PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Oh, du schreckliche Zockerweihnacht

zurück

Autor: Lars Peterke

Kategorie: Kolumnen
Umfang: 1 Seiten

Seite   1  

Kommentare:

Kommentieren (-)


NintendoDS Artikel vom 17.12.2006



Oh, du schreckliche Zockerweihnacht –
The all mighty column for the third Advent and everything beyond!


Noch 7 Tage und es ist endlich soweit, der heilige Abend rückt beständig näher, lockend mit seinen Geschenken. Was liegt unter dem Christbaum? Ein Nintendo DS Lite oder gar Wii? Oder nur ein oder zwei Software-Titel für diese Gerätschaften? Ich weiß es nicht, und um ehrlich zu sein ist es mir auch völlig egal. Dieser elendige Hype um Weihnachten, der nicht zuletzt von den Software-Herstellern ausgenutzt wird, um irgendwelche doofen Spiele zu verkaufen. Jeder kennt doch die folgende Situation: Man hat mal einen netten Kinofilm gesehen, der Nintendo DS liegt daheim und ehe man sich versieht, wartet Oma mit dem Top-Lizenzspiel schlechthin auf. Betonung auf „schlecht“. Und selbst wenn man seine Familie schult, um einen Bogen um solche Spiele zu machen und stattdessen die großen Weihnachtskracher zu kaufen, es schmerzt doch trotzdem.
Jedes Jahr das Selbe: Im Sommer oder Frühjahr Softwareflaute aber im Winter bricht dann der ganze Schmarn über einen herein. Wii zum Beispiel. Ich kann mich gar nicht entscheiden was ich kaufe und alles ist spitze, aber kaum ist Weihnachten vorbei, geht’s wieder ins nächste Software-Loch. Für Wii erscheinen seitens Nintendo nur 2 Spiele („Wario Ware“ und „Excite Truck“) für die ganzen nächsten Monate, bis wir dann im Herbst vielleicht mal wieder einen richtigen Blockbuster serviert bekommen.

Die Qual der Wahl
Jetzt mal Hand auf’s Herz: Als Gamer ist Weihnachten irgendwie kacke. Man will sich am liebsten 3 Software-Titel wünschen, sodass die wohlerzogene Verwandtschaft zunächst in die Bresche springt mit Sätzen wie: „Wünsch dir doch nich’ immer was zum Spielen und Rumballern, das is’ ja schrecklich!“. Hat man dieser Barriere überwunden, wird’s noch schlimmer. Man weiß ja gar nicht, was man dann zuerst spielen soll. Aktuelles Nintendo Szenario: Wir haben das sehr motivierende „Yoshis Island DS“ mit ansehnlichem Widerspielwert, den klasse Wii-Shooter „Red Steel“ (der einen durch die Bewegungen sicher sehr verausgabt) und last but not least „Zelda: Twillight Princess“ für GameCube / Wii, das einen mit 60 Spielstunden Umfang garantiert nicht vor Neujahr in die Freiheit entlässt.

Dazu kommt dann noch die übliche Trägheit an Weihnachten. Ich meine, man kann als Gamer doch nicht von mir verlangen, erst eine halbe Weihnachtsgans zu verdrücken, um danach ordentlich ne Runde „Wii Sports“ auf den vollen Magen zu spielen. Ich will mit meiner neuen Konsole Spaß haben und mich nicht umbringen. Aktive Betätigung beim Spielen würde bei einigen Gemütern demnach so oder so flachfallen, es sei denn, man boykottiert das Weihnachtsessen, wo wir dann aber wieder bei der lieben Familie wären, die sich über das Verhalten unser eins während der Festtage beschwert.

Seht es also ein, werte Genossen, das Weihnachtsfest ist nichts, worauf sich ein Gamer freuen könnte und sollte. Es ist einfach unfair. Und falls man das ganze Komazocken und Familiengenörgel dann doch übersteht, wird man wieder unsanft in den Alltag geworfen und schmachtet mindestens bis zur nächsten Videospiel-Messe dahin, wenn die nächsten guten Spiele angekündigt werden. Warum zur Hölle kann man das denn nicht aufteilen? Währe sowieso im Sinne der Publisher. Wenn jeder seinen Weihnachtshit auf den Markt wirft, man als Gamer jedoch auch im eigenen Interesse vielleicht nur 2 statt 5 Spielen kauft, dann gehen doch viele gute Spiele unter.

Die Moral von der (Weihnachts-)Geschichte
Ok, „Zelda: Twilight Princess“ ist wahrlich ein Spiel für’s Fest. Ging mir genau so als vor etlichen Jahren „Ocarina Of Time“ in einem Dezembermonat erschien und man pünktlich am 24. anfing zu daddeln, aber hey: Das Ding hat einen Umfang von 60 Stunden. Und als Mensch der mittleren Sozialschicht sitzt man nicht unbedingt den ganzen Tag an der Konsole, sondern hat auch Termine und geht seinem Tagewerk nach. Will heißen: „Red Steel“ reicht mir auch, wenn es dann erst im Januar käme und Yoshi kann mir dann der Osterhase bringen. Die beiden haben sowieso mit ihren Eiern viel gemeinsam. Dann hat man auch nicht nur dem Sommerloch entgegengewirkt, sondern spart sich einen Software-Kracher für später auf. Und während andere dann im Sommer schmachten, zocke ich meine aufgesparte Software-Perle vom letzten Dezember. Find ich ne tolle Idee. Dann ist zumindest aus Sicht eines Gamers mehrmals im Jahr Weihnachten.

Also liebe Gamer und emanzipierte Gamerinnen, was lernen wir daraus? Richtig, man muss ja nicht gleich jeden der 10 weihnachtlichen Softwarekracher für DS, PSP, Wii oder sonst eine Konsole bzw. Handheld am heiligen Abend haben. Ein oder zwei Titel reichen doch völlig. Warum also den Rest nicht für ein wenig später aufheben? Betonung auf wenig. In meinem Falle 20 Tage auf Anfang Januar. Dann habe ich zum Glück Geburtstag.

Ich wünsche euch in diesem Sinne ein besinnliches Wiinachten oder was sonst so ansteht!

Lars Peterke (alias SamusAran) für PlanetDS.de
ANZEIGE:
< vorige Seite Seite   1   nächste Seite >