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Zu Besuch bei Nintendo - Neues rund um Mario und Co

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Autor: Marcel Gelhar [Nibbler] & Viktor A. [Belketre]

Kategorie: Events
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 24.05.2010



Als reine Nintendo DS-Seite lassen wir normalerweise die protzigen Flachbildfernseher links liegen und stürmen gleich in die bequemen Sitzsäcke, um uns einen Eindruck von potentiellen Spiele-Krachern für den Doppelbildschirmer zu machen. Dieses Mal verlief es aber ein wenig anders. Schwenkte man seinen Blick über den dezent dekorierten Vorführraum, wurde schnell klar, dass man das Hauptaugenmerk auf ein ganz spezielles Wii-Spiel gelegt hatte. Die Rede ist natürlich von Super Mario Galaxy 2, welches in den USA bereits mit Traumwertungen und Lobeshymnen überschüttet wurde.

Auch wir konnten der Faszination nicht entgehen und waren alles andere als abgeneigt, selbst einmal Hand an Marios galaktisches Folgeabenteuer zu legen. Doch was gab es abseits des Weltraumabenteuers für den DS zum testen? Vorbei an lebensgroßen Yoshi-Pappaufstellern und den typischen Fragezeichenblöcken, war es gar nicht so leicht diese überhaupt ausfindig zu machen. Auffällig waren zwei weiße Sofas in der hintersten Ecke, denen niemand so Recht Beachtung schenkte. Und tatsächlich, hier haben sich die XL-Versionen des DSi breit gemacht. Ganze zwei Spiele haben es geschafft, sich abseits des Mario-Trubels zu präsentieren. Zum einen die neueste Version der WarioWare-Reihe WarioWare D.I.Y. - Do It Yourself (hier geht's zum Testbericht!) und zum anderen ein interessanter Puzzle-Vertreter mit dem Namen Rooms: The Main Building, den sich mein Redaktionskollege Viktor einmal etwas genauer angeschaut hat:



Als ich den Namen des Spieles erfahren habe, habe ich heimlich gehofft, dass Rooms: The Main Building in irgendeiner Art mit Hotel Dusk verwandt ist, da sich beide Titel um ein Hotel drehen. Mit leicht betrübtem Gesichtsausdruck entnahm ich der Pressemeldung aber die Information, dass es sich um ein Puzzlespiel handelt - und als nicht so großer Sympathisant dieses Genres näherte ich mich dem Nintendo-Titel daher skeptisch an.

Das Spielprinzip ist simpel: Man muss durch Schieben von Puzzleteilen, die das Hotelzimmer abbilden, den Ausgang finden. Anders als in vielen Schiebe-/Denkspielen auf dem Nintendo DS ist jedoch aktiver zu handeln, denn es wird nicht nur hin und her geschoben, sondern man steuert ebenfalls eine Figur, die zum Beispiel die Möglichkeit hat, eine Leiter zu begehen oder anders das Geschehen zu beeinflussen. Das bedeutet, dass der Hauptcharakter jedes Feld bzw. jeden Puzzleteil betreten kann, jedoch gelangt man erst durch diverse Items wie Telefone, die als Teleporter dienen, oder einen Sprengstoffsatz, der Ziegelwände mit seiner Explosivität wegsprengen kann, zum Ziel. Man ist aber nicht ganz alleine im Spiel, denn es steht der besondere, hilfreiche Bewohner „Mr. Book“ zur Verfügung. Dieses sprechende Buch hilft dem Spieler, indem es zum Beispiel erklärt, wie man bestimmte Items einsetzen sollte, um so zum Ziel zu kommen. „Mr. Book“ ist tatsächlich sehr hilfreich, denn es passiert oft, dass im Spiel der entscheidende Gedanke fehlt oder man etwas übersieht. Diese fehlende Übersichtlichkeit trat bei unserem Testlauf leider öfters auf, da die grafische Präsentation oder auch die Details in den Räumen auf den ersten Blick zu ungenau sind. Durch eine kleinere Map des Hotelzimmers, welche im oberen Bildschirm angezeigt wird, wird zumindest etwas mehr Übersicht verschafft. In dieser kleinen Darstellung des Levels werden alle wichtigen Objekte des Raums -wie etwa eine Leiter- deutlich gekennzeichnet, welche man dann viel besser in der eigentlichen Darstellung des Zimmers erkennen kann.

Rooms: The Main Building hat mir einen ganz klaren Eindruck verschafft. Durch das Einsetzen von diversen Items und durch die aktive Steuerung des Charakters hebt sich das Spiel von den üblichen Puzzletiteln ab, doch hatte ich nach einigen Levels nicht das Gefühl, dass mich das Game für längere Zeit an den DS bannen könnte.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Rooms: The Main Building für Puzzle-Fans sicher ein lohnenswerter Sommertitel wird; dass Spieler, die sonst aber weniger mit dem Genre vertraut sind, sich wahrscheinlich nur kurzzeitig an dem Konzept erfreuen können. Warten wir das Release ab! Nintendo veröffentlicht ihr Hotel-Puzzle hierzulande am 4. Juni.



Natürlich hätten wir nach diesen Eindrücken bereits den Heimweg antreten können, aber die freudestrahlenden Gesichter der anderen Redakteure ließen uns keine Ruhe und so tauchten auch wir ein, um ferne Galaxien zu erkunden. Mit einem Blick über den DS-Tellerrand (Anm. der Red.: Mjam, Kuchen!) präsentieren wir euch nun unsere Angespielt-Eindrücke aus zwei völlig unterschiedlichen Sichtweisen:


Einladung zu Kaffe und Kuchen bei Princess Peach... Wo Bowser wohl steckt?!


Als bekennender Galaxy-Fan war ich mehr als gespannt, ob Nintendo mit Super Mario Galaxy 2 den hohen Erwartungen gerecht werden konnte. Doch trotz all der Vorfreude brodelte im Hintergrund immer die Angst, dass man hier lediglich ein Add-on präsentiert bekommt, welches wenige Neuerungen in sich birgt. Natürlich hatte ich zuvor nochmals den Erstling rausgekramt, um entsprechend vorbereitet zu sein und genau vergleichen zu können. Um es gleich vorwegzunehmen: Meine Befürchtungen waren völlig unbegründet. SMG2 ist wahrlich ein Feuerwerk an neuen Ideen! Die ersten drei Welten waren für uns frei erkundbar und man konnte sich einen sehr guten Ersteindruck verschaffen. Anfangs hatte ich die Befürchtung, die Unterschiede werden nur nach und nach sichtbar, aber Nintendo feuert bereits in der ersten Welt einen Großteil der neuen Power-Ups auf den Spieler, allen voran das beliebte Reittier Yoshi.

Überhaupt kommt selten ein Déjà-vu-Erlebnis auf, fast jede Jagd nach einem der goldenen Sterne bietet neue Elemente, die im ersten Teil nicht zu sehen waren. Auch die Galaxien an sich haben sich teilweise stark verändert. Die einzelnen Planeten sind im Durchschnitt deutlich größer und bieten mehr Erkundungsfreiraum, die langen Flugsequenzen haben spürbar abgenommen. Des Weiteren sind bereits die ersten Galaxien sehr weitläufig und es dauert eine ganze Weile, bis ihr an den begehrten Stern kommt. Großzügig verteilte Checkpoints helfen Anfängern dabei, ihre Wii Mote nicht wutentbrannt Richtung Fernseher zu schmeißen.

Ganz ohne Altbekanntes kommt Galaxy 2 dann aber doch nicht aus. Gerade ein Großteil der Feinde ist bereits aus dem Vorgänger bekannt und so manche Spielmechanik wiederholt sich auch. Ist das schlimm? Keineswegs! Zum Einen waren die normalen Gegner bei Mario schon immer eher Mittel zum Zweck, zum Anderen handelt es sich hier um einen direkten Nachfolger. Ich bin jedenfalls mehr als gespannt, was die restlichen Welten zu bieten haben - meine Vorfreude hat sich aber schon jetzt in pure Euphorie gewandelt.



Mario tummelt sich fröhlich auf den Bildschirmen umher.


Im Gegensatz zu meinem Kollegen Marcel hatte ich vorher nie eine Chance gehabt, Super Mario Galaxy anzuspielen, obwohl der sympathische Italiener seit der Super Nintendo-Ära immer einen großen Platz in meinem Gamerherzen besaß. Die Galaxy-Reihe hat mich wahrscheinlich auch etwas abgeschreckt, da sie mir im wahrsten Sinne zu „abgespaced“ vor kam und ich mich in der alten Mario-Welt zudem sehr wohl gefühlt habe. Ich freute mich aber schon auf das Anspielen und hoffte, dass mich ein Mario-Jump 'n' Run mal wieder so in den Bann ziehen könne, wie der legendäre N64-Ableger. Und ich wurde positiv überrascht.

Wir hatten zwar nur die Möglichkeit, drei Welten zu besuchen, aber die haben mir für einen guten Eindruck gereicht. Was sofort aufgefallen ist? Dass, trotz der ziemlich verrückten Leveldesigns, meistens durch kleine Details, Nostalgie aufkam. Sei es, dass Mario wieder mit Yoshi unterwegs war, einige Gegner aus dem N64-Titel übernommen wurden oder manche Passagen in den Levels ein kleines Déjà-vu hinterließen. Solche Feinheiten streute Nintendo an zahlreichen Stellen ein. Ich habe mir vor dem Event noch einige Gameplay-Videos angeschaut und war ironischerweise genau wegen diesen alten Elementen skeptisch, da ich dachte, dass Nintendo sich die Arbeit nur etwas einfacher machen würde. Beim Spielen merkte ich aber erst, dass eine perfekte Balance zwischen alten und neuen Elementen geschaffen wurde. Zusammengefasst kann ich sagen, dass Nintendo mit Super Mario Galaxy 2 auf dem besten Weg ist, ein starkes Spiel zu schaffen, welches jede Generation von Mario-Fans überzeugen dürfte.


Marcel Gelhar [Nibbler] & Viktor A. [Belketre] für PlanetDS.de

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