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Polarium


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Polarium - Review vom 18.03.2005

Was Teris anno 1989 war, verspricht Polarium heute zu sein. Das Puzzlespiel-Pendant zum Knobelklassiker schlechthin präsentiert sich auf einem zumindest spielerisch zeitgemäßen Niveau und sagt Tetris mit einem ebenso einfachen wie innovativen Spielprinzip den Kampf an. Polarium – wem der Name bis dato soviel sagt, wie dem geneigten Bundesliga Zuschauer der FSV Niederrhein Westschlössenhausen, der sollte sich unbedingt einmal folgende Zeilen zu Gemüte führen. Denn Polarium hat es in sich und verdient wie kaum ein anderes Spiel den Titel „Wolf im Schafspelz“.

Klötze, die vom Himmel fallen – an und für sich keine neue Idee. Nun ist es in Polarium aber so, dass ganze Reihen unterschiedlichfarbener Klötze aus dem oberen Screen in den unteren kommen. Und zwar relativ schnell. Die Reihen bestehen aus vielen kleinen Quadraten (Größe ist vergleichbar mit den Kästchen in DIN A 4 Schulheften) und haben keine bestimmte Ordnung. Eure Aufgabe in dem Chaos ist es, die schwarzen und weißen Klötze einheitlich zu gestalten. Ihr habt zwar (im Gegensatz zu Tetris) keine Möglichkeit, die Anordnung der herunterfallenden Klotzreihen zu beeinflussen (wie auch, wenn es ohnehin schon ganze Reihen sind), nein, in Polarium gilt schlicht das Motto: „Was nicht passt, wird passend gemacht“. Gleichfarbige Reihen lösen sich auf, d.h. ihr fahrt mit dem Touchscreen schwarze Klotzreihen entlang, um diese weiß zu färben und weiße Klotzreihen, um diese schwarz zu färben. Was beim ersten Lesen einfach klingt, ist in der Praxis eine echte Herausforderung. Manchmal sind die Felder aus weißen und schwarzen Klotzreihen dermaßen uneinheitlich und durcheinander, dass ihr kaum lange Linien ziehen (und somit viele Klötze gleichzeitig umwandeln) könnt. Ein echtes Problem, weil ja vom oberen Screenrand immer und immer mehr Klötzereihen herabfallen. Und das sehr schnell. Und ähnlich wie in Tetris ist das Spiel vorbei, sobald die herabfallenden Klötzereihen an den oberen Screenrand des normalen Screens gelangen.
Wem diese Spielvariante auf Dauer zu langweilig ist, dem hat Polarium auch noch Weiteres zu bieten. Neben diesem ‚Aufgaben’ Modus (zur Lokalisierung später ein paar ehrliche Worte) wartet noch eine „Taktik“ Variante des Spiels. Hierbei geht es nicht wie im Hauptspielmodus darum, so viele Klotzreihen wie möglich binnen kürzester Zeit abzubauen, sondern bestehende Muster ohne Zeitdruck komplett aufzulösen. In einem Spielzug, ohne den Stylus abzusetzen und bestehende Klötzchen mehrfach markieren zu dürfen. Was anfangs einer Grundschulaufnahmeprüfung ähnelt, entwickelt sich spätestens nach einem Dutzend Levels zur haarsträubenden Logikfalle. Auf Kopfnuss folgt Kopfnuss und manche Rätsel können euch wirklich auf die Palme bringen! Somit bietet Polarium also sowohl Kost für den actionphilen Puzzlefanatiker als auch für den IQ-strotzenden Puzzletaktiker. (Anm. der Redaktion: Das eine schließt das andere ja nicht aus…).

Steuerung:
Jedoch kann man die technische Seite getrost außer Acht lassen, wenn das Gameplay stimmt. Und das tut es. Ihr zieht mit dem Stylus butterweiche Linien über den Touchscreen und schon nach wenigen Minuten Spielzeit habt ihr die intuitiv einfache Steuerung verinnerlicht. Und ist es nicht das Gameplay, das große Spiele ausmacht? Ist es nicht das Gameplay, das ein Spiel von der grauen Masse der vermeintlichen Konkurrenz abhebt?


Grafik:
Und das Wunder der (DS)Technik? Nun, hier bietet Polarium nichts wirklich Weltbewegendes. Schlichte, farbarme Menüs, langweilige Fonts in den Menüs und während des Spiels – alles eher auf GBA denn auf NDS Niveau. Aber richtig, wir haben es ja mit einem Puzzlespiel zu tun – und da würden bombastische Grafiken nur vom eigentlichen Gameplay ablenken. Menü und ‚Level’Design überzeugen also nicht durch eine aufwändige, sondern durch eine durchweg zweckmäßige Gestaltung. Schwach ist übrigens auch die bereits weiter oben erwähnte Lokalisierung. Wer beispielsweise einen Level im „Taktik“ Modus komplettiert hat, wird mit einem breiten „Level Gut!“ belohnt. Level Gut? Essen Gut? Ende Gut? Alles Gut? Gut! Nein, NICHT Gut! So sollte man doch von einem Launch Game erwarten dürfen, dass die wirklich kaum vorhandenen Textpassagen gut lokalisiert wurden. Aber nun gut, es gibt dankbarerweise noch alternative Sprachen… aber gut, das sollte den Spielspaß nicht schmälern.


Sound
Auch der Sound ist mehr der Vollständigkeit halber enthalten – belangloses Hintergrundgedüdel, dem man guten Gewissens mit der manuellen Lautstärkeregelung entgegenwirken kann.

Spielspaß:
Zweifelsohne ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas zu früh, um über die „Konkurrenz“ von Polarium zu urteilen, dennoch ist Polarium auch ohne Alternativen ein sehr gelungenes Spiel. Und war es nicht schon auf dem Ur-Gameboy so, dass Tetris – mit das erste Spiel überhaupt – auch noch jahrelang nach dem Launch des GB, viele Konkurrenzprodukte später, Spieler gefesselt und Maßstäbe gesetzt hat?


Außerdem bietet Polarium noch einen One-Boot Multiplayer Modus, bei dem jedoch 'nur' zwei Spieler gegeneinander antreten können. Das ganze läuft dann gemäß dem typischen Spielprinzip ab und ähnelt dem Multiplayer Modus in älteren Tetris Spielen.

Fazit:
Mit Polarium für den NDS kommt ähnlich der GB Ära gleich zu Beginn ein hochgradig fesselndes Puzzlespiel auf den Markt. Technisch schwach und mit mangelhafter Lokalisierung versehen hat Polarium zwar auch ein paar Schwächen, alles in Allem überwiegen die positiven Aspekte jedoch deutlich. Das Spielprinzip und der Erscheinungstermin in Bezug auf den DS Launch legen den Vergleich mit Tetris nahe. „PuzzleGame zum Start einer Konsole“, innovativ, intuitiv. Im großen und ganzen ist Polarium wirklich gelungen, bietet viele Stunden voller Spaß und Knobelei – ganz so innovativ und absolut gestellt wie Tetris seinerzeit, ist Polarium aber nicht mehr. Dafür sind wir in Sachen Videospiele einfach zu weit fortgeschritten. Dazu sind die Erwartungen zu hoch, die Konkurrenz schläft (zum jetzigen Datum mit Zoo Keeper vertreten) zu wenig und dazu fehlen die ganz großen Innovationen und die Kompromisslosigkeit eines Tetris. Erfreulich und lobenswert ist jedoch vor allem die hervorragende Touchscreensteuerung. Alle Menüs und selbstredend auch alle Spielmodi werden komplett mit dem Stylus gesteuert – sehr erfreulich. Wer im Moment zwischen „Polarium“ und „Zoo Keeper“ schwankt, der sollte nach eigenem Geschmack entscheiden, was ihm besser gefällt. Polarium wirkt seriöser, ist komplizierter und meiner Meinung nach komplexer, Zoo Keeper ist bunt, abwechslungsreich und kommt auf Grund seiner gesamtheitlichen Gestaltung sehr kultig rüber. Wer auf Puzzlespiele à la Tetris steht, kann mit Polarium jedenfalls nicht viel falsch machen!

Christian Thol [N-Freak] für PlanetDS.de

WERTUNG:
82%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Lesertests:
Lesen ( 3 ) / Schreiben
Zur Komplettlösung
Videos
Steuerung

Alles mit dem Touchscreen - sehr gelungen! Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Vorbildlicher Touchscreen Einsatz - Alle Buttons werden durch den Stylus ersetzt.
Grafik

2-D, einheitlich, langweilig - aber zweckgemäß
Sound

belanglose Musikuntermalung und unzureichender Einsatz von Effekten
Spielspaß

Dank Touchscreen Innovation stört auch die offensichtliche Tetris Orientierung nicht








Details
Spielname:
Polarium

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Denkspiel

Release:
05.20.1103

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (16)

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