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Im Interview-Gespräch mit Harald Ebert von Nintendo

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Autor: Elisabeth Grunert

Kategorie: Interviews
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 17.08.2008



Nintendos Post-E3-Tour sollte aufgrund der fehlenden GC-Anwesenheit deutschen Journalisten die Möglichkeit geben, kommende Highlights anzuspielen und sich mit den Entwicklern und Publishern auszutauschen - wir knöpften uns gleich Harald Ebert von Nintendo of Europe vor und löchterten ihn mit unseren Fragen. Viel Spaß mit dem Interview!

PlanetDS.de: Können Sie sich bitte unseren Lesern kurz vorstellen und ihre Position bei Nintendo näher erläutern?

Harald Ebert: Ich heiße Harald Ebert und bin seit 17 Jahren bei der Nintendo of Europe GmbH in Großostheim tätig. Hier arbeite ich in der Abteilung Marketing Germany und betreue die deutsche Fachpresse.

PlanetDS.de: Direkt zu unserem Interessengebiet würden wir Sie gerne über den aktuellen Stand des Handheldmarkts befragen, speziell wie der DS sich bisher etabliert hat - wie schätzen sie dessen derzeitige und zukünftige Lage ein?

Harald Ebert: Der Nintendo DS hat sich als führender Handheld etabliert - aufgrund seiner intuitiven Touchscreen-Steuerung und weiterer nützlicher Features und dank der großen Bandbreite an Softwaretiteln. Durch neuartige Konzepte wie das der innovativen „Touch! Generations“-Reihe wird unsere portable Konsole ihre Position sicher auch in Zukunft behaupten können.

PlanetDS.de: Die Produkte der „Touch! Generations“-Serie sollen vor allem Gelegenheitsspieler oder die so genannten Non-Gamer ansprechen - rückt diese neue Zielgruppe in Zukunft mehr in den Vordergrund, oder werden die ursprünglichen Nintendo-Fans wieder stärker berücksichtigt?

Harald Ebert: Dass wir zusätzliche Spiele-Fans gewinnen wollen, ist ja bekannt. Aber das heißt auf gar keinen Fall, dass wir die bestehenden, also die so genannten Hardcore-Gamer vernachlässigen. Das zeigt sich auch an einer ganzen Reihe aktueller Nintendo DS-Titel, die sich speziell an klassische Gamer wenden, z.B. an „Naruto: Ninja Destiny“, „Apollo Justice: Ace Attorney“, „Etrian Odyssey“ oder an den beiden neuen Editionen von „Pokémon Mystery Dungeon“.
Gleichzeitig möchten wir Brücken zwischen den traditionellen und den neuen Casual Gamern bauen und sie zum gemeinsamen Spielen anregen. Es zeigt sich, dass Gelegenheitsspieler, die etwa über „Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging: Wie fit ist Ihr Gehirn?“ einen Zugang zum Videospiel gefunden haben, nach einiger Zeit auch den Spaß an klassischen Spielen entdecken.



PlanetDS.de: Im Gegensatz zu anderen Herstellern hat sich Nintendo 2008 gegen eine klassische Pressekonferenz und separate Presserundgänge auf der GamesConvention entschieden, im Gegenzug jedoch die Post-E3-Tour gestartet - wieso setzt man auf diese Neuerung?

Harald Ebert: Wir haben im vergangenen Jahr die Erfahrung gemacht, dass es uns auf vielen lokalen und regionalen Events sehr gut gelungen ist, der breiten Öffentlichkeit die innovativen Möglichkeiten des Nintendo DS und der Wii nahezubringen. Deshalb haben wir beschlossen, in diesem Jahr nicht auf die eine große Messe zu setzen, sondern auf viele kleine, dezentrale Aktionen. Events wie die zu „Mario Kart“, „Wii Fit“, „Super Smash Bros. Brawl“ und zu dem neuen Nintendo DS-Titel „Kochkurs: Was wollen wir heute kochen?“ sind ja auch sehr gut aufgenommen worden. Wir wollen direkt zu den Spielern kommen, ohne dass sie zu uns kommen müssen.
Und was für sie gilt, gilt natürlich auch für unsere Handels- und Medienpartner: Um ihnen unsere Neuheiten zu präsentieren, haben wir diese Tour im Anschluss an die E3 gestartet und sie an mehren Tagen in verschiedenen Städten Deutschlands stattfinden lassen. Händler und Journalisten hatten dabei viel Zeit, die Spiele zu testen. Und jeder konnte selbst entscheiden, welches Event ihm räumlich und zeitlich am besten passt.

PlanetDS.de: Wie war denn die Resonanz auf diese Vorführung und das gezeigte Spieleangebot bis jetzt?

Harald Ebert: Bis jetzt war die Resonanz durchweg positiv, sowohl auf die präsentierten Titel, als auch auf das Event selbst. Auf unserer Presse-Tour kann jeder Besucher wählen, ob er unsere Neuheiten ungestört und ausgiebig während eines Einzeltermins anspielen möchte oder lieber auf der Abendveranstaltung in größerer Runde.

PlanetDS.de: Obwohl sich die Games Convention nach der Verkleinerung der E3 zur weltweit größten Computer- und Videospielmesse entwickelt hat, gab es keine Neuankündigungen für DS oder Wii zu sehen. Wir müssen sagen, dass uns diese Tatsache aufgrund der Messe-Bedeutung ein wenig enttäuschte - weshalb hat man alle Neuankündigungen wie „Wii Music“ oder „GTA DS“ schon auf der E3 enthüllt, und wieso waren gerade die interessanten Software-Produkte wie „Professor Layton and the Curious Village“ oder „Kirby Super Star Ultra“ dem Fachpublikum vorbehalten?

Harald Ebert: Die E3 bietet nach wie vor die optimale Möglichkeit, die Medien weltweit und in der ganzen Bandbreite anzusprechen, von der allgemeinen Publikums- bis zur Fachpresse. Nintendo of America hat auf der E3 die Software-Titel präsentiert, die noch in diesem Jahr und Anfang 2009 erscheinen werden. „Professor Layton and the Curious Village“ wurde nicht gezeigt, weil es bereits Anfang des Jahres in den USA veröffentlicht wurde, für Europa aber noch nicht angekündigt war.

PlanetDS.de: Eine ganz andere, persönliche Frage noch zum Schluss: Welche Spiele konsumieren Sie in ihrer Freizeit, welche Produkte würden Sie also als ihre Lieblingstitel bezeichnen? Oder sind Sie eher ein Gelegenheitsspieler ohne ein bevorzugtes Game?

Harald Ebert: Ich habe mich lange zu den Hardcore-Spielern gezählt. Nachdem ich aber geheiratet habe und Vater geworden bin, habe ich mich eher zum Gelegenheitsspieler entwickelt. Ein einziges Lieblingsspiel kann ich eigentlich nicht nennen. Ich bin ein großer Fan aller Zelda- und Mario-Titel, speziell der „Mario Kart“-Serie. Aber auch die verschiedenen „Fire Emblem“ und „Advance Wars“ Titel haben mich lange Zeit gefesselt. Und bei den Wii-Titeln fällt es mir schwer, mich zwischen „Super Mario Galaxy“ und „Metroid Prime: Corruption“ zu entscheiden. Zusätzlich habe ich „Zack & Wiki: Der Schatz von Barbaros“ für mich entdeckt.

PlanetDS.de: Bevor wir unser Interview schließen wollen, möchten wir sie noch persönlich fragen, ob ihre derzeitige Position bei Nintendo schon immer ihr Traum war? Das heißt, haben sie sich schon immer zu dieser Firma hingezogen gefühlt oder waren Sie in Ihrer Kindheit vielleicht sogar selbst ein begnadeter Nintendo-Fan?

Harald Ebert: Ja, ich war schon in meiner Jugend leidenschaftlicher Videospieler. Mein Interesse am Gaming hat schon mit dem Automatenspiel „Donkey Kong“ begonnen; auch die Videospielkonsole „Atari VCS 2600“ hat entscheiden dazu beigetragen. Später habe ich meine Zeit hauptsächlich mit Konsolen von Nintendo verbracht. Mich hat das Spielprinzip der alten Nintendo-Klassiker immer fasziniert, und mein großer Traum war es schon damals, einmal bei dieser Firma zu arbeiten. Als ich dann erfahren habe, dass die Nintendo of Europe GmbH gegründet und Großostheim als ihr Standort ausgewählt worden ist, war ich Feuer und Flamme, zumal der Firmensitz nur wenige Kilometer von meinem Zuhause entfernt liegt. Und jetzt sitze ich hier. (lächelt)

PlanetDS.de: Wir bedanken uns herzlich für die genommene Zeit und das freundliche Gespräch.

Das Interview wurde geführt von Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de
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