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Artikel: Fünf Geheimtitel für den Nintendo DS
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Autor: Alanar, Nibbler, Zyrando Kategorie: Spiele Umfang: 1 Seiten Seite 1 Kommentare: Kommentieren (-)
NintendoDS Artikel vom 09.09.2010
Auch wenn es einige vielleicht nicht wahrhaben wollen, so langsam neigt sich die Ära des Nintendo DS dem Ende zu. Der Nachfolger steht schon in den Startlöchern und noch diesen Monat ist mit einem konkreten Release Termin zu rechnen (zumindest in Japan). Gerade so kurz vor der Rente, wird unser geliebter Doppelbildschirmer hauptsächlich nur noch mit mittelmäßigen Casual- und Lizenzgames versehen. Doch neben einigen Highlights die dem DS noch bevor stehen, ist dies auch ein idealer Zeitpunkt auf die beachtliche Spielesammlung der letzten Jahre zu schauen. Neben Größen wie Mario und Zelda gibt es viele Spielperlen, die nicht die nötige Aufmerksamkeit erlangt haben, sei es, weil sie nie in Europa erschienen sind oder einfach in der Release-Flut untergingen. Die Redaktion hat sich fünf solcher Geheimtitel herausgepickt und sie ein wenig beleuchtet. ![]() Musikspiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, seitdem „Guitar Hero“ das Genre endgültig in den Mainstream getragen hat. Doch unter all den Fortsetzungen gibt es eine kleine Insel der Kreativität, die dank ihrer abgefahrenen Ideen eigentlich richtig auffallen sollte, dem Rampenlicht aber augenscheinlich eher vorenthalten blieb. Vielleicht auch nicht von Nachteil, denn in „Elite Beat Agents“ geht es um eine geheime Agententruppe, die der Welt mit der Macht der Musik hilft. Die 19 Geschichten, zu denen jeweils ein (gecoverter) Song gehört, sind dabei ähnlich abstrus erzählt, wie es das Grundkonzept vorgibt. So feuert ihr zu Beginn noch eine Babysitterin an, die mit dem Nachwuchs ein wenig überfordert ist, helft später einem Hund auf dem Heimweg und dürft in einem Bonus-Szenario sogar einer jugendfreien Zombie-Apokalypse beiwohnen. Doch egal, worum es geht: Die Musik ist die treibende Kraft hier. Und auch wenn die Songs des Spiels schon bei Erstveröffentlichung eher zum Alteisen gehörten, funktionieren sie in dem durchgeknallten Szenario wunderbar. Village People's „YMCA“ war noch nie erträglicher! Und das scheinbar simple Kreisabgetippe, das ihr auf dem Touchscreen zu bewältigen habt, weiß zu fesseln. Gerade dadurch, dass „Elite Beat Agents“ im fortschreitenden Spiel mit einem wahrlich teuflischem Schwierigkeitsgrad aufwartet, der alles von euch abverlangt. Solltet ihr dann, trotz aller Widrigkeiten, alle Songs auf allen Stufen beendet haben, wandert die DS-Karte dennoch immer wieder in euren Kartenschlitz – schließlich wollen Highscores noch verbessert oder einfach nur zum Spaß eine Runde gezockt werden. Import-Freunden können wir darüber hinaus auch die japanische Vorlage „Osu! Tatakae! Ouendan“ und dessen (nach „EBA“ veröffentlichte) Fortsetzung „Moero! Nekketsu Rhythm Damashii: Osu! Tatakae! Ouendan 2“ ans Herz legen. Welche Version die bessere ist, ist Geschmacksfrage. Fakt ist jedoch: Musikfreunde mit einem Faible für bizarre Settings kommen einfach nicht um diese etwas untergegangene Reihe herum! ![]() Die Medizin der Zukunft, schon heute! Wer schon immer mal wissen wollte, wie der Alltag eines Arztes aussieht...nun ja, der wird wahrscheinlich weitersuchen müssen. Wer allerdings Lust auf einen etwas anderen, nervenzerreißenden Geschicklichkeitstest mit umfangreicher wie auch typischer Anime-Story hat, der ist bei Atlus' „Trauma Center: Under the Knife“ genau richtig. Denn was zu Beginn nach einem langweiligen Kampf gegen kleine Weh-wehchen aussieht, entwickelt sich schnell zu einem spannenden Gefecht mit hartnäckigen Parasiten. Als Chirurg Derek Stiles arbeitet ihr euch in Windeseile vom Neuling der Praxis zum angesehenen Wunderheiler hoch. Bei eurem Aufstieg auf der Karriere-Leiter bekommt ihr es mit verschiedenen Typen eines parasitären Virus namens GUILT zu tun – und jeder dieser GUILT-Stämme ist im Prinzip ein kleines Puzzle, welches es innerhalb eines knappen Zeitlimits mit so wenig Fehlern wie möglich zu lösen gilt. Wer sich an „Trauma Center“ wagt, braucht vor allem eines: Nerven aus Stahl. Der Schwierigkeitsgrad sollte nicht unterschätzt werden und driftet im weiteren Verlauf der Kampagne immer weiter in Richtung brutal ab. Leicht frustrierte Naturen werden definitiv keine Freude an diesem Titel haben. Wer jedoch gewillt ist, seine Geschicklichkeit auf die Probe zu stellen, wird mit vielen spannenden Operationen belohnt, die manchmal scheinbar mehr als das Menschenmögliche abverlangen. Doch alles ist machbar, und die Betrachtung des Abspanns kein unmögliches Ziel. Es erfordert nur viel Geduld und Übung. „Trauma Center: Under the Knife“ ist ein ungewöhnliches Spiel, das definitiv noch eine zweite Meinung und Chance verdient hat. Und vielleicht sehen wir ja irgendwann den in den USA bereits erschienenen zweiten Teil auch hier. ![]() Die stetig anhaltende Welle anspruchsloser Casual-Games macht viele Hardcore-Zocker regelrecht krank. Als ultimatives Gegenmittel empfiehlt sich da eine volle Ladung Contra 4. Einmal eingeschmissen, breitet sich die Wirkung bereits nach dem ersten Level aus. Ihr begebt euch zurück in eine Zeit, in der Lebensenergie ein Fremdwort und Continues mehr als spärlich gesät waren. Hinter jeder Ecke lauert der Tod, die volle Aufmerksamkeit wird von euch abverlangt. Mit einem simplen MG bewaffnet, ballert ihr euch von links nach rechts durch die Unmengen von Gegnerhorden. Eure Mission: Die Erde vor einer bedrohlichen Alien Invasion schützen Das Spiel erschien pünktlich zum 20 Jährigen Jubiläum der Serie und verzichtet bewusst auf den Großteil der DS-typischen Features. Weder Touchscreen, noch Mikrofon kommen zum Einsatz. Lediglich die zwei Bildschirme werden voll ausgenutzt und verlangen umso mehr eine perfekte Hand-Augen Koordination, denn eine einzige Berührung mit dem Feind oder seinen Projektilen bedeutet den sofortigen Bildschirmtod. Zwar gibt es einen Easy Mode, dieser verwehrt euch jedoch das Betreten der zwei finalen Stages. Zum Glück habt ihr im Coop Modus die Möglichkeit euch gemeinsam durch die Level zu kämpfen. Doch Vorsicht, sollte euer Kumpel alle Leben verloren haben, verbraucht er eure gleich mit! Mit insgesamt 9 Stages strotzt Contra 4 auf den ersten Blick nicht gerade vor Umfang, aber es gibt mehr zu Entdecken als man Anfangs erwartet. Neben freischaltbaren Charakteren, einem Museum mit Infos zu vergangenen Contra Teilen und 40 zusätzlichen Challenges bietet das Modul eine weitere Überraschung. Habt ihr genug Herausforderungen gemeistert, schaltet ihr die beiden NES-Klassiker Contra und den Nachfolger Super C frei. Leider ist diese Anti-Casual Pille nie in den europäischen Handel vorgedrungen. Lediglich die USA und Japan wurden mit einem Release beglückt. Ein Grund mehr, warum dieser Ausnahmetitel ein klarer Geheimtipp für jeden Zocker ist, der die Herausforderung sucht. ![]() Erinnert ihr euch noch alle an den großen Werbekumpel des Nintendo DS? Das war zum einen Nintendogs, richtig. Aber auch groß geworben wurde mit Dr. Kawashima's Gehirnjogging. Schon Mama hat früher gemeckert "Ließ doch mal ein Buch, du wirst ja noch blöd von der Flimmerkiste!" - doch eins wusste Mama damals nicht, nämlich dass e-Learning angesagt ist. Jeder der sich von Dr. Kawashima mehr Bildung erhofft hatte, als Reaktions- und Denkspiele, der wird an Power Quiz gefallen finden. Hier gilt es verschiedenste Fragen aus acht Kategorien zu beantworten. Das Konzept dieses Spiels beweist sich aber nicht nur durch diese, sondern auch durch die verschiedenen Quizmöglichkeiten. So gibt es zwischendurch das Hang-Man-Spiel, welches einem bei der Lösung hilft, oder eine Auswahl verschiedener Antworten, oder auch ein Bilderrätsel. Falls man eine Frage nicht beantwortet, oder einfach nur mal raten möchte, werden immer Informationen zu den Fragen Preis gegeben. Damit das ganze nicht zu monoton wird, kommen auch mal Fangfragen, wie zum Beispiel "Wie viele Eier kann ein erwachsener Mann auf leerem Magen essen?" Zwei, Drei, Acht, oder Eins? PlanetDS lässt euch an dieser Stelle mal grübeln. Aber auch Menü, Musik und Grafik sind durch richtiges Beantworten frei zu schalten und sorgen so für weiteren Langzeitspielspaß. Nach Abschließen einer Kategorie mit mindestens 8 von 10 richtigen Antworten, gibt es ein final durchmischtes Quizlevel, damit das Lernen auch nicht nur wegen der Wiederholung entsteht, sondern sich stattdessen möglichst in unser Langzeitgedächtnis einprägt. Insgesamt gibt es pro Kategorie mehr als 150 Fragen und Mini-Spiele gibt es auch noch. Also wer kein Spielverderber sein will und anstelle von Google mal auf PlanetDS hört, sollte sich für das bisschen Allgemeinbildung zwischendurch Power Quiz zulegen. ![]() „Easy to play, hard to master“ traf in den 80er Jahren auf einen Großteil der Videospiele zu. Dieser Satz sagt aus, dass man zwar in kürzester Zeit das Grundprinzip des Spiels verstanden hat, es allerdings eine ganze Zeit dauert bevor man es auch tatsächlich verinnerlicht und letztendlich meistert. N+ hat sich dieses Prinzip zu Herzen genommen, denn vom Aufbau könnte es simpler nicht ausfallen. Als Strichfigur im Ninja Look müsst ihr kleine Kugeln einsammeln bis sich ein Tor öffnet welches euch zum nächsten Level führt. Neben dem Steuerkreuz gibt es lediglich eine Sprung-Taste, auf weitere Button-Verteilung wurde verzichtet. Wer nun denkt das N+ dadurch zu einem simplen Casual-Spiel verkommt, da es so zu keiner Herausforderung kommen kann, wird jedoch schnell eines Besseren belehrt. Nach kurzer Zeit steigt der Schwierigkeitsgrad enorm an und man beißt sich an den mit Fallen gespickten Levels regelrecht die Zähne aus. Kommen dann auch noch zielsuchende Raketen hinzu, die einen jegliche Überlegzeit für einen gewagten Sprung nehmen, steigt der Frustfaktor schnell an. Da der Bildschirmtod aber immer an dem eigenen Unvermögen des Spielers liegt, spornt es dennoch zum Weiterspielen an, da mit Geduld dennoch die meisten Level geschafft werden können. N+ erschien für fast jede Konsole, aber gerade der DS scheint wie geschaffen für dieses Spielprinzip. Mit über 200 Level, kooperativen Multi-Player Modus sowie einem Editor zum kreieren eigener Level bekommt man reichlich für sein Geld geboten und man merkt gar nicht, wie schnell die Zeit doch vergehen kann. Tjark Michael Wewetzer [Alanar], Marcel Gelhar [Nibbler] und Robert Grötenherdt [Zyrando] für PlanetDS.de ANZEIGE:
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