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Interview mit Pastagames zu Maestro! Jump in Music
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Autor: Kevin Jensen Kategorie: Interviews Umfang: 2 Seiten Seite 1 2 Kommentare: Kommentieren (-)
NintendoDS Artikel vom 05.09.2009
![]() Deutsch | English Wir haben uns mit Fabien Delpiano von Pastagames zum kommenden Rhythmusspiel Maestro! Jump in Music für den Nintendo DS unterhalten. Was euch erwartet, erfahrt ihr im Interview. PlanetDS.de Kannst du uns ein wenig mehr über dich und Pastagames erzählen?Fabien Delpiano Mein Name ist Fabien Delpiano. Ich bin 38 Jahre alt und habe zusammen mit meinen besten Freunden Joann Sfar und Claude Seyrat vor 10 Jahren das Entwicklerstudio Pastagames gegründet. Das heutige Team von Pastagames besteht aus einem Game Designer, Nadim Haddad, unserem Artistic Director Hervé Barbaresi, dem Chief Technical Officer mit dem Namen Fabrice Kocik und dem 3D Artist Olivier Terassier-Jansem. Außerdem halfen und helfen Julien Harinkouck und Laurence Guermond fleißig beim „Maestro!“-Projekt mit. Wir haben schon seit geraumer Zeit plattformübergreifend Spiele entwickelt, angefangen bei Browsergames für den PC über Handys, PDAs und nun endlich auch für Konsolen. Damit wir ertragreich bleiben (wir verfügen nämlich über keinerlei Investoren), verbringen wir zwei Drittel unserer Zeit mit Auftragsarbeiten für verschiedene Marken und Publisher; das letzte Drittel unserer Zeit nutzen wir für unsere eigenen Spiele. PlanetDS.de Euer nächstes Spiel für Nintendo DS trägt den Titel „Maestro! Jump in Music“. Worum geht es da und was ist die Aufgabe des Protagonisten Presto? Fabien Delpiano Presto ist ein Romantiker; ein Sänger, der sich mit seinen Liedern durchs Leben schlägt. Staccato - sein getreuer Kumpan - spielt mit ihm zusammen in einer Band die Gitarre. Als dann Bellissima ihr Dörflein betritt, verlieben sich beide auf den ersten Blick in sie. Nun nutzen sie ihre Talente, um die holde Maid zu bezirzen: Presto gibt seinen Gesang zum Besten und Staccato zupft die Saiten auf seiner Gitarre. Wie jeder weiß, stehen die Mädels natürlich auf Sänger - Bella ist da keine Ausnahme! Staccato ist natürlich zutiefst eifersüchtig und hat einen gemeinen Plan ausgeheckt, um seinen Freund vom Trällern abzuhalten: Er stiehlt die Noten aller Lieder mithilfe eines mächtigen Zaubers. Daraufhin versteckt er sie auf der ganzen Welt - bei Tieren, Blasen, Drähten - nur um sicherzugehen, dass er der einzige bleibt, der noch Musik spielen kann. Presto begibt sich nun auf die Reise, um die Klänge zu befreien und am Ende wieder für seine geliebte Bellissima singen zu können. PlanetDS.de Über welche Rhythmus- und Musikkenntnisse muss der Spieler bei „Maestro! Jump in Music“ verfügen, um das Spiel vollends genießen zu können? Hat es eher einen Arcade-Touch oder muss man ein gesundes Maß an musikalischem Verständnis mitbringen?Fabien Delpiano „Maestro!“ schlägt die Richtung eines Arcade-Titels ein: Es ist schnell, spaßig, auf den einfachen Levels leicht zugänglich und später auf schwierigeren Stufen ziemlich fordernd. Derartige Spiele teilen die Gemeinsamkeit, dass man seine Aktionen gut auf die Situation abstimmen muss. Springe zu früh und du fällst runter, schieß zu spät und der Gegner ist außerhalb der Schusslinie. In „Maestro!“ wird jede Aktion mit einem Klang unterlegt, wie etwa einem „dling“, „poum“ oder „tchak“. Schafft man es, all diese Klänge richtig zu timen, ergeben sie zusammen die gestohlene Melodie der Welt, die man im Moment durchstreift. PlanetDS.de Was kannst du unseren Lesern über die Spieltiefe sagen? Wird es abseits des Hauptabenteuers noch andere spaßige Aktivitäten geben oder Extras, die zum erneuten Durchspielen einladen? Fabien Delpiano Insgesamt gibt es 18 verschiedene Melodien. 11 davon sind abgewandelte Fassungen klassischer Stücke, die jedem bekannt sein oder jeder zumindest mal gehört haben dürfte. Die anderen sieben setzen sich aus verschiedenen moderneren Liedern aus dem internationalen Raum zusammen, wie etwa ABC, Fame, Our House, I Put a Spell on you, The Good the Bad and the Ugly und so weiter. Von jeder Melodie gibt es drei Versionen: * Die erste ist ziemlich kurz (etwa eine Minute) und enthält nur einen Teil der Melodie. So gibt sie dem Spieler die Möglichkeit, sich an die Gameplay-Mechaniken zu gewöhnen und die Hauptaktionen des Spiels zu meistern. * Die zweite enthält die volle Songlänge (in der Regel drei Minuten) mit einem größeren Teil der Melodie. Sie ist um einiges fordernder. * Die dritte Version ist die volle Packung, in voller Länge, mit allen Nuancen der Melodie und sehr schwer zu meistern. Insgesamt kommen wir so auf 54 Plattform-Level. Aus seiner Reise muss Presto sich Staccato in einem direkten Musik-Kampf stellen. Staccato und seine Lakaien spielen etwas vor und ihr müsst dann Presto dabei helfen, selber eine Melodie zum Besten zu geben. Es gibt sieben verschiedene Kampf-Lieder, jede davon in drei Fassungen: Kurz, Mittel und Schwer. Zusammen ergibt das 21 Boos-Level. Und das ist nur der Story-Modus!Dann gibt es noch den „Tracklist“-Modus. Hier kann man sämtliche Level, die man im Story-Modus gemeistert hat, noch einmal angehen und seinen Highscore verbessern - der höchste Rang stellt dabei A* dar. Diese Spielweise ist ziemlich fordernd und es macht Spaß, sich zu einem wahren Virtuosen eines jeden Liedes zu entwickeln. Nicht zuletzt haben wir noch einen „Free Play“-Modus eingebaut. Dieser erlaubt einen ebenfalls, alle Level des Story-Modus erneut zu spielen. Allerdings kann man hier das Tempo und die gespielten Instrumente manipulieren und so ganz nach eigenem Ermessen das Lied spielen. Die eigene Performance wird auch aufgenommen, sodass man sie jederzeit erneut abspielen und seinen Freunden zeigen kann. Da man hier ein richtiges Gefühl für das freie Musizieren entwickelt und eigene Melodien kreieren kann, bietet dieser Modus reichlich Wiederspielwert. PlanetDS.de Wie wichtig ist es, die Musikinstrumente in einer bestimmten Reihenfolge abzugehen? Kann man nach eigenem Ermessen vor und zurück gehen oder führt das zu kleinen musikalischen Sprüngen? Fabien Delpiano In „Maestro!“ muss man mit der Spielwelt interagieren, um Presto durch die Gegend zu scheuchen. Man steuert nicht den Helden direkt, sondern eher seine Umgebung. Die Plattform-Level scrollen automatisch, der Spieler kann weder Einfluss auf die Geschwindigkeit oder Richtung nehmen. Nur auf diese Weise können wir garantieren, dass das Lied nicht zu seltsam klingt. PlanetDS.de Kannst du uns mehr über die Tracks erzählen, die in „Maestro! Jump in Music“ enthalten sind? Was können wir erwarten und wie viele Titel sind enthalten?Fabien Delpiano „Maestro!“ gibt euch die Möglichkeit, verschiedenste Kompositionen großer Musiker der letzten Jahrzehnte zu genießen, wie etwa Bach, Mozart, Beethoven, Brahms, Satie, Tchaikovski, Grieg, Dvorak und Albeniz. Die Musikstücke stellen die Level von „Maestro!“ dar und wir haben die besten Level-Designer, die es gibt. (lacht) Wir hoffen, dass ihr von der Erfahrung des Herumspringens in den Stücken der berühmtesten Komponisten genauso begeistert sein werdet wie wir. Das ist die Track-List des Haupt-Modus: BEETHOVEN, 5th symphony DVORAK, New world Symphony MADNESS, Our house BACH, Little Fugue MOZART, Eine kleine Nachtmusik F. PERREN et al. ABC EDUARDO DI CAPUA, O Sole Mio VIVALDI, 4 Seasons - Spring THE ANIMALS, House of the Rising Sun SATIE, Gymnopédie n°1 TCHAIKOVSKI, Sugarplum Fairy SCREAMING JAY HAWKINS, I Put a Spell on You BRAHMS, Hungarian Dance GRIEG, Peer Gynt BERNSTEIN, The Magnificent Seven ENNIO MORRICONE, The Good, the Bad and the Ugly M. GORE, FAME ALBENIZ, Asturias PlanetDS.de „Patapon“, „Elite Beat Agents“, „Rhythm Paradise“ - Musik- und Rhythmusspiele sind ziemlich beliebt. Haben Sie sich bei „Maestro! Jump in Music“ irgendwo inspirieren lassen oder ein bestimmtes Vorbild genommen? Fabien Delpiano Wir sind große Fans dieser Spiele, ebenso von „Guitar Hero“, „Osu! Tatakae! Ōendan“, „Otocky“, „Electroplankton“, „Taiko no Tatsujin“, „Rez“, „Parappa The Rapper“, „Everyday Shooter“ und noch vielen weiteren. Die Vermischung von Gameplay und Musik wurde schon häufig mit bravour durchgeführt und wir konnten natürlich diese wunderbaren Ideen nicht einfach ignorieren. Wir wollten aber unseren eigenen Weg gehen, unseren Meistern Tribut zollen und unseren eigenen Stein zur großen Wand hinzufügen. (lacht) In „Maestro!“ werdet ihr viele Dinge finden, die ihr bereits kennt, aber alles mit einer erfrischend anderen Note. Einige davon habt ihr auch noch nicht zuvor gesehen. Wir hoffen, dass ihr unseren hausgemachten Cocktail genießen werdet. PlanetDS.de Du erwähntest, dass das DS-Mikrofon ein einzigartiges Steuerelement darstellen soll. Kannst du uns sagen, wie das funktioniert und wie der Gesang den Spielablauf beeinflusst? Fabien Delpiano Wenn ihr den einfachen Modus abgeschlossen habt, ist Prestos Stimme wieder einsatzbereit, sodass ihr beim Spielen singen könnt. Im Laufe der Level auf Mittel und Schwer kann es vorkommen, dass Prestos Vogel-Gefolge auf dem Topscreen mit einem Krug angeflogen kommt. Wenn ihr nun singt, während sie am Bildschirm vorbeiziehen, fliegen alle guten Musiknoten aus Prestos Mund direkt in den Krug. Wenn der Krug bis zum Ende des Levels ausreichend gut gefüllt ist, hilft euch die Jury dabei, eine B+ Wertung zu kassieren, mit der ihr den nächsten Level freischalten könnt. Wir hatten eine interessante Partnerschaft mit Voxler, die uns die unglaubliche Technologie lieferten, mit der die von euch gesungenen Noten genau erkannt werden. PlanetDS.de Was ist mit Spielern, die mit keiner angenehmen Gesangsstimme gesegnet sind? Kann man das Spiel auch spielen, ohne in die Rolle der Diva schlüpfen zu müssen, etwa während einer Zugfahrt oder im Kreise seiner Freunde?Fabien Delpiano Natürlich! Das Stimmerkennungs-System funktioniert bei jedem. Gute Sänger werden selbstverständlich schneller zu einem gelungenen Ergebnis kommen, aber Non-Divas (wie etwa ich) erfreuen sich einfach am Spaß des Singens und der Verbesserung der eigenen Fähigkeiten. [Anmerkung der Redaktion: Stimmt ja gar nicht, Fabien singt einwandfrei! Haben es auf der gamescom hautnah miterlebt!] Auch lässt sich der Gesangsmodus jederzeit aktivieren oder abschalten. Alle Level wurden so gestaltet, dass man selbst ohne Singerei die Höchstwertung einfahren kann. Der Gesang liefert lediglich Bonus-Punkt und -Spaß. (lacht) PlanetDS.de Wird es einen Mehrspieler-Modus geben? Wäre zum Beispiel ein Chor-Modus nicht interessant für Musik-Fans? Fabien Delpiano Wir haben tonnenweise Ideen für einen Mehrspieler-Modus! Im Nachfolger wird es definitiv einen geben. PlanetDS.de Gibt es sonst noch etwas, das Sie unseren Lesern mitteilen möchten? Fabien Delpiano „Maestro!“ ist das erste unabhängige Projekt von Patsagames. Es ist genau so geworden, wie wir es wollten. Unser Herz und unsere Seele steckt in dem Spiel. Wir hoffen, dass ihr genauso viel Spaß beim Spielen haben werdet, wie wir ihn beim Programmieren hatten! Es wird euch ein Lächeln auf's Gesicht zaubern... Garantiert! Das Interview wurde von Kevin Jensen fuer PlanetDS.de geführt. ANZEIGE:
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