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Lost in Blue


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Lost in Blue - Review vom 22.04.2006

Es gibt verschiedene Arten von Videospielen - beispielsweise basieren manche Spiele auf einem komplett unrealistischen Spielprinzip, welches nur aus Fantasie besteht. Andere hingegen zeigen dem Spieler eine Welt, die es tatsächlich gibt. Gibt es demnach Spiele, die einen realen Hintergrund besitzen? Könnten die ganzen Dinge, die man erlebt, wenn man durch die Pixellandschaften streift wirklich "echt" sein? Bei Lost in Blue wird man diese Frage mit "Ja" beantworten können. Jeder kennt die Geschichte des gestrandeten Robinson Crusoe, der auf einer einsamen Insel ums Überleben kämpfen musste. Lost in Blue richtet sich nach einer solchen Grundlage, doch wie ist dieses Prinzip hier umgesetzt worden?

Wie fühlt man sich, wenn man plötzlich ganz alleine ist? An einem Ort, den man noch nie zuvor gesehen hat? Sogar der Ort scheint die Einsamkeit selbst zu repräsentieren. Wie war das? Das Schiff ... während des Sturms ist es passiert. "Kann nicht atmen ... Muss ich sterben? Ich verliere das Bewusstsein ..." Durchnässt und hungrig wacht ein Junge am Strand einer Insel auf. Er kommt wieder richtig zu sich und schaut sich um. Was soll er jetzt wohl am Besten tun? Ist er der Einzige auf dieser Insel?

Hier wird man plötzlich ins Geschehen geworfen. Es ist die eigene Entscheidung, was man nun tut. Geht man nach links? Oder doch besser nach rechts? Alles scheint unheimlich und merkwürdig. Kurzerhand sagt einem das Gedächtnis jedoch, dass man hier nicht einfach stehen bleiben kann und man tut die ersten Schritte auf der Insel. Was wird einem auf dieser Insel wohl alles widerfahren, fragt man sich, während man schon die erste Kokosnuss findet und durch das Verzehren jener gleich wieder etwas mehr Energie hat. Die Vögel zwitschern, das Wasser des Meeres rauscht, man hört die Schritte des Jungen Keith auf dem Gras, während die Mittagssonne langsam zwischen den Palmen durchdringt. Zweige liegen auf dem Boden neben einem Fluss, der eine sehr starke Strömung hat. Hier kommt Keith sicher nicht auf die andere Seite. Er nimmt das Holz mit und geht weiter. Eine Höhle! Keith hat einen Unterschlupf gefunden, in der er sich ausruhen kann. Sogar ein Feuer kann er mit primitivem Holzaneinanderreiben entfachen und somit seine Kleidung trocknen. Während er einschläft gehen ihm viele Gedanken durch den Kopf. Es ist so viel passiert ... der Sturm, das Schiff ist untergegangen, er ist alleine. Ist er alleine?

Am nächsten Morgen wacht Keith auf. "Es war doch kein Traum ..." ruft der Junge enttäuscht und begibt sich aus der Höhle, das Feuer ist schon lange wieder ausgegangen. Der Fluss ist ruhiger geworden, der gestrandete Teenager kann nun sogar daraus trinken. Was mag wohl auf der andren Seite zu finden sein? Kaum ist er über die kleinen Steine gesprungen, rennt er los. Keith hat in der Einöde einen weiteren Menschen gefunden! Skye ist ihr Name, sie war ebenfalls auf dem Schiff. Da sie ihre Brille verloren hat, hilft Keith ihr erst einmal, diese zu finden. Gerade damit angefangen, kracht etwas unter seinen Füßen. Die Brille von Skye ist nun nicht mehr zu gebrauchen. Sie beschließen erstmal zurück zur Höhle zu gehen, damit sie sich auch ausruhen und trocknen kann. Keith nimmt sie an die Hand, da es zu gefährlich für sie ist, wenn sie kaum etwas sieht. Habt ihr erstmal ein bisschen mitteinander gesprochen, beginnt der dritte Tag und somit der eigentliche Alltag in Lost in Blue!

Hat man das Spiel erstmal begonnen, packt einen immer wieder die Entdeckerlust. Man will mehr über die Insel erfahren. Hinzu kommt, dass es auf jener so viel zu finden gibt. Etliche Früchte, Pflanzen und vieles mehr gibt es hier zu sehen und alles ist in einem Notizbuch festgehalten, sobald ihr es erstmals gefunden habt. Die tägliche Suche nach Nahrung um nicht zu sterben, hält den Spieler ziemlich auf Trab. Zu schwer wird der Überlebenskampf aber eigentlich nie, wenn man richtig plant und es mit dem Erkunden der Insel an einem Tag nicht übertreibt. Die Zeit vergeht im Spiel nicht in Echtzeit. Fünf Sekunden im realen Leben entsprechen fünf Minuten im Spiel, demnach dauert eine Stunde im Spiel eine Minute lang. Morgens steht man um 7:00 Uhr auf und nach kurzer Begrüßung geht Keith nach draußen. Was am Anfang nur aus Proviantsammeln besteht, wird später zu einer wilden Entdeckungstour auf der gesamten Insel. Neben dem Strandgebiet gibt es noch eine Graslandschaft und einen Dschungel zu erkunden. Von diesem gelangt man außerdem zu einem Vulkankrater, der mit Wasser gefüllt ist. Auf der Insel gibt es außerdem noch einen Tempel, in den man später gelangt und selbst das ist noch nicht alles. Insgesamt macht die Insel also einiges her und bis man wirklich alles gesehen hat, spielt man etliche Stunden. Das Spiel bietet einem dabei zwei Speicherplätze. Neben dem normalen Modus, in welchem man Keith spielt, gibt es, nach dem Durchspielen, noch andre wie zum Beispiel den Mädchen-Modus. Ihr spielt mit Skye und könnt beispielsweise Ziegen melken oder richtige Gerichte nach Rezept kochen.

Lost in Blue ist nicht das erste Spiel, das auf das Robinson Crusoe Prinzip aufbaut. Konami brachte schon auf dem Gameboy Color ein solches Spiel heraus. Stranded Kids lautete der Titel dieses Titels. Lost in Blue ist kein wirklicher Nachfolger, ebenso wenig eine Portierung. Die Spiele sind vom Prinzip her gleich, weshalb der japanische Name von Lost in Blue wohl auch "Strandet Kids" beinhaltet. Allerdings ist Lost in Blue viel mehr als eine Weiterentwicklung des damaligen Klassikers. Neben Strandet Kids kam zu Gameboy Color Zeiten auch ein zweites Spiel dazu heraus. Dieses verließ Japan allerdings nie. Somit kann man Lost in Blue als den dritten Teil dieser "Serie" ansehen.
Leider muss man auch dem DS Ableger einige Mängel attestieren: Am Ärgerlichsten sind die vielen Übersetzungsfehler im Spiel, die man wirklich hätte vermeiden können. Gute Beispiele dafür sind, dass "Springen" im Spiel plötzlich "Sprengen" heißt oder das stinknormale Ei den Namen "Einsiedlerkrebs" hat. Hier wurde eindeutig geschlampt, was sehr schade ist, denn es trübt den Gesamteindruck des Spieles. Diese Übersetzungsfehler sind allerdings zu verschmerzen.

Steuerung:
Man steuert Keith mit dem Steuerkreuz. Wenn man B gedrückt hält, während man läuft, rennt man. Der A-Knopf wird zum Ansprechen und Auswählen benutzt. Außerdem kann man durch Drücken des A-Knopfes den Boden absuchen und beispielsweiße Gewürze oder Würmer (zum Angeln) finden. Ebenfalls springt man von einer zur anderen Stelle oder klettert einen Abhang hinunter, wenn man diese Taste drückt. Ein kleiner Kritikpunkt ist hier, dass das Klettern oft nicht so gut funktioniert, weil man ganz am Rand des Absprungsortes stehen muss, was oft nicht ganz eindeutig ist. Mit X ruft man das Menü auf, in dem man seinen Rucksack durchsuchen, Werkzeuge herstellen, sich ausruhen und das Notizbuch öffnen kann. Der Y-Knopf ist zum Wechseln in den Schießmodus (mit Pfeil und Bogen) oder Fischen (mit Speer oder Angel) da. Die Schultertrigger kommen kaum zum Einsatz. Mit ihnen dreht man zum Beispiel den Zweig beim Feuermachen. Mit dem Touchscreen kann man kleine Zwischenaktionen durchführen. Wenn man auf den Boden klickt kann man in diesem graben, wenn ein Baum angeklickt wird, kann man diesen schütteln und so weiter.

Grafik:
Das Spiel macht grafisch eine sehr gute Figur. Die sehr detailreiche Grafik des gesamten Spieles wurde mit Liebe modelliert und gestaltet. Das Spiel macht einen dreidimensionalen Eindruck, wobei das Spielgeschehen jedoch aus einer isometrischen Kameraperspektive gezeigt wird. Drehen kann man das Geschehen jedoch nicht. Der obere Bildschirm zeigt nie Spielszenen. Dort sieht man das Wetter und die Tageszeit, sowie die Statuswerte der beiden Charaktere. Vor allem bei den Zwischenaktionen wie dem Fischen oder Jagen erkennt man wunderschöne Einzelheiten wie das Sonnenlicht, das auf die Hand strahlt. Dieses ist nachmittags auch nicht so intensiv wie am frühen Mittag. Es gibt noch viele weitere kleine Differenzierungen im gesamten Spiel, die den rundum positiven grafischen Eindruck abrunden.

Sound:
Was hört man, wenn man auf einer einsamen Insel lebt? Das ist eine sehr wichtige Frage, wenn man sich dem Sound von Lost in Blue widmet. Die typischen Sounds wie das Zwitschern der Vögel, sonstige Tiergeräusche, das Rauschen der Meere oder die Geräusche des Wetters können ja nicht alles sein. Größtenteils hört man aber wirklich nur das, jedoch sind viele passende Melodien im Spiel vorhanden, die das Geschehen vertiefen und auch in das Szenario passen. Manchmal hören sich gewisse Stücke etwas schräg und ungewohnt an, jedoch nerven diese nie und sind nicht pausenlos zu hören. Die Qualität der Inselgeräusche sowie die der Sprachausgabe, die allerdings nicht so oft zu hören ist, kann man als gelungen bezeichnen.

Features:
Im Spiel ist mehr drin, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Die große Insel bringt dem Spieler jede Menge Stunden Spielspaß und viel zu entdecken, was auch der Sinn des Spieles ist. Es gibt sehr viele Früchte, Gemüsearten, Pflanzen, Pilze, Tiere, Fische, Möbel, Werkzeuge, Rezepte und andere Gegenstände. Alles wird in einem Lexikon, dem Notizbuch, aufgelistet und jede Rubrik komplett zu füllen, ist eine gewaltige Aufgabe. Durch die Zwischenaktionen wird vieles davon erst möglich. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, Dinge zu finden und zu erhalten. Man kann auf dem Boden nach Dingen graben, die Bäume rütteln, Fischen, Jagen, Dinge bauen und Feuer machen. Jedes dieser Minispiele ist hervorragend präsentiert und zumeist mit dem Touchscreen auszuführen. Doch das Spielen selbst ist nicht alles, denn auch das Interagieren im Spiel stellt sich als wichtig heraus. Mit Skye zu reden ist sehr wichtig und Ereignisse, die mit Skye und Keith zu tun haben, gibt es zwischendrin auch immer wieder, denn das Hauptziel ist und bleibt, von der Insel zu entkommen. Das Spiel bietet mehrere Enden, sowohl von der Spielmöglichkeit her, als auch von den Gesprächen mit Skye. Hat man sich aber einmal für eine Möglichkeit entschieden (nett zu Skye zu sein oder nicht) ist es nicht so einfach, das zu ändern. Es ist einem selbst zu überlassen, wie man mit ihr umgeht und was am Ende geschieht.

Fazit:
Konami bringt ein durchdachtes, wenn auch nicht ganz ausgereiftes Abenteuer auf den Nintendo DS. Mit detaillierter Grafik und schönem Sound kann das Spiel durch viele positive Aspekte punkten. Die vielen Spielmöglichkeiten bei diesem Titel sind abwechslungsreich und gelungen. Das Adventure bringt mit seinen Rollenspiel-Elementen viele Stunden Spielspaß. Kritikpunkte am Spiel sind die oft nicht gut übersetzten Worte, der von vielen beklagte Schwierigkeitsgrad und kleine Mängel, die dem Spiel keine potenziell höhere Wertung erlauben. Hier hätte man vieles, wie beispielsweise die aufeinanderfolgende Verwendung von Touchscreen zu Topscreen, besser gestalten können. Zu schwer ist das Spiel nur dann, wenn man gleich zu Beginn die ganze Insel erkunden will. Lost in Blue ist dennoch ein empfehlenswertes Überlebensabenteuer, das sicher nicht nur Adventure- und Rollenspielfreunde fesseln kann!

Daniel Schön (drake) für PlanetDS.de


WERTUNG:
78%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 2 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Die Mischung aus Steuerkreuz, Buttons und Touchscreen ist gut gelungen! Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Touchscreen und Mikrofon zumeist in Zwischenaktionen passend eingesetzt!
Grafik

Wunderschöne und detailreiche Grafik
Sound

Passende Inselgeräusche und Melodien, die nicht stören
Spielspaß

Die Entdeckungsreise bringt einem trotz Mängel jede Menge Stunden Spielspaß








Details
Spielname:
Lost in Blue

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Rollenspiel

Release:
05.20.1011

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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