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Kolumne: Wir sind, wo wir spielen - Unser Bauplan für das perfekte Zockerzimmer

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Autor: Elisabeth Grunert & Jakob Nützler

Kategorie: Kolumnen
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 02.12.2007



Jeder will es, träumt davon, lechzt danach: Ein kompletter und von der bösen Außenwelt abgeschotteter Raum im Zocker-Style, ideal eingerichtet für das mitunter schönste Hobby der Welt (neben Briefmarken sammeln), abgesichert gegen alle negativen Eventualitäten während der Daddel-Sessions. Was wäre das doch toll, toller und einfach am obertollsten - wenn man sich selbst einen solchen Traum-Raum nach seinen Wünschen zusammenbasteln könnte, wie bei den Sims... Wohl jeder würde seine alte, vertraute und liebgehabte Örtlichkeit im Handumdrehen durch eine High-Tech-Super-Turbo-Mega-Anlage mit integriertem Golfplatz ersetzen, um hier tagtäglich zur Ruhe zu kommen, Highscores zu jagen, Turniere zu veranstalten und sich einfach nur daran freuen, auf dem makellosen Flachbildschirm mit integriertem HD-TV, eine virtuell geworfene Bombe explodieren oder Ganondorfs Niederlage zu sehen.

Doch ohne Lotto-Gewinn sehen die Chancen eher schlecht aus, all seine fantastischen Ambitionen auszuleben, geschweige denn nur einen Bruchteil davon finanziell tragen zu können. Angesichts des ersten Advents haben wir von Portablegaming.de uns trotzdem die Mühe gemacht, für alle 0,00000071% der Jackpotknacker aufzulisten, was auf keinen Fall fehlen darf, wenn man sich das Heim aller Heime, die Zockerhochburg in vier (und mehr) Wänden, und Wunschgedanken eines jeden Hardcore-Gamers einrichten möchte. Maßband und Tapezierpinsel gezückt, wir sind bereit!


1. Der Grobplan: Stein auf Stein, extravagant, so muss es sein.
Was sind die tollsten Konsolen, das gemütlichste Zocker-Sofa und der hochauflösenste TFT-Fernsehbildschirm ohne die Möglichkeit, diese in sein Zimmer zu stellen? Natürlich nichts. Um all diese tollen Sachen, die das Zockerherz so begehren, in die eigenen vier Wände zu holen, braucht man -logischerweise- erst einmal Platz, Platz und nochmals Platz, bis der Raum vor Platz beinahe platzt... Deshalb ist ein ausgedehnt großes und geräumiges Zimmer (sprich Saal) unabwendbar. Ebenfalls klar wie Klare Brühe: Für den perfekten Spielgenuss sollte so wenig störendes Tageslicht wie möglich in jenen Raum flackern, damit Wii- oder PS3-Partien vorm heimischen Technik-Fernseher nicht zur Lichtwanderung ausarten. Ein gigantisches Kellergewölbe oder die Nordseite eines Hauses sind deswegen die idealen Voraussetzungen für das perfekte Wohlfühlprogramm seitens der Daddelrunden.

Hat man dieses Domizil gefunden, geht es auch schon ab zum Tapezieren und Bodenbelag verlegen. Einige Kleinigkeiten bezüglich der späteren Einrichtung sollten ebenfalls danach vorgenommen werden. Doch beginnen wir mit der Tapete. Die Auswahl ist schwer: Schwarz, weiß, grau oder blau? – Alles scheint so ziemlich zu normal und nicht im geringsten optimal für die ultimative Zockerbude geeignet. Und überhaupt: Schlägt das wahre Gamerherz wirklich nach solch tristen Tönen? Wir von Portablegaming meinen nicht, denn der wahre Glanz an den Wänden wird nur durch diese Schönheit von Mariotapete hervorgerufen, welche nicht nur adrett aussieht, sondern auch zu den weiteren Accessoires passt und hier einfach unglaublich stylisch wirkt. Passend dazu sollte der Teppich (denn bei späteren Wii-Runden gibt es auf Dielen eventuelle Rutschgefahr) möglichst dunkel und pflegeleicht sein. Selbstreinigend wäre hier ganz klar zu bevorzugen, einfach zu handhaben aber auch noch akzeptabel und Fußbodenheizung ein definitives Muss – wer hat schon gern kalte Füße beim „Resident Evil“ zocken? Zu guter Letzt, aber ebenfalls von großer Wichtigkeit wäre da noch die Installation von ordentlicher und einfach zu handhabender Wärmezufuhr zu erwähnen, sowie die Montierung von Belüftungsarealen, denn: Muffiger Kellergeruch sollte in jedem Zockerzimmer tabu sein!

2. Die Feingliederung: Der Möbelmarsch
Hat man diese ersten Schritte zum Traum aller Träume vollbracht, ist es an der Zeit die Möbelwagen herbeizurufen, welche die besten Geräte und funktionalsten Regale in das Heim zu bugsieren haben. Was dabei nicht fehlen sollte? Natürlich! Das passende Schlafgemach, welches sich je nach Wunsch als Wasserbett oder Hängematte mit integrierter Schaukelfunktion entpuppen kann – oder als Massagematratze, auf die wir später noch genauer eingehen. Heimkino- und Soundanlage, TFT-Bildschirm, Zockersessel, Couch und High-Tech-Computer, der bei 0 natürlich schon mehr als zehnmal hochgefahren ist, sind dabei außer Frage zu stellen. Wahlweise können wir IKEA-Möbel für das perfekte Heim empfehlen, Sonderanfertigungen vom Schreiner sind ohne Zweifel aber auch nicht zu verachten und geben den Zockerzimmer natürlich seine ganz besondere Note. So könnte der Schreibtisch aerodynamisch geformt und die Regale in Hand-Greif-Höhe gezimmert werden. Aber auch Vorrichtungen für das schnellere Einlegen der CDs in die Konsolenslots könnte problemlos als Spezialauftrag für die jeweiligen Schreiner gestellt werden. Ist dies vollbracht, so sollte man nun je nach Geschmack und Laune besagte Gegenstände im Zimmer verteilen und das Domizil gemütlich hergerichtet werden. Eignen können sich dazu natürlich Unmengen an Franchise-Kissen, Skulpturen seiner Lieblinge und natürlich: Die geräumige Maskottchen-Ecke, zu welcher wir nun Näheres aufzeigen wollen.

3. Im Kreise seiner Lieblinge: Die Maskottchenecke & Der Konsolenaltar
Irgendwo muss man ja leider Gottes doch auch schlafen, denn nach 48 gnadenlosen Spielspaßstunden „Tetris“- oder „Call of Duty“-Marathon, fallen selbst die viereckigsten Augenlider zu... Dann bettet sich der geneigte Zocker-Millionär aber nicht einfach aufs Wasserbett, sondern schmeißt sich zwischen seine LKW-Ladungen an „Animal Crossing“-Plüschtierchen und ebensolchen Kuschel-Nachbildungen aller 493 Pokémon und lässt sich während des Tiefschlafes per Massage-Matratze die Nervenverspannungen herauskitzeln - euer Nachtgemach ist nämlich gleichzeitig das Reich der vielen Gaming-Maskottchen, die in einer idealen Zocker-Wohnung nicht fehlen dürfen. Jeder fremde Besucher, und sei er halbblind oder habe er Fleischtomaten auf den Augen, muss in Sekundenschnelle erkennen, welch edler Videospielfreund hier haust und wie viel ihm an seinem liebsten Hobby liegt.

So sollte man sich ergötzen können an Hunderten von Plakaten und Postern, darunter allerlei Videospielhelden und -heldinnen, Boxarts, Schnappschüsse von berühmten Entwicklern auf Spielemessen, Firmenlogos, Releaselisten, Ingame-Screenshots, Artworks, selbstgezeichnete Wachsmalstift-Gemälde vom Master Chief und so weiter und so fort... Alles bewacht der realitätsechte, „Ihhjaaa!“ rufende und sein Master-Schwert zum Streiche erhobene Keramik-Link und die vollkommen aus Silikon bestehende Lara Croft. Ein vollständiges Potpourri aus „Need for Speed“-Automodellen sollte jeweils im gleichen Abstand voneinander um den so genannten „Konsolenaltar“ stehen. Hier sind in Panzerglas-Vitrinen alle bisher erhältlichen Plattformen aufgereiht, beleuchtet und werden stündlich mit einer automatischen Politur-Maschinerie gesäubert - gespielt wird damit jedoch nur, wenn die anderen Konsolen plötzlich ausfallen sollten! Neben XBOX, N64, PSO, PS2, PS3 (bitte die Plätze bis „PS24“ freihalten!) und PSP, SNES, Sega, Atari und C64 versammeln sich hier allerdings auch die wahren Arcade-Perlen, die bis zum heutigen Zeitpunkt überlebt haben: „Donkey Kong Jr.“, „Frogger“, „Pac-Man“ oder „Dragon’s Lair“ sind nur einige Ausgewählte.

4. Die notwendige Verpflegung, geschüttelt oder gerührt?
Wir haben die Räumlichkeiten, das Mobilliar, wir haben die Konsolen inklusive Games, aber sind wir nun wirklich schon gewappnet für das Wohnen in diesem Zocker-Zimmer...? Natürlich, es fehlt an den nötigen Nahrungsmitteln, den Dingen der persönlichen Körperpflege... Nagut, lassen wir letzteres einfach weg. Neben Mini-Bar und Kühlschrank steht uns eine kleine, anliegende Speisekammer zur Verfügung - so kann man am Morgen von sanftem Midi-Gedudel aus der NES-Ära geweckt werden und bekommt als Frühstück „Wii Fit“-Energiedrinks, Lon-Lon-Milch oder reichhaltige Gesundheitskits vorgesetzt, während man sich in einem seiner Flachbildschirme die neuste Verfilmung von „Resident Evil“ ansieht. Für das richtige Abendmahl installieren wir klugerweise eine tellergroße Katzenklappe sowie eine kurze Signal-Klingel in bzw. an unserer Tür, um jederzeit den Pizzaservice, den Chinesen-Imbiss oder die Eltern, oder besser gesagt, deren Versorgungsmittel empfangen zu können. Ein Telefon mit diesen wichtigsten Telefonnummern (natürlich in den Schnellwahltasten einprogrammiert) ist selbstredend auch im Zimmer enthalten, griffbereit vom Zockersessel aus - dieser ist übrigens ebenfalls eine Sonderanfertigung und transformiert sich per Knopfdruck zum Toilettensitz um, sodass ihr wirklich NIE (zumindest fast...) wieder aufstehen müsst. Vergesst allerdings nicht, euch genügend Klopapier liefern zu lassen!

Im Duo zu zweit herrscht auch in der Zockerbude keine Einsamkeit bei Jakob Nützler [Miroque] und Elisabeth Grunert [Liese] für PlaystationPortable.de, PlanetDS.de & PlanetGameboy.de
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