CSI: Tödliche Absichten
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CSI: Tödliche Absichten -
Review vom 03.03.2010
Las Vegas ist die Stadt der Casinos, des Glamours und vor allem des Glückspiels. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. So ist es nicht verwunderlich, dass ständig Verbrechen vorkommen, die recht häuft auch zu Morden ausufern. In dem Spiel CSI: Tödliche Absichten „Die geheimen Fälle“ schlüpft der Spieler in die Rolle eines ermittelnden Agenten der Crime Scene Investigation-Einheit der Wüstenstadt in Nevada, USA. Ob die Umsetzung wirklich Spannung erzeugt, oder ob es bloß ein lauer Abklatsch der Fernsehserie ist, könnt ihr nun im Folgenden lesen.
Perfekte Verbrechen brauchen perfekte Profis
Und solch ein Profi verkörpert ihr selbst, wenn ihr das Modul in euren DS-Schacht legt. Als neues Mitglied des CSI werdet ihr auch sofort an einen Tatort gerufen und müsst das tun, was eben von einem Forensik-Spezialisten erwartet wird: Spuren sammeln, Beweise analysieren und auf Grund dieser, Verdächtige vorladen und mit dem Ermittelten konfrontieren. Dabei trifft man auf Mitarbeiter, die jedem Fan von CSI Las Vegas bestens bekannt sein dürften. Das Spiel orientiert sich storytechnisch an der neunten Staffel der Serie. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Nintendo DS-Fälle extra von den Autoren der TV-Folgen geschrieben wurden.
Als Ermittler wird man an einen Tatort gerufen und neben ein paar Informationen zum Opfer steht man zunächst vollkommen ohne Hinweise da. Also sucht man den Tatort ab, sichert Blutspritzer, erstellt Gipsabdrücke von Stiefelspuren, zieht Pistolenkugeln aus Wänden und versucht den ein oder anderen Fingerabdruck zu finden. Wenn man alle Beweise gesammelt hat, die in der Szenerie zu finden sind, meldet sich das Spiel und man wechselt in das eigene Labor, um dort alle Beweisstücke zu analysieren. Hier wird dann die eigentliche Hauptarbeit des Spieles erbracht: Um einen Fingerabdruck mit der Datenbank abzugleichen, muss man verschiedene Bezugspunkte des Abdruckes festsetzen. Hat man die richtigen gefunden, kann man den dazugehörigen Besitzer einwandfrei identifizieren. Waren es die falschen, muss man natürlich weiter probieren.
Anders läuft das Verfahren bei der Identifizierung von Pulvern, Salben oder unbekannten Kleinstteilen ab: Das Spiel gibt ein Molekülmuster vor und dazu passende Molekülteile. Nun muss man die Bruchstücke nur noch richtig zusammensetzen, was bei größeren Molekülen knifflig sein kann. Mit solchen Minispielchen verbringt ihr dann die Zeit im Labor. Auf Grund der Vielfalt dieser Rätseleinlagen werden diese Aufgaben auch nicht zu schnell langweilig.
„Lügen Sie nicht, wir haben ihre Abdrücke am Tatort gefunden!“
Diesen Satz wird man ziemlich oft zu hören bekommen, denn sobald man genug Beweise gesammelt hat, wird ein Verdächtiger vorgeladen. Im nun folgenden Gespräch hat man die Aufgabe, Lügen mit den passenden Ermittlungsergebnissen zu entlarven und somit die Wahrheit herauszufinden. Leider läuft das ganze Spiel sehr linear ab: Tatortermittlung, Beweisanalyse, Verhör, Durchsuchung von Räumlichkeiten der Verdächtigen inklusive Beweissammlung, erneute Beweisanalyse gefolgt von einem Verhör eines neuen Verdächtigen. Und irgendwann findet man die notwendigen Beweise, um den Mörder zu einem Geständnis zu bringen.
Ärgerlicherweise hat man nicht wirklich Einfluss auf das Geschehen: Man durchsucht so lange einen Tatort, bis man alle Beweise gefunden hat (was vom Spiel angezeigt wird), danach muss man diese Beweise analysieren, da ihr sonst nicht weiterkommt - in den Verhören kann man nur den Beweis vorlegen, der gerade verlangt wird und Fragen stellen bzw. selbst interagieren, ist überhaupt nicht möglich. Das ganze Spielprinzip folgt einer geraden Linie.
Steuerung:
CSI: Tödliche Absichten wird komplett mit dem Stylus gesteuert. An Tatorten klickt man auf suspekte Gegenstände. Wenn diese gelb aufleuchten, hat man bis zu drei Möglichkeiten, um mit dem Beweisstück zu interagieren, jedoch ist nur eine davon die richtige. Auch die Rätsel löst man mit dem Stylus, zieht Moleküle umher, streicht die Klebefolie glatt um Glassplitter oder ähnliches aufzulesen oder zieht Linien nach, um ganze Wände auszuschneiden. Auch das Mikrophon kommt in einer Situation zum Einsatz: Um Fingerabdrücke zu sichern, streicht man vorsichtig mit Pulver über die zu überprüfende Oberfläche und pustet danach sanft in das Mikrophon, um das überflüssige Pulver zu entfernen. Alles in allem ist das für diese Art von Spiel die wohl perfekte Steuerung.
Grafik:
Die Grafik ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite sind da die wirklich gut gezeichneten Tatorte, die zwar nur zweidimensional sind, trotzdem sehr detailliert und echt wirken. Auch die Zwischensequenzen und die Figuren wirken beinahe wie aus dem Fernsehen übernommen. Auf der anderen Seite haben wir jedoch die spartanisch wirkenden Minispiele, in denen man die Beweisstücke analysiert. Auf einem eintönig blauen Hintergrund schiebt man Molekül- oder DNA-Stücke herum, die nur zwei- bis dreifarbig sind. Zwar kommt hier teilweise die 3D-Grafik auf ihre Kosten, doch wirkt das alles sehr dünn. Das tut dem Spielspaß zwar keinen Abbruch, jedoch hätte man das durchaus besser umsetzen können.
Sound:
"Filmmusik“ beschreibt wohl am besten, was den Sound des Spiels ausmacht: Düstere Musik zur Untermalung von Mordtheorien, spannungsgeladene Melodien bei Befragungen von Zeugen und diskrete Notenläufe bei der Beweisaufnahme. Wirklich besonders ist der Sound aber nicht. Jedoch gibt er die Atmosphäre des Spiels gut wieder und unterstreicht die einzelnen Szenen. Eben „Filmmusik“.
Features:
Beide Bildschirme werden nahezu gleichwertig genutzt. Der Touchscreen bekommt immer dann seinen Einsatz, wenn es darum geht, aktiv zu sein: Bei den Minispielen, bei der Durchsuchung von Tatorten, bei der Wahl des Ortes, beim Durchblättern der Beweise und so weiter. Sobald es sich um filmische Sequenzen handelt, hat der obere Bildschirm seinen Auftritt: Hier werden die Zwischenszenen eingespielt, Dialoge angezeigt und Beschreibungen dargelegt. Negativ fällt die kurze Spielzeit auf: Insgesamt vier Fälle mit je einer Stunde Spielzeit. Mehr gibt das Spiel nicht her. Das Produkt ist ab 12 Jahren freigegeben, jedoch bauen die Aufgaben oftmals auf erweitertem logischem Denken auf und somit ist es fraglich, ob ein 12-jähriges Kind die kniffligen Rätsel alleine lösen kann. Das sollte man zumindest berücksichtigen, wenn man sich überlegt, ob sich das Spiel als Geschenk für jüngere Familienmitglieder eignet.
Fazit:
CSI: Tödliche Absichten „Die geheimen Fälle“ ist ein Spiel mit Potential. Die Rätseleinlagen sind kurzweilig und die Geschichten für jeden Krimifan eine gute Unterhaltung. Leider ist der Ablauf der Fälle sehr starr und lässt keinen Freiraum für eigene Ideen. Es ist, als ob man sich eine Folge ansieht und ab und zu selbst mal eingreifen dürfte. Und die Tatsache, dass man nur vier Stunden Spielspaß bekommt, ist zusätzlich ärgerlich. Spaß keimt dann aber trotzdem auf und jeder Krimifan sollte ernsthaft über einen Kauf nachdenken. Jene, die nach einem Adventure oder nach mehr als bloß einer Geschichte mit etwas Selbstbeteiligung suchen, sollten jedoch lieber die Finger von diesem Spiel lassen.
Wühlte sich durch das Wirrwarr an Lügen und Intrigen und war den Tätern immer auf der Spur: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de
Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
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Details
Spielname:
CSI: Tödliche Absichten
Publisher:
Ubisoft
Developer:
Ubisoft
Genre:
Adventure
Release:
05.11.2009 (erschienen)
Multiplayer:
nicht vorhanden
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (5)
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