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Nintendo Vorlesung zum Thema Gehirn-Jogging

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Autor: Kevin Jensen

Kategorie: Events
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 14.04.2006



Wer ist „Dr. Kawashima“ und was ist „Gehirn-Jogging“, dies waren die Fragen, die uns am vergangen Montag nach München haben reisen lassen. In der Uni München hat Dr. phil. Siegfried Lehrl, ein renommierter Medizinpsychologe, eine Vorlesung zum Thema „Gehirn-Jogging" gehalten, einige interessante Informationen preis gegeben und erklärt wie man die grauen Zellen auf Trab hält.

Schon mit ab dem 20. Lebensjahr kann die Hirnleistung abbauen und ähnlich wie Muskeln, können bestimmte Aktivitäten diesem Abbau entgegenwirken. Gehirnsport - im wahrsten Sinne des Wortes.

Lehrl befasste sich von 1968 bis 1980 mit der Entwicklung von psychometrischen Tests für Intelligenz, Depressions-, Demenz- und auch Schmerzausprägungen. Durch einfache Testverfahren konnte Lehrl später deutliche und individuelle Unterschiede in diesen Größen bei verschiedensten Menschen nachweisen. Im Jahre 1981 entwarf Lehrl in Zusammenarbeit mit Bernd Fischer und Wolfgang Eissenhauer ein Programm zur Förderung der Intelligenz. Die fluide Intelligenz, auch als Arbeitsspeicher bekannt, sollte möglichst effizient gefördert werden. Es wurden spezielle Übungsaufgaben zusammengestellt, die nach dem Arbeitsspeicherkonzept und dem auf Robert M. Yerkes und John D. Dodson zurückgehenden Aktivationsmodell konzipiert wurden. Die Gründer dieses Programms hatten damals den Ausdruck „Gehirn-Jogging“ entworfen und verbreitet.

Nun könnte man sich fragen warum wir uns extra nach München begeben haben, um eine Vorlesung eines Hirnforschers anzuhören? Neben unserem eigenen Wissensdurst hatte diese Reise zusätzlich einen weiteren Mehrwert, denn diese Vorlesung wurde im Auftrag von Nintendo gehalten, um die Funktionen des kommenden Titel Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging™: Wie fit ist Ihr Gehirn? zu erklären. Bewusst reden wir hier nicht von einem Spiel, denn diese Software dient nicht zur einfachen Unterhaltung, sondern kann nachhaltig die Hirnleistung fördern.

Der Vorlesungsabend wurde somit mit zahlreichen Theorien und auch Beispielen gefüllt, die direkt an den beisitzenden „Kommilitonen“ praktiziert wurden. Kurze Tests rund um Logik, Gedächtnis und Co. sorgten für eine lockere und dennoch informative Atmosphäre. Ein Beispiel, welches besonders die Schulgänger unter euch erfreuen wird, ist die Tatsache, dass das Gehirn in Bewegung besser arbeiten kann. Das heißt nicht, dass man nun während des Unterrichts umherjoggen oder rumzappeln soll, um eine bessere Aufnahmefähigkeit zu erlangen. Nein, viel eher wird das Tabu #1 gebrochen - Kaugummikauen im Unterricht sorgt zwar für genervte Lehrer und schmatzende Schüler, aber auch für eine erhöhte Gehirnleistung und mehr Konzentrationsfähigkeit.

Im weiteren Verlauf der Vorlesung wurde näher darauf eingegangen in wie weit man von flüssiger und kristalliner Intelligenz sprechen kann und welche Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung es gibt. Bei welchen Aktivitäten wurde immer vermutet, dass diese die grauen Zellen richtig beanspruchen? Beim Lesen, Musizieren, Fernsehschauen oder doch beim Lösen von Kreuzworträtseln? Wie ihr richtig vermutet, bringt das Glotzen in die Röhre nichts und man schaltet binnen kurzer Zeit ab - das Gehirn ist im Leerlauf. Doch auch das gemütliche Lesen von Büchern auf dem Bett ist nur bedingt Lohnenswert. Eine gemütliche Position reicht oftmals schon aus, dass man seine Denkzellen nicht so sehr beansprucht wie man es könnte. Die guten alten Brettspiele sorgen in manche Fällen sogar für mehr Aktivität und Denkleistung, wenn die Mitspieler etwa auf dem gleichen Level sind und die Herausforderung somit groß ist.

Dr. Kawashima hingegen gelang es ein wirkliches Gehirntraining für den Nintendo DS zu entwickeln. Dieses basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Studien über unseren Denkapperat. Darum kann man hier gewiss nicht von einem Spiel reden, sondern eher von einer Software. Die spezifischen Fähigkeiten des Nintendo DS werden für die diversen Tests optimal genutzt und sind quasi das Herzstück des Intelligenztrainers. Sprachbefehle, blitzschnelle Eingabemöglichkeiten via Touchscreen und die nötige Übersicht mittels Dualscreen sorgen für ein abgerundetes Gesamtkonzept für jung und alt. Wer sein Gehirn auf Trab hält kann Volkskrankheiten, wie Alzheimer vorbeugen, fühlt sich fitter und aktiver. Darum strebt Nintendo mit dieser Software nicht nur die jugendliche Zielgruppe an, sondern auch neue Altersgruppen, wie Erwachsene und sogar Senioren. In Japan, wo die Software bereits im Mai vergangenen Jahres erschienen ist, hat sie sich bis heute über 2 Millionen Mal verkauft. Besonders bemerkenswert: Zwei Drittel der Käufer sind älter als 25 Jahre.

Die Übungen sind simpel und für jeden zu bewältigen – auch für Menschen, die vorher noch nie eine Videospielkonsole in der Hand hatten. Meist geht es um leichte mathematische Aufgaben oder darum, sich Wörter oder Zahlenfolgen zu merken. Zunächst misst Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging Tempo und Genauigkeit, mit der ein Nutzer die Aufgaben löst. Auf Grundlage seiner Leistungen beim Lösen dieser Aufgaben erhält der Nutzer einen Punktestand in Form des „Gehirnalters". Auf Basis dieses Ergebnisses legt das Programm ein tägliches Übungspensum fest, das helfen soll, die mathematischen, kognitiven und verbalen Fähigkeiten des jeweiligen Nutzers zu verbessern. Dazu genügt schon ein tägliches Training von 5 bis 10 Minuten.

Zum Ende hin wollen wir jedoch auch eine Warnung aussprechen, denn wer sein Gehirn täglich trainiert kann durchaus Erfolge erzielen. Wie es im Leben so ist kann man alles auch übertreiben und dadurch genau den umgekehrten Effekt erfahren. Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging™: Wie fit ist Ihr Gehirn? ist keine Software an der man mehrere Stunden am Tag verbringen sollte, sondern lieber kontinuierlich und durchdacht an die Sache gehen.

Ab dem 9. Juni erwarten uns einige Prüfungen und die Denkzellen dürfen sich schon für ihr Training warm anziehen. Wir sind sehr gespannt, ob der Dauerbrenner in Japan mit dem Erfolg versprechenden Eigenschaften sich auch in Europa durchsetzen und die Zielgruppe des Doppelbildschirmers vergrößert werden kann. Was für den Jogger sein Wald ist, ist für den Hirnsportler Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging™: Wie fit ist Ihr Gehirn?.

Kevin Jensen für PlanetDS.de
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