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Free Nintendo DS - was dahinter steckt

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Autor: ms

Kategorie: Sonstiges
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 14.05.2005

"Free Nintendo DS!" "Nintendo DS & PSP kostenlos!" "Gratis PSP!!!" "Alles umsonst: PSP, DS, iPod!"



Fast jeder Nintendo DS-Fan hat wohl schon die Ebay-Auktionen gesehen, in denen einem der Nintendo DS fast komplett kostenlos angeboten wird.
Nicht nur bei Ebay gibt es diese Auktionen in Massen, sondern auch in unserem Board tauchen sie leider viel zu häufig auf und auch IRC-Chaträume werden nicht verschont.

Klar werden die Meisten dann sofort misstrauisch - wieso sollte jemand etwas wie den DS verschenken? Und wieso sollte er dann auch noch soviel Werbung dafür machen? Eigentlich müssten doch die Leute schon bei ihm Schlange stehen und ihm sämtliche Nintendo DS aus den Händen reißen.

Aber plötzlich tauchen Leute auf, bei denen es alles wunderbar geklappt hat und die ihren kostenlosen DS schon in den Händen halten. Der kluge Moderator stellt dann schnell fest, dass diese dieselbe IP-Adresse haben wie der Anbieter. Da kommt natürlich sehr schnell der Verdacht auf, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt...

Den Haken an der Sache sieht man, wenn man sich die Auktionen mal genauer anschaut. Es wird nämlich nicht der DS selber verschenkt. Es wird nur ein Dokument verkauft, in dem steht wie man angeblich an seinen kostenlosen DS kommt. Für dieses Word-Dokument will der Verkäufer dann meistens satte 10€.

Und was steht drin?

Wenn der gierige Käufer dann das meistens auf Englisch verfasste Dokument erworben hat, folgt schnell die Ernüchterung. Es gibt insgesamt zwei verschiedene Maschen:

Erste Masche: Gib dich als Händler aus

Die Idee ist ja gar nicht mal so dumm: Man soll sich als Händler ausgeben und an Nintendo schreiben, dass man am Nintendo DS interessiert sei. Allerdings ist man dann doch noch nicht ganz von dem Produkt überzeugt, von dem man ja wirklich große Mengen kaufen will und bittet Nintendo um ein Ansichtsexemplar. Dieses ist dann natürlich auch noch pixelfehlerfrei, da Nintendo ja einen guten Eindruck hinterlassen will und alle Händlerexemplare nochmal extra überprüft.

Die Erfolgschancen bei dieser Masche sind natürlich gleich null. Nintendo ist natürlich auch nicht dumm und kann durchaus echte Händler von falschen unterscheiden.
Schon ein kleiner Blick ins Handelsregister genügt, um die meisten Möchtegern-Händler zu entlarven. Außerdem wird wohl kaum einer das Auftreten eines richtigen Großhändlers mit eigenem Briefkopf, eigener Faxnummer und Sekretärin am Telefon haben.

Und selbst wenn diese Masche irgendwann einmal geklappt hat: Mittlerweile dürfte die entsprechende Abteilung bei Nintendo sehr wohl wissen was gespielt wird. Diese "Free DS"-Angebote tauchen ja wie schon erwähnt sehr häufig auf. Wenn jedes dieser Angebote auch nur einen Käufer findet, dann müsste Nintendo jeden Tag hunderte kostenlose Nintendo DS an Händler verschicken, von denen sie nie wieder etwas hören.
Man kann Nintendo vieles vorwerfen, aber so dämlich sind sie wirklich nicht. Mit dieser Variante kann man sich vielleicht eine Tüte Gummibärchen von Haribo ergaunern, aber von großen Firmen wie Nintendo bekommt man höchstens ein Werbeprospekt.



Kommen wir zur zweiten Variante:

Zweite Variante: Aboprämien

Wenn man eine Zeitschrift abonniert, bekommt man meistens eine Prämie. Sei es ein Radio, ein Regenschirm oder auch mal ein Gutschein oder ein Computerspiel - ohne Prämien verkaufen Abos sich schlecht.
Der Anbieter verspricht einem einen kostenlosen Nintendo DS, wenn man sich für einige Angebote anmeldet. Er bekommt die Prämie und kauft davon dann das Gerät. Und wenn man den DS hat, kann man sich dann einfach wieder abmelden.
Das hört sich auch wieder interessant an, hat aber natürlich auch einige Haken:
Die meisten Angebote sind aus den USA und absolut uninteressant. Viele Anbieter verlangen nicht nur eine Kreditkarte, sondern nehmen auch nur Amerikaner auf.
Das angeblich so einfache Abmelden ist auch nicht so einfach wie versprochen. Die Verlage sind nämlich so clever, die Prämie erst auszuzahlen wenn die Widerrufsfrist abgelaufen ist. Dann hat man mehrere Abos am Bein hängen und zahlt kräftig dafür. Höchstwahrscheinlich zahlt man dann für die Abos sogar mehr als für den DS im Laden!
Außerdem haben viele Anbieter eine Klausel, dass sie die Geräte nicht außerhalb der USA verschicken. Als Deutscher hat man sich dann also für jede Menge uninteressanter Webservices angemeldet, zahlt eine Menge Geld und bekommt nichts.
Ein weiteres Risiko ist, dass der Anbieter einfach die Prämie kassiert und dann keinen Nintendo DS herausrückt. Wenn er dann in Costa Rica oder irgendwo in China sitzt, dann hat man auch keinerlei Chancen ihn zu verklagen. Auch die Tatsache, dass man Freunde werben muss, sollte einen misstrauisch machen.



Diese Angebote sind also sehr unseriös und pure Abzocke. Gewinn macht nur derjenige, der euch 10€ für ein wertloses Worddokument abknöpft. Auch andere, hier nicht beschriebene Varianten, werden nicht funktionieren. Keiner wird einfach ein 150€ Gerät einfach an wildfremde Internetuser verschenken.
Steckt eure 10€ lieber ins Sparschwein. Immerhin sind das schon 1/15 des Nintendo DS ;). Eindeutig Finger davon lassen!


ms für PlanetDS.de
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