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Interview #2 mit Marco Sowa zu Ankh DS

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Autor: Jakob Nützler und Elisabeth Grunert

Kategorie: Interviews
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 04.09.2007



Getreu dem Motto „Einmal ist keinmal“ trafen wir uns während des GC-Messerummels erneut mit Marco Sowa, dem Produktmanager bei bhv Software, um besonders unter den Fingernägeln brennende Fragen zu „Ankh: Der Fluch des Skarabäenkönigs“ und allgemein der Adventure-Welt loszuwerden. Was wir im nunmehr 2. lockeren Interview-Gespräch mit ihm herausfinden konnten, lest ihr nachfolgend in der Zusammenfassung.

Marco Sowa ist bereits seit einiger Zeit als Produktmanager für den Vertrieb und die Entwicklung hauseigener Titel auf vielen Plattformen verantwortlich. Der Adventure-Port „Ankh“ für DS oder die PC-Version von „Sinking Island“ sind dabei nur stellvertretend für andere Projekte zu nennen. Das deutsche Unternehmen veröffentlicht unter dem Label bhv Software viele unterschiedliche Genres, die nicht nur in Deutschland vermarktet werden.

Wie uns Herr Sowa bereits bestätigte, wird z.B. auch „Ankh“ auf dem internationalen Markt erscheinen - besonders die amerikanischen Staaten hatte man hier ins Blickfeld genommen. Auf die Frage hin, ob man ebenfalls auf eine Ausdehnung auf die asiatischen Räume hinarbeitet, bekamen wir noch keine eindeutige Antwort. Fakt ist, dass Adventures generell nicht sonderlich beliebt unter Japanern sind und die Veröffentlichung somit eine besondere Herausforderung darstellen würde. Derzeit sind darum drei unterschiedliche Sprachversionen für den Titel vorgesehen (Englisch, Deutsch und Französisch), die somit eine internationale Veröffentlichung in westlicher Hinsicht ermöglichen. Natürlich sei aber der Spielemarkt in Amerika oder gar Asien ein völlig anderer, als hier in Europa.

Zurzeit steht auch noch nicht 100%ig fest, ob man die komplette Sprachausgabe (also ebenfalls außerhalb von Zwischensequenzen) beibehält oder sie besser nur in den Sequenzen einsetzt, dafür qualitativ aber aufgewerteter präsentieren kann – problematisch ist nämlich der begrenzte Modulplatz von 128 MB auf der DS-Cardridge. Außerdem ist Herr Sowa von der atmosphärischen Untermalung durch die Sprachausgabe überzeugt, auch wenn die DS-Outputs natürlich etwas schwächer ausfallen als beispielsweise vom PC oder Konsolen. Er vermutet, dass eventuell auch zukünftige DS-Titel dieses dialogreichen Genres die Möglichkeit der Sprachausgabe ergreifen werden.

Bei der frühen Testversion zu „Ankh - Fluch des Skarabäenkönigs“ ist uns vor allem aber der schwarze Humor im Spiel aufgefallen, welcher so manches Grinsen in unser Gesicht zaubern konnte. Unter diesem Gesichtspunkt wurde auch Herr Sowa befragt, ob es besondere Inspirations-Strömungen der Adventure-Geschichte gab, die den charismatischen Humor des Titels oder den allgemeinen Aufbau beeinflusst haben. Eine Antwort auf spezifische Spiele wie zum Beispiel die guten, alten „Monkey Island“-Teile blieben jedoch aus, zumal die PC-Vorlage von anderen Entwicklern angefertigt wurde. Stattdessen gab er an, dass man indirekt von jedem guten Adventure auf seine Art und Weise beeinflusst wurde. Bezüglich einer angestrebten Zielgruppe nannte Marco Sowa keine eingeschränkte Menschengruppe, sondern erwähnte eher die typischen Genre-Fans und diejenigen, die das PC-Original noch nicht gespielt haben, sich für die Charaktere und die Story aber durchaus interessieren können. In dem Zusammenhang schätzte er den Schwierigkeitsgrad auch als fordernd ein, womit selbst eventuelle Neulinge im Adventure-Genre in Schwitzen gelangen – frustrierende Momente sollen jedoch aus bleiben.

Wie uns Herr Sowa ebenfalls mitteilte, erscheint „Ankh - Fluch des Skarabäenkönigs“ nun erst im 1. Quartal 2008. Die Verschiebung hatte dabei mehrere Gründe: Zum einen sollten Feinzüge im Spiel verändert und Features, wie zum Beispiel das Anzeigen der Inventarleiste auf dem oberen Bildschirm, hinzugefügt bzw. optimiert werden. Besonders in der Vorabversion sind uns diese Mängel (z.B. kaum Ausnutzung beider Screens oder das Item-Inventar von ständig rund 50 Gegenständen) aufgefallen und umso erfreuter waren wir, dass diese eventuellen Kritikpunkte noch bis zum Erscheinungstermin geändert werden - die gezeigte GC-Demo musste von den Entwicklern wohl auch sehr kurzfristig vorbereitet werden. Auch verriet er uns dabei, dass bereits ein Nachfolger des Handheld-Pyramidenabenteuers geplant sei. Mit Ankh 2 wird ein weiterer Teil für Genreliebhaber auf dem Nintendo DS erscheinen, das Releasedatum steht dabei aber noch in den Sternen. Für den Heim-PC kündigten die Entwickler derzeit sogar „Ankh 3 - Kampf der Götter“ an, bei entsprechendem Erfolg vielleicht ebensolcher Kandidat einer DS-Portierung.

Marco Sowa war, angesichts des ausgezeichneten PC-Vorbilds, sehr zuversichtlich bei der Qualität und dem Erfolg des DS-Adventures „Ankh“ und freute sich mit uns bereits auf das Releasedatum. Man versicherte uns, demnächst in einer weiteren Vorabversion genauere Eindrücke erspielen zu dürfen – Über gemeinsame Stunden vorm heimischen DS werden wir euch mit Sicherheit im Detail informieren.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Marco Sowa für das interessante Gespräch und die genommene Zeit für uns und unsere Leser.

Das Interview wurde von Elisabeth Grunert [Liese] und Jakob Nützler [Miroque] für PlanetDS.de geführt.

Hier noch ein Bild von unserem Interviewpartner Marko Sowa vor dem Pressestand.
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