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1. Adventsartikel: Wir spähen durchs erste Türchen... Das Hands-On zum DSi!

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Autor: Elisabeth Grunert

Kategorie: Hardware
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 30.11.2008



Lieber guter Weihnachtsmann - verzeih uns, dass wir einen derart klassischen Artikelbeginn im besinnlichen „Advent Advent, ein Lichtlein verbrennt“- oder „Vorfreude, schlimmste Freude...“-Stil verschmähen. Natürlich läutet der erste Advent unüberhörbar die Weihnachtszeit ein, der Nikolaus steht schon förmlich vor der Tür und ein weiteres Jahr -2008- neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu, noch bevor man seinen lästigen Waschbrettbauch in den bratapfel-winterlichen Normalzustand transformieren kann... Eindeutig: Mitte September die ersten Schoko-Weihnachtsmänner zu verkaufen, ist viel zu spät. Doch zurück zur Gegenwart, die ausnahmsweise nicht mehr mit Schokolade zutun hat.

Während sensationsbegeisterte Japaner bereits seit November in den Genuss des Nintendo DSi mitsamt Feature-Feuerwerk kommen dürfen, müssen sich Europäer noch bis ins Frühjahr 2009 gedulden, um das neue Hardware-Häppchen von Big-N zu genießen.

Nichtsdestotrotz möchten wir allen artigen Kindern und solchen, die mal welche waren, bereits zum ersten Advent eine kleine Überraschung unterbreiten und eine prickelnde Vorschau auf das geben, was euch nach dem obligatorischen Heilig Abend und der darauffolgenden Silvester-Party erwartet. Eine wagemutige, emanzipierte Redakteurin der PlanetDS-Redaktion (in geheimen Kreisen auch bekannt unter dem Decknamen Liese) hat sich in den Dschungel der japanischen Schriftzeichen begeben und das asiatische DSi-Modell auf Halt- und Standfestigkeit überprüft.



Was ihr auf ihrer Reise in die europäische Zukunft der Nintendo-Konsolen aufgefallen ist, erfahrt ihr im folgendem Vorschaubericht. Und um es noch einmal mit Nachdruck zu sagen: Packt das Spekulatius ein, umnebelt eure Sinne nicht mit lauwarmen Glühwein und stinkenden Räucherstäbchen - Wir haben die weihnachtliche Wahrheit!

Der DSi unter der Lupe: Was hat sich optisch und technisch verändert?
Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Doch lässt sich das auch auf die Raffinessen des DSi übertragen? - Bereits als ich das Gerät das erste Mal aus seiner kleinen, weißen Packung befreite, fielen grundlegende Unterschiede in einigen Gegebenheiten auf: Der DSi ist flacher, länger, kantiger und nicht so fingerabdruckanfällig wie sein Vorgänger. Auch schmückt das bekannte DS-Logo nicht mehr den Außenbereich des oberen Gehäuses - an seine Stelle tritt ein kleines schwarzes Objektiv am rechten, unteren Rand. Außerdem wiegt das neue Gerät lediglich 214 Gramm, womit es mit 4 Gramm minimal leichter ist, als der DS Lite. Nicht, dass ich diese geringe Gewichtsabnahme in der Hand wirklich bemerkt hätte, doch ein kleiner Blick ins Internet verrät diese unglaublich wichtige Information - ich glaube es einfach mal ungesehen, bzw. ungewogen. Weil bald Weihnachten ist.

Was jedoch definitiv nicht zu verleugnen ist, ist der ins Nirwana verschwundene GBA-Schacht (Bye bye Guitar Hero, MP3-Player und GBA-DS-Konnektivität). Lediglich der Kopfhörereingang ist wie gehabt an der vorderen Front vorzufinden. - Den Powerknopf sucht man im geschlossenen Zustand vergebens: Auf der rechten Seite ist lediglich der Lautstärkeregler -nun in Form von Druckknöpfen für laut und leise- anzutreffen, während auf der linken Seite der SD- sowie Stylus-Schacht untergebracht worden ist. Apropos Stylus: Auch der beste Freund des Touchpads hat sich einer kleinen Verwandlung unterzogen und ist um einige Zentimeter gewachsen. Er misst nun eine stattliche Größe von 9,2 cm.



Doch zurück zum Powerknopf. Öffnet man den DSi und lässt seinen Blick in die linke untere Ecke schweifen, entdeckt man ein bisher fremdes Objekt, welches sich durch seine graue Farbe grundlegend von den anderen Knöpfen in diesem Terrain unterscheidet - es entpuppt sich als der vermisste Eintausendlebensknopf. Doch nicht nur dieser ist neu im Inneren des DSi, auch die zweite Kamera, welche sich genau in der Mitte des Scharniers zwischen beiden Bildschirmen befindet, ist ein Highlight, welches bisherigen DS-Besitzern vergönnt wurde. Das Mikrofon musste aufgrund dieser Erweiterung von seinem Stammplatz weichen und macht es sich nun rechtsbündig neben der Linse gemütlich. Der Lautsprecher versteckt sich hinter zwei linienförmigen Öffnungen und wurde von der qualitativen Leistung her optimiert, auch wenn sich das Ergebnis nur minimal von seinen Vorgängermodellen unterscheidet. Ebenfalls eine Veränderung: Anstatt 2 LEDs, schmücken nun drei Lampen den linken Bereich des Scharniers - neu hinzugekommen ist das LED-Lämpchen zum Anzeigen des Wireless-Status.

Zudem wurden die Bildschirme vergrößert: Der DSi kann nun zwei Mal mit jeweils 6,6cm x 5cm-großen Screens aufwarten; der DS Lite beschränkte sich dahingehend noch auf 6,2cm x 4,6cm. Umgerechnet beträgt dies eine quantitative Steigerung von 14% - beim Spielen sind mir diese Prozente jedoch qualitativ kaum bewusst geworden. Die optische Vergrößerung sticht nicht wirklich ins Auge und nur beim genaueren Vergleich erkennt man, dass das Bild grobkörniger gepixelt ist, als es noch beim Lite der Fall gewesen war. Was jedoch definitiv auffällt, ist die neue Helligkeitsstufe, mit der man das Bild nochmals kräftiger erstrahlen lassen kann. Der Nachteil: Hielt der Akku des DS Lite ungefähr 15-19 Stunden, bietet der DSi nur noch 9-14 Stunden Spielzeit. Dafür benötigt das neue Modell -im Vergleich zum Vorfahren- eine halbe Stunde weniger zum Aufladen und kann nach 2,5 Stunden erneut in Betrieb genommen werden.

Feintuning: Neue Menüführung, andere Funktionen. - So spielt der Spieler von morgen.
Schluss mit oberflächlichen Äußerlichkeiten, begeben wir uns nun zur inneren Schönheit des Babys: Schaltet man den DSi ein, findet man sich in einem komplett ummodellierten Hauptmenü wieder, welches sehr stark an die Wii-Version erinnert. Tatsächlich sind einem dort -genauso wie bei Nintendos aktueller Standkonsole- Schaltbuttons geboten, welche zum Beispiel das aktuelle Spiel, den Fotoshop, den Musicshop, den DS-Download-Kanal und das Optionsmenü ankündigen. Anders jedoch ist die Anordnung der einzelnen Kanäle, was ganz logisch erscheint, bedenkt man die geringe Größe des unteren Bildschirms. Anstatt die einzelnen Kanäle in mehreren Reihen aufzuschlüsseln, darf man vielmehr mithilfe des Touchscreens in einer Reihe hin- und herschwenken, um die einzelnen Menüpunkte anzuwählen. Es wurde einem außerdem ermöglicht, die einzelnen Kanäle in ihrer Position untereinander zu tauschen. Nett!

Zwei vollkommen neue Kanäle sind dabei das vorprogrammierte Bildbearbeitungsprogramm und der Audio Player. Im zuvor erwähnten Fotoshop kann man mithilfe der beiden Kameras (durch Drücken des X-Knopfes dürft ihr zwischen den beiden hin- und herschalten) Bilder aufnehmen und entweder gleich in Real-Life bearbeiten oder im Nachhinein mit diversen Goodies „verschönern“. Schade ist, dass beide Kameras lediglich eine Auflösung von 640x480 unterstützen und somit nicht wirklich von ungebremster Bildqualität strotzen. Trotzdem macht es Spaß, sich als Mario zu verkleiden, diverse Porno-Brillen aufzusetzen, sich durch Spiegelung und Verzerrung komplett zu verunstalten oder den magischen Pinsel anzulegen und sich selbst einen Schnauzbart und bunte Haare zu malen. Bilder können nach Belieben gelöscht oder als Favoriten ausgesucht werden und sogar zum Start eures DSi auf dem oberen Bildschirm angezeigt werden. Sollten sie euch so gut gefallen, dass ihr diese auch kurzerhand euren Freunden zukommen lassen wollt, so könnt ihr sie allesamt auf eine SD-Karte packen und auf den heimischen Computer ziehen. Ein wirklich witziges Feature, was euch vor allem zu Anfangszeiten die eine oder andere unterhaltsame Minute vor den DS fesseln wird. Man darf gespannt sein, wie die Kamera und ihre Funktionen in zukünftigen Spielen genutzt wird.



Zum Abspielen von Musikdateien besitzt der DSi einen AAC Audio Player, welcher jedoch leider keine MP3-Dateien unterstützt. Weder per GBA-Slot und Audioerweiterung noch durch den integrierten Audio Player könnt ihr damit in Zukunft euren DS als MP3-Player benutzten. Ob Nintendo irgendwann etwas daran ändern wird, bleibt abzuwarten. Rein theoretisch könnte alles möglich sein, da es sich beim DSi zum ersten Mal um einen Handheld handelt, bei welchem die Firmware upgedatet werden kann. Dieses Feature soll aber hauptsächlich für die Bekämpfung von Raubkopien genutzt werden.

Im Sound-Editor angekommen begrüßt euch ein kleiner Papagei. Lustig: Spricht man dem virtuellen Flattermann etwas vor, versucht er es gekonnt nachzuplappern. Das Resultat klingt dann um einiges verzerrt und in der Sprechgeschwindigkeit verändert - in ähnlicher Form gab es dieses witzige Goodie übrigens schon in Wario Ware: Touched! anzutesten. Begibt man sich tiefer in die Riegen des Audio Players, entdeckt man eine Reihe von freien Speicherplätzen, die es gilt, mit 10 Sekunden eurer eigenen Stimme zu füllen. Habt ihr das geschafft, könnt ihr euren ganz persönlichen Soundfetzen nach Belieben bearbeiten: Schnelleres, höheres Reden oder euer Geblubber als Trompeten- oder Pfeifgeräusch zu hören ist dabei genauso möglich, wie ein Echo einzufügen oder eine ganze Armada dasselbe reden zu lassen. Auch hier gilt wieder zu sagen: Per DS-Slot lassen sich eure animalisch wirkenden Geräusch-Entwürfe auf den PC übertragen.

Ein weiteres Feature ist der DS-Ware-Kanal, denn nicht nur auf der Wii, sondern auch auf dem neuen Nintendo DSi kann man demnächst Software (wie z.B. Spiele aus der Game & Watch-Galerie) downloaden. Dafür enthält der neue Handheld einen integrierten Speicher (256mb). Die Titel werden entweder kostenlos sein, oder aber 200, 500 oder 800 (Premium) Punkte kosten - wer diesen Online-Shop bis März 2010 besucht, bekommt außerdem einmalig von Nintendo 1000 Punkte geschenkt. Bislang ist dieser Bonus ist jedoch nur für Japan bestätigt worden, den Dienst selbst konnten wir bis dato noch nicht ausprobieren.

In diesem Zusammenhang ist ebenfalls wichtig zu erwähnen, dass der Import einer japanischen DSi-Konsole für europäische Spieler nicht wirklich lohnenswert ist, sollten sie der japanischen und englischen Sprache nicht mächtig sein. Denn 1. sind zukünftige Spiele mit einem Regioncode ausgestattet, womit nur noch Titel aus dem eigenen Lande auf eurer DS-Hardware spielbar sind (heißt in diesem Fall, man müsste seine Spiele immer aus Japan einkaufen), 2. kann die japanische Menüsprache nicht umgestellt werden und 3. werden europäische Spiele zu 80% auf Englisch auf eurem Gerät laufen. Es ist abzuwägen, ob man das alles frühzeitig in Kauf nehmen will, für zwei integrierte Kameras und eine höhere Bildschirmhelligkeit.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, durch kurzes Drücken der Power-Taste wieder ins Hauptmenü zurückzugelangen, ohne dass das DSi-Gerät ausgeschaltet wird. Sehr angenehm, denkt man an das mühsame „Ihr Gerät wird nun ausgeschaltet“-Geplänkel der Vorgängermodelle zurück, wenn man z.B. (versehentlich?) nur in den Pictochat-Modus gegangen ist. An diesem wurde übrigens nichts verändert: Somit kann man auch weiterhin fleißig mit Freunden in näherer Umgebung schreiben.



Zukunftsvisionen: Eine Aussicht auf kommende Features.
Wie wir es bereits schon einmal angekündigt haben, werden ab 2009 die individuellen Mii-Charaktere auch den DS beglücken. In welcher Form und in welchen Spielen sie auftreten, ist zwar noch nur bruchstückhaft bekannt, man darf jedoch gespannt auf die kommenden Tage blicken. Eine kleine Reihe von neuartigen Software-Ideen aus dem Hause Nintendo ist ebenfalls bereits angekündigt worden: Wario Ware DS 2, Mario & Luigi RPG 3 oder auch 3D Picross, um die verbreitetsten Namen zu nennen. Auch der Opera Browser ist bereits auf dem DSi integriert und soll besser überschaubar und komfortabler sein, als der bereits bekannte auf den Vorgängermodellen.

Fazit:
Die ersten euphorischen Minuten und Stunden des emsigen Begutachtens und Austestens haben sich gelegt: Der DSi befindet sich zwar immer noch in Griffweite, doch blicke ich auf ein Gerät, welches sich den Titel „innovativ“ wohl erst noch verdienen muss. Sicherlich habe ich sowohl im Sound- als auch im Bild-Editor einige spaßige Momente verbracht, dennoch können diese nicht so begeistern, als dass sie eine Neuinvestition für alteingesessene DS-Besitzer rechtfertigen würden. Die neue Helligkeitsstufe ist toll. Das Design ist schick. Der Fotobearbeitungsshop witzig; und trotzdem: Es liegt letztlich in den Händen der Publisher, inwieweit sie das neue Potenzial des Handhelds nutzen können und wollen. Die Software muss begeistern - und zwar richtig, damit sich bei mir der bittere Beigeschmack legt, hierbei handele es sich nur um ein Hardware-Update, um den Käufern ein weiteres Mal das Geld aus der Tasche zu ziehen. Denn eins ist klar: Die „alte“ Generation des DS birgt weniger Risiken für den gewinnbringenden Softwareabsatz als der neue DSi, und Entwickler gehen meist den erfolgversprechenden Weg des geringeren Widerstandes.

Zündet sich nun ein Lichtlein an: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Tipp: Für mehr hochauflösende Bilder von unseren japanischen Nintendo DSi besucht ganz einfach diese kleinen Shortlinks.
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