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Im Detail: Die Geschichte der GC-Family
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Autor: Franzisca Mannan Kategorie: Sonstiges Umfang: 1 Seiten Seite 1 Kommentare: Kommentieren (-)
NintendoDS Artikel vom 22.08.2008
![]() Wer schon einmal auf der Games Convention war, kennt das Gefühl: Bei dem Rausch an Farben, Eindrücken, und vor allem der teils ohrenbetäubenden Lautstärke wird es einem schon mal schwindelig - die Suche nach einem rettenden Ruhepol führt so manchen Flüchtling in die Halle der GC Family... Dieser Familienbereich feierte sein Debüt auf der Games Convention bereits 2003 und wuchs seitdem stetig. Schon von Beginn an war der GC Family-Bereich ein Kontrastprogramm zur Werbematerialschlacht der Branchenriesen EA, Ubisoft und Co.: Statt ohrenbetäubender Musik und Reizüberflutung wird hier vor allem diskutiert und reflektiert. Laut Messeveranstalter ist die GC Family vor allem ein Forum für familiäre Medienkompetenz, kindgerechte Medien sowie Lern- und Schulsoftware. Hier sollen in Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachkräften aus dem Medienbereich und den Herstellern auch Probleme heutiger Eltern angegangen werden, welche nicht selten über nur wenig Erfahrung mit den Neuen Medien wie PC und Internet verfügen. Man will Skepsis und Hilflosigkeit durch Aufklärung und beispielhaften Einsatz sinnvoller und lehrreicher Software entgegen wirken. Medienreferent Dirk Höschen arbeitet beim Deutschen Kinderhilfswerk -dem ideellen Träger der GC Family- und stellt klar, dass man keinesfalls den Spielverderber mimen will - stattdessen ginge es darum die Möglichkeiten der Neuen Medien zu nutzen, aber gleichzeitig Kinder nicht allein vor der Röhre, beziehungsweise dem TFT, hocken zu lassen. Die Besucherschaft ist dementsprechend gemischt: Einige überlassen die Konsolen- und PC-Spiele komplett ihren Kids und andere wiederum setzen sich zusammen mit ihren Sprösslingen, um gemeinsam zu spielen. Speziell für Eltern und Lehrer bietet die GC Family eine gesonderte Beratung im Hinblick auf den nützlichen Umgang mit Konsolen, PCs und natürlich dem Internet. Dieses für jüngere Kinder unbedenkliche Umfeld -fernab von dem Boom-Bang der anderen Hallen- nutzen Firmen wie Vivendi Universal oder Disney Interactive sowie diverse kleinere Verlage, um ihre neuesten kindgerechten Spieletitel zu präsentieren. GC Family 2005: Spaß am Lernen Seit sich die GC Family etabliert hat, unternehmen auch Leipziger Kindergärten immer mal wieder einen Ausflug zur Messe - wie beispielsweise die Kita „Entdeckerland“, welche 2005 mit einer Gruppe fünf- bis sechsjähriger den Gang auf die GC wagte. Die Kleinen fuchtelten damals voller Eifer und Freude mit der PC-Maus herum und wurden dabei von Studenten der Medienpädagogik von der Universität Leipzig betreut und unterstützt. Die anwesenden Kindergärtnerinnen waren durchaus der Meinung, dass sich die vorgestellte Software sinnvoll in das vorhandene Kita-Programm einbinden ließe - nur leider mangelt es oft an entsprechender Ausrüstung mit halbwegs modernen PCs. Das Kinderhilfswerk kritisierte unterdessen, dass viele der Erwachsenen eine zu pessimistische Einstellung gegenüber PCs und beispielsweise dem Internet haben und stattdessen einzig und allein auf das „gute, alte Buch“ als einzig wahres Lehrmittel pochen. Der Vorteil von geschickt konzipierter Lernsoftware liegt allerdings auf der Hand: Kinder lernen frei von Zwang und Frust wesentlich schneller und nachhaltiger. Bücher sind aufgrund ihrer statischen Natur nicht in der Lage, sich den individuellen Fertigkeiten der Kids anzupassen. Das heißt natürlich nicht, dass sie prinzipiell veraltet sind - keinesfalls, doch statt beispielsweise ein staubtrockenes Buch über Physik durchzuackern, macht es doch vielmehr Spaß selbst zu experimentieren und dabei das Gelernte gleich praktisch anzuwenden, ohne notwendigerweise über ein eigenes Privatlabor zu verfügen. ![]() Ein gutes Beispiel für eine virtuelle Versuchsspielwiese bietet „Crazy Machine“, welches 2005 im GC Family-Bereich vorgestellt wurde und das spielerische Erlernen physikalischer Gesetzmäßigkeiten ermöglicht. Einige Grundschullehrer nutzten die GC Family auch, um neue Anregungen für den Schulalltag zu sammeln - so bot der Oetinger-Verlag Software zum Lernen von Lesen und Schreiben. Doch auch Anregungen für Aufklärungsveranstaltungen zur Medienkompetenz wurden von den Lehrern dankbar angenommen, die ja tagtäglich mit den Ängsten, Bedenken aber auch Vorurteilen besorgter Eltern konfrontiert werden. GC Family 2006: Brettspiel zum Mitmachen 2006 wartete auf die Besucher der GC Family-Halle eine große Überraschung - im wahrsten Sinn des Wortes: Auf 5.000 Quadratmetern wurde ein überdimensioniertes 3D-Brettspiel errichtet, auf dem man selbst als Spielfigur agierte. Zur Orientierung trugen Hinweise auf Hallenboden und -decke bei, welche Besucher in die thematisch sortierten Ausstellungsbereiche führten. Die einzelnen Stände dienten als „Spielfelder“ und auf so genannten „Aktionsfeldern“ konnten Familien sich sportlich betätigen und diverse Genres wie Rennspiele oder Jump’n Run einmal selbst ausprobieren. Die in der Halle verstreuten „Infofelder“ informierten Interessierte über die unterschiedlichen Aspekte und Möglichkeiten interaktiver Spiele. Ebenfalls wieder dabei waren die beliebten „Mitmach-Zonen“ der Family-LAN und Spieleinseln. Auf insgesamt sechs PC-Inseln und weiteren Konsoleninseln versuchten sich Eltern und ihre Sprösslinge an diversen Spielen sowie zahlreichen Lernsoftware-Angeboten. Im Family-LAN ging es dann heiß her und man lieferte sich spannende Multiplayer-Partien sowohl mit-, als auch gegeneinander. Als zentrales Element im GC Family-Bereich fungierte die Showbühne. Hier wurden nicht nur täglich um 17 Uhr die Highscore-Jäger gekrönt, sondern sie diente auch für Gesprächsrunden und Spiele-Shows zum Thema Jugendschutz und Entertainment. Zudem wurden mehrmals täglich unterschiedliche Genres und deren Entwicklung in Form interaktiver Shows vorgestellt. Wer mochte, konnte an einer Führung zum Thema Genres teilnehmen, wo Branchenvertreter durch die Messehallen führten und alle Genres anhand ausgestellter Spiele präsentierten und erklärten. GC Family 2007: Die eigenen vier Wände Aufgrund der wachsenden Zahl an Ausstellern erhielt die GC Family 2007 endlich ihre komplett eigene Messehalle. Und mit dem neu hinzugewonnen Platz widmete sie sich auch gleich zwei großen Themen: „Bildung multimedial“ und „Ausbildung und Beruf“, womit dieses Mal auch speziell Jugendliche angesprochen waren. Ebenfalls wieder mit von der Partie war der wohl bekannte „Family Entertainment“-Bereich, der mit Lern- und Unterhaltungssoftware lockte. Eltern und Lehrer konnten sich zudem beraten lassen, welche PC-Spiele für welche Altersgruppen geeignet sind. Das „GC Bildungsforum“ informierte Lehrer über das Thema moderne Medien und Möglichkeiten, diese im Schulalltag zu nutzen. Die Präsentationen wurden gleichermaßen von Bildungsexperten aus Wissenschaft und Praxis geleitet und zeigten, dass der Einsatz von PCs in Schulen ganz neue Möglichkeiten zur spannenden und unterhaltsamen Vermittlung des Lehrstoffes bietet. Ein offizieller Ausbildungs-Tag auf der GC Family bot als Ausstellungsschwerpunkt „Ausbildung und Beruf“, bei dem in zahlreichen Veranstaltungen zum Berufswunsch „Spielebranche“ über Möglichkeiten und Praktika informiert wurde. Sowohl private als auch verschiedenen Institutionen angehörende Aussteller berieten eifrige Jugendliche, welche ihr Hobby zum Beruf machen wollten, über Berufsziele und -chancen in der Entertainmentbranche. Arbeitsmarktexperten zeigten Wege der beruflichen Aus- und Weiterbildung auf, und eine speziell eingerichtete Sektion auf der GC-Website rundete das Angebot mit aktuellen Praktikums- und Jobangeboten ab. ![]() GC Family 2008: Endspurt in Leipzig Trotz der Vorfreude auf die diesjährige GC und die GC Family, wird uns angesichts der Tatsache, dass es sich um eine Abschiedsveranstaltung handelt, auch etwas nostalgisch zumute. Das diesjährige Motto des Familien-orientierten Bereiches lautet „Level 1 - Spielen lernen“ und informiert, wie in den Vorjahren, wieder über kindgerechtes Spielen, bietet tägliche Wettbewerbe für Kinder und Eltern und stellt die neueste Kinder- und Familiensoftwareprodukte vor. Spiel, Spaß und Spannung erwartet euch in der Spielearena, wo man wahlweise One-on-One oder als Team gegeneinander antritt und die Eltern -respektive Kinder- das virtuelle Fürchten lehrt - natürlich auf pädagogisch mehr oder minder sinnvolle Art und Weise. In Anlehnung an die aktuell in Peking stattfindenden Olympischen Spiele, wurden die einzelnen Spielrunden nach Sportarten benannt, was zu glorreichen Wortschöpfungen wie „Hamster-Hockey“, „Wörter-Florett“ oder „Knobel-Sprint“ führt. Teilnehmer können diverse Preise absahnen und als Moderator begleitet der bekannte Spielejournalist Stefan Michaelis durch die verschiedenen Games. Auch die Spielehersteller sind mit diversen Ständen wieder zahlreich vertreten - unter anderem sind dtp young entertainment, EA, Tivola, Avanquest und Mattel vor Ort. Mit insgesamt fünf Spielinseln zu den Themenbereichen „Kinder“, „Jugendliche“, „Lernen“, „Multiplayer“ und „Familie“ wird ein weites Interessenspektrum abgedeckt und die Möglichkeit geboten, unterschiedliche Titel mal in aller Ruhe anzutesten. Wenn euch der Geräuschpegel und die Action in den anderen Hallen also einmal zu viel werden sollte, lohnt sich ein Blick in die Halle 2 - den Standort der diesjährigen GC Family allemal. Mehr Informationen zum Programm der GC Family findet ihr auf der offiziellen Website. Franzisca Mannan [AbdSabour] für PlanetDS.de ANZEIGE:
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