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Harvest Moon DS - Das Wochenbuch

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Autor: Nicolas Reinhart

Kategorie: Sonstiges
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 26.10.2006



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Das Jahr 1999. Ein grandioses Jahr, unter anderem deswegen, weil ich damals zusammen mit meinen zwei größeren Bruder einen Gameboy Color in der Farbe Purple geschenkt bekam - vorerst ohne Spiel, leider. Ich erinnere mich noch all zu gut daran, wie wir Stunden vor diesem Ding saßen, jedes Teil genauestens begutachtend und einfach nur auf Wolke 7 schwebend. Na ja, oder so ähnlich...

Ein oder zwei Tage später, ich weiß nicht mehr wie lang es war: Mir kam es vor wie Jahre, wie eine halbe Ewigkeit, bis das erste Spiel dann daheim lag, welches mein ältester Bruder ausgesucht hatte. „Harvest Moon GB“ prangte auf einem Holzschild im oberen Bereich des Covers. Darunter sah man einen Farmerjungen mit einer Sichel, auf ihn sprang ein Hund zu und im Hintergrund glänzte die Farm, ein paar Bäume, der Mond und noch eine Kuh. Deutscher Bildschirmtext stand ganz unten, in einem kleinen Kasten, schwarz auf gelb. Links daneben das „Nintendo“-Logo, rechts das „Original Nintendo Qualitäts-Siegel“.
Nicht zu vergessen das GAME BOY COLOR schimmernd am linken Rand. Ein unscheinbares Spiel, ich hatte noch nie davon gehört. Mario kannte ich, Donkey Kong vielleicht auch noch gerade so, aber „Harvest Moon“? Keinen Schimmer, was das sein sollte.
Und dann dieser komische Bauer auf der Verpackung. Lesen konnte ich damals mit acht eigentlich ganz gut und entzifferte so den Text auf der Rückseite. Soso, man musste also in diesem Spiel „den Acker pflügen, Gemüse einsäen, Hühner füttern, Heu mähen, Kühe bürsten, Holz hacken, …“ und das war „nur ein Teil meiner Aufgaben“. Unscheinbar ganz am Ende noch ein „Komplett in Farbe“. Heutzutage selbstverständlich - damals wohl nicht so ganz... Ich konnte mir noch immer nichts unter diesem Spiel vorstellen, weswegen ich (abwechselnd mit meinen Brüdern) anfing zu spielen. Und es brauchte nur zwei Wochen, da liebte ich das Spiel.

Ich weiß nicht wie lange ich es gespielt habe - bestimmt Monate, wenn nicht sogar ein halbes Jahr. Irgendwann geriet das Spiel in Vergessenheit und die Zeit lief weiter … Bis zum Jahre 2003, ich besaß mittlerweile einen Gameboy Advance (in Clear Blue) und gekauft wurde nach dem Erscheinen natürlich direkt „Harvest Moon: Friends of Mineral Town“ – ein geniales Spiel. Ich habe es geliebt, noch mehr als das, was ich vier Jahre vorher auf dem GBC gezockt habe. Es war grandios. Grandioser als grandios. Ich habe gedaddelt ohne Ende. Insgesamt gelangte ich also im dritten Jahr an und hatte geheiratet – Karen hieß meine Frau, und mein Kind Tino.
Doch irgendwann ging der Reiz verloren und das Spiel schlief wieder ein. Weitere drei Jahre später, ich besaß mittlerweile einen Nintendo DS und den Nintendo DS lite, eine Neuheit mit zwei Bildschirmen und einem Touchscreen, da erschien das Spiel „Harvest Moon DS“. Zunächst in den USA, leider. Doch für was gibt’s Importshops? Und so geschah es, dass irgendwann gegen Mitte Oktober ein Spiel bei mir ankam, in den Spielschacht meines DS lite huschte und diesen Ort seitdem nicht mehr verlassen hat.

Woche 1: 12. bis 18. Oktober 2006 – Frustration und Sucht:

Es ist der 12. Oktober 2006, „Harvest Moon DS“ landet bei mir daheim. Ich fange sofort an zu spielen, zuerst muss ich aber ein Profil erstellen. Mich selbst nenne ich Tino – zum einen, da ich den Sohn von „Nico“ aus „Friends of Mineral Town“ verwirklichen will, aber auch, weil ich irgendwann mal diesen Spitznamen bekam. Meine Farm nenne ich „Balkon Farm“ (wobei das Farm vorgegeben war), aus Liebe zu meinem eigenen Balkon.
Mein Hündchen heißt Pete, unter anderem auch, weil mein Chihuahua bei „Nintendogs“ Pete heißt (ihr seht, ich habe die Namen mit Verstand gewählt, haha! Selbst wenn dieser Pete mittlerweile nicht mehr lebt ..). Die Katze nenne ich Mae (nicht [mäh], sondern [mäi]). Dafür gibt’s allerdings keine besondere Bedeutung. Als letztes lege ich meinen Geburtstag (Summer 17) fest, und dann geht’s los.
Ich befinde mich an einem Strand. Die Erntegöttin und die Prinzessin der Hexen (ich nenne sie jetzt einfach mal so, im englischen Original heißt sie „Witch Princess“) liefern sich einen Kampf... Und ich verstehe nur „Bahnhof“...
Irgendwie ist die Hexenprinzessin sauer auf die Erntegöttin, weil sie alles immer so „gut“ macht, und immer mit ihrem „Tadaaaa!“ nervt. Daraufhin halst die Hexe ihrer Rivalin einen Fluch auf den Hals, der sie eigentlich verstummen lassen soll, sie stattdessen aber versteinert. Die Erntekobolde der Erntegöttin sind verständlicherweise verärgert. Die geliebte Hexe versucht daraufhin das Ganze rückgängig zu machen, katapultiert sie damit aber in eine fremde Welt. Und Tino sieht alles mit an und muss es jetzt natürlich wieder rückgängig machen...
Nun ja, wenigstens ist die Prinzessin dann noch so freundlich, mich zu meinem Haus zu begleiten und mir alles zu erklären. Durch verschiedene Aktivitäten soll ich im Laufe meines Spiels alle 101 Erntekobolde wieder in die „eigene“ Welt zurückgewinnen. Alles klar, Dankeschön!

Ich verlasse mein Haus und treffe auf den Bürgermeister. Ja, den Bürgermeister!! Und was sagt der? Der sagt erstmal, dass die Farm von „Friends of Mineral Town“ viel schöner war, als meine. Er meint sozusagen, dass die Farm meines Vaters schöner war, als meine (falls ich das mit meinen 10. Klasse Englisch-Kenntnissen richtig verstanden habe). Dem zeig ich’s, denk ich mir, und versuchte den Bürgermeister mit dem Hammer zu treffen. Klappt leider nicht. Danach versuche ich es mit Axt, Harke, Sichel und Gießkanne. Klappt alles nicht, bis schließlich mein treuer Freund Pete herbei eilt.
Der Bürgermeister scheint in Gefahr und mir wird die Frage gestellt, ob ich helfen will oder nicht. Beim ersten Mal habe ich den Fehler gemacht, mit „nein“ zu antworten. Genial, nach 4 Minuten war ich am Abspann angelangt. Das ist mir bisher nicht einmal bei irgendeinem „Spongebob“-Spiel passiert. Also noch mal neu angefangen und die ganze Prozedur von vorne.

Nachdem das ganze Gelabere vorbei ist, beginne ich also mein Farmleben. Ich bin zunächst erstaunt, warum es keine Mitbewohner gibt. Zudem sind alle Häuser verschlossen. Alle, restlos alle. Ich mach mir nichts draus und suche die Shops. Und was merke ich – die gibt es gar nicht. Das ganze Shop-System läuft jetzt übers Telefon. Was ich, ein ewiger Harvest Moon Fan, davon halte, brauche ich ja wohl niemandem hier mitzuteilen, aber ich mache mir nichts draus und wähle die Nummer des Supermarkts. Und wen „treffe“ ich da? Meine „Mutter“ Karen, die leitet den ganzen Laden nämlich. Und die ist kein Stück gealtert. Ich glaube irgendwie, das Spiel hat nicht verstanden, wie ich mir das gedacht hab, aber was soll’s...
Die anderen Shops abgeklappert, alles eingekauft und angefangen zu säen. Die folgenden Tage sind langweilig: Ich treffe selbst als ich kurz vor meinem Geburtstag stehe keine einzige Person aus „Forget-Me-Not-Valley“ (so heißt das Tal anscheinend, in dem sich meine Farm befindet). Als ich dann irgendwelche Kobolde auf der Hauswand der Villa rumlaufen sehe, denke ich mir nichts. Das reicht, also alles noch mal von vorne.

Profil neu erstellt, und so weiter, kennen wir ja schon zu Genüge. Und dem lieben Bürgermeister wird auch geholfen. Klar, wer so freundlich meine Farm beleidigt, dem rette ich auch gerne das Leben. Und als ich das erste Mal meine Farm verlasse, und ins Wohngebiet gerate, sehe ich – Menschen. Menschen! Ich bekomme eine regelrechte Gänsehaut. Juche! Endlich richtiges „Harvest Moon“. Ich führe mein Farmleben weiter über den ganzen Frühling hinweg, gehe zu allen Festen (die allesamt am Strand stattfinden) und kommuniziere mit allen Mitbewohnern. Meine Herzensdame, Keria, die ich bisher nur aus der Kontaktanzeige (nennt man glaube ich auch Spielanleitung) kenne, ist nicht aufzufinden. Deshalb schenke ich allen schönen Sachen, die ich finde und die die Frauen mögen einer Dame namens Celia. Celia hat nach Keria das mit Abstand schönste Gesicht der Frauen im Spiel. Mal abgesehen von Karen, aber da ich keinesfalls Inzucht betreiben will (herrjemine!), und keine US-Version von „Harvest Moon: FoMT“ besitze, kann (und will) ich sie gar nicht heiraten. Das geht nämlich nur, wenn ich die entsprechende Version in den GBA-Schacht des DS lite stecken würde, in meinem Falle also eine US-Version des GBA-Spiels. Nun ja – wo war ich? Richtig, Celia. Die ist ganz nett, lacht immer wenn ich mit ihr spreche aber ich glaube, das tut sie nicht wegen mir. Meine Geschenke mag sie nicht, nicht einmal die Blumen, die ich ihr schenke. Laut der Kontaktanzeige (Anleitung) mag sie Selbstgekochtes.
Super, ohne Küche und Rezepte oder Zutaten kann ich ihr schlecht etwas kochen. Also gebe ich es auf. Flora scheint meinen Schmuck aus der Mine auch nicht zu mögen. Wie ich gerade lese, hasst sie ihn sogar, eben weil sie in dieser Mine zusammen mit Carter (einem sehr sympathischen, coolen Mann) arbeitet. So kann man sich’s mit der Damenwelt auch versauen – aber genug von den Frauen.


Mittlerweile bin ich im Sommer angekommen. Kai, der Strandtyp, macht wieder seine Strandbude auf: Da gibt’s Essen, Trinken, und so Zeug. Schmeckt alles total gut – vermute ich jetzt mal aus der Gestik und Mimik meines Charakters. Aber nach dem Essen kommt die Arbeit wieder. Oder erst doch noch vorher das Vergnügen?
Ich entdecke das Kobold-Casino für mich. Die Kobolde sind ja da, um beim Farmleben zu helfen, aber es gibt ein neues System. Das ganze basiert nun auf einem „Casino“-System. Im Kobold-Casino kann man sich Chips / Medaillen kaufen oder erspielen, diese Chips benötigt man als Zahlungsmittel für die Feldarbeit der Kobolde. Je nachdem, welchen Job das Team von Kobolden verrichten soll, und wie viele Teammitglieder man schon entdeckt hat, steigt oder sinkt der Preis der zu verrichtenden Arbeit. Im Casino selbst stehen drei Spiele zur Auswahl: Poker, Black Jack und Nut … äh Memory! Man kann da einiges gewinnen. Am besten gefällt mir Poker, da gibt’s schnelles Geld. Und zwar viel davon! Diese Kobolde helfen mir, die Felder zu bewässern – ist auch notwendig, immerhin habe ich mir in der Spielhalle sechs Beutel Ananas-Samen gekauft. Es dauert wohl ewig, bis die reif sind - fast den ganzen Sommer. Durch die ganze Hektik verschlafe ich sogar meinen Geburtstag. Pech gehabt, aber die Ananas-Samen zahlen sich aus: Pro Ananas gibt’s 500 Taler und am Ende des Sommers bin ich dann letztendlich stinkreich. Der Herbst folgt und nachdem mir die dumme Musik aus dem Sommer schon auf den Keks ging, hab ich mich richtig auf den Herbst gefreut. Pustekuchen, das Gedudel ist noch schlimmer. Viel pessimistischer, sodass ich nach drei gespielten Tagen im Herbst den DS ausschalte.

Doch später holt mich die Sucht zurück. Ich bekomme mittlerweile sogar schon fast Entzugserscheinungen vom Spiel. Zum Glück noch keine Träume - das war nämlich richtig, richtig böse, als ich damals Ende 2005, sobald ich die Augen zugemacht hab nur noch „Mario Kart“ gefahren bin. Grässlich.
Aber das ist ja bei „Harvest Moon“ zum Glück (noch) nicht so. Angepflanzt werden im Herbst irgendwelche Güter, deren deutsches Wort ich leider nicht kenne, das Englische fällt mir gerade auch nicht ein. Mittlerweile besitze ich auch einen größeren Rucksack und einen Korb zum Aufbewahren von Items. Wie ich die Items da allerdings rausbekomme, weiß ich bis jetzt noch nicht. Find ich schon noch raus. Zudem lacht mich ein Item im Casino sehr an: das (bis dahin) teuerste Item: 65.355 Chips. Man muss bemerken, dass ein Chip 10 Taler kostet. Aber ich hab mir am Anfang nur 10 gekauft, also 100 Taler ausgegeben. Insgesamt hätte ich, wenn ich nichts gekauft hätte, bisher wahrscheinlich 200.000 Chips. Ich sag’s doch, ich bin ein großartiger Poker-Spieler! Achja, dieses Iteam, das sich "Red Cloak" nennt, kaufe ich natürlich, wobei ich wahrscheinlich nie erfahren werde, zu was es gut ist, aber man darf ja mal protzen, nich?

Auch eine Kuh leiste ich mir im Herbst. Ich taufe sie auf den Namen Leela, einfach deswegen, weil eine Kuh für mich a) weiblich und nicht männlich ist und b) weil das auch mit einem Namen einer Person aus meinem Leben zu tun hatte. Oh Gott, wenn die wüsste, dass ich eine Kuh nach ihr benannt habe, die würde mich umbringen...
Dieser Kuh geht’s soweit auch ganz gut, blöderweise vergesse ich oftmals, sie zu füttern und deswegen wird sie des Öfteren krank. Aber Tiermedizin ist ja schnell gekauft. Eines Tages, als ich den Stall betrete, schlage ich Leela aus Versehen mit meiner Axt, als ich sie bürsten will – unbeabsichtigt, aber sie ist sauer und gibt zwei Tage keine Milch. Aber mittlerweile geht’s ihr wieder gut. Nach dem Kuhstall wird es Zeit für ein Silo, in dem ich das Futter aufbewahren kann. Im Gegensatz zu besagtem Stall benötige ich für das Silo nur 100 Steine und einen vierstelligen Betrag, also noch recht leicht zu erwerben. Auch meine Gießkanne, die Axt und den Hammer lasse ich auf Mythril-Stufe aufrüsten. Zudem habe ich es geschafft, die zweite Mine zu öffnen – fragt mich jetzt bloß nicht wie, das weiß ich selber nicht mehr. Nur pack ich die irgendwie nicht. Angekommen bin ich beim 19. Herbsttag und werde garantiert weiterspielen. Nächste Woche bin ich vielleicht schon im zweiten Jahr um diese Zeit.

Wochenfazit: Die Woche hat aus mir einen „Suchti“ gemacht. Ich bin süchtig nach „Harvest Moon DS“, glaube ich zumindest. Eines Abends schlief ich sogar mal vor dem DS ein und bin morgens mit dem DS aufgewacht. Zudem bekomme ich regelmäßig Müdigkeitsanfälle, wenn ich zocke, aber das passiert auch nur, wenn ich mehrere Stunden vor dem DS klebe. Ich hoffe, das ändert sich in den nächsten Wochen noch und ich finde irgendwann einmal diese Keria, ansonsten werde ich echt noch wahnsinnig .. Bis nächste Woche!


Woche 2: 19. bis 25. Oktober – Es gibt Dinge, die gibt’s gar nicht …

Ich bin ja generell ein Mensch, der oftmals Pech hat. Aber wenn ich Pech habe, dann in Schüben, und dann kommt alles auf einen Schlag. So ist es anscheinend auch beim Fall Harvest Moon DS, irgendwie habe ich nur Pech am laufenden Band, aber ich will ganz von vorne anfangen und euch die Woche etwas ausführlicher schildern, vielleicht versteht ihr am Ende, was ich damit meine…

Der Herbst neigt sich dem Ende zu, die Ernte ist relativ erfolgreich, selbst wenn der Rekord des Sommers mit den Ananas-Feldern nicht übertroffen werden kann, bin ich doch zufrieden. Der letzte Herbst-Tag ist, wie ich es leider vergessen hatte, dem amerikanischen Fest „Halloween“ gewidmet. Und da sollte man Kindern ja bekanntlich Süßigkeiten schenken, weswegen morgens um 6:00 Uhr auf einmal die Tochter einer meiner Nachbarn in meinem Haus erscheint und nach Süßigkeiten verlangt. Ich habe allerdings keine im Haus und der Supermarkt hat auch noch geschlossen, also zischt sie wutentbrannt wieder ab. Zur Versöhnung bekommt sie aber von mir danach ganze drei Tafeln Schokolade. Ich hoffe mal, das reicht ihr. Es folgt der Winter und somit die kalte Jahreszeit. Alles ist verschneit, alles auf der Karte ist auf einmal weiß und sobald ich mich an die frische Luft begebe, höre ich schon Melodien, die mich an Weihnachten erinnern. Der Winter ist im Grunde genommen recht langweilig, einziger Höhepunkt ist, als ich gegen Anfang Winter ein Pferd geschenkt bekomme. Richtig niedlich, das Tier, endlich ist der Pferdestall bewohnt und ich kann ganz allein durch die Prärie reiten – oder so ähnlich.

Ich erinnere mich langsam wieder an das, was ich dank der Anleitung weiß: Keria, meine altbekannte Herzensdame, hat am 26. Tag des Winters Geburtstag. Ich muss mich also ziemlich beeilen, sie zu finden, damit ich ihr etwas schenken kann. Dank eines netten Foren-Users erfahre ich somit auch, wo sie sich befindet: in der untersten Ebene der zweiten Mine und ich mache mich auf einen langen, langen Weg sie zu finden. Insgesamt dauert es etwa eine Stunde, bis ich mich selbst auf Ebene 255 wieder finde, um dort Kontakt mit der Frau meiner Träume aufzunehmen. Ich erledige alle bösen Tiere auf dieser Ebene, zerschlage jeden einzelnen Stein und grabe sogar das ganze Gefilde mit meiner Harke um – aber nichts passiert. Ich entschließe mich, den Spielstand zu speichern und lege den DS aus der Hand. Wieder einmal hilft mir der nette Forenuser weiter, in dem er mir mitteilt, dass es im Prinzip gar nicht möglich sei, dass sich bei mir nichts tut, wenn ich alle Tiere eliminiert habe. Ich finde nun also den dritten Bug in diesem Spiel und langsam denke ich mir wirklich: „Erschieß mich….“. Gefrustet von einer Stunde sinnloser Arbeit begebe ich mich zurück an die Oberfläche und gehe der alltäglichen Arbeit des Winters nach: Faulenzen und Nichtstun. Es ist der 20. Tag seit Winteranfang und ich mache mir langsam Sorgen, dass ich Keria nicht finden werde. Die Sorgen sind unbegründet, denn als ich eines Morgens meinen DS anschalte, und schon wie gewohnt einfach auf „HARVEST MOON DS“ tippe kommt der Schock des Tages. Auf dem Startbildschirm steht zentriert in der Mitte „New Game“. Ich suche alle Ecken des Bildschirms nach dem Schriftzug „Continue“ ab. Vergeblich. Wieder einmal frustriert rühre ich Harvest Moon DS und meinen DS lite zwei Tage lang nicht an, bis mich die Sucht langsam wiederholt….

Ich beginne also ein neues Spiel und zunächst bleibt alles beim Alten, die Namen verteile ich genauso und auch der Rest wird genauso erledigt, wie davor. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass ich dieses Mal meine gewonnenen Erfahrungen aus den vorherigen Spielständen in die Tat umsetze. Ich pflanze gleich zu Beginn des Frühlings mehr und mehr an, zuerst Rüben, dann Kartoffeln, ich klappere alle Stellen ab, von denen ich weiß, dass sich dort Kobolde befinden, und hole diese zurück. Der Frühling vergeht schnell, mit seinen vielen Festen und Ereignissen, und auch die Mine lasse ich nicht aus dem Auge. Bereits Ende des Frühlings schaffe ich es, den zweiten, tieferen Schacht zu öffnen; was ich bei dem Spielstand davor erst im Herbst geschafft hatte. Auch der Frühling vergeht und ich bin am Ende um 20.000G reicher. Was soll G eigentlich heißen? Für „Geld“ steht es ja sicherlich nicht, denn das wäre nicht wirklich englisch. Aber ist ja auch egal. Hauptsache ist, dass ich reicher geworden bin. Hehe…
Der Sommer fängt an und für mich meine Lieblingssaison. Die Ananas-Saison! Ich mache mich gleich am ersten Tag raus auf’s Feld und lege 12 Felder an. Ich renne in die Spielhalle, kaufe mir von meinen erspielten 12.000 Chips 12 Portionen Ananassamen. Mit meiner Gießkanne auf Stufe 4 (Mythril) schaffe ich es am ersten Tag noch, alle Felder selbst zu bewässern, aber schon ein Tag später gehe ich ins Kobold-Hauptquartier um mir dort Hilfe von vier netten, kleinen, blauen Männern zu holen: für die nächste Zeit sind sie verantwortlich für das Bewässern meiner Ananas-Plantage.

Es ist der 9. Tag des Sommers und ich mache mich auf den Weg zur zweiten Mine. Meine bisher gesammelten Kräuter, die mir während ich im Schacht bin Kraft geben sollen, befinden sich noch immer in meinem Rucksack und der lange Weg von 255 Ebenen steht vor mir. Schüchtern werfe ich noch einen Blick zurück – und rein ins Vergnügen. Es dauert insgesamt bestimmt wieder 60 Minuten, bis ich mich selbst in der untersten Etage wieder finde. Doch diesmal klappt alles, ich erledige alle kleinen, bösen Tierchen und der Stein, der mir den Weg zum nächsten Raum versperrt, zerspringt. Mutig trete ich in den hinteren Raum ein und finde dort in einem Bettchen liegen Keria. Relativ ulkig, ein Bett in einer Mine, aber gut. Am Fuße des Bettes liegt ein „Legendäres Schwert“. Ich werde gefragt, ob ich es mitnehmen will, und antworte selbstverständlich mit Ja. Kurz darauf befinde ich mich vor der Mine und besitze ein tolles, legendäres Schwert. Was ich damit allerdings anstelle, ist für mich selbst auch noch ein Rätsel, bisher weiß ich keine sinnvolle Benutzung dafür. Noch größer als dies ist allerdings die Frage, die sich in mein Gehirn eingebrannt hat: Was ist mit Keria los, und wie kann ich nun endlich mit ihr kommunizieren? Wieso liegt sie tief unten in einer Mine und schläft dort? Fragen über Fragen, deren Antwort ich wohl hoffentlich bald weiß…

Ein neuer Tag – ich stehe auf und blicke auf das Datum in der unteren, rechten Ecke des oberen Bildschirms. Unscheinbar steht dort „SU 17“. Der 17. Sommertag. Mein Gott! Mein Geburtstag! Das, was einigen Tollpatschen in der Realität schon mal passiert ist, ist mir (zum Glück nur) virtuell passiert. Ich hätte um ein Haar meinen Geburtstag vergessen. Gerade noch mal Glück gehabt, aber um sicher zu gehen, dass ich diesen besonderen Tag auch besonders nutzen kann, speichere ich meinen Spielstand und lege den DS beiseite und warte auf die Antwort des netten Forenusers, der mir hoffentlich sagen kann, was ich an meinem Geburtstag so alles tolles anstellen kann ..

Wochenfazit: Die zweite Woche mit Harvest Moon DS hat mir einen Schlag ins Gesicht gegeben, als ich Sonntag morgens aufgewacht bin und mein Spielstand ins Daten-Nirvana verschwunden war. Nachdem ich den Sonntag und Montag über die Schnauze voll hatte von Harvest Moon, zog es mich am Dienstagabend wieder zurück vor den Schirm und ich habe angefangen, das Spiel wieder zu lieben. Ich hoffe inständig, dass dieser Spielstand mal komplett bugfrei bleibt und ich nicht in zwei Tagen wieder neu anfangen muss oder zu einer bestimmten Stelle im Spiel nicht gelange. Ich hoffe es, denn ich weiß nicht, ob ich das ganze noch mal machen werde, aber ich bin doch sehr optimistisch, dass es alles in Ordnung bleibt. Hoffentlich kann ich bis nächste Woche das Geheimnis um Keria lüften und sie auch endlich mal ansprechen – ich werde euch natürlich sofort Bescheid geben und ihr seid auch hiermit schon alle mal herzlich zur Hochzeit eingeladen. Bis nächste Woche!


Woche 3: 26. Oktober bis 1. November – So langsam geht’s los…

Von Drogen loszukommen ist oftmals relativ schwer, wer selbst einmal abhängig war, egal von welcher Art Droge, wird dies bestätigen können. Doch was passiert, wenn Gegenstände zu Drogen werden? Wenn technische Machenschaften zu einer Droge werden? Wenn ein Spiel zur Droge wird? Ich drohte in der vergangenen Woche durch Schlafmangel gesundheitliche Schäden zu erleiden, und das, obwohl Ferien waren. Doch nicht bei „Harvest Moon DS“ – denn auch im zweiten Teil des Sommers, im Herbst und sogar im Winter ging’s auf der „Balkon Farm“ heiß her – aber lest selbst.

Es ist immer noch der 17. Sommertag. Mein Geburtstag, aber das will irgendwie keiner so recht realisieren. Keiner bemerkt, dass ich, der nette Farmjunge von nebenan, eigentlich heute Geburtstag habe. Weder der Bürgermeister, noch Gotz, der Schreiner, noch Grey, der Schmied, noch Muffy, noch Lumina, noch Celia, oder irgendein anderes der Mädchen aus „Forget-Me-Not“-Valley bemerken, dass heute ein ganz besonderer Tag ist.
Und da es mir irgendwann zu blöd wird, durch die Weltgeschichte zu latschen und jemanden zu suchen, der vielleicht bemerkt, dass mein Geburtstag ist, lege ich mich relativ früh schlafen, so etwa gegen 04:00 PM. Die nächsten Tage gehen nur schleppend und mit viel erledigter Arbeit vorüber. Meine Ananas-Plantage besteht noch immer aus 12 Feldern, aber zum Glück werden die von den kleinen Helfer-Kobolden bewässert. Trotzdem gibt es genug restliche Arbeit im Tal, die erledigt werden muss: Holz sammeln, Steine zertrümmern, Gras mähen und vor allem sich mit den Minen beschäftigen. Besonders letzteres betreibe ich momentan sehr verstärkt – nachdem ich es in der letzten Woche geschafft habe, in den hinteren Raum der zweiten Mine zu gelangen, beschäftige ich mich mit dem darin gefundenen Schwert und der Mine an sich selbst. Dank einigen Tipps finde ich heraus, dass man mit dem Schwert die Steine um den Wasserfall zerschlagen muss, um dort eine Höhle zu finden. Ich glaube es zunächst gar nicht, als ich die Höhle betrete, aber was man darin findet ist nichts anderes als ein stinknormales Ackerfeld. Und dafür die ganze Arbeit? Dafür musste ich mich 255 Ebenen in die Tiefe kämpfen, um dort nicht einmal eine Frau zu finden, mit der ich reden kann? Na, DAS nenne ich mal einen miesen Lohn!

Mittlerweile ist es der 24. Tag des Sommers. Ich habe rausgefunden, was an dem Feld in der Höhle hinter dem Wasserfall so besonders ist. Es ist anscheinend ein „Superfeld“, auf dem alles schneller wächst. Soso, da aber fast Ende Sommer ist, lohnt es sich leider nicht mehr, etwas anzubauen. Stattdessen kümmere ich mich um meine Ananas Plantage und warte bis es Abend wird, denn heute gibt’s ab 18 Uhr ein ganz tolles Feuerwerk der beiden Pyro-Brüder am Strand zu beobachten. Also mache ich mich 10 vor 6 aus dem Haus, um rechtzeitig zu erscheinen. Nachdem ich mit jedem ein bisschen Smalltalk betrieben hab, beginnt das Feuerwerk. Über den Bildschirm flimmern: Grüüüün... Roooooot... Blaaaaauuu… ein paar Mal hintereinander, und nach ca. 20 Sekunden ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Nicht gerade sehr spektakulär, aber wenigstens war ich dabei, und dabei sein ist ja schließlich alles.

Auf den Sommer folgt der Herbst und der Herbst ist zum Auftakt hin regnerisch. Es regnet die ersten 10 Tage durchgehend, für mich eher Segen als Fluch, da ich somit keine Erntehelferchen fürs Bewässern bezahlen muss. Auberginen, Karotten, Spinat, Paprika und Süßkartoffeln baue ich an und nutze auch weiterhin die im Sommer angelegten 12 Felder der Ananas-Plantage, was mir nur recht kommt, da diese ja direkt vor meiner Haustür liegt. Die Zeit vergeht ... und vergeht ... und auf einmal steht der nette Coach von nebenan, dessen Name ich leider vergessen habe, vor meiner Tür und erzählt mir traurig, dass ihm ein Pferd zugelaufen ist.
Wie ich’s bereits bei meinem letzten Spielstand getan habe, nehme ich das Geschenk dankend an. Diesmal taufe ich es allerdings auf den Namen „Tak“ – damit ist nicht der Tak aus den Juju-Spielen, sondern das polnische Wort für „Ja“ gemeint. Keine Ahnung, wie ich da jetzt drauf gekommen bin, aber Tak fühlt sich wohl bei mir. Sehr wohl sogar. Er scheint mich richtig zu mögen, auch Mae und Pete mögen mich – unter ihren Namen ist auf der Statistiken-Seite nämlich jeweils ein Herz erschienen. Toll ist das. Ich wage mich auch wieder einmal in die Mine, um Diamanten und ähnliches zu finden und um zu schauen, was passiert, wenn ich nochmals den hinteren Raum, in dem Keria liegt, betrete. Aber außer Diamanten gibt’s da recht wenig Neues. Als ich den Raum betrete kommt nur eine schlichte Anzeige, dass ich da nichts mehr zu suchen habe, wenn ich schon das Schwert habe. Aber wenigstens gab’s 7 rosa Diamanten. Das macht bei einem Verkaufspreis von ca. 14.000 bis 16.000 bei Van dann etwa 100.000G. Da macht das Farmleben doch wieder Spaß.

Die billigeren Diamanten, die, die für gerade Mal 1000G weggehen, behalte ich allerdings. Aber nicht für mich – ich verschenke sie. Aber nicht an Keria. Die hab ich mir mittlerweile abgeschminkt. Stattdessen tritt eine andere Frau in mein Leben: Celia. Ihr schönes Lächeln gehört anscheinend doch mir und somit verwöhne ich sie mit Geschenken der feinsten Sorte und siehe da – sie fängt an, mich zu mögen. Der Herbst vergeht und ich habe insgesamt so etwa 800 Einheiten Gemüse verschickt. Das brachte mir ein nettes Sümmchen ein, dass auf meinem Konto lagert und mittlerweile knappe 200.000G umfasst. Juhu, ich werde reich.

Der Winter ist da und mit ihm auch der erste Schnee – es tut sich relativ wenig, hier und da ein Festchen und jeden Tag ab zu Celia und ihr ein Geschenk geben – sei es ein Diamant, eine Blume oder ein Pilz. Sie mag es und mit der Zeit wird auch das zunächst triste graue Herz zu einem hellroten, blinkenden Objekt. Und auch mein Herz schlägt höher.
Doch nicht nur die Dame der Träume muss versorgt, auch Holz und Steine müssen bearbeitet werden um weitere Materialien für Ställe oder ähnliches bereit zu halten. Am 2. Weihnachtsfeiertag, dem 26. Wintertag erscheint morgens, bevor ich aufstehe ein kleiner Monolog des Bürgermeisters. Dieser versucht verzweifelt in mein Haus einzudringen und mir ein Geschenk zu überreichen, es klappt aber irgendwie nicht – Pech gehabt, dann bekomme ich eben keines. Schade eigentlich. Vielleicht im nächsten Jahr. Doch wenn ich losziehen möchte, um zu verschenken, falle ich auf die Nase: Es ist ein allgemeiner Feiertag, das heißt niemand ist draußen und alle Häuser sind verschlossen. Somit geht’s auch an diesem Wintertag für mich sehr früh ins Bett.

Wochenfazit: Ganz so heiß her ging’s dann in dieser Woche leider nicht, mal abgesehen von den Frauen. Ich habe einen Entschluss gefasst und Keria hinter mir gelassen, stattdessen habe ich mich auf Celia konzentriert und sie versorgt, sodass ich in ihrer Beliebtheits-Skala anscheinend massiv angestiegen bin. Ansonsten gab es wenig Neuigkeiten, ganz einfach deswegen, weil die Tage schnell vergingen und meine Erntehelfer für mich fast die komplette Arbeit erledigt haben. Ein kleiner Lichtblick war nur der Tag, an dem ich bei Van ordentlich verkauft hab, somit habe ich mir einen kleinen Vorrat für die anstehende Vergrößerung des Hauses auf Stufe 3 zusammen gespart. Was bleibt mir noch zu sagen? Celia ist eine tolle Frau, einfach wunderschön und wundervoll, genauso farmbegeistert wie ich, und fröhlich. Was mit Keria ist, weiß ich nicht und werde es vermutlich auch nie erfahren – vielleicht irgendwann einmal, aber sicherlich nicht in nächster Zeit, denn da gehört meine Aufmerksamkeit einer anderer Frau ... bis nächste Woche!


Woche 4: 2. bis 8. November – Die Fehler der Frauen: Vorprogrammiert

Frauen sind für uns Männer eine der wohl unverständlichsten Wesen, die in diesem Universum ihr Unwesen treiben. Noch schwieriger ist es, die Gefühle der Frauen zu verstehen. Und wenn selbst das für uns schwer genug ist, ist es nicht gerade von Vorteil, wenn die Programmierer hier dann noch böse Fehler reinbauen. Ich stelle von Woche zu Woche fest, dass an dem Spiel irgendwas faul ist – mehr dazu im ausführlichen Wochenbericht ... Film ab für Woche 4!

Auch der Winter verabschiedet sich mit dem letzten großen Fest: Dem abschließenden großen „Fressen“ am Strand um Mitternacht. Schmeckt ziemlich lecker! Doch das neue, in meinem Falle das zweite Jahr beginnt rasant – gleich abends gibt’s schon wieder Essen. Wie immer natürlich am Strand, diesmal allerdings Rice Cakes. Und weil am Ende noch 10 Portionen übrig sind, schenkt Thomas sie mir, großzügig wie er ist. Der Frühling beginnt nicht nur mit dem Frühlingsfest, sondern auch wieder mit viel Arbeit.
Nachdem ich mich im Winter schön auf die faule Haut gelegt hab, einmal am Tag bei Celia vorbeigeschaut und ansonsten nur Holz gehackt habe, bin ich am 2. Frühlingstag, als es ans Pflanzen und Bewässern geht, leicht überfordert.
Wie ich mittlerweile herausgefunden habe, soll es besser sein, wenn man die Felder außerhalb der eigenen Ranch anpflanzt, da soll alles ein paar Tage schneller wachsen. Also versuche ich das ganze Mal und pflanze meine Rüben, Erdbeeren und sonstige Gewächse auf dem Feld vor der Mine an – und siehe da, die Sachen wachsen wirklich 1 – 2 Tage schneller. Gerade mit etwas Glück vergesse ich den Geburtstag von Celia, den 6. Frühlingstag nicht – und weil’s ihr Geburtstag ist, bekomme ich auch gleich mal doppelt so viele Punkte auf ihrer Beliebtheitsskala für mein Geschenk. Juche!
Da ich mittlerweile auch einen netten, kleinen Vorrat an Holzscheiten in meinem Vorratsspeicher habe, leiste ich mir mal einen Hühnerstall. Nach 2 Tagen ist Gotz fertig mit dem kleinen Häuschen und ich renne zum Telefon. Mein erstes Tier, mal abgesehen von der Katze, dem Hund und dem Pferd, die ich so geschenkt bekomme, taufe ich Hannah. Sieben Tage später bekommt Hannah einen Bruder, der auf den Namen Chuck hört. Ja, ich weiß, ich habe wohl irgendwie vergessen, dass es sich um Hennen und nicht um Hähne handelt, jetzt hat die Henne halt einen männlichen Namen, aber was soll’s. Die beiden sind glücklich und leben zufrieden im Hühnerstall, täglich legen sie Eier und ich kümmere mich auch brav um sie, wie es sich gehört.

Das nächste Highlight widerfährt mir 23 Tage nach Frühlingsbeginn. Ich mache mich mal wieder auf in die (zweite) Mine, um Diamanten zu sammeln. Als ich nach gut 40 Minuten die Mine wieder verlasse, stapeln sich in meinem Rucksack 81 normale und 13 rosa Diamanten. Die rosa Diamanten verkaufe ich alle bei Van, bis auf einen, und bekomme – aufgepasst – satte 205.987G durch feilschen. Mein Konto ist somit voll von knapp 350.000 – so lässt sich’s leben!
Dadurch hab ich jetzt auch wieder die Ausgaben für den Hausausbau mindestens doppelt zurück, und auch die Küche ist mit allen im TV-Shop erworbenen Utensilien komplett, für 10.000G kaufe ich außerdem im netten Wichtelshop ein großes Bett (immerhin muss ja Platz sein für die zukünftige Frau, nech). Die Wichtel helfen mir beim Bewässern der Saat und somit muss ich nur regelmäßig abernten, um am Ende des Frühlings wieder ein klein wenig reicher zu sein…

Nach dem Frühling folgt der Sommer (achwas!) und mit ihm kommt das schöne Wetter. Am 30. Frühlingstag steht Kai morgens vor meiner Tür und lädt mich zum alljährlichen Sommer-Auftakt am Strand ein. Wie im Vorjahr besuche ich dieses und schlage mir den Magen voll, doch es muss auch gearbeitet werden, und da es Sommer ist, ist es auch wieder Ananas-Zeit. Ananas! Die Frucht, die ich für 500G verkaufen kann! Aus den im Vorjahr angelegten 12 Feldern werden im zweiten Jahr 24. 18 draußen, und 6 in der besonderen Mine mit dem „Spezial-Feld“. Wie ich allerdings feststelle, wachsen dort drin die Früchte nur unmerklich schneller als draußen vor der Mine. Einziger Vorteil: Es wächst kein blödes Gestrüpp um die Felder und somit stellt auch das Abernten kein Problem dar.
Es dauert einige Zeit, bis die Ananas richtig aufblühen, bis um den 20. Sommertag tut sich fast gar nichts – und erst dann gibt’s endlich mal was zum essen. Lecker!

Das Farmleben ist hart: Bewässern, ernten, hacken, kommunizieren, füttern, reiten, und so weiter. Doch langsam kümmere ich mich auch um meine Zukunft: Celia. Pilze, Blumen, Diamanten und Co. wandern Tag für Tag zu Vesta’s Farm direkt in ihre Hände. Die so genannten „Affection Points“ liegen jetzt schon etwa bei 23.000 (zum Vergleich: pro Diamant gibt’s 500 Punkte, allerdings variiert das von Frau zu Frau, da andere Frauen unterschiedliche Dinge lieben), bis ich mich eines morgens zu ihr aufmache und mich der Schlag trifft: 5.000. F ü n f – t a u s e n d. Ich fasse es nicht.
Wie kann mich eine Person, die mich eigentlich total mag und die ich mehrere Monate beschenke innerhalb von weniger als 24 Stunden nicht mehr leiden? Und wie so oft ist die Antwort darauf eine simple: Pro-gra-mmier-Feh-ler (mir egal, ob das jetzt richtig getrennt ist). Die Entwickler haben sich gedacht, es kommt doch bestimmt realistisch, wenn die Freundschafts- und Liebespunkte bei den einzelnen Personen sinken, wenn man Dreck oder Abfall in ihre Häuser schmeißt – gut gedacht, schlecht gemacht. Denn anstatt dass die Rate nur dann fällt, wenn man sich in deren Häusern befindet, fällt sie grundsätzlich, wenn man irgendwo etwas hinschmeißt. Sogar in der Pampa, wo eigentlich keiner ist. Pro weg geworfenen Grasbüschel verliere ich 200 „Affection“ Punkte, wenn man das mal aktiver an einem Tag betreibt, summiert sich das schon. Na toll. Von nun an also alles in den Rucksack packen und danach in die „Shipping Box“ werfen, damit auch keiner sauer ist. Und jetzt halt alles noch mal von vorn. Was soll’s.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und ich sahne noch mal richtig ab: insgesamt verlassen im Sommer knapp 300 Einheiten Ananas meine Farm, die restlichen 100 bleiben im Kühlschrank. Macht also geschlagene 150.000 Mäuse. Hurra! Kontostand: 510.000G. Ich bin Halb-Millionär. Als solch einer besuche ich jedoch weiterhin die Feste der Normalsterblichen, so auch das Feuerwerk – genauso wie im Vorjahr ist dieses jedoch eher ernüchternd und so lege ich auch keinen Wert mehr darauf, dass ich jetzt zum Ende des Sommers hin noch mal richtig in die Eisen haue. Der Herbst kommt und ist – wie ich es gewohnt bin – regnerisch! Da ich auch keine Lust mehr habe, großartig anzubauen, kaufe ich lieber Holz ein und lasse mir einen Kuh- und Schafstall bauen, so dass ich ab dem 4. Herbsttag auch wieder Leela zu meinen Tieren zählen darf.
Nach einiger Zeit gibt sie mit viel Fürsorge und Pflege auch Milch, was mich natürlich sehr freut, denn: Aus Milch wird mithilfe des Mixers Butter - und für was benötigt man Butter? Richtig, für einen Kuchen. Und was ist Celias Lieblingsspeise? Richtig, Kuchen. Also probier ich das Ganze aus und siehe da – 800 Affection Punkte! Das ist definitiv Rekord. Mittlerweile habe ich die 12.000 auch wieder erreicht, also noch ganz annehmbar – Tendenz steigend!! Ich hör die Engel „Halleluja“ singen (sagt man das so?).

Wochenfazit: Harte Arbeit wird dank unsauberer Programmierarbeit bestraft. Langsam werden es echt zu viele Bugs in diesem Spiel. Ich hoffe für alle von euch, dass diese bis zur EU-Version beseitigt worden sind, ansonsten bewerbe ich mich glaube ich wirklich bei Natsume Inc. als Bugtester ... ich war Anfang der Woche schon kurz davor, denen ne Mail zu schreiben, ob ich einen Bughunt durchführen darf – mittlerweile sind’s knapp 4 oder 5 (wirklich störende) Fehler, die ich gefunden habe – nichtsdestotrotz macht „Harvest Moon DS“ süchtig und ich bin’s noch immer.
Aufgrund der Ferien und zwei langen Zugfahrzeiten konnte ich diese Woche sehr, sehr viel zocken und bin auch mächtig vorangekommen, fast ein komplettes Jahr. Ich werde „Harvest Moon“ weiterspielen, mindestens so lange, bis ich Celia heirate. Wenn das klappt. Man kann ja nie wissen. Ansonsten hoffe ich, euch hat dieser vierte Wochenbericht gefallen. Ihr lest spätestens beim Testbericht von „Harvest Moon“ wieder von diesem überaus tollen Spiel für Nintendos DS. Macht’s gut und danke für die Aufmerksamkeit.

Euer

Nicolas Reinhart [HickLick] für PlanetDS.de
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