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Seite 7: Live aus Leipzig: Das GC-Tagebuch 2007

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Autor: Portablegaming-Redaktion

Kategorie: Events
Umfang: 7 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 20.08.2007



Persönliche Fazits zur Games Convention 2007


Der integrierte Handy-Kalender zeigt das heutige Datum an: Ungefähr eine Woche nach den eher mäßig rasanten DS-Neuankündigungen, dem dicht gedrängten Menschenauflauf und den haltlosen Show-Acts, abgespalten von den ständig besetzten Anspielstationen, sind im Leipziger Messegebiet nur noch Schatten der zurückliegenden Games Convention aufzufinden... Zeitlich lediglich ein Bruchteil in der Videospielbranche, aber dennoch Tage, die rasch vergingen, die gesamte Redaktion auf Trab hielten und die wir nicht so schnell vergessen werden. Wir blicken zurück – schwelgt mit uns in persönlichen Erinnerungen zum europäischen Großevent, der GC 2007.

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Games Convention 2007 - Die Gamerwoche ohne Granatentage
So, da mich diverse Teamkollegen nun mehr als 100 Mal am Tag im ICQ anschreiben, abertausend Drohbriefe schicken und das Telefon im Fünfminutentakt klingelt, nur um mir zu sagen, dass ich langsam das Fazit über die GC schreiben soll, habe ich mich an einem regnerischen Sonntag-Abend nun endlich dazu durchgerungen, auch meinen Senf in die Suppe zu geben, damit der Eintopf den Weg auf unsere Website finden kann. Was gibt es also schlussendlich zu sagen? Fernab von Lobeshymnen eines Redakteurs, der zum ersten Mal im Pressebereich tätig ist und ohne die Beschreibung von kindlichen Glücksgefühlen, wenn man Größen über den Flur gehen sieht, die man bisher nur im Fernsehen gesehen hat? Nun, ehrlich gesagt: Nicht viel. Wie auch schon im vorherigen Jahr präsentierte sich die Games Convention als eine Messe, die das Wort „neu“ noch nicht in ihrem Sprachgebrauch hat.


Und runter damit...! Wie in den vergangenen Jahren gab es vor der glasigen Eingangshalle wieder chemische Erfrischung für alle (zu) Durstigen.


Wo sind sie? Die Granaten von denen jeder geträumt hat? Wo? Nehmen wir zum Beispiel Nintendo: Dort ein „Wii Sports“, hier ein „Dr. Kawashimas Gehirnjogging“ und alles garniert mit einer deftigen Pampe „Innovations“-Gelaber. Alles, nur nicht interessant. Was blieb einem arbeitswütigen Redakteur also anderes übrig, als sich auf eines von diversen Spielen der Dritthersteller zu stürzen? Schließlich wollte man seinen Lesern trotzdem nur das Beste des Besten präsentieren und dafür ging man auch sprichwörtlich über Leichen, um Spiele wie „MySims“ oder „Die Drei Fragezeichen“ in den Händen halten zu können. Am Abend arbeitete man dann gewöhnlich bis in die frühen Morgenstunden hinein, um möglichst viele News und Hand-Ons fertig zu stellen. Man hatte zwar am nächsten Morgen Tränensäcke, die beim Treppenlaufen sogar auf den Stufen schleiften, aber das war es einem Wert gewesen: Nichts wollte man mehr, als seine treuen Leser mit Informationen voll zu stopfen.

Im Nachhinein betrachtet und ohne selbstlobend zu werden, bin ich mit unserer Arbeit zufrieden. Es gab viele Zwischenfälle, die all diese Berichterstattungen fast im Sande verlaufen ließen lassen, aber durch Ehrgeiz und Kontinuität konnten wir dennoch immer einen Weg finden, um euch mit Infos zu versorgen. Allein die Tatsache, dass unser GC-Tagebuch doch eher ein Flop als Top war, stimmt mich auch jetzt noch traurig. Insgesamt betrachtet war es aber dennoch ein tolles Erlebnis und ich freue mich schon wieder aufs nächste Jahr, wenn unser Icy dann auch wieder mit an Bord ist und ich nicht irgendwelchen englisch sprechenden Leuten erklären muss, dass hier nur die stellv. Chefredaktion mit ihnen Vorlieb nehmen muss.

Wieder Zuhause: Elisabeth Grunert [Liese] für PortableGaming.de

Messehighlight: Sony-Pressekonferenz
Messeflop: Nintendo-Presserundgang und deren Stand


Gruppenfoto vom Usertreff – nochmals vielen Dank für euer zahlreiches Erscheinen...!


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Jene Tage, an denen man das Frühstück verpasst, das Mittagessen vergisst und das Abendbrot bei McDonalds zelebriert...
Vor 24 Monaten saß ich Ende August noch mit Modem-Verbindung daheim am klobigen Rechnerkasten, 2006 spazierte ich bereits höchst erregt durch die hypnotisierenden Messehallen und schon mein dritter Besuch der Games Convention glich einem Vollwaschgang – nass (durch Schweiß, Coke Zero, Kaffee, Spucke, Blut und etwas Regen...), erfahrungsreich und schonungslos, gemischt mit einer ordentlichen Portion Spaß - oder zumindest so etwas in der Art. Dass dieser verquere Vergleich genauso hinkt wie die anfängliche Organisation unseres zerstreuten Teams und die Regenschirmfunktionalität am wolkenbrüchigen Dienstag, war und ist genauso offensichtlich wie Nintendos Zahlenspielerei zum sogenannten „Presserundgang“ (Muh?) und das in olivgrün getauchte Leipzig, welches Fachbesucher und Zockergemeinde schnurstracks zum Messegelände führte.

Trotzdem lief auch die diesmalige Veranstaltung der blitzblinkenden Lichteffekte und leicht bekleideten Messedamen (insbesondere der Pressetag) rasant ab: Aufgrund eines Stresscocktails aus Terminen, anzuspielenden Titeln und herumirrenden Kollegen am Pressetag hatte ich (sprichwörtlich) an einigem zu knabbern. Lässig über die Stände schlendern, stündlicher Kaffeeklatsch im gemütlichen Restaurant-Feeling oder mal den Blick über das episch anmutende Messegelände schweifen lassen war da einfach nicht drin - und abends reichte die Kraft gerade noch aus, um die Zahnbürste anzuheben. Ausgerechnet verspielter Lieblingshersteller Nintendo setzte meiner noch nicht vollends missmutigen Laune dann den Sprechenden Hut auf, als Bernd Fakesch statt eines neuen Zeldas, dem DS-Nachfolger oder gratis Wii-Controllern den altersschwachen Kawashima wieder rausholte und zusammen mit mäßig wachsamen Pressevertretern Verkaufszahlen und die fehlenden Stunden bis zum nächsten Dojo-Update von „Super Smash Bros. Brawl!“ durchrechnete. Auch das eigentliche Spiele-Lineup von Nintendo war in etwa so innovativ wie ein Teelicht. Wären da nicht die vielversprechenden Wii-Kracher und „Zelda: Phantom Hourglass“ hinter verschlossenen Türen gewesen, die wenigstens der Presse gezeigt wurden, ich hätte für die kostenlosen „Wii Fit“-Energy-Drinks mein Eintrittsgeld zurückverlangt. Ganz anders und sehr engagiert gab sich Sony: Eine erwachsene Pressekonferenz mit bekannten Entwickler-Gesichtern im großen E3-Stil punktete anschließend nicht nur mit interessanten PSP-Ankündigungen und Grafikpracht, sondern auch beim Buffet. Ist für Nintendo-Fans die ganze GC also doof, lieber nächstes Jahr zuhause vom Sessel aus MTV und deren Berichterstattung konsumieren...? Sich die Goodies per Kurier einsammeln und zuschicken lassen? Schmollen? Nicht doch.


„Warum klatschen wir hier gleich noch mal...?“ ... „Weiß ich auch nicht genau, aber spiel einfach mit!“


Jeden Morgen (bzw. irgendwann dann Vormittag und schließlich sogar beinahe Nachmittag) beim Eintritt in die majestätischen Räumlichkeiten des Business-Centers, beim kurzweiligen Anblick der Freiluftanlagen oder beim neugierigen Ausprobieren kommender Softwarehighlights schlug mein Zockerpuls höher. Ich fühlte wieder dieses aufreibende, dieses emotional packende Gefühl, diese unvergleichliche Atmosphäre, welche mir die GC derart sympathisch macht, und welche mich schon jetzt August 2008 im Kalender rot einkreisen lässt. Nicht zuletzt trugen aber meine grandiosen und wirklich freundlichen Teamkollegen zu diesen Positivaspekten bei, die ich in Leipzig größtenteils erstmalig traf und mit denen ich überaus gerne zusammenarbeitete. Ihr wart super, Leutchen! Bleibt abschließend noch festzuhalten: Die Webportal-Freundlichkeit im Pressebereich war löblicher als im letzten Jahr, der Messetrubel war größer, der Spaß war extremer, Nintendo war NICHT innovativer – also mir hat’s wirklich wieder gefallen.

Verliebt in Leipzig: Jakob Nützler [Miroque] für Portablegaming.de und den Rest der Welt

Messehighlight: „Super Mario Galaxy“ tatsächlich anspielbar!!! Für die Presse.
Messeflop: Akuter Iceman-Mangel in Leipzig City ... kein Lagerverkauf-Besuch.


Diese unmöglich auszusprechende Teesorte zeugt von der alkoholfreien Vorbildlichkeit unserer Redaktion.


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Die GC 07 - der Ort, an dem Spiel, Spaß und Spannung eine Symbiose eingehen
Sie ist schrill, sie ist bunt, sie ist ohrenbetäubend laut und natürlich ist sie ein Paradies für alle Freunde virtueller Spielewelten – die Games Convention, welche nun schon zum 6. Mal in der Ostmetropole Leipzig ihre Pforten für Fachpublikum, Hardcoregamer und die neue und eifrig umworbene „Zielgruppe der Gelegenheitsspieler“ geöffnet hat.

À propos: Gäbe es nach jeder Games Convention die Wahl zu einem „GC-Wort des Jahres“, wie dies die Gesellschaft für deutsche Sprache bereits im großen Stil vormacht hat, dann würde ich in diesem Jahr mit Sicherheit für „Casual Gamer“ und „Zielgruppenerweiterung“ votieren. Eigentlich möchte man selbige ja fast schon als „Unwörter“ bezeichnen, da sie von wirklich jedem größerem Publisher und Entwickler während der Messe zigmal in den Mund genommen wurden. Ganz getreu dem Motto: Ein Hund wedelt mit dem Schwanz (in diesem Fall Nintendo) und alle wedeln mit.


Nur in Verbindung mit dem roten Bändchen gestattet. Kreuzgefährlich, dieses Teil!!!


Viel wurde in den letzten Jahren gejammert, dass die Games Convention doch ständig im Schatten der E3 stünde und auf ihr kaum neue Ankündigungen gemacht und frische Spieleperlen gezeigt würden. Ich möchte mich mal nicht in den einhelligen Jammerchor einreihen und bezüglich Neuankündigungen und Anspielbarkeit zukünftig erscheinender Titel lieber ein recht positives Urteil abgeben. Gerade Sony hat in diesem Jahr mit ihrer äußerst packenden und von Infos nur so gespickten Pressekonferenz bewiesen, dass die GC eben nicht nur ein amüsantes Tête-à-tête der Videospielgemeinde ist, sondern dass es genauso gut um knallhartes Business geht, wo vor allem die Fachbesucher im Vordergrund stehen. Es waren für fast alle Konsolen neuartige, aufgewärmte, gute, weniger gute und grottenschlechte Titel anspielbar, auch wenn das ein oder andere Schmuckstückchen wie „Mario Galaxy“ oder „Apollo Justice: Ace Attorney“ nur für die Fachpresse zugänglich waren. Mit 185.000 Besuchern, 3.300 Journalisten live vor Ort, 503 Ausstellern und 115.000 m² Ausstellungsfläche hat die GC07 alle Rekorde gebrochen und ist nach einer ausgedünnten E3 zur weltweit größten Messe für alles rund um die Videospielszene avanciert. Gut für die Region, toll für die Wirtschaft, megamäßig geil für die Besucher und im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend stressig für einen kleinen Redakteur wie mich…

Als jungfräulicher Messejüngling betrat ich erstmals die heiligen Hallen des Leipziger Messegeländes und ward förmlich erschlagen von Millionen kunterbunten, schallenden und turbulenten Eindrücken. Der Wirbel war groß, die Anspannung enorm und meine Unwissenheit erdrückend. Panisch eilte ich anfangs durch die lang gezogenen Flure um auch ja nicht eine wichtige Pressekonferenz oder ein interessantes und aufregendes Interview zu verpassen, was mir nicht immer auf Anhieb gelang. Erst nach ein bis zwei Tagen Eingewöhnungszeit fand ich sowohl äußerlich als auch innerlich die Orientierung wieder.

Um tausend positive als auch negative Erfahrungen und um einen nervösen Augenbrauentick reicher, verabschiede ich mich von der diesjährigen Games Convention und wünsche mir für das kommende Jahr eine gehörige Portion Organisation unter straffer Leitung und ein genauso super sympathisches und tolles Team wie in diesem Jahr.

Surft nun endlich wieder mit DSL: David Bähr [Linguafreak] für Portablegaming.de

Messehighlight: Interview mit dem durchgedreht witzigen Entwickler Loic Gounon zu Rayman Raving Rabbids 2
Messeflop: Die Schwemme an zuckersüßen Spielen aus der Girlie-Barbie-Sparte wie Lillifee, Reiterhof, Tierklinik etc.


Sie sterben einfach nicht aus - auch echte Software-Perlen fanden wir auf unseren täglichen GC-Streifezügen.
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