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Die fünf besten Rollenspiele für den Nintendo DS
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Autor: Alanar, Zyrando, Schneestern Kategorie: Spiele Umfang: 1 Seiten Seite 1 Kommentare: Kommentieren (-)
NintendoDS Artikel vom 17.05.2010
Nintendos Konsolen haben – zum Jammer aller Fans von epischen Abenteuern - seit der N64-Generation große Lücken im Bereich der Rollenspiele aufzuweisen. 2004 bahnte sich aber mit dem Erscheinen des Nintendo DS ein Wechsel an. So entdeckten verschiedene Entwickler in dem Doppelbildschirmer mit Touchscreen Potential für Rollenspiele und begannen dieses zu nutzen. Zusätzlich macht auch der Remake-Trend vor dem Nintendo DS nicht halt – viele alte SNES Rollenspiele dürfen auf dem Handheld ihren zweiten Frühling erleben. Zeit für uns, mit den Kollegen von PlaystationPortable.de gleichzuziehen, aus dem nicht mehr ganz so überschaubaren Spektrum der Rollenspielveröffentlichungen für den Nintendo DS fünf Titel herauszupicken und euch vorzustellen.
![]() Auch wenn die „Dragon Quest“ Reihe hierzulande nach wie vor (noch) nicht so bekannt wie die Konkurenz mit den zwei F ist, darf sie doch in keinem Fall außen vor gelassen werden. Zumindest „Dragon Quest V: Die Hand der Himmelsbraut“, welches 2009 für den Nintendo DS erstmals auch außerhalb Japans erschien, sollte sich kein Rollenspielfan entgehen lassen. Ihr taucht in eine nahezu epische Geschichte ein und begleitet euren Helden vom Kindesalter, hin zum Erwachsenwerden, bis über die Geburt seiner eigenen Kinder hinaus. Dabei nehmt ihr sogar Einfluss auf verschiedene Elemente, wie zum Beispiel die Wahl eurer Braut. Ein besonders intensives Spielerlebnis stellt sich auch deshalb ein, weil sich eure Begleiter bis zum Schluss auf einen sehr kleinen Kreis beschränken; das restliche Team machen Dragon Quest-typisch rekrutierbare Monster aus. Zusätzlich präsentiert sich dieses einmalige Abenteuer in einer wunderschönen Optik und Spielwelt (sogar mit Tag/Nachtwechsel), den gewohnt liebevoll-lustigen Illustrationen von Akira Toriyama und einer Menge Sinn für Humor. Wer sich nach den ganzen neueren eher schmucklosen Rollenspielen wie „Final Fantasy XIII“ nach richtig altmodischer Rollenspielkost sehnt, wird auch in diesem Sinne hier bedient: „Dragon Quest V: Die Hand der Himmelsbraut“ bietet viele abwechslungsreiche Minispiele, Nebenmissionen und Zusatz-Bosse - falls man sich tatsächlich einmal eine Auszeit von der Hauptstory gönnen möchte. Zu guter Letzt überzeugt das Spiel auch musikalisch: Der orchestrale Soundtrack wird nie aufdringlich und untermalt bestens das Spektrum des Lebens, welches in „Dragon Quest V“ mit allen seinen Höhen und Tiefen dargestellt wird. Jeder, der auch nur ein bisschen etwas mit japanischen Rollenspielen anfangen kann, sollte zumindest einmal einen Blick auf diese Perle werfen. [Schneestern] meint: Die Tiefe der Geschichte hat mich einfach nur gefesselt: Man fängt als kleines Kind an, wird erwachsen, darf sich 'ne fesche Braut aussuchen und bekommt anschließend sogar selbst Kinder, mit denen man wiederum auf Reisen geht. Gigantisch, wie der Spieler da integriert, selbst immer tiefer in das Geschehen hineingezogen wird und welche emotionale Beziehung man zu den anderen Charakteren aufbauen kann. Ich will meinen Säbelzahntiger! Sofort! ![]() Square Enix' Tetsuya Nomura: Berühmt berüchtigt für seine Characterdesigns, in denen er es gnadenlos mit Reißverschlüssen (Hallo, Donald aus „Kingdom Hearts“!) und Gürteln (Lulu, ist dir dein Rock nicht zu schwer?) übertreibt. Doch unabhängig davon, was man von Nomuras Neigungen im Design hält: Zu „The World Ends with You“ hat es einwandfrei gepasst. Abseits der abgelatschen RPG-Pfade steckt euch das ungewöhnliche Abenteuer auf die Straßen Shibuyas, ein Bezirk Tokyos. In der Rolle von Neku Sakuraba erwacht ihr eines Tages mit einer schmucken Amnesie und findet euch in einem gnadenlosen Kampf ums Überleben wieder. Denn abseits der Menschen, die euch nicht einmal wahrnehmen, ziehen Monster – so genannte „Noise“ – durch die Straßen. Und eine Gruppe, die sich „Reaper“ nennt, hat es auf euren Kopf abgesehen. Willkommen im „Reaper's Game“, welches sich über sieben Tage erstreckt und Teamarbeit erfordert.Allein kann Neku den Noise nämlich nichts antun – er wird deshalb von einer anderen Spielerin unterstützt. Das wirkt sich dementsprechend auf die Kämpfe aus, die über beide Screens des DS gleichzeitig ausgefochten werden. Per Touchscreen wird Neku dirigiert, während seine Partnerin auf Steuerkreuz-Kommandos hört. Klingt wild – ist es auch – aber nach einiger Einarbeitungszeit funktioniert das Kampfsystem wunderbar. Und wer überfordert ist, kann immer noch die K.I. für den Partner einspringen lassen. Mit seinem erfrischenden Konzept, den spaßigen Kämpfen, stylischer Manga-Optik und einem passenden wie auch abwechslungsreichen Soundtrack gehört „The World Ends with You“ definitiv zur Elite unter den DS-Rollenspielen. Wem diese Perle bisher entgangen ist, sollte unbedingt einen Blick ins Reaper's Game werfen. [Alanar] meint: Ganz ohne klassisches Fantasy-Gedöns und abgetretene Story-Pfade (die Amnesie-Geschichte mal abgesehen) endlich mal wieder ein richtig schönes RPG mit unverbrauchtem Setting. Und dank des starken Soundtracks sowie des spaßigen Kampfsystems habe ich mich so häufig beim freiwilligen Levelgrinding erwischt wie schon lange nicht mehr. [Zyrando] meint: Einfach abgefahren. Selten so ein kreatives und neues Spielkonzept erlebt. Man muss sich zu beginn erst mal drauf einlassen, aber dann rockts! ![]() Final Fantasy ist nicht umsonst eines der erfolgreichsten Rollenspiele aller Zeiten. Doch inwiefern hat „Final Fantasy IV“ das heutige Japano-RPG-Genre geprägt und warum ist ausgerechnet der vierte Teil in unserer TOP-5? Bei „Final Fantasy IV“ schlüpft man in die Rolle eines eindrucksvoll aussehenden Dunkelritters namens Cecil, welcher als Anführer eines Elitekommandos des Königreiches Baron für Ordnung sorgt. Eines Tages soll er mit seinem Freund Kain ein Paket überbringen. Was Cecil nicht weiß: Bei dem Paket handelt es sich um eine Bombe, die das gesamte Volk der Beschwörer vernichten wird. Die einzige Überlebende dieses Attentats ist ein kleines Mädchen mit dem Namen Rydia. Hier kommen wir zu dem Punkt, wo „Final Fantasy IV“ für heutige Final Fantasy-Titel und Japano-RPGs den Ursprung setzte: Die Tiefe der Charaktere. So kommt es, dass der Gewissenskonflikt der Cecil wegen seiner Tat verfolgt, einen richtig mitreißt. Unterstützend hinzu kommt, dass man in der DS-Umsetzung die Gedanken und Gefühle der Charaktere jederzeit durch eine Gedankenblase im Menü mitverfolgen kann. Es entstehen sehr viele Szenarien, die einen richtig fühlen lassen, wie wütend, traurig oder fröhlich die Charaktere sind. Auch sonst birgt die Geschichte alles in sich, was ein gutes Drama ausmacht: Die große Liebe, ein tyrannisches Regiment, Mord und Totschlag. Natürlich ist das aktiv-rundenbasierte Kampfsystem nicht jedermanns Sache, doch wer wissen will, auf welchem Fundament die heutigen Final Fantasy-Titel stehen und ein großes Abenteuer mitverfolgen möchte, muss hier zugreifen. Außerdem: Die 3D-Reinszenierung auf Nintendos DS setzt die Sequenzen mit filmerischen Mitteln und einer englischen Synchronisation in ein ganz neues Licht. [Zyrando] meint: Für mich von den früheren Teilen das erste „richtige“ Final Fantasy, da es erstmalig die Tiefe der einzelnen Charaktere darstellt. Und auf dem DS erst Recht ein gelungenes Abenteuer. ![]() Seien wir doch mal ehrlich: Viele von uns wünschen sich, sie könnten die Zeit zurückdrehen. Sei es nur, damit verbissene Nostalgiker im Pokémon-Lager alle Kreaturen ab Generation 3 vergessen können. Die goldene und silberne Edition für den Gameboy Color stellten für viele Pokémon-Jünger das unumstrittene Highlight dar. Und mit den Remakes „Pokémon: Goldene Edition – HeartGold“ und „Pokémon: Silberne Edition – SoulSilver“ dürfen wir diese schöne, alte Zeit erneut mit aufgepeppter Grafik erleben. Dabei stellt das aufgefrischte Editions-Duo gleich einen zweifachen Nostalgie-Trip dar: Man beginnt im japanisch angehauchten Johto, sammelt die örtlichen Orden und macht sich mit seinen Lieblingspokémon aus dieser Ära wieder bekannt. Sobald man sich dann am Ende seiner Johto-Tour in der Ruhmeshalle verewigt hat, geht es – ganz getreu den GBC-Originalen – zurück zur Spielwiese der ersten Generation.Dennoch sind die Gebiete nach wie vor mit zahlreichen Geheimnissen vollgestopft, die entdeckt werden wollen. Pokémon der nachfolgenden Generationen halten nach Beendigung der Liga-Pflichten Einzug in die alte Welt, die Suicune-Story der Kristall-Edition hat ihren Weg auf die DS-Karten gefunden und – mit Ausnahme einer Hand voll Kreaturen aus Generation 4, sowie ein paar legendären Pokémon – so ziemlich alle Taschenmonster sind auf eine Art und Weise über „HeartGold“ und „SoulSilver“ fangbar. Sowohl alte Hasen im Pokémon-Business, die den neueren Monstern nichts abgewinnen konnten, als auch Neulinge, die vielleicht die Originale nicht erlebt haben, sollten unbedingt die Remakes ihrer DS-RPG-Sammlung hinzufügen. Denn hier warten unzählige Stunden Spielspaß und Sammelei auf den geneigten zukünftigen Pokémon-Meister! [Alanar] meint: Zielsicher Feurigel als Starter ausgesucht, flugs noch ein Hoothoot gefangen und schon war ich wieder versunken im wunderschönen Johto. Es mag ein bisschen Nostalgie mit dabei sein, doch „HeartGold“ und „SoulSilver“ sind nun zu meinen neuen Lieblingseditionen geworden. Danke, Nintendo, für dieses wunderbare Remake! ![]() Das SNES wurde seinerzeit mit zahlreichen Rollenspiel-Meilensteinen gesegnet. An „Secret of Mana“ werden sich die meisten noch mit Freuden zurückerinnern können. Import-Zocker konnten auch „Final Fantasy IV“ und „Final Fantasy VI“ in ihrem ursprünglichen Glanz erleben. Das selbe gilt für „Chrono Trigger“, welches uns Europäern – wie viele RPGs der SNES-Ära – leider vorenthalten wurde. Zumindest bis zur Neuauflage auf dem DS. Entgegen der Remake-Machart von „Final Fantasy III“ und „Final Fantasy IV“ entschied sich Square Enix für eine pixelgetreue 16-Bit-Umsetzung des RPG-Klassikers. Und auch wenn manch einer das bemängeln mag und dem DS durchaus mehr zutraut, so wissen die liebevoll gestalteten und detaillierten Umgebungen auch heute noch zu überzeugen. Nicht zuletzt auch dank des Characterdesigns aus der Feder des berühmten Mangaka Akira Toriyama.Das heißt aber nicht, dass Square „Chrono Trigger“ ohne Neuwert auf eine DS-Karte geschaufelt hat. Kenner dürfen sich über ein neues Ende freuen, das es zu erspielen gibt, sowie eine Hand voll Bonus-Dungeons. In der Monster-Arena wartet eine kleine Kreatur darauf, von euch aufgezogen und zum Kampf ausgebildet zu werden. Und wer bisher noch keine Erfahrung mit dem Original hatte? Der hat nun wirklich keine Entschuldigung mehr, sich dieses kleine Meisterwerk mit seinen unerwarteten Story-Wendungen entgehen zu lassen! Es sei denn, man ist des Englischen nicht allzu mächtig. Denn traurigerweise hat Square Enix auf eine deutsche Übersetzung verzichtet. Abgesehen von diesem kleinen Wermutstropfen stellt „Chrono Trigger“ aber auch noch heute und auf dem DS eines der großartigsten Japano-Rollenspiele dar, das je das Licht der Zockerwelt erblickt hat. [Alanar] meint: Als jemand, der „Chrono Trigger“ erst mit der DS-Fassung richtig kennen gelernt hat, war ich überrascht, wie einzigartig die Story des Spiels ist. Auch heute noch! Und nichts ist auf seine eigene Art und Weise unterhaltsamer, als dem finalen Boss des Spiels gegenübertreten zu können, bevor man überhaupt die Kraft hat, ihn zu besiegen. [Zyrando] meint: Cooles Kampfsystem und lustige Charaktere. Irgendwann hab ich die Orientierung verloren: "Muss ich jetzt zurück in die Zukunft?". [Schneestern] meint: Was habe ich seinerzeit gelitten, als es hieß, dass „Chrono Trigger“ nicht den Sprung nach Europa schaffen wird – aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und auch heute hat der Titel noch nichts von seinem Meilensteinwert verloren. Tolle Charaktere, interessante Zeitsprünge und verschiedene Enden laden immer wieder zum Neu-Spielen ein. Unvergessen ist auch der grandiose Soundtrack (unter anderem von Soundtrack-Guru Uematsu komponiert!). Für jeden der sich Rollenspielfan schimpft, ein Muss! Tjark Michael Wewetzer [Alanar], Robert Grötenherdt [Zyrando] und Sandra Kickstein [Schneestern] für PlanetDS.de ANZEIGE:
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