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Super Scribblenauts


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Super Scribblenauts - Review vom 10.11.2010

Ein Gedanke, ein Wort und zack, schon ist es da. Das brandneue Auto. Die neuen Klamotten. Das Abendessen. Wenn das Leben doch nur so einfach wäre! Maxwell, der Protagonist von 5th Cells „Scribblenauts“ hat es da schon etwas leichter. Er kann alles heraufbeschwören, was er in sein kleines Büchlein einträgt. Als amtlicher Scribblenaut war es jedoch seine Aufgabe, den Wesen der Welt aus der Patsche zu helfen und nicht etwa diese Kräfte für persönliche Zwecke zu missbrauchen. Das innovative Konzept begeisterte Spieler im letzten Jahr weltweit. Perfekt war Maxwells erstes Abenteuer allerdings noch lange nicht... Und genau aus diesem Grund haben wir nun „Super Scribblenauts“ vor uns liegen. Die Fortsetzung soll mit Verbesserungen und vor allem den kleinen, wenngleich ziemlich bedeutsamen Neuerungen für ein noch runderes Scribblenauten-Erlebnis sorgen. Hat's geklappt? Da hilft nur eines: „Testbericht“!

Und es sind immer Sterne...
Eine epische Handlung? Wer braucht schon eine epische Handlung, wenn man einfach der Welt helfen möchte? Maxwell fristet jedenfalls auch in „Super Scribblenauts“ ein storyloses Dasein. Euer Ziel ist es, in den gut 120 Abschnitten des Spiels kleine Rätsel zu lösen und so an sternenähnliche Gegenstände, die Starites, zu kommen. Mit jeder abgeschlossenen Stufe schaltet ihr weitere frei, außerdem laden Herausforderungen zum mehrfachen Lösen einer Aufgabe ein. Das ist die ganze Einzelspieler-Kampagne, kurz und bündig zusammengefasst. Doch der Titel kommt auch ganz gut ohne größeren Rahmen aus.

Um das Sternenthema fortzuführen, wählt ihr die Level in dieser Runde über eine Sternenkarte aus. Zur Vervollständigung einer Konstellation möchte jedes Rätsel zumindest einmal erledigt werden. Das ist überhaupt ein gutes Stichwort, denn „Super Scribblenauts“ wird eindeutig von Puzzles dominiert. Gab es im Vorgänger noch eine große Anzahl von Knobel- und Action-Abschnitten, die hin und wieder auch mal gerne gemixt wurden, wird im zweiten Teil der Löwenanteil der 121 Starites über Rätsel erlangt. Das bedeutet jedoch nicht, dass den Machern die kreative Puste ausgegangen ist. Im Gegenteil: Jeder Abschnitt setzt euch vor ein neues, häufig nicht ganz alltägliches Problem, dem ihr mit der Macht eures Einfallsreichtums beikommen müsst.

Wer hat die Dinos ausgerottet? Ein Virus, saurer Regen oder Gott?
Ein kurzer Überblick und ein kleiner Hinweis informieren euch zu Beginn jeder Stufe über das bestehende Problem. Eine Party kommt nicht in die Gänge? Die Dinosaurier wollen einfach nicht aussterben? Ihr steht am Ende einer Schlange für ein heiß begehrtes Spiel? Alles kein Problem, denn da kommt der Notizblock von Maxwell zum Einsatz. Was auch immer er in dieses Büchlein hineinkritzelt, materialisiert sich in der Umgebung. So können in den genannten Szenarios etwa ein DJ für die musikalische Untermalung auf der Party beschworen, die Dinos per Virus ins Jenseits befördert und ein wartender Gamer mit einer Handheld-Konsole abgelenkt werden. Mit dem einmaligen Abschluss ist es in vielen Levels jedoch natürlich nicht getan. Wahre Scribblenauten wagen sich an den Herausforderungsmodus, in dem von euch drei komplett verschiedene Lösungswege verlangt werden. Ohne ein umfangreiches Vokabular wird dies nichts.

Sollte man übrigens schon gleich beim allerersten Versuch an einem Puzzle hängen, braucht man auch nicht gleich das Handtuch schmeißen. Entweder nach einiger Zeit oder gegen eine gewisse Menge von Ingame-Geld könnt ihr nämlich Tipps erwerben, die euch erst ein wenig in die richtige Richtung leiten und in der dritten und letzten Stufe praktisch die Lösung auf dem Silbertablett präsentieren. Spätestens bei den Herausforderungen kommt ihr mit dieser Methode aber natürlich nicht mehr weiter.

Aber was ist nun mit der großen Neuerung des zweiten Teils, den Adjektiven? Nun, diese werden nicht in jedem Level vorausgesetzt. Wann immer ihr ein Rätsel mit einem Ensemble von Eigenschaftswörtern zu lösen habt, wird euch das zu Beginn mitgeteilt. Und dann sind eurer Fantasie erneut keine Grenzen gesetzt - vorausgesetzt natürlich, das Ergebnis trägt zur Lösung des Puzzles bei. Zum Beispiel bekommt ihr es mit zwei gegensätzlichen Kreaturen zu tun -etwa einem Zwerg und einem Riesen- und ihr sollt nun ein Wesen mit der Eigenschaft des Gegenstückes erschaffen. Klarer Fall, hier käme ein kleiner Riese oder ein großer Zwerg in Frage! Ein recht früher Level fordert von euch farbige Schlüssel, mit denen ihr Schlösser in der richtigen Reihenfolge öffnen müsst. In den eigentlichen Rätseln sind Adjektive zwar nicht allzu häufig Pflicht, erlauben euch aber noch mehr kreative Lösungen.

Drachen basteln leicht gemacht
Ebenfalls neu sind die Zaubertränke. Mit diesen Gegenständen, die per knapper Notiz beschworen werden können, könnt ihr bereits bestehende Lebewesen mit zusätzlichen Adjektiven ausstatten. An einer Stelle des Spiels sollt ihr etwa im Auftrag eines Wissenschaftlers einen Menschen in einen Drachen verwandeln. Dazu erschafft ihr einen Zaubertrank mit den Attributen der Bestie, den ihr wiederum dem Versuchskaninchen verabreicht. Habt ihr genug Eigenschaften hinzugefügt, ist die Verwandlung vollständig und der Starite gehört euch.

Apropos Zaubertränke: Die deutsche Version von „Super Scribblenauts“ ist zwar gelungen und enthält gleichsam wie die englische Originalfassung einen wahrlich umfangreichen Wortkatalog, an einigen Stellen haben sich jedoch einige Fehler in die Texte geschlichen. Dass etwa der Buchstabe ß stets durch ersatzlose Abwesenheit glänzt, mag noch verkraftbar sein. Die oben genannte Mission, die die Zaubertränke einführt, ist jedoch mit dem deutschen Spieltext schlicht und ergreifend unlösbar. Von einem simplen Trank ist im Hilfetext die Rede, doch ein grüner, geflügelter Trank führt genau zu diesem Objekt: Eine grüne Flasche mit Flügeln. Nur der auf der Verpackungsrückseite erwähnte Begriff „Zaubertrank“ führt zu dem gewünschten Ergebnis. Zugegeben, das englische Potion lässt sich auch simpel und einfach mit Trank übersetzen. Wenn dies jedoch zu so einem Fehler führt, ist das dennoch mehr als ärgerlich. Zum Glück stellt diese Mission eine Ausnahme dar, ansonsten sind sämtliche Missionen auch auf Deutsch lösbar.

Steuerung:
Einer der größten Kritikpunkte, wenn nicht sogar DER Kritikpunkt des ersten Spiels. Nun, die Entwickler haben das Klagen erhört und Maxwells Kontrolle wesentlich verbessert. Anstatt nun einfach auf dem Touchscreen irgendwo tippen zu müssen, um den Protagonisten zu bewegen, müsst ihr nun erst den Stylus auf dem Bildschirm halten und dann eine Linie ziehen - das sorgt für wesentlich weniger Frust. Wer stattdessen ein traditionelleres Steuerungsschema bevorzugt, kann den Helden mit der Hahnenkamm-Mütze auch per Steuer- oder Tastenkreuz bewegen. Ein großer Schritt nach vorne! Nur die Buchstabenerkennung im Schreibmodus verfügt noch über kleine Macken, an die man sich gewöhnen muss. Die Bildschirmtastatur arbeitet hier nach wie vor zuverlässiger.

Grafik:
Zwar mögen die Umgebungen vom allgemeinen Leveldesign her simpel sein, doch das bedeutet noch lange nicht, dass die Optik keinerlei Charme versprüht. Im Gegenteil: Der altbewährte und von 5th Cell bekannte bonbonbunte Stil passt hervorragend zu dieser Rätsel-Odyssee und hält auch einige kleine Schmunzler parat. Etwa wenn ihr bei einer Zeitreise plötzlich einem Entwickler des Spiels über den Weg lauft - in einem höchst seltsamen Szenario mit einer noch viel seltsameren Ausrüstung des Entwicklers.

Sound:
Was auch immer gerade auf dem Bildschirm vonstatten geht, die Geräuschkulisse bleibt fröhlich und freundlich. Und das mit Melodien, die sich nicht selten sogar in eurem Ohr einnisten und euch später noch verfolgen. Vielleicht verleiten sie euch auch zum Mitpfeifen, wenn sie sich erst einmal lang genug im Hörkanal breit gemacht haben. Was wir damit sagen wollen: Der Soundtrack mag zwar etwas limitiert sein, ist dafür aber stimmig.

Features:
Natürlich ist auch wieder ein Level-Editor mit an Bord, der euch allerlei Aufgabentypen erstellen lässt. Von Action-Levels über Puzzle-Abschnitte bis hin zu Eskort-Aufträgen sind eurer Fantasie auch hier kaum Grenzen gesetzt. Eure Werke könnt ihr auch online oder offline mit anderen „Super Scribblenauts“-Spielern tauschen. Die Achievement-Jäger unter den Zockern werden sich auch über ein spielinternes Verdienste-System freuen, das euch für das Erfüllen bestimmter Bedingungen mit Ingame-Geld für neue Avatare belohnt. Und natürlich ist auch wieder der Spielplatz beim Titelbildschirm mit an Bord, wo ihr euch nach Herzenslust austoben könnt. Dieses Mal speichert das Spiel sogar jedes Objekt, das ihr dort zurücklasst.

Fazit:
Da glaubt man, mit dem ersten „Scribblenauts“ habe 5th Cell bereits mehr geleistet als eigentlich vorstellbar war und schon setzen sie mit „Super Scribblenauts“ noch einen drauf. Durch die Adjektive erweitert sich die Anzahl der Lösungsmöglichkeiten in einigen Rätseln massiv und überhaupt werden eurem Vorstellungsvermögen abermals einige Grenzen genommen. Der Fokus auf Puzzles ist dabei auch als erfreulich anzusehen, wobei angesichts der rundum verbesserten Steuerung auch die wenigen Action-Abschnitte keineswegs unzumutbar sind. Man nehme noch den Editor sowie die unzähligen Kleinigkeiten und Überraschungen hinzu, die die DS-Karte bietet, sowie den Startbildschirm-Spielplatz, der allein schon für Spaß ohne Ende sorgen kann, und man erhält einen wahrlich grandiosen Titel, der seinen Vorgänger gekonnt überflügelt - auf einer gepunkteten, geflügelten Badewanne, versteht sich. Eine Perle, die man sich nicht entgehen lassen sollte!

Erschaffer der brennenden, unbesiegbaren, teuflischen, blauen, lebenden, großen, durstigen, hungrigen, verwirrten, gestreiften Waschmaschine: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Warner Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
85%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Dank gezielter Verbesserungen steuert sich Maxwell besser als je zuvor! Innovationsfaktor:
+++++  (5 von 5 Sternen)
Jetzt auch mit Adjektiven? Lasst die geflügelten, gepunkteten, untoten, hungrigen Schweine losflattern!
Grafik

Farbenfroh und mit kleinen Details versetzt, die zum Schmunzeln anregen.
Sound

Fröhliche Melodien trällern euch aus den Lautsprechern entgegen und motivieren zur Lösung der Puzzles.
Spielspaß

Dank der schier unendlichen Möglichkeiten liefert das Spiel viel Freiraum zum Experimentieren.








Details
Spielname:
Super Scribblenauts

Publisher:
Warner Bros. Interactive

Developer:
5th Cell

Genre:
Jump 'n Run

Release:
29.10.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (18)

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