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Kolumne: Die 5 albernsten Nintendo-Kontroversen

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Autor: Christian Luscher

Kategorie: Kolumnen
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 14.08.2010



Der verdiente PlanetDS-Schreiberling Tjark ist sich sicher: 3D macht Augenschmerzen. Und es ist vielleicht wahr - auch ich bin nach „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ mit brummendem Schädel aus dem Kino gegangen. Ich dachte damals allerdings, es läge an der schulmeisterlich-schlecht geschriebenen Story. Mittlerweile gibt sogar Nintendo selbst unserem Alanar Recht: Spielen mit dem 3DS könnte negative Effekte auf unentwickelte Kinderaugen haben.

Nach dieser Mitteilung sieht so mancher Skeptiker für Nintendo schon böse Zeiten nahen. Dann nämlich, wenn 3DS-Dauerzocker reihenweise ihr Augenlicht verlieren, könnte Nintendo eine katastrophale Klagewelle erwarten. Wir von PlanetDS, der besonnensten Videospielseite wo gibt, raten jedoch zur Ruhe. Schließlich hat Nintendo in seiner bewegten Geschichte schon viel kuriosere Kontroversen überstanden. Fünf der schönsten zeigen wir euch heute. Freut euch auf Brandblasen, ausgeschlagene Zahnreihen und krampfende Kleinkinder in unserem Special!




5. Nintendo versus Wii-Verprügler

Eine aktuelle Klageflut überschwemmt Nintendo, seit ihre Casual-Console Wii erschienen ist. Etliche Personen meldeten sich, die mit ihren Wiimotes aus Versehen den Fernseher, das Fenster oder die Visagen ihrer Liebsten eingeschlagen haben. Kritiker meinten, es sei prinzipiell ein Fehler, Zocker -sonst nicht gerade für ihre Beweglichkeit und Körperkoordination bekannt- zu sportlicher Betätigung zu zwingen. Es ist noch nicht über alle der Fälle entschieden, Nintendo hat jedenfalls bereits reagiert und das Band an der Wiimote mehrfach verbessert. Wahrscheinlich haben all die mit Todesdrohungen umwickelten Wiimotes, die durch die Fenster ihrer Firmenzentrale geworfen wurden, doch etwas bewirkt...



4. Nintendo versus King Kong

Unser viertschönster Fall ist ein Oldie: Im Jahre 1984 behaupteten die Universal Studios, Nintendo habe ihr Urheberrecht verletzt. Angeblich hätte die Firma Figuren und Handlung aus einem bekannten Film-Franchise gestohlen: Der Charakter des titelgebenden Affen in „Donkey Kong“, der eine Frau auf hohe Gebäude verschleppt, weise starke Ähnlichkeiten auf zu einem Film namens „King Kong“, in dem der titelgebende Affe eine Frau auf ein hohes Gebäude verschleppt. Der Fall endete mit einer köstlichen Ironie: Nintendo fand heraus, dass Universal nicht nur die Rechte an King Kong gar nicht besaß und er gemeinfrei war - sie konnten sogar nachweisen, dass einige Jahre vorher Universal selbst wegen genau derselben Frage vor Gericht saß. Damals allerdings wollte Universal nachweisen, dass der Riesenaffe gemeinfrei war... und hatte damit Erfolg! Bis auf die Knochen blamiert bezahlte Universal Nintendo Schadenersatz. Klappe zu, Affe tot, möchte man sagen.



3. Nintendo versus epileptische Kinder

Am 16. Dezember 1997 waren etliche japanische Eltern überrascht, als sie nach ihren Kindern sahen, die sich wie jeden Nachmittag die neueste Pokémon-Folge angucken wollten. Einige der Sprösslinge lagen nämlich mit Schaum vorm Mund krampfend am Boden. Und wer war Schuld daran? Natürlich Pikachu. In der Poké-Folge „Dennō Senshi Porigon“ stieß dieser nämlich einige rotblaue Lichtblitze aus, die bei mehreren hundert japanischen Kindern epilepsieartige Anfälle auslösten. Der damalige Nintendo-Boss Hiroshi Yamauchi, nicht gerade der Einfühlsamste, erklärte am nächsten Tag, Nintendo sei für die Anfälle ja nun wirklich nicht verantwortlich - schließlich seien die Pokémon-Spiele auf dem Gameboy schwarzweiß. Die Folge wurde prompt aus dem Verkehr gezogen, sodass Kindern der westlichen Welt das Pokémon-Trauma erspart blieb. Wer von euch jedoch gerne mal selbst erleben möchte, wie es den japanischen Kindern damals so ging, für den verlinken wir hier die Original-Szene aus Pokémon. Beachtet jedoch, dass ihr dem Link auf eigene Gefahr folgt und weder Portablegaming, noch PlanetDS und die Redakteure die Verantwortung für eventuelle Schäden übernehmen, die euch, euren Kindern, Anverwandten und Haustieren entstehen, wenn ihr den Ausschnitt anguckt. Sagt nicht, wir hätten euch nicht gewarnt!



2. Nintendo versus Uri Geller

Und noch mal Pokémon! Wer hätte gedacht, dass eine Serie über elektrische Nagetiere solche Wellen der Entrüstung auslösen könnte! Diesmal war der Entrüstete der zu Recht umstrittene Psychoheini Uri Geller. Dieser sah sich durch ein Pokémon verunglimpft. Äh, bitte lasst euch diesen Satz mal auf der Zunge zergehen. Uri Geller sah sich durch ein Pokémon verunglimpft. Und das Komische daran: Es war noch nicht mal ganz ungerechtfertigt. Der Löffelverbieger nahm Anstoß an dem Psycho-Pokémon Kadabra, das ihm angeblich zu ähnlich sah. Und tatsächlich: Das Taschenmonster hält einen verbogenen Löffel in der Hand und sein japanischer Name „Yun-gera“ erinnert entfernt an Gellers. Tja, dass die Klage anschließend vom Bezirksgericht Los Angeles abgeschmettert wurde, hatte Herr Geller anscheinend nicht vorhergesehen.
Den großen Preis für die albernste Videospiel-Persönlichkeitsrechtsklage räumt allerdings nicht der unglückliche Geller ab, sondern der Komiker Michael „Bully“ Herbig. Dieser verklagte vor ein paar Jahren die Macher des Spiels „Bully - Die Ehrenrunde“, da er durch die Verwendung des Wortes „bully“ (ein gängiger englischer Ausdruck für Leute, die andere schikanieren und drangsalieren) seine Namensrechte verletzt sah. Das Gericht testete das Spiel, fand es eigentlich ganz witzig und wies Bullys Klage ab. Ich wage zu behaupten, dass die unfreiwillige Komik dieses Gerichtsverfahrens größer war als die freiwillige aus den künstlerischen Werken Bullys. Aber zurück zu Nintendo und der lustigsten Kontroverse, nämlich...



1. Nintendo versus Brandblasengeschädigte

Meine Eltern sagten mir immer: „Spiel nicht so viel Nintendo! Man wird blind davon, kriegt einen Buckel und Blasen an den Händen!“ Nun, bisher ist mein Augenlicht noch vorhanden und mein Rücken unversehrt - doch mit den Handblasen lagen meine lieben Eltern gar nicht mal so falsch! Diese bittere Erfahrung mussten im Jahre 2000 nämlich einige Zocker machen. In einem Minispiel des Nintendo-64-Games „Mario Party“ war es die Aufgabe des Spielers, möglichst schnell den Joystick des Controllers zu rotieren. Die Zocker fanden raus, dass das am besten geht, wenn man zum Rotieren die Handfläche benutzt. Ein paar Stunden später waren sie allerdings selbst tüchtig am Rotieren: An ihren Händen hatten sich durch die Reibung fiese Brandblasen gebildet. Was taten die Zocker daraufhin? Gingen sie in sich und erkannten sie, dass sie zuviel zockten? Haha, ganz und gar nicht. Sie beschwerten sich aufs Bitterste bei New Yorks Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer, der es zwischen zwei Schäferstündchen mit Edelnutten tatsächlich einrichten konnte, Nintendo mal kräftig den Marsch zu blasen. Nintendo lenkte schnell ein. Als erstes bezahlte man Mr. Spitzer 75.000 Dollar für seine Bemühungen -wofür er die ausgegeben hat, lassen wir mal dahingestellt- und gaben 80 Millionen Dollar aus, um geschädigten Mario-Party-Rotierern Schutzhandschuhe zu verpassen, damit sie in Ruhe weiterrotieren konnten.

Tja, so sind sie bei Nintendo - voll Mitgefühl für Blasengeschädigte, aber gnadenlos bei minderjährigen Epileptikern und Löffelverbiegern. Ihr findet, dieses Fazit sei oberflächlich und ungerecht gegenüber Nintendo? Eine Frechheit! Ihr hört von meinem Anwalt! Wir sehen uns vor Gericht wieder!

Christian Luscher [Sagat] für PlanetDS.de

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