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Dragon Quest Monsters: Joker 2


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Dragon Quest Monsters: Joker 2 - Review vom 10.10.2011

Die Idee war einfach, aber genial: Man nehme eine der erfolgreichsten Serien aus dem Hause (Square) Enix und paare sie mit einer der populärsten Serien von Nintendo. Heraus kommt die Mischung aus Dragon Quest und Pokémon, die jedoch funktioniert. Es ist kein 08/15-Klon, der schnell programmiert, den Gameloft-Stempel auf die Nase geklatscht bekommt und auf dem iPhone oder im DSi-Shop erscheint. Nein, es ist eine vollwertige Spin-Off-Serie, die schon seit 1998 in Form von Dragon Quest Monsters aka Dragon Warrior Monsters den Game Boy Color unsicher machte. Nun erscheint mit Dragon Quest Monsters: Joker 2 das zweite DS-Abenteuer der Monsterbändiger. Wir haben uns ins Getümmel gestürzt und verraten euch, wie gut sich die neueste Instanz schlägt.

Moment mal... War da nicht was? DQM: Joker 2? Das gibt es doch schon seit rund 1 1/2 Jahren in Japan und dort veröffentlichte man sogar unter dem Titel Dragon Quest Monsters: Joker 2 - Professional eine weitere Version mit noch mehr Monstern und Features. Doch hierzulande entschied man sich, die Ur-Version zu lokalisieren. Warum? Berechtigte Frage, auf die wir so schnell keine Antwort finden werden. Und warum sich Square Enix so viel Zeit ließ? Auch eine berechtige Frage, denn immerhin war Dragon Quest Monsters: Joker 2 eines der erfolgreichsten Spiele 2010. Bis Juli des Jahres verkaufte man 1,2 Millionen Einheiten – und das nur in Japan! Doch warum in der Vergangenheit schwelgen, wenn wir nun das Modul im DS-Schacht haben und euch verraten können, wie der gehörnte Hase so läuft.

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Voller Vorfreude auf das nächste Monsterscout-Turnier steigen zahlreiche Trainer in die pompösen Luftschiffe in Richtung Arena. Nun wenige, die Besten der Besten, konnten sich Karten für dieses Spektakel organisieren und so kommt es dazu, dass sich unser Held in einer Kiste als blinder Passagier einschleicht. Nicht ahnend, dass das rostige Schiff ,Albatross‘ in einen schweren Sturm gerät und kurzerhand über einer mysteriösen Insel abstürzt. Ein Eiland voller gefahren, riesiger Monster und einem großen Geheimnis. Es gibt viele unbeantwortete Fragen: „Wo sind die Schiffbrüchigen abgeblieben?“, „Wie kommt man von dieser vermaledeiten Insel wieder herunter?“ und „Schafft man es noch rechtzeitig zum Monsterscout-Turnier?“. Fragen, die nur die Spieler beantworten können.

Mit dem namenlosen Protagonisten im Schlepptau, den ihr selbst taufen dürft, und mit jeder Menge Haarspray bewaffnet kann es losgehen. Denn eine typische Dragon Ball-Frisur aus der Feder von Akira Toriyama braucht schon spezielle Pflege. Doch zum Glück spielen wir hier nicht Style Boutique, sondern DQM: Joker 2 und somit sind wir kein rosa-liebhabender Stylist, sondern knallharter Monsterscout. Und das Leben als Monster-Scout ist nicht einfach. Deswegen verrät uns erst einmal der freundlicher Kapitän Rex Mayday (Anm. d. Red.: Der Einfallsreichtum bei dieser Namensgebung spricht Bände), wie das Spiel im Groben abläuft. Wir haben eine Kreatur auf unserer Seite und ziehen los, um weitere Monster für unsere Sache zu gewinnen und spannende Abenteuer zu erleben. Tolle Sache, nicht? Na gut, eigentlich wollten wir zu einem großen Turnier und sind jetzt mitten im Nirgendwo gelandet. Mitsamt feindlicher Fauna. Aber hey, wenigstens gibt es auch hier keine Zufallskämpfe. Alle wilden Wesen sind ohne weiteres auf der Karte sichtbar und beginnen erst bei Berührung den Kampf. Elemente wie Tag- und Nacht- oder Wetterwechsel sorgen dafür, dass man auch in bekannten Gebieten neue Monster und Pfade entdecken kann.

MC sucht das Super-Monster
Alles andere läuft nach dem typischen Schema-F des Rollenspiels ab: Monster werden mit Angriffsbefehlen rumkommandiert, diese greifen an, zaubern oder heilen und das Abenteuer nimmt seinen lauf. Wer keine Lust darauf hat, sich komplexe Angriffsstrategien zu überlegen, der nutzt den Autokampfmodus und beschleunigt die Kämpfe ein wenig. Doch hieß es nicht, dass das Spiel eine Mischung aus Dragon Quest und Pokémon sei? Richtig. Denn im Laufe des Abenteuers levelt ihr nicht selber, sondern nutzt diverse Monster, die ihr trainieren und mit Waffen ausrüsten könnt.

Insgesamt gibt es über 300 verschiedene Monster in 8 Klassen. Diese verfügen nicht nur alle über unterschiedliche Eigenschaften, sondern können fusioniert werden, um noch stärkere Wesen heran zu züchten. Wer sich in der Dragon Quest-Welt auskennt, wird viele der Monster wiederkennen und selbst einige finstere Endgegner aus den Rollenspielvertretern sind mit von der Partie. Wer wollte nicht schon immer Bosse herumkommandieren? Monster einfangen funktioniert dabei ganz einfach: Man braucht keine lästigen Bälle, die die Chancen erhöhen, sondern kann sich ganz einfach auf die Stärke seiner eigenen Monster verlassen. Je stärker die sind, desto einfacher ist es, gegnerische Monster zu werben. Fortuna hat ihre Finger mächtig im Spiel, denn während man anfänglich ganz einfach Monster einfängt und mit Prozentsätzen von 75% und höher nur wenige Misserfolge feiert, sieht es später nicht so rosig aus. Wenn ein Riesenmonster daher wandert, und die Chancen gegen 2% tendieren... Sollte man dabei aber tatsächlich über das nötige Quäntchen Glück verfügen, besitzt man für die nächsten Passagen des Abenteuers ein richtiges Über-Monster. Neu ist auch, dass übergroße Kreaturen im Team mehr Platz einnehmen. So kann man eigentlich drei Monster mit sich führen, außer man setzt große Ungetüme ein, die sogar zwei oder drei Felder in Anspruch nehmen. Dies muss man auch in seiner Taktik berücksichtigen. Nimmt man viele kleine Monster mit oder ein großes? Doch leider ist das Kampfsystem nicht immer ganz so ausgeklügelt wie es sein sollte. So ist man meist mit mehr Power schlichtweg besser bedient.

Damals, im Ferienlager...
Auch das Synthetisieren, oder Monster fusionieren, geht einfach von der Hand. Man nehme ein positiv (+) geladenes Monstermännlein und stecke es mit einem negativ geladenen (-) Monsterweiblein zusammen. Voraussetzung: Beide Monster müssen mindestens auf Level 10 sein. Und heraus kommt ein neues Level 1 Wesen, mit den Fähigkeiten seiner Eltern und der Hälfte der gesammelten Aktionspunkte. Weitere Punkte bekommt man beim Hochleveln und kann diese für Zaubersprüche oder Kampffertigkeiten einsetzen. Kategorisiert werden Monster in den Stufen F, E, D, C, B, A, S und X, wobei F kleine, niedliche, Knuffeltiger sind und X finstere Weltenzerstörer mit 12 Armen und 42 Augen. Ziel ist es, stets stärke Wesen zu erschaffen und Kombinationen zu entdecken, die bei einer Synthetisierung in eine neue Kategorie aufsteigen. Und jedes neue Babymonster muss trainiert werden, denn es kommt mit Level 1 auf die Welt und selbst der monströse Universumsvernichter ist am Anfang etwas schwächer als seine zwei kombinierten Eltern. Oh, und was wir noch nicht erwähnt haben: Die Eltern gehen beim Fusionsprozess verloren. Schwupps, weg waren sie.

Mit diesem Wissen zieht man also auf der Insel umher, stellt sich sein Dream-Team zusammen und löst die Rätsel. Und während das Hauptabenteuer in den üblichen 20-30 Stunden absolviert ist, gibt es auch nach dem eigentlichen Storyteil viel zu entdecken. Wer wirklich starke Monster brüten möchte, der kann gut und gerne auch 100 Stunden und mehr in dieses Spiel investieren. Gerade, wenn man dann noch an den echten Online-Meisterschaften über WiFi-Connection teilnehmen möchte.

Steuerung:
Hier hat man im Vergleich zum Vorgänger am Meisten poliert, denn die neue Menüführung ist geschmeidig wie eine Kaschmirkatze im Federkissen. Schnell hat man sich mit den komplexen Möglichkeiten vertraut gemacht und kann bequem die Insel erkunden. Hilfen wie Teleportationsmöglichkeiten sorgen für schnelle Fortbewegung und dafür, dass man neugeworbene Monster schnell auf das Schiff zum Synthetisieren bringen kann. Erstaunlich ist aber, dass der Touchscreen nicht genutzt werden kann, um Namen der Monster einzugeben. Somit muss man entweder die Autobenennung benutzen oder wild auf dem D-Pad umherklimpern...

Grafik:
Dragon Quest IX lässt grüßen, denn Dragon Quest Monsters: Jokers 2 kommt mit einer adretten 3D-Optik daher, die sich auf dem Nintendo DS nicht verstecken braucht. Selbst manch Pokémon-Fan hätte sich sowas von seiner Lieblingsmonsterserie gewünscht. Hier zeigt Square Enix seine Stärken: Liebevoll inszenierte Zwischensequenzen oder kurze Einleitungen jeder neuen Region sorgen für den nötigen Flair und gerade Welten wie die Eis-Steppe sehen fantastisch aus. Auch im direkten Vergleich zum Vorgänger konnte man hier noch eins drauf setzen.

Sound:
In Sachen Musik vermisst man etwas die Klasse der Hauptspiele, bekommt aber dennoch gute Kost geboten, die nicht stört oder zum Lautstärkeregler greifen lässt. Die Sounds sind natürlich von den RPG-Originalen übernommen und der Wiedererkennungseffekt ist vorhanden.

Features:
Über 300 verschiedene Monster, ein Abenteuer das mehrere Hundert Stunden Spielzeit verschlucken kann, lokale Multiplayertausch- und Kampfmöglichkeiten, Online-Turniere mit Ranglisten und Zufallskämpfe gegen Freunde oder fremde Personen... Das sind nur wenige Beispiele für die zahlreichen Möglichkeiten des Spiels. Und noch vor der Erfindung von StreetPass auf dem Nintendo 3DS kam DQM: Joker 2 mit einem ähnlichen Konzept daher. Wenn man seinen DS auf Reisen mitnimmt und die Zufallsbegegnungen anschaltet, könnt ihr auch im zugeklappten Zustand euer aktuelles Team gegen Gleichgesinnte antreten lassen. Es winken diverse Preise, etwa seltene Items oder Cash. Sowas haben wir zwar schon bei einigen vorherigen DS-Titeln gesehen, aber noch nie so sinnvoll umgesetzt.

Fazit:
Dragon Quest Monsters: Joker 2 in ein Paradebeispiel für einen gelungenen Gerne-Klon. Klar erkennt man die Parallelen zu Pokémon, aber die Umsetzung ist Vorbildlich und man braucht sich nicht hinter dem Original zu verstecken. Manche Elemente wünscht sich so manch Blitzratten-Fan auch in den Nintendo-Ablegern der Monsterjagden. Wer sich auf DQM: Joker 2 einlässt, hat ein monströses Abenteuer vor sich, mit jeder Menge zu entdecken und vielen komplexen Sythetisierungsmechaniken. Doch Vorsicht: Es besteht akute Suchtgefahr!

Brodelt fleißig weiter in der Monsterküche: Kevin Jensen für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
85%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gelungene Menüs, aber teils mangelnde Touchscreeneingaben. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Sinnvolle, StreetPass-ähnliche Optionen noch vor der Erfindung von StreePass und viele Onlinefunktionen.
Grafik

Optisch anregende 3D-Engine mit Wiedererkennungseffekt.
Sound

Nicht ganz die Klasse der RPG-Originale.
Spielspaß

Unterhaltsame Monsterjagd mit Suchtpotential.








Details
Spielname:
Dragon Quest Monsters: Joker 2

Publisher:
Nintendo

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
07.10.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-8 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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