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Kolumne zum 1. Advent: Die finstere Geschichte der DS-Familie
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Autor: Tjark Michael Wewetzer Kategorie: Kolumnen Umfang: 1 Seiten Seite 1 Kommentare: Kommentieren (-)
NintendoDS Artikel vom 29.11.2009
![]() Oh Nintendo... Da ist doch eure putzige kleine DS-Familie tatsächlich noch einen Kopf größer geworden. Der Nintendo DSi LL/XL (oder, wie ich ihn schon liebevoll nenne, der „Disl“) stellt das neue Nesthäkchen der Gruppe dar – und was für ein großer Junge der Fratz doch ist! Aber so langsam stellt sich uns dann doch eine brennende Frage: Wie sieht das eigentlich aus, mit dem DS-Stammbaum und so? Was sind die Hintergründe dieser Handheld-Familie? Was haben sie durchmachen müssen, wie ist es zu diesen Kindern gekommen? Da Nintendo selber leider keine Details herausgeben möchte, müssen wir sie uns eben selber besorgen. Irgendwo war doch der Schlüssel... Ah, hier. Wir befinden uns gerade in Großostheim, im Keller des Gebäudes von Nintendo Deutschland. Hier in einem Aktenschrank vermuten wir die geheime Familienhistorie der DS-Konsolen. Öffnen wir die Schublade und wühlen uns mal durch die Dokumente! Oh, vielleicht ist das auch gar nicht nötig. Das Ziel unserer Suche ist nämlich lieblos oben draufgelegt worden. Glück gehabt! Werfen wir einen Blick in die geheimnisvollen Akten! -*-*-*-*-*-*-*-*-*-**-*-*-*-*-*-*-*-*Nintendo DS Familien-Report-*-*-*-*-*-*--*-*-*-*-*-*-*-*-*- Report #2: Annäherungsversuche Wir haben es zumindest schon einmal schaffen können, dass sich das Subjekt NTR-001 bei uns sichtlich wohl fühlt – ebenso die zahlreichen Geschwister. Jetzt sind sie bereit zur Adoption. Wir planen, sie zu trennen und quer über den Globus zu verteilen. Sie sind eine wahrlich seltene Zucht, etwas komplett neuartiges... Damit können wir sicherlich einiges an Geld herausschlagen! Doch müssen wir ebenso brauchbares Futter liefern. Die armen Kerle können schließlich nicht auf Dauer nur mit „Ping Pals“ überleben. Die Software-Abteilung ist bereits informiert und stellt eine spezielle „Mario Kart“-Mischung zusammen. ![]() Report #23: Neuzugang Zu unserer Überraschung durften wir feststellen, dass sich einige unserer Subjekte tatsächlich vermehrt haben. Die NTR-001-Pärchen kümmerten sich um kleinere Subjekte. Sie sind auch wesentlich leichter. Wir haben ihnen die Nummer USG-001 gegeben. Uns ist auch aufgefallen, dass deren Bildschirme wesentlich heller leuchten. Wir glauben, dass man diese neue Spezies gezielt züchten kann, um auch diese dann an adoptionsbereite Handheld-Aufpasser abgeben zu können. Tatsächlich könnte uns diese Erkenntnis auch noch viel weiter bringen... Doch das verschieben wir auf einen anderen Tag. Eigentlich sollte das neue Subjekt den offiziellen Namen „Light“ kriegen, wegen der offensichtlichen Eigenschaften in Form eines helleren Bildschirms und geringeren Gewichts. Doch irgendwie scheint unser zuständiger Protokollant den Begriff falsch verstanden zu haben - „Lite“ steht nun in unseren Computern. Und das Passwort zur Änderung hat er vergessen. Nun gut, machen wir das beste draus und bringen den „Lite“ unter die Leute. Report #51: Experimente Wir haben verschiedenste Versuche an den Subjekten durchgeführt. Doch was immer wir auch taten, die NTR-001 brachten entweder stets neue USG-001 oder Subjekte minderwertigerer Qualität hervor. Doch genau eine dieser Mutationen, die hat uns auf ihre eigene Art beeindruckt. Zwar mag dieser der zweite Cartridge Slot fehlen, doch sie hat zwei zusätzliche Augen entwickelt. Ebenso haben wir ein wesentlich stärkeres Gedächtnis feststellen können – man könnte fast schon von einem fotografischen sprechen. Das neue Subjekt hat die Nummer TWL-001 erhalten und soll mit dem Namenszusatz „Eye“ auf den Markt kommen. Der Protokollant dieser Versuchsreihe war jedoch wohl ein ziemlicher Apple-Nerd, der deswegen den Beinamen auf ein schlichtes „i“ reduzierte. Wir hatten jedoch keinerlei Einwände. Der Name gefiel uns. Das Gedächtnis dieser Spezies werden wir durch zusätzliche Inhalte fördern, die es per drahtloser Übertragung von digitalisiertem Wissen empfangen kann. Wir sind uns sicher, dass dies auch auf lange Sicht gesehen im Interesse unserer Kunden ist. ![]() Allerdings sind wir uns nicht mehr sicher, welche Veränderungen zum Subjekt TWL-001 führten. Wir werden wohl auf andere Methoden zurückgreifen müssen, um noch mehr von ihnen zu erhalten... Report #63: Nebenprodukt Unsere Forscher haben eine Lösung des Vervielfältigungsproblems gefunden – wir klonen einfach TWL-001. Allerdings hatten wir eines dabei nicht bedacht. Wir hätten auf Herrn Kojimas Warnungen hören sollen, doch wir wollten seine Theorie des Klonens nicht glauben. Letztenendes kam es, wie es kommen musste: Unsere Klone alterten schneller. Die TWL-001-Kopien nahmen schnell an Größe und Gewicht zu und wir stehen hier nun vor einem nicht zu unterschätzenden Problem. Doch vielleicht lässt sich auch dies zu unserem Vorteil nutzen. Vielleicht hat jemand ja Interesse an diesem größeren TWL-001. Der Marktname war schnell beschlossen. Das Kürzel „XL“ soll diese Mutation tragen. Nur bezüglich der Nummer sind wir uns noch uneinig. ![]() -*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*--*-*-*-*-*-*-*-*-*- Hier enden die Aufzeichnungen. Da sind wir aber auf ziemlich dubiose Forschungsberichte gestoßen. Doch ob sie auch der Wahrheit entsprechen? Jedenfalls sind wir uns sicher, dass das neueste Ergebnis dieser Experimente definitiv mit gemischten Gefühlen von den Endkunden aufgenommen wird. Veteranen werden sich betrogen fühlen, wenn sie schon beim DSi zugegriffen haben. Neueinsteiger könnten zögern, in Furcht dass die Forscher bald schon mit dem nächsten Produkt in der Hand um ihre Aufmerksamkeit und vor allem natürlich auch das liebe Geld betteln. Und der Kunde ohne jegliche Kenntnisse der Branche wird verwirrt vor dem Regal stehen, sich fragend, welche Fassung nun die richtige für ihn ist. Wir glauben nicht, dass die Aussicht auf ein größeres Gerät für alle ein Grund zum Upgrade darstellt. Im Gegenteil: Wer mit seinem DSi bisher zufrieden war, sollte sich nicht über die XL-Ausgabe aufregen. Für die gibt es nämlich so gut wie gar keinen Anlass zum Neukauf. Und diejenigen ohne DSi, aber mit einem vorherigen Gerät, sollten sich die simple Frage stellen: Welche Prä-DSi-Auflage habt ihr bevorzugt? Den Lite oder die Ursprungsfassung? Je nachdem sollte die Entscheidung für eines der beiden DSi-Modelle einfacher fallen. Wir finden es zwar auch ein wenig suspekt, dass Nintendo bereits ein Jahr nach Veröffentlichung der ersten Fassung die nächste einreicht, doch es wird schließlich keiner dazu gezwungen, Geld für die zusätzliche Größe auf die Theke zu legen. Und wo wir bei der Größe sind, dazu noch eine kleine Anekdote: Nintendo scheint sich diesbezüglich nämlich im Handheldsektor ständig im Kreis zu bewegen. Wir erinnern uns doch hoffentlich alle an den Ziegelstein, den die Hersteller Game Boy getauft haben, oder? Dieser wurde von einer kleineren Pocket-Variante abgelöst und dann mit dem Farbupdate wieder leicht größer. Dann folgte die nächste Version in Form des Game Boy Advance – dessen Maße so ziemlich mit denen des GBC übereinstimmten. Eben diese Größe wurde mit dem SP gut halbiert, Rekordhalter in Sachen Winzigkeit ist jedoch der Game Boy micro. So weit alles klar? Wir sind also bei der kleinsten Handheld-Konsole aus Nintendos Lager angekommen. Also dem kleinsten Handheld mit austauschbaren Spielmodulen. Hier kommt der DS ins Spiel, der die Maße wieder in die Regionen des Ziegelstein-Game Boys katapultiert. Klar ist das Gerät immer noch kleiner als das Urgestein, wirklich viel fehlt jedoch nicht. Das erkannte man wohl auch bei Nintendo und schickte den Lite sowie den DSi ins Rennen – nur um mit dem DSi XL (der technisch gesehen damit der DSi im Ur-DS-Format ist) wieder zurück zu den Wurzeln zurück zu kehren. Es ist ein ewiger Kreislauf, der uns stets zum Anfang zurückbringen wird. ![]() Und was lernen wir daraus? Herzlich wenig. Doch was kümmert uns das? Schließlich bietet der Disl, die vierte DS-Version, reichlich Stoff zur Aufregung – sogar auf einem ähnlichen, wenn nicht schlimmeren Level, als es Sony mit derer vierten Handheld-Auflage geschafft hat. Der Schlüsselpunkt und eigentliche Hauptfeind dieser Updaterei ist damit ersichtlich: Es ist die Nummer 4! Schleicht sich flugs wieder aus dem Keller heraus: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de ANZEIGE:
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