was man erwartet, denn für Casualgamer ist es wirklich ein unterhaltsames Produkt, das man einfach mal zwischendurch 'einschieben' kann. Für Hardcorelogiker und alle, die nach langfristiger Unterhaltung suchen, ist der Titel jedoch nicht das Richtige.

Lässt nun erstmal andere die Geschenke für sich öffnen: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares

WERTUNG:
72%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Die Touchpadsteuerung bringt alles, was das Herz begehrt. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Touchpadsteuerung erstaunt heutzutage niemanden mehr.
Grafik

Angestaubte Grafik mit teilweise unscharfen Pixelbildern.
Sound

Schöne, atmosphärische Musik mit passenden Geräuschen.
Spielspaß

Abwechslungsreiche Level und eine schöne Story.








Details
Spielname:
Rooms: The Main Building

Publisher:
Nintendo

Developer:
Hudson Soft

Genre:
Denkspiel

Release:
04.06.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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