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Earthworm Jim


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Earthworm Jim - Review vom 27.04.2010

Mutierte Schildkröten, kämpfende Frösche und ein pfeilschneller blauer Igel? In den 90er Jahren haben sich viele Entwickler skurrile Ideen einfallen lassen, um neue TV- und Videospielhelden zu kreieren. Doch Shiny Entertainment trieb den Grad der Kuriosität in ungeahnte Sphären, als sie 1994 „Earthworm Jim“ auf SNES und Sega Genesis veröffentlichten. So wirr der wurmige Wicht auch sein mag, er hat sich bei vielen Fans einen Kult-Status ergaunert und feierte über die Jahre hinweg mehrere Revivals auf zahlreichen Systemen.

Zuletzt erschien „Earthworm Jim“ als Virtual Console-Spiel für die Wii oder als iPhone-Remake. Und nun ist wie gesagt Nintendos portables System dran, welches mit einer DSiWare-Fassung beglückt wird - 500 Punkte müsst ihr dafür hinlegen. Wir haben uns an die Zeit der zerrissenen Jeans und des Walkmans zurückerinnert und verraten euch, ob dieser Retro-Titel noch immer seinen Kult-Status genießen kann.

Würmer aus dem Weltraum
Nach den desaströsen Umsetzungen von „Earthworm Jim“ auf dem Game Boy Advance oder dem Flop auf dem N64 mit „Earthworm Jim 3D“, hatte man schon fast gedacht, es sei um den armen Jim geschehen. Selbst das angekündigte 3D-Remake des ersten Teils für die PSP wurde aufgrund von Lizenzgeschichten eingestampft. Eine Zeit der Stille brach ein, bis eines Tages Gameloft daherkam und den müden Wurm reanimierte. Die Rückkehr war perfekt und so hatte das berühmte Apfel-Phone schon bald Wurmstich, mit erfolgreichen Absatzzahlen. Ein Grund mehr, den guten alten Helden auf den Nintendo DSi zu bannen und ein paar neue Features dazuzugeben.

Wenn man die Earthworm Jim-Serie mit wenigen Worten umschreiben möchte, kommen einem sofort folgende Attribute in den Sinn: bizarr, verrückt oder gar „ridikül“. Die Designer David Perry und Doug TenNapel wollten, dass Jim auf alle Fälle aus der Masse herausragt und mit seiner Skurrilität auf sich aufmerksam macht. Und dieser Schachzug ist auch gelungen, denn schon allein die Story um den schleimigen Helden ist schlichtweg verrückt: Als der kleine Erdenwurm Jim eines Tages über die Wiese wurmte, fiel aus heiterem Himmel ein außerirdischer Poweranzug von eben jenem Himmel und verwandelte das kleine Kriechtier in einen Superhelden. Dieser hatte auf einmal den Drang, die Prinzessin "Wie-heißt-sie-noch" (So lautet tatsächlich ihr Name!) zu retten. Der einzige Nachteil: Eine Schar wild gewordener Außerirdischer bemerkte, dass Jim den Poweranzug „gefunden“ hatte und wollten ihn deshalb ausschalten.

So verrückt die Story auch sein mag - noch verrückter ist das Spiel an sich. Jim bewegt sich durch zahlreiche Umgebungen, nutzt seinen Körper als Peitsche und Lasso, schießt mit Laserpistolen durch die Gegend, katapultiert Kühe ins Weltall und besiegt Schneemänner in der Hölle oder fährt Wettrennen gegen Psycho-Krähen. Normal ist DAS nicht. Schade ist nur, dass das Erlebnis auch nach ein paar Levels schon vorbei ist und Gameloft nur die Option von zwei Schwierigkeitsgraden bietet. So hat man das ganze DSiWare-Abenteuer schnell an einem Nachmittag durchgezockt und kann es höchstens erneut spielen.

Steuerung:
Das wohl größte Manko am Original war die schlichtweg unausgereifte Steuerung. Jim sprang, schwebte und kletterte eher bescheiden durch die Level. Bei einem Remake liegt es (leider) in der Natur der Sache, dass man solche Aspekte nur geringfügig abändert. Noch immer sorgt das Spiel an manchen Stellen für Frust: Gerade wenn man unter Wasser in einem brüchigem U-Boot Jim durch ein Labyrinth navigieren muss, kommt oftmals das ungeliebte Gefühl des „DS-an-die-Wand-Schmeißens“ hoch.

Grafik:
1994 war „Earthworm Jim“ ein erstaunliches Stück Software. Mimik beim Charakter, Lichtspiegelungen beim Feuern der Waffe, Interaktion mit der Umgebung und den Gegnern und die Rennlevel, die ein wenig an Mode 7 erinnerten, sorgten dafür, dass kaum ein anderes Spiel zu dieser Zeit mit den optischen Raffinessen mithalten konnte. Außer eventuell der Klassiker „Donkey Kong Country“, der mit Rendergrafiken auch seine persönliche Geschichte schrieb. Auch heute noch wirkt „Earthworm Jim“ sehr bunt, skurril und durchgeknallt - aber im positiven Sinne.

Sound:
Furzgeräusche, Rülpser und Kuhgejammer gehören bei diesem Remake zur Tagesordnung. Man wollte ein Exempel statuieren und auch in diesem Sektor Aufmerksamkeit durch Kuriosität erlangen. Dieses Ziel ist geglückt! Doch was an manchen Stellen noch wirrer ist als die Sounds, sind die musikalischen Begleitstücke, die irgendwo zwischen annehmbar und Ohrenbluten pendeln.

Features:
Der Nintendo DSi ist kein SNES und das weiß auch Nintendo. Somit werden die Entwickler stets „gezwungen“, neue Ideen in Spiele zu implementieren, die auch die Fähigkeiten des Nintendo-Geräts nutzen. In diesem Fall hat Gameloft den Kameratrick erneut ausgegraben: An Zwischenspeicher-Stellen kann man also sein Gesicht fotografieren lassen und muss eine Mimik von Jim nachmachen, um etwas bessere Munition für seinen Blaster zu erhalten. Es macht daher kaum einen Unterschied, ob man sich auf dieses kleine Spektakel einlässt oder nicht. Gerade in der Bahn ist es umso erfreulicher, dass man dieses „Feature“ überspringen kann. Wer will schon so aussehen wie ein räudiger Wurm?

Fazit:
„Earthworm Jim“ hat noch nicht ganz das spielerische Raffinesse des Nachfolgers, ist aber für alle Retro-Fans eine echte Genugtuung. Allein wenn man bedenkt, dass das SNES-Original als Wii Virtual Console-Titel 300 Punkte mehr kostet und nahezu das gleiche Erlebnis bietet, haben Nintendo DSi-Besitzer erstmals einen markanten Vorteil. Wer es gerne skurril mag, auf Jump 'n' Runs steht und sich in den 90er Jahren heimisch fühlte, der wird um diesen Klassiker zum Niedrigpreis nicht herumkommen. Übrigens, wenn ihr auf den Nachfolger hofft - wenn die Verkaufszahlen stimmen, wird Gameloft es sich sicherlich nicht nehmen lassen, auch „Earthworm Jim 2“ als DSiWare zu veröffentlichen.

Fühlt sich so richtig durchgewurmt: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel:

500
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Hat noch immer seine Tücken aus den 90ern. DSiWare-Einschätzung
+++--  (3 von 5 Münzen)
Kurioses Kult-Retro zum Niedrigpreis.
Grafik

Zu seiner Zeit war es ein Meilenstein, heute zumindest noch unterhaltsam.
Sound

Wirr, durchgeknallt und abgedreht.
Spielspaß

Kurzweiliges Jump 'n' Run mit herausforderndem Härtegrad.








Details
Spielname:
Earthworm Jim

Publisher:
Gameloft

Developer:
Gameloft

Genre:
Jump 'n Run

Release:
23.04.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Preis:
500 Points
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)