PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Solatorobo: Red the Hunter


  • Testbericht
  • Bilder (63)
  • News & Videos (12)
  • User (6)
  • Spiel Kaufen
Solatorobo: Red the Hunter - Review vom 20.07.2011

„Enthüllen Sie eine Welt voller Rätsel, beherrscht von verblüffender Technik. Wenn jedoch die Bestie des Krieges erwacht, wird die Technik zum reinen Zerstörungsinstrument, das auch die wundervollste Welt in Schutt und Asche legen kann.“

„Die Kontinente sind in den Himmel aufgestiegen und die Menschen verschwunden. Die Welt wurde von neuen Lebewesen bevölkert – Liebevolle fürsorgliche Seelen. Gierig, streitsüchtig. Fast menschlich. Sie waren ja einst Menschen. War es ein Segen oder eher ein Fluch?“

Das ist es, was uns die beiden deutschen Trailer zu Solatorobo: Red the Hunter versprechen. Und sie lügen nicht. In diesem Rollenspiel aus dem Hause Cyber Connect2 reist ihr durch eine Welt, bestehend aus frei in der Luft und über Wolken schwebenden Inseln, bevölkert von humanoiden Hunden- und Katzenwesen, genannt Caninu und Felineko. Wie genau es unter dem Wolkenmeer aussieht und was dort passiert ist, weiß niemand. Der fluffig-weiße Teppich ist stark elektrisch geladen und somit für jedes Lebewesen unpassierbar. Doch auch, wenn diese neue Welt, hoch oben im Himmel, an eines der Königreiche aus wunderbaren Märchen erinnert, ist es dort keineswegs nur friedlich. Selbst in der Shepherd-Republik - so nennt sich der Teil der erdumfassenden Luftinseln, in dem sich unsere Geschichte abspielt - gibt es Ärger, Kriminalität und sogar Piraterie. Doch das alles ist kein Vergleich zu dem, was sich dort am Horizont noch zusammenbraut...

Ein tierisches Abenteuer beginnt...
Da Solatorobo in klar gekennzeichnete Kapitel aufgeteilt ist, fängt die Geschichte mit einem Prolog an. Ihr findet euch wieder in Haut und Fell des anthropomorphen Hundes Red Savarin, seines Zeichens Jäger und 17 (keine Hunde-)Jahre alt. Jäger sein, das heißt, alle möglichen inserierten Aufgaben an Questbörsen, die sich auf nahezu jeder Insel befinden, zu übernehmen und dafür natürlich im Nachhinein ein dicken Batzen Ringe - die Währung in dieser „tierischen Welt“ - vom Klienten zu bekommen. Jedenfalls befindet ihr euch gerade an Bord eures Schiffes, gesteuert von eurer bis dahin einzigen Partnerin, einer 13-jährigen, pinken Caninu, deren süßes Erscheinungsbild nur noch durch ihren eigenen Namen getoppt wird: Chocolat Gelato. Trotz ihres geringen Alters ist sie diejenige, die den eher kindischen und zu Selbstüberschätzung neigenden Red etwas in Schach hält und noch eher den größeren Geschwisterteil darstellt – zumindest geistig. Außerdem ist sie eine fähige Pilotin, weshalb auch sie das Luftschiff, die Asmodeus, lenkt und Herr Savarin so zu immer neuen Inseln transportiert.

Doch kommen wir wieder zum Prolog: Red hat also einen Auftrag erhalten. Er solle geheime Dokumente von einem Luftfrachter, der Hindenburg, entwenden. Gesagt, getan. Also schwingt sich der Held in den Dahak, seinen etwa 2-Hunde-großen Roboter, in dem ihr euch fast die gesamt Zeit über bewegt und macht sich auf. Nachdem ein paar Wachen ausgeschaltet worden sind, erlangt er endlich die wichtigen Papiere, hat damit aber noch nicht genug. Er muss ja unbedingt noch dieses Amulett mitgehen lassen. Ein schwerer Fehler! Im nächsten Augenblick ist das Schiff am schwanken und draußen türmt sich ein riesiges Monster aus dem Wolkenmeer auf: Lares. Während der Flucht von der mittlerweile abstürzenden Hindenburg trifft Red noch auf die bewusstlos am Boden liegende Felineko Elh, welche den Jäger, der es nicht mehr rechtzeitig mit der kleinen Katze nach draußen schafft, auf ungeklärte Weise rettet. Das ist der Anfang eines Abenteuers, von dem der Caninu noch nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Zusammen mit Chocolat, der geheimnisvollen Elh und vielen weiteren Bewohnern der Shepherd-Republik müsst ihr diesen Dämon der Zerstörung sowie die Kurvaz, eine zwielichte Gruppe, die ihn für ihre Zwecke missbrauchen wollen, nun aufhalten – das Schickal einer ganzen Welt lastet auf euren Schultern. Die Geschichte weiß so mit tollen Charakteren und ein paar spannenden Wendungen sehr zu gefallen, auch wenn sie erst in der zweiten Hälfte richtig an Fahrt aufnimmt.

Der beste Freund des Hundes: der Roboter
… oder zumindest sein wichtigstes Werkzeug, wenn man so will. Dieser stellt für Red nämlich so eine Art Mädchen für alles dar, zumindest was sein Leben als Jäger angeht. In ihm wird gekämpft, zum größten Teil die Welt erkundet und Quests erledigt. Das Kampfsystem ist dabei auch in gewisser Weise eine Besonderheit: Ihr malträtiert eure Gegner nämlich nicht wie gewohnt mit Hieben, Tritten, Waffen oder Zaubern, sondern ausschließlich mit Würfen. Dafür müsst ihr erst mal nahe an euren Gegner heran. Ist das geschafft, drückt ihr den A-Knopf, worauf die sogenannte Hub-Leiste in Form eines kleinen Pfeiles erscheint. Durch schnell wiederholtes Drücken von A füllt sich diese Leiste nun. Ist sie voll, wird der Gegner in die Luft geschleudert und erleidet beim Aufprall Schaden. Diese Würfe kann man zur effektiveren Nutzung auch als Kombos aneinander Reihen, indem man den Feind kurz nach dem Aufprall ein zweites oder sogar drittes Mal mit einem A-Klick greift. Führt man die Angriffe nun auch noch während eines Sprunges in der Luft aus, wird der Schaden nochmal erhöht. Leider war es das auch schon. Viel mehr kann man während der Kämpfe nicht machen, außer ab und an von gegnerischen Robotern und Schiffen abgeschossene Projektile abzufangen und zum Absender zurückzuschicken. So werden die Kämpfe nach einiger Zeit leider etwas monoton, wozu der niedrige Schwierigkeitsgrad auch noch zu beiträgt.

Dank diesem muss man auch beim Aufrüsten nicht besonders taktisch vorgehen. Verbessern kann man damit die fünf Grundwerte seines Mechs: Angriff, Abwehr, Hydraulik, Beweglichkeit und Wiederbeleben. Ersteres und Zweiteres dürften selbsterklärend sein, Hydraulik bestimmt, wie schnell sich die Hubleiste füllt, Beweglichkeit bezieht sich auf die Laufgeschwindigkeit eurer Maschine und Wiederbeleben gibt an, mit wie viel Energie ihr nach eurem Ableben im Kampf noch einmal auferstehen dürft. Aufgerüstet wird nun mit Teilen, die aus meist mehreren Quadraten bestehen und je nach Größe und Form mehr oder weniger viel Bonus auf das jeweilige Attribut geben. Die Stücke werden in ein Feld gesetzt, welches sich aus vielen Quadraten zusammensetzt. Um so ein Bauteil nun in das Feld einzusetzen, müssen die freien Plätze, die es einnimmt, auch frei sein. Ihr könnt jedoch nicht direkt so viel verbessern, wie ihr wollt. Mal ganz abgesehen vom Geld, das euch wohl oder übels zu Beginn fehlt, sind anfangs nämlich noch viele Steckplätze im so genannten Sockel blockiert und ihr müsst diese nach und nach für fünf, zehn oder fünfzehn P-Kristalle, die überall in der Welt von Solatorobo versteckt sind, freikaufen.

Gefunden werden können versteckte Objekte, wie beispielsweise diese P-Kristalle, auch, wenn ihr auf dem Roboter seid. Kommt ihr in deren Nähe, glitzert es am Fundort. Um die Gegenstände jedoch aufzuheben, müsst ihr mit Red mittels Y-Taste vom Dahak absteigen. Das Gleiche gilt übrigens auch für das betätigen von Knöpfen und Schaltern, ab- und aufsteigen von Leitern und Schwimmen. Befindet sich zwischen euch und der Tür, durch die ihr weiter müsst, also beispielsweise Wasser, müsst ihr erst mit Red absteigen, zum Schalter für das Ablassen des Wassers schwimmen, diesen betätigen, wieder zurück zum Roboter und dann kann es weitergehen. Seid ihr so unterwegs, müsst ihr aber auch immer auf eure Fell aufpassen. Ihr habt nämlich keine wirklich effektive Waffe dabei, sondern nur eine Schockpistole, die Feinde mal gerade für eine kurze Zeit lähmt.

Steuerung:
An der Handhabung kann man eigentlich nichts bemäkeln. Das Laufen, Springen und Kämpfen durch die Shepherd-Republik geht gut von der Hand und man hat immer die volle Kontrolle über den Dahak sowie Red. Einzig die gelegentlichen Flugabschnitte, ob im Roboter selber oder mit Luftschiffen, sind recht hakelig zu manövrieren.

Grafik:
Keine Frage: Optisch ist Solatorobo einfach nur atemberaubend für DS-Verhältnisse und dürfte mit den Zelda-Teilen die grafische Speerspitze auf dem Handheld darstellen. Angefangen bei den malerischen Hintergründen der Städte, vorbei an den schönen Zwischensequenzen bis hin zu dem wirklich gelungenem Intro: Die Anime-inspirierte Grafik ist einfach verdammt hübsch anzusehen.

Sound:
Musikalisch gibt sich das Spiel auf einem ähnlich hohen Niveau wie die Grafik. Jede Insel hat ihre eigene tolle Melodie und die Klänge passen sich auch immer wunderbar der jeweiligen Situation an. Wirkliche Ohrwürmer gibt es aber auch keine, weshalb die Akkustik „nur“ gut ist. Trotzdem gibt es hier eine klare Kopfhörerempfehlung.

Multiplayer:
Ja, sogar den gibt es bei Solatorobo, auch wenn solche Modi bei Rollenspielen aus japanischen Landen eher die Ausnahme sind. Allerdings läuft dieser nicht so ab, wie es sich vielleicht manch einer vorstellt: In dem sogenannten „Air Robo Grand Prix“ dürft ihr in einem Luftschiffrennen gegen eure Freunde antreten – sofern diese ebenfalls eine eigene DS-Karte vorweisen können. Falls ihr euch fragen solltet, wieso euer Gegenüber so viele Maschinen zur Auswahl hat und ihr nicht: Im Laufe des Abenteuers lassen sich in Rennen verschiedene Schiffe extra für den Multiplayer-Part freischalten. Ihr dürft jedoch nur lokal gegeneinander antreten, was aber angesichts der Qualtität des Raserverschnitts nicht wirklich schlimm ist – für mehr als eine kurze Runde unterhält er nämlich eh nicht.

Fazit:
Hier hat Cyber Connect2 uns zum Ende der DS-Ära aber nochmal ein schönes Spiel gebracht. Solatorobo: Red the Hunter weiß mit seiner Geschichte im Großen und Ganzen voll zu überzeugen. Zwar brauch die Story etwas, um in Fahrt zu kommen, dafür gibt es aber auch ein paar tolle Wendungen, liebreizende Charaktere und eine einfach spannende Grundthematik. Auch weiß das Abenteuer um den jungen Jäger Red in Sachen Sound und nochmal ganz besonders bei der Grafik zu punkten. Was die Jungs da auch den Bildschirm gezaubert haben, ist alles andere als seichter Durchschnitt. Natürlich hat das Spiel auch seine Schattenseiten, so etwa das monotone Kampfsystem, eine in manchen Abschnitten suboptimale Steuerung und der generell zu einfache Schwierigkeitsgrad. Dafür wiederum sind die Quests ziemlich abwechslungsreich und dürften so auch trotz mangelnder Herausforderung unterhalten. Unter'm Strich bleibt also ein lohnenswertes Action-Rollenspiel mit toller Story, die einen die paar Mängel leicht verzeihen lässt.

Fühlt sich pudelwohl in Red's Fell: Carsten Mayer [Akamuntor] für PanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
84%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Fast immer hat man eine gute Kontrolle über Red und den Roboter, nur in den Rennen hakt es deutlich. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Kein Styluseinsatz. Der obere Bildschirm dient zur Orientierung mittels Karte und als Ergänzung in den Zwischensequenzen.
Grafik

Für DS-Verhältnisse einfach nur toll. Rundum ein Augenschmaus.
Sound

Viele unterschiedliche, schöne Melodien, die zwar keinen Ohrwurmcharakter haben, aber doch eine super Stimmung verbreiten.
Spielspaß

In der Story und den Quests toll, die Kämpfe und der einfache Schwierigkeitsgrad fallen da kaum auf.








Details
Spielname:
Solatorobo: Red the Hunter

Publisher:
Nintendo

Developer:
CyberConnect2

Genre:
Rollenspiel

Release:
01.07.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (63)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop