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GC 2007: Ubisoft Pressekonferenz

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Autor: Andreas Held

Kategorie: Events
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 22.08.2007



Um 10:30 lud Ubisoft ins Presseforum 1 zur Pressekonferenz in Leipzig. Während einige Wochen zuvor in Los Angeles von Marketing-Ikone Jade Raymond Assassin´s Creed angepriesen wurde, behandelt die Koferenz in Leipzig ein komplett anderes Thema. Unter dem Label "Spiele für mich", welches nicht unähnlich mit Nintendos Touch Generations-Reihe ist, sollte eine Reihe Casual Games vorgestellt werden - denn auch Ubisoft hat diese Marktlücke gewittert und will nun etwas vom Kuchen abhaben, den Nintendos neue Zielgruppe offenbar mit hohem Eifer am Backen ist.

Während des Einlasses spielt eine Ubisoft-Dame auf dem Nintendo DS Jam Sessions und singt dazu mit einer Stimme, die ihr im Popstars-Casting einen Abwasch von Dieter Bohlen inkl. Rausschmiss in der ersten Runde beschert hätte. Vom Spiel selbst ist aber nichts zu sehen. Danach beginnt die Pressekonferenz mit einer Vorstellung des "Spiele für mich"-Konzepts. Ubisoft erzählt hier eigentlich nichts anderes als das, was Nintendo seit zwei Jahren predigt: Strategiespiele sind für die meisten Spieler zu komplex, diese sollen jedoch nun sofort motiviert werden, da in den neuen Spielkonzepten von Beginn an Erfolge erzielt werden können. Sie sollen für jeden zugänglich sein und den Menschen in ihrem Alltagsleben oder bei der Ausbildung von Talenten helfen. Ubisoft teilt die "Spiele für mich"-Reihe dabei in drei Untergruppen ein und stellt zu jeder Gruppe einige Konzepte vor: "Mädchen" (Sophies Freunde: Kochspaß oder Totally Spies! 3: Secret Agents), "Tiere" (Abenteuer auf dem Reiterhof oder die auf eher zweifelhaftem Weg berühmt gewordene Petz-Reihe, die für Deutschland jedoch von "Catz" und "Hamsterz" in "Petz: Katzenfreunde" bzw. "Petz: Hamsterfreunde umbenannt wurden) und "Wohlbefinden und Unterhaltung" (unter anderem das davor gespielte, aber nicht gezeigte "Jam Session").



Danach wird das Mikrophon an Yvonne Catterfeld weitergereicht. Sie teilt den versammelten Presseleuten mit absoluter Begeisterung mit, wie toll sie die neuen Spiele findet, und dass sie bis jetzt zwar nichts mit Videospielen zu tun hatte, die neuen Unbisoft-Spiele jedoch alle bei Release kaufen wird. Nach ihrem Satz "Die Generation der Ballerspiele ist vorbei!" wird es laut im Saal; sofort revidiert sie ihre Aussage: "So hatte ich das ja nicht gemeint!" Danach verspricht man endlich, "Bilder statt Worte" zu zeigen. Es wird ein Trailer abgespielt, der jedoch auch kaum Spielszenen, dafür jedoch aufwendige Effekte und technische Spielereien zeigt. Plötzlich wächst eine gesamte U-Bahn-Station mit Gras zu, die U-Bahn selbst wird mit Bäumen bemalt, die Tür öffnet sich und ein Pferd kommt heraus. Die Produktionskosten für den Trailer scheinen höher zu sein als für ein durchschnittliches Ubisoft-Spiel.



Danach wird es spannend: Eine "Kollegin aus Kanada" wird angekündigt. Dabei handelt es sich jedoch "nur" um Pauline Jacquet, die zwar nicht so gut aussieht wie ihre Kollegin von Ubisoft Montreal, dafür jedoch mehr als ein Marketing-Maskottchen ist und tatsächlich Ahnung hat von den Spielen, die nun endlich in spielbarer Form gezeigt werden sollen. Sie gibt offen zu, dass die eigentlichen Produktionskosten für ein Spiel der "Spiele für mich"-Reihe niedriger seien. Dafür gehe jedoch eine lange Planungsphase voraus, in denen das Spielkonzept mit Fachkräften ausgearbeitet wird. Danach geht es an die Präsentation der Spiele.

Zuerst vorgestellt wird "Mein Wortschatz-Coach" für Wii. In den gezeigten Singleplayer-Modi muss entweder zu einer gegebenen Defintion das korrekte Wort aus einer Multiple-Choice-Auswahl herausgesucht, oder der fehlende Buchstabe eingegeben werden. Letzteres funkioniert mit dem DS als Controller: Der Buchstabe wird auf dem Touchscreen hingeschrieben und erscheint in Echtzeit auf dem Fernsehschirm. In den Multiplayermodi steuert jeder mit dem Cursor der Wii-Remote ein Icon und die Lösungen werden in den Ecken eingeblendet. Es gilt also, sein Icon schneller als die anderen Spieler auf die richtige Lösung zu bewegen. Hier könnten wir euch sogar ein Hands-On präsentieren, denn als ein vierter Spieler gesucht wird und sich zunächst niemand meldet, ergreife ich die Gelegenheit, selbst gegen Yvonne Catterfeld zu zocken. Hätte ich vor der Konferenz freie Wahl gehabt, ich hätte mir keinen anderen Gegner ausgesucht...... allerdings gibt es eigentlich nichts, was man zu diesem Spiel schreiben könnte, was man nicht auch durch Zusehen erfahren könnte.

Danach werden noch kurz "Abenteuer auf dem Reiterhof" und "Cranium Kabookii" gezeigt. Ersteres erreicht grafisch nicht mal Dreamcast-Niveau, dafür verspricht Ubisoft eine Story, in der es darum geht, in verschiedenen Wettbewerben Geld zu gewinnen, um seine Farm vor dem finanziellen Ruin zu bewahren und eine Beziehung zu seinem Pferd aufzubauen. Cranium verspricht hingegen 15 verschiedene Aktivitäten, in denen jeder sein persönliches Talent entdecken kann. Als Beispiel wird das Montagsmaler-Konzept gezeigt: Ein Spieler sieht durch einen Farbfilter ein für die anderen Spieler unlesbares Wort und muss es mit der Wii-Remote auf den Bildschrim malen, um es von den anderen erraten zu lassen. Durch dieses Konzept können beliebig viele Spieler mit nur einer Wii-Remote zocken.

Fazit: Ubisoft hat mit dieser Konferenz eigentlich überzeugen können. Sie haben gezeigt, dass Spiele für Casual Gamer keine Minispielsammlung sein müssen, sondern ebenfalls genug Substanz bieten, um letztendlich den Kaufpreis zu rechtfertigen. Ubisoft hat aus mir keinen Pferdefan gemacht, und ich werde auch ganz sicher nicht Stunden mit "Mein Wortschatz-Coach" verbringen, aber mit Titeln wie Cranium Kabookii geht Ubisoft in die Richtung, einen elektronischen Ersatz für klassische Gesellschaftsspiele zu bieten. Ich habe nichts gegen diese Entwicklung, solange sich mit Spielen dieser Art so viel Mühe gegeben wird, wie Ubisoft sie sich hier macht (Von der Grafik von "Abenteuer auf dem Reiterhof" mal abgesehen...) und, was noch wichtiger ist, klassische Spielkonzepte nicht vernachässigt werden. Denn auch wenn Yvonne etwas anderes behauptet: Die Generation der Ballerspiele (und RPGs und Rennspiele und und und...) ist (hoffentlich) noch längst nicht vorbei.

Geschrieben von Andreas Held für NintendoWiiX.net und das PortableGaming-Netzwerk
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