![]() ![]()
Partner:
- NintendoWiiX.net- Nintendocast - ds-x2.com - N-MAG.de - Nintendo Arena League - Testfreaks.de ![]() |
Mann spricht Wau - Ein Redakteur, auf den Hund gekommen!
zurück
Autor: Christian Nork Kategorie: Kolumnen Umfang: 1 Seiten Seite 1 Kommentare: Kommentieren (-)
NintendoDS Artikel vom 02.08.2006
![]() Von einer wahren ReBELLion hat Nintendo gesprochen, als sie die Nintendogs auf uns ahnungslose Spieler schickten. Fürwahr ein großes Versprechen, dass von der bekanntesten Japan-Redaktion, der Famitsu, mit 40 von 40 möglichen Punkten bedacht wurde. Weltweit verkaufen sich die kleinen virtuellen Kläffer noch immer wie geschnitten Brot. Und Nintendo wäre nicht Nintendo, wenn nicht schon bald aberdutzende Versionen im Handel erscheinen würden. Bei den Pokémon funktioniert das seit den Zeiten des Schwarzweiß-Game Boys (manch einer mag sich erinnern) ja auch gut.Als in der Redaktion die Dalmatiner-Edition von Nintendogs eintrudelte, hielt sich deswegen auch die Begeisterung in Grenzen. Schließlich hat inzwischen fast jeder der Redakteure seinen Welpen zu Hause (in einer alten Jan Tenner Hörspielfolge war das ähnlich: Man holt sich ein Tierchen heim, das alle niedlich finden und am Ende stellt sich heraus: Bestie!!), nur mein niegelnagelneuer DS Lite war noch Flohfänger-los. Also ran an den Feind... Der erste Kontakt verlief dabei recht glimpflich: Ein wenig kannte ich die Vorgänger schon und so suchte ich natürlich als erstes nach Unterschieden. Der augenscheinlichste ist natürlich, dass man von Anfang an die recht drolligen Dalmatiner anwählen kann. Diese Kühe in Hundegestalt gehören zu den beliebtesten Rassen (mal vom Golden Retriever abgesehen) und es war nur eine Frage der Zeit, dass sie ihr eigenes Spiel erhalten. Fehlt nur noch, dass Nintendo zum Weltrekordversuch aufruft: Schaffen wir es, 101 Dalmatiner in virtueller Form nachzuspielen? Am besten mit Reggie als Cruella De Ville...Apropos Unterschiede, um das gleich von Anfang an abzucanceln: Bis auf den neuen Hund sind keine drin. Nix. Nada. Niente. Chao. Schließlich, nach wenigen Klicks, war die Töle bei mir eingezogen. Klasse, und jetzt? Zuerst auf dem Programm: Die Namensgebung. Da gerade drei Uhr Nachts war und man in einem dicht besiedelten Wohngebiet (Stichwort Nachbarn) nicht laut durch die Gegend quasseln sollte, war dieser Part gar nicht so einfach: "Bitte sprich den Namen laut und deutlich"... ok, sollst du haben: "Bob." Fragezeichen über dem Kopf des vermeintlich genannten. Grmbl .Nächster Versuch. "Bob!" Schon etwas lauter, aber noch immer gedämpft. Wieder Fragezeichen... vielleicht hätte ich Justus oder Peter nehmen sollen, dann wären die drei Fragezeichen komplett gewesen... Also doch erstmal drüber schlafen und am nächsten Tag noch einmal probieren. Gesagt, getan. Nach geruhsamem Schlaf gibt Mann während der morgendlichen Badprozedur der Freundin das Tier, bzw. den DS, mit der Bitte, den Namen "Bob" ein für alle mal im System zu verankern. Frauen und der DS, ein ganz eigenes Thema: Es scheint, als würde entweder Nintendo die Spracherkennungssoftware auf das weibliche Geschlecht eichen, oder alle Japaner sprechen unheimlich feminin. Jedenfalls dauerte es keine fünf Minuten und meine Freundin kam freudestrahlend ins Bad gerannt. "Geschafft!" Klasse. Ich: "Bob! Komm her, Kleiner!" Keine Reaktion und ein verwirrtes Lächeln meiner Freundin. "Ähm, Schatz, ich habe ihn nicht Bob genannt." Komisch, irgendwie kommt man sich hundeelend vor, wenn einem ebenfalls Fragezeichen um den Kopf schwirren. "Öh.. wie heißt Bob denn, ... Schatz?" "Naja, weißt du", sie kann unheimlich süß aussehen, wenn sie den Kopf etwas schief legt... "Da hat eine Stimme gesagt, man könnte den Hund auch Bello nennen... also habe ich ihn Bello genannt.." Um das zu unterstreichen wedelt "Bello" freudig mit dem Schwanz und fängt an, meinen Bildschirm von innen mit der Zunge zu säubern.Bello. Toll. Ein genialer Name. So kreativ wie Rex, Hasso oder Waldi. Für einen Dalmatiner! Gut, gut, Bob war nicht halb so kreativ, aber irgendwie doch in gewisser Weise süß und vor allem leicht zu merken. Aber Bello!!? Praktischerweise gibt es die Möglichkeit, dass der Knabe irgendwann seinen Namen wieder vergisst (wenn man ihn nicht häufig genug benutzt), so dass einem zweiten Versuch nichts im Wege stand. Jetzt heißt das Tier Bob. Helau! Apropos Tier: Wieso redet man ständig von Nintendogs, als wären sie echte Viecher? Und: Warum schaffen es diese Knuddelcharaktere, dass ein gestandener Redakteur vor dem DS hockt, einen virtuellen Ball durch die Gegend wirft und "Bello, ääh, Bob, bring, na komm, so ist's brav, jaaa, fein!" ruft und mit einem "Jaaaa, das gefällt dir, nicht?" den Stift über das computeranimierte Köpfchen streicht, als würde er einem Butterbrot die letzte Ölung geben? Denn trotz der Häme ist Nintendogs ein unheimlich aufsaugendes Spiel - typisch DS, eben. Wer einmal angefangen hat, der will auch sehen, wo es hinführt. Dank der Standby-Funktion kann man jederzeit seinen "Liebling" begutachten, mit ihm Gassi gehen, Sachen finden oder für die Wettkämpfe trainieren.![]() Aber wehe, er vergisst einmal seinen Namen! Ich glaube, das nächste Mal werde ich ihm irgendwelche kreativen Titel geben. "Europaparlament" oder "Reichstag". "Dönerbude" lässt sich in der Straßenbahn bestimmt auch dufte rufen. Wobei... "Bob" zu brüllen ist auch nicht gerade das, was man unauffällig nennen kann... Christian Nork für PlanetDS.de Wir bedanken und bei Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testexemplars. ANZEIGE:
|