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Interview zu Undercover: Doppeltes Spiel
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Autor: Kevin Jensen Kategorie: Interviews Umfang: 1 Seiten Seite 1 Kommentare: Kommentieren (-)
NintendoDS Artikel vom 21.08.2007
![]() Wir haben uns mit Thomas Lausecker von Sproing zum kommenden Adventure Undercover: Doppeltes Spiel unterhalten. Was wir alles herausgefunden haben, erfahrt ihr wie immer im Interview. PlanetDS.de: Können Sie uns gleich zu Beginn etwas über sich und Sproing erzählen, welche ja hinter dem Projekt stehen? Was haben Sie bisher gemacht?Thomas Lausecker: Sproing ist einer der führenden Spieleentwickler im gesamtdeutschen Sprachraum. Das Unternehmen entwickelt äußerst erfolgreich auch international erscheinende Spiele auf allen gängigen Plattformen (PC, Nintendo DS, Wii, Playstation 2, Xbox, Game Boy Advance uvm.). Zu den bekanntesten Spielen gehören unter anderem „Panzer Tactics DS“, „Undercover – Operation Wintersonne“ und „Undercover – Doppeltes Spiel“, „Jacked“, „Best Friends: Katzen und Hunde“, die „Moorhuhn“-Serie, sowie Verkaufs-Hits wie „Traumschiff Suprise“ oder „7 Zwerge“. PlanetDS.de: Wie schwer ist es sich als europäischer Entwickler auf dem internationalen Markt durchzusetzen? Gerade der deutschsprachige Raum hinkt ja in diesem Sektor oftmals hinterher. Thomas Lausecker: Es ist natürlich eine Herausforderung, sich als Entwickler am europäischen Markt zu behaupten – wir können aber nicht klagen, da unsere Produkte von den Gamern gut aufgenommen werden, und die Testberichte mit jedem neuen Spiel besser werden. Point & Klick-Adventures hatten in den 80ern und 90ern ihre Blütezeit. Woran könnte es Ihrer Meinung nach liegen, dass dieses Genre danach mehr und mehr von der Bildfläche verschwand? Die Fortschritte im 3D-Bereich und die daraus resultierenden Spiele (vor allem First-Person-Shooter und Echtzeitstrategie-Spiele) haben die Adventures ins Eck gedrängt. Shooter lenken die Aufmerksamkeit auf etwas ganz anderes, auf Technik, Grafik, Reaktion, lassen Adrenalinspiegel ansteigen, während Adventures sich eher ruhig geben und eher Nachdenken und Hinterfragen erfordern. Das soll heißen, dass sich die Technologien und die Kundenwünsche geändert hatten. Jetzt, da sich die Spieler an die einst neuen Genres Shooter und Echtzeitstrategiespiele gewöhnt haben, finden viele wieder Freude am Genre Adventure. PlanetDS.de: Was hat Sie dazu bewegt, noch mal das beliebte Spielkonzept aufzugreifen und sowohl für den PC als speziell für den Nintendo DS eine eigene Serie zu entwickeln?Thomas Lausecker: In den letzten Jahren haben Adventure-Spiele eine Art Revival erfahren und da wir alle Adventure-Spieler sind, haben wir die Gunst der Stunde genutzt... Auch wollten wir schon immer ein Spiel machen, das während des II. Weltkriegs spielt – und trotzdem nicht einfach den nächsten WW2 First-Person-Shooter entwickeln. Durch die Wahl des Genres und durch eine spannende Geschichte können wir uns nun ganz gut von den klassischen Adventures absetzen. PlanetDS.de: Können Sie uns ein wenig zur Story, den Charakteren und Handlungssträngen von „Undercover: Doppeltes Spiel“ erzählen, für diejenigen die das Adventure noch nicht kennen? Thomas Lausecker: John Russell, einer der Helden des Spiels, arbeitet in einer geheimen Forschungseinrichtung in England. Eines Tages kommen Agenten der Spionageabwehr in das Institut und John wird beschuldigt, geheime Informationen an die Nazis weitergegeben zu haben. Es liegt nun am Spieler, Johns Unschuld innerhalb von 24h zu beweisen... PlanetDS.de: Mit dem PC-Titel „Undercover: Operation Wintersonne“ hatman einige Genrefans für sich gewinnen können, wo knüpft nun die DS-Version sowohl zeitlich als auch geschichtlich an den Ereignissen des großen Bruders an? Thomas Lausecker: Zeitlich spielt die DS-Version einige Jahre vor dem ebenfalls bei dtp/ANACONDA erschienenen „Undercover. Operation Wintersonne“. John Russell ist einer der Haupthelden und ist noch immer derselbe naive Typ, der er am Anfang von „Operation Wintersonne“ ist. Im Gegensatz zu „Operation Wintersonne“ spielt sich die Handlung ausschließlich in England ab und die Geschichte ist mehr ein Spionagefall als ein Einsatz hinter feindlichen Linien. Außerdem ist diesmal mehr Humor im Spiel, und wir haben die Charaktere und ihre Motive stark weiterentwickelt. PlanetDS.de: Warum haben Sie sich bei der Entwicklung bedacht für den Nintendo DS entschieden und nicht für ein anderes mobiles System?Thomas Lausecker: Der NDS bietet mit seinen beiden Bildschirmen und dem Touchscreen einzigartige Möglichkeiten, die andere mobile Systeme nicht bieten können. In unserem Spiel steuert man zwei Charaktere – da bietet sich der NDS mit seinen zwei Bildschirmen natürlich an. Das Klischee ist ja, dass auf dem DS die Grafik nicht so hübsch ist, aber ich denke, dass wir das in „Undercover“ eindrucksvoll widerlegen können. PlanetDS.de: Welche Vorteile der Nintendo DS spezifischen Steuerungsmöglichkeiten konnten Sie speziell in diesem Genre ausnutzten und sinnvoll ins Spiel implementieren? Thomas Lausecker: Vor allem für Adventures bietet sich der NDS an, da man der klassischen Point & Klick-Steuerung am nächsten kommt. Besonders auf Konsolen ist bei Adventures immer die Steuerung das Problem – eine direkte Steuerung wirkt immer umständlich und hölzern, die Point & Klick-Steuerung ist intuitiver, da interessante Dinge einfach angeklickt werden können. PlanetDS.de: Auf welches Feature in „Untercover: Doppeltes Spiel“ sind Sie besonders stolz? Thomas Lausecker: Schwierige Frage, es gibt so viele tolle Features in unserem Spiel . Neben der spannenden Geschichte sind wir besonders auf die Steuerung und die sinnvolle Verwendung der beiden Bildschirme sowie auf die sehr gelungenen Minigames stolz. Wir haben besonders darauf geachtet, dass man wirklich sehr schnell von Location zu Location kommt, und deshalb eine Minimap eingebaut. Außerdem bilden die Dialoge der beiden spielbaren Charaktere eine Art Questlog, falls man vergessen hat, was man tun soll, wenn man nach einer Pause wieder einschaltet. PlanetDS.de: Abseits der eigenen Serie, welche klassischen Point & Click-Adventures haben Sie bei der Entwicklung beeinflusst oder dienten als Vorbild? Thomas Lausecker: Als Vorbild dienten uns hauptsächlich die klassischen Adventures, besonders „Indiana Jones And The Fate Of Atlantis“. Bei den klassischen Adventures sieht man sehr gut, wie Grafik, Story und Rätsel miteinander ein stimmiges, spannendes Spiel ergeben. PlanetDS.de: Wie lange wird ein durchschnittlicher Spieler brauchen, das Spiel zu absolvieren?Thomas Lausecker: Die durchschnittliche Spieldauer beträgt in etwa 8-10 Stunden. Wer jede Dialogoption ausprobiert und sich die Spielewelt genauer ansieht oder vielleicht nicht ganz so der Adventure-Profi ist, wird etwas länger beschäftigt sein. Manche Minispiele kann man auch durchaus öfters spielen, wie etwa das Darts-Game. PlanetDS.de: Welche Adventures im Handheldsektor gehören zu Ihren persönlichen Favoriten? Thomas Lausecker: Eigentlich nur „Broken Sword“ am GBA, sonst sind unsere Favoriten eher am PC: „Indiana Jones And The Fate Of Atlantis“, „Monkey Island“ I + II, „Full Throttle“, „Prisoner Of Ice“, „Baphomets Fluch“ I + II, „The Longest Journey“ und „Syberia“. PlanetDS.de: Sie haben das letzte Wort. Gibt es etwas, dass Sie unseren Lesern mitteilen möchten? Thomas Lausecker: Adventures auf dem DS sind eine tolle Sache – wir als Entwickler können uns dabei so richtig austoben, und auch die Spieler können Adventures so erleben, wie sie gedacht sind: Mit richtigem Point & Klick sowie tollen Herausforderungen wie dem Blasrohr-Minigame oder dem Darts-Spiel. Ich bin mir sicher, DS-Adventures werden unter den PlanetDS-Lesern viele Freunde finden! Das Interview wurde von Kevin Jensen für PlanetDS.de geführt. Vielen Dank an Thomas Lausecker für die freundliche Unterstützung. ANZEIGE:
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