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Gormiti - Die Herrscher der Natur


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Gormiti - Die Herrscher der Natur - Review vom 20.09.2010

Wer mittags auf RTLII ein wenig das TV-Programm anschaut, wird auf viele bekannte und erfolgreiche Franchise-Serien treffen. Eine der hierzulande eher neueren und unbekannteren Serien ist Gormiti, die von Marathon Media und Giochi Preziosi produziert wird. Nun erscheint dazu passend ein Nintendo DS-Spiel, das zusätzlich mit einer exklusiven Figur aus der Spielzeugkollektion geliefert wird - einer besonderen Version von Nick, dem Herrscher der Erde. Wir haben für euch getestet, ob „Gormiti - Die Herrscher der Natur“ nur für Fans geeignet ist oder auch darüber hinaus Hitpotential besitzt.

Wie der Zufall so will...
Die Geschichte beginnt auf der fantastischen Insel Gorm, auf welcher der ungeschickte Razzle gerade eine Bibliothek reinigt. Dabei stößt er aus Versehen einige alte Bücher in ein verstecktes Portal, die daraufhin beim fiesen Lava-Gormiti und Oberbösewicht Magmion landen. Durch diese Bücher erfährt Magimon von den fünf heiligen Amuletten, die auf der Gormiti-Welt versteckt sind. Wer alle fünf vereinen kann, bekommt die Macht einen Dimensionsriss zu erschaffen und sich auf die Erde zu begeben. Die Herrscher der Natur, vier Kinder aus unserer Welt, müssen nun versuchen, das zu verhindern und mit ihren unterschiedlichen Kräften Magmion und seine gemeinen Handlanger aufzuhalten.

Es gibt vier Elemente, denen jeweils ein Protagonist zugeordnet werden kann: Erde, Meer, Luft und Wald. Man selbst darf bis zu drei der verschiedenen Herrscher der Natur steuern, die sich alle vor allem durch ihre Fähigkeiten und Spezialattacken voneinander unterscheiden. Zunächst beginnt man mit einem Tutorial, das sehr gut in die recht simple und intuitive Steuerung einführt und das Gameplay hervorragend erklärt. Dabei ist das Spielprinzip recht schnell zusammengefasst: Die Spielstufen beschränken sich auf einen vorgegebenen Weg, den man entlangläuft und dadurch das jeweilige Level erkundet. Normalerweise steuert man alle drei Helden gleichzeitig, kann jedoch auch jeden einzeln anwählen, um sich so die unterschiedlichen Eigenschaften und Möglichkeiten zunutze zu machen. Denn man trifft regelmäßig auf Hindernisse, wie Rätsel und Gegner, die eben solche unterschiedlichen Fähigkeiten erfordern.

Rette die Erde - und die Gormiti
Die meisten Rätsel beschränken sich jedoch auf das Lösen von Schalter- und Verschiebepuzzles beziehungsweise das Beseitigen von Hindernissen. Zwar müssen die unterschiedlichen Elemente sinnvoll eingesetzt werden und sind durchaus kreativ und abwechslungsreich genutzt, doch wird oftmals sehr schnell klar, auf was das Rätsel hinausläuft, sodass man im Handumdrehen den richtigen Helden gewählt und das Hindernis überwunden hat. Hier hätte man durchaus schwierigere Ansätze wählen können, denn Potential für komplexere Logikaufgaben ist auf jeden Fall vorhanden.

Ähnlich verhält es sich mit den Kämpfen, die nur theoretisch vielschichtig funktionieren. Jedes Element besitzt unterschiedliche normale Angriffe und dazu noch Super-Attacken und weitere mächtige Fähigkeiten. Doch ist die Balance sehr unausgereift, sodass die Überangriffe viel zu stark für die einfachen 08/15-Gegner sind und man hier auf die normalen Attacken zurückgreift. Und bei stärkeren Zwischengegnern benutzt man die normalen Schadensquellen fast gar nicht und verlässt sich vollkommen auf die Mega-Attacken.

„Gormiti - Die Herrscher der Natur“ besitzt zwei unterschiedliche Modi: den Story- und den Arcademodus. Ersterer konzentriert sich, wer hätte das vermutet, vor allem auf die Geschichte rund um die Herrscher der Natur und den gemeinen Magmion, wohingegen der Arcademodus sich eher auf das Spielen und Kämpfen konzentriert und man sich hierbei nicht groß um Hintergründe kümmern muss. Die Nutzung der unterschiedlichen Elemente steht hier viel mehr im Vordergrund.

Steuerung:
Das Spiel wird komplett mit dem Touchscreen und dem Stylus gehandhabt, was immer gut funktioniert. Die Kämpfe laufen auch erstaunlich flüssig ab: Zum Auslösen der unterschiedlichsten Angriffe „kratzt“ man über den Gegner beziehungsweise zieht Linien. Das Lösen der verschiedenen Rätsel läuft ähnlich ab und beschränkt sich darauf, dass man meistens Wege nachzeichnen oder Dinge bewegen muss. Das Rad wird hier zwar nicht neu erfunden, doch wird bereits bekanntes sehr solide umgesetzt, sodass man während dem Spielen keinerlei Probleme mit der intuitiven Steuerung hat.

Grafik:
Die Grafik hinterlässt einen sehr durchschnittlichen, für ein Lizenzspiel eher typischen Eindruck: Die maximale Leistung des Nintendo DS wird in keiner Weise ausgereizt, doch leistet sich der Titel auch keine größeren Fauxpas, sodass man mit dem Wort „solide“ wohl am besten die Grafikdarstellung beschreiben kann. Durchaus erwähnenswert sind jedoch die 40 Minuten der sogenannten Full Motion-Videos, die dem typischen Stil der TV-Serie treu bleiben und genau so aussehen.

Sound:
Wie auch die Optik bringt die Soundkulisse genau das, was man von ihr erwartet: Passende Hintergrundgeräusche und aus dem Fernsehen bekannte Melodien sorgen für die typische Gormiti-Atmosphäre und schenken den Fans der Serie noch ein Stück mehr des Zaubers. Dazu kommen die deutschen Originalsprecher der Zeichentrickserie, die während den Videosequenzen für mehr Authentizität sorgen und das Fanpaket komplettieren.

Features:
Besonders erwähnenswert ist vor allem der Schwierigkeitsgrad, der für erfahrene Spieler leider viel zu niedrig ist: Die Rätsel bieten kaum Herausforderung und die Kämpfe arten zum eintönigen Rumgekratze auf dem Touchscreen aus. Man merkt, dass sich das Spiel vor allem an die junge Fans richtet, weniger an Erwachsene. Weiterhin fällt die Spielzeit negativ auf, die nur wenige Stunden Spielspaß mit sich bringt und allerhöchstens für ein Wochenende reicht. Da kann auch der Arcade-Modus keine wirkliche Abhilfe mehr verschaffen.

Fazit:
Ob man zur Zielgruppe von „Gormiti - Die Herrscher der Natur“ gehört, kann recht einfach geklärt werden: Wer Fan der Serie ist, der bekommt mit dem Nintendo DS-Titel genau das, was er sucht. Und zwar ein Fanpaket mit den serientypischen Animationen, Helden und einer genauso typischen Geschichte. Dazu gibt es auch noch die mitgelieferte Sammelfigur, die letztendlich wirklich nur Fans beglückt. Es handelt sich daher um ein typisches Lizensspiel, mit dem Coregamer und anspruchsvolle Spieler nicht wirklich etwas anfangen können, denn der Schwierigkeitsgrad ist viel zu gering und die Geschichte versteht man ohne Vorkenntnisse nur schleppend. Wer allerdings auf der Suche nach einem Casualspiel ist, das man nur mal zwischendurch nutzt, der kann definitiv noch einen zweiten Blick riskieren - Spaß kann die Zeichentrick-Umsetzung durchaus machen.

Achtet beim Reinigen von Bücherregalen nun auf versteckte Portale: Felix Rau [Fefe] für PlanetDS.de

Viele Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplares.

WERTUNG:
62%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Simpel und innovativ gestaltet. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Sinnvolle Nutzung des Touchpads.
Grafik

Durchschnittliche Grafikleistung hinterlässt einen soliden Eindruck.
Sound

Sprachausgabe und Soundtrack - Fans der Serie werden begeistert sein.
Spielspaß

Für erfahrene Spieler viel zu einfach.








Details
Spielname:
Gormiti - Die Herrscher der Natur

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Action Adventure

Release:
02.09.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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