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4. Advent: Die 10 schlechtesten DSiWare-Titel

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Autor: Jakob Nützler

Kategorie: Spiele
Umfang: 1 Seiten

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NintendoDS Artikel vom 20.12.2010



Zweifellos ist der DSiWare-Service eine sehr gute Möglichkeit für Entwickler, neuartige Spielkonzepte auszuprobieren oder veraltete Projekte neu aufzulegen - und tatsächlich, mit „Flipnote Studio“, „Photo Dojo“ oder auch „Earthworm Jim“ und „DodoGo! sind tolle einzigartige Machwerke entstanden.

Doch neben der heilen Spiel- und Experimentier-Wiese ist das DSiWare-Angebot auch Müllhalde und Abzocke - so ziemlich jedes Entwicklerstudio versucht krampfhaft, noch etwas aus dieser oder jener Idee rauszuholen. Zur Folge hat das teilweise ganz fatale Software-Unfälle, die von uns ahnungslosen Käufern ausgebadet werden müssen... Wir sagen: Schluss damit! In der besinnlichen Adventszeit besinnt sich Jakob Nützler [Miroque] darauf, die 10 schlechtesten DSiWare-Titel, also die Nieten, Langweiler und Stimmungstiefs herauszupicken und davor zu warnen - und möglicherweise zu unterhalten. Vielleicht belehrt es die Entwickler ja, wenn man ihre Produkte einfach auslacht (und sie nächstes Mal links liegen lässt). Ein Hinweis zum Schluss: Diese Liste beruht gänzlich auf persönlichen Auswahlkriterien.


10. 16 Shot! Shooting Watch

Zurück ins Steinzeitalter des Videospiels. Hudson Soft eröffnet unsere bedauernswerte Top 10 mit der 10-sekündigen Aufmerksamkeitsfalle für Nostalgie-Fans, „16 Shot! Shooting Watch“. Ursprünglich 1987 als portables Gerät zum Prüfen eurer Schussqualität bei „Space Invaders“ veröffentlicht, ist die DSiWare-Auflage vor allem eins: Schnellfeuer für eure Nintendo Points! Denn außer der absurden Software-Konzeption, eure „Schussrate“ oder auch Knopfdrück-Rate pro Sekunde zu messen, bietet das umgerechnet 2€-intensive Highscore-Spielchen kaum gescheite Inhalte. Ach halt, doch: In der elektronischen Anleitung findet sich ein Abschnitt zur Spielsteuerung, der euch nochmals erklärt, dass ihr schnellstens hintereinander den A- bzw. B-Knopf drücken müsst. Extrem hilfreich. Erinnerungen an das Brandblasenpotential bei Mario Party? Sind durchaus gerechtfertigt - mit dem Unterschied, dass Hudsons DSiWare-„Party“ bereits nach der ersten Runde die Luft ausgeht. Wer aber im Unterwasserjonglieren, Pfeifregister-Töne produzieren oder dem Durchspielen von „Super Mario 64“ schon alle Rekorde gebrochen hat, kann sich gerne Takahashi Meijin im Duell stellen - und beim Versuch, 16 Schuss pro Sekunde zu übertrumpfen, ein bisschen den Nerd-Wahnsinn raushängen lassen.



9. Know-how der Zauberkunst für zwischendurch: Psychoanalyse

Harry Potter ist beleidigt: Als ganz fauler Zauber stellt sich nahezu die gesamte „Know-how der Zauberkunst für zwischendurch“-Reihe heraus. Nintendo teilte die Vollversion in Mini-Bluffs zu je 200 Nintendo Punkten auf und versuchte damit, euch und euren ahnungslosen Freunden die Sinne zu verneb.. verzaubern! Während „Die Magie der Gedanken“ und „Gedankenkamera“ noch mit einigermaßen beeindruckenden Verwirr-Rat-Kniffen punkten, verpufft der Witz von „Know-how der Zauberkunst für zwischendurch: Psychoanalyse“ spätestens, wenn man sich der ausgegebenen Points bewusst wird... Hier fällt die Zaubertrick-Perfomance vor Publikum nämlich gänzlich weg - lediglich ein paar Zahlendreher-Tricks spult das DSi-System mit dem „Opfer“ ab. Gähn! Von der übermäßigen Zuwendung zu Nintendos virtuellem Psychoanalytiker wird abgeraten - sonst findet ihr euch bald bei Kawashimas Cousin auf der roten Couch wieder.



8. Papierflieger

Ein richtiger DSiWare-Klassiker im Spielspaß-Keller ist das von WarioWare abgekapselte Miniminispielchen „Papierflieger“, setzte es doch als Launch-Titel des DSiWare-Service bereits Akzente in die vermeintlich falsche Richtung. Der Name ist dabei Programm - unendlicher Nervenkitzel und wohlige Frustration beim Lenken eines gefalteten Flugobjekts zwischen sterilen Pixel-Wänden. Ohne Touchscreen, dafür mit nervtötender Hintergrund-Musik. Und dem beruhigenden Rauschen des Windes. Eine Berührung mit der Wand bedeutet schon das Game Over - möglicherweise erinnert euch das bei jedem Papierflieger-Crash daran, dass diese 200 Nintendo Points nicht zu unserem Lieblingspublisher hätten flattern müssen. Duell- und Zeit-Modus vermögen den frechen Überflieger noch etwas länger in der Luft zu halten - bis das simpel gestrickte Spielchen irgendwann im DSi Menü notlandet und wohl selten wieder zum Einsatz kommen wird... Aber genug gemeckert: Einen gewissen Reiz für verbissene Highscore-Jäger ist diesem Titel nicht abzuschreiben. Trotzdem, in unserer Liste hat der Papierflieger seinen unehrenhaften Stammplatz.



7. Sudoku Challenge!

Klar, dass sich auch eins der zehn langweiligen DSi-Sudokus zur Fleischbeschau der magersüchtigen DSiWares einfindet. Traurig, aber wahr: „Sudoku Challenge!“ von Digital Leisure macht depressiv. Was das Spielen dieser 500 Punkte-Perle zu einer wahren Herausforderung macht? Es liegt gar nicht unbedingt an der diskussionswürdigen Grundfrage, ob man Sudoku-Rätsel weiterhin zu Videospielversionen verstümmeln sollte. Aber Aufmachung, Sounddesign und Spielvielfalt lassen schon nach kürzester Zeit Selbstmord-Gedanken aufkeimen, wenn nicht sofort der Button „Zurück zum DSi Menü“ aktiviert wird... Profil anlegen, Stylus zücken und schon kann das deprimierende Rätselschämen auf 9x9 Feldern losgehen. Zuletzt vervollständigt das fehlende Undo-Feature das höchst unbefriedigende Gesamtbild, zu dem es zig bessere Alternativen auf Papier oder in elektronischem Format gibt.



6. Just Sing! Christmas Songs

Jap, es ist in der Tat Weihnachten. Zeit für Besinnlichkeit und Nächstenliebe. Das bedeutet aber nicht, dass uns Engine Software und „Just Sing! Christmas Songs“ mit zwei belanglosen und fiependen Karaoke-Beiträgen aus der weihnachtlichen Jukebox beschenken dürfen, ohne dass man uns vor dieser Akustikkatastrophe gewarnt hätte! Die zeitlosen Weihnachtsklassiker „Silent Night“ und „Jingle Bells“ werden hier auch ohne eigene gesangliche Verschlimmbesserungen ausreichend vergewaltigt. Schuld daran ist u.a. das gegen den Takt tänzelnde und in vollendeter Pixel-Schönheit dargestellte Weihnachtsbabe auf der Bühne. Hinzu kommt eine Soundqualität, bei der es selbst dem Nikolaus die Stiefel auszieht... Mehr als diese zwei Songs, englischen Bildschirmtext, eine Highscore-Liste und viel falschen Glamour gibt der Download nicht her - keine 200 Pünktchen wert, selbst nicht als Weihnachtsgeschenk an gutgläubige Entwicklerwichtel. Ähnliche Weihnachtsqualen löst übrigens auch der DSiWare-Nachfolger, „Just Sing! Christmas Vol. 2“, aus. Just Crap!



5. Petz Katzen-Superstar

Wir haben es befürchtet: Auch vor DSiWare macht die vercasualisierte Haustierarmee nicht halt. Herrchen-Firma Ubisoft weidet die Vollversionen aus und liefert Petz-Downloads für die Allgemeinheit an, die jedoch auch jüngeren Spielern die Tierliebe gehörig austreiben dürften. Unsere Wahl fiel nach Hamstern und Tierbabys hier auf „Petz Katzen-Superstar“ - ein extrem träger, uninspirierter und alberner Nintendogs-Klon (nur mit Miezen) und mit einem Preis-Leistungs-Verhältnis für.. die Katz. 800 Nintendo Points kostet das aufregend einschläfernde Produkt. Katzenfutter umrühren, das arme Tier durch einen Parcours scheuchen (als ob Katzen das machen würden...) und im Zoogeschäft merkwürdiges Spielzeug kaufen. Übrigens: Ihr bezahlt mit kleinen Petz-Münzen, die eure Mieze freigibt, wenn ihr sie anständig füttern oder spielt. Keine Frage: Besser auf „Nintendogs + Cats“ warten oder sich gleich um ein richtiges Tier kümmern!



4. Animal Crossing-Uhr

Peinlich, peinlich: Mastermind Nintendo reservierte sich vehement mehrere Plätze unter den größten DSiWare-Flops, und zwar mit ihren uuuuunheimlich nützlichen Utensilien Taschenrechner und Uhr! Geldabzocke!? Aber natürlich! Bestückt sind die 200 Punkte-Apps mit tollen Features, wie einer Umrechen-Funktion für euren Physik-Unterricht, einer Weckruffunktion (ui) und interaktiven Möglichkeiten - z.B. könnt ihr einen automatisch rennenden Mini-Mario springen lassen, während ihr stundenlang auf die Uhrzeit-Anzeige schaut. Mensch, bloß gut, dass der DSi nicht schon von Haus aus Uhrzeit- & Wecker-Feature besitzt... Haha. An dieser Schund-Liste prangert jedenfalls die bedauernswerte „Animal Crossing-Uhr“, stellvertretend für die anderen derartigen Titel. Ihr könnt euch mit eigens aufgenommenen Sounds oder Animal Crossing-Musik aus dem Schlaf reißen lassen - aber auch nur, wenn ihr die Sinnlos-Software dauerhaft aktiviert habt. Als Skin fürs DSi Menü wäre das mit zugedrückten Hühneraugen noch zu ertragen gewesen, aber dieser Quatsch hier ist nicht mal den größten Hardcore-Fans zu empfehlen.



3. Discolight

Trommelwirbel! Packt das faule Gemüse aus, wir kommen zu den Top 3! Im Mai 2010 traute sich Kaasa Solution mit einer Lifestyle-Vorrichtung an die Öffentlichkeit, die als schriller Aprilscherz funktioniert hätte: „Discolight“. Jep, eine portable Disko-Kugel mit limitiertem Können in allen Kategorien. In der Tat lässt sich diese Schrott-App als dreiste Nerd-Einladung für jeden mit 200 überschüssigen Nintendo Points und viel zu viel Langeweile betiteln - sechs Musikrichtungen, von Rock, Pop bis hin zu Metal und Hiphop warten in dem hingeschluderten Startmenü, das bereits zum Auslachen anregt. Klickt ihr die Genre-Anzeigen an, verstummt die Disco-Mucke (endlich) - dafür blinkt euer DSi in beliebigen Abständen und in Farben, die völlig willkürlich ausgewählt scheinen. Interaktiv könnt ihr bei dieser „Partey“ mitmischen, indem sich via Touchpad Schnellig- und Helligkeit der blinkenden Halluzinationen einstellen lassen. Etwas für eure nächste Nerd-Zusammenkunft bei Pistazien und Cola und ist dann der Disco Disco-Modus, bei dem durch lauten Krach jene Blink-Attacken ausgelöst werden. Wenn DA mal kein Partyfeeling aufkommt! Weniger clever von den Entwicklern war es vielleicht, die drei verantwortlichen Programmier namentlich in den Credits zu erwähnen...



2. Electroplankton Varvoice

Die fleckige Silbermedaille schmückt ein trauriges Einzelschicksal: Einst als innovatives Unterwasser-Klangerlebnis vertrieben, wurden die Electroplankton im DSiWare-Meer voneinander getrennt und müssen nun für je 200 Punkte den blubbernden Alleinunterhalter spielen... Das mag den Rhythmus-Varianten „Luminarrow“ und „Beatnes“ noch glücken, „Electroplankton Varvoice“ aber ist Nutzlosigkeit auf hohem Niveau. Ihr füllt das kleine Unterwasserwesen mit einer stimmlich-akustischen Aufnahme und könnt diese dann in unterschiedlichen Verzerrungen wiedergeben - nett, aber nach fünf Jahren des Mikrophon-Gebrauchs und vor allem mit dem besseren, flexibleren und von Anfang an installierten Sound-Editor im DSi Menü geht „Varvoice“ gnadenlos unter, zumal man seine Klangkatastrophen nicht abspeichern kann. Unspektakulär und einfach überflüssig. Das Geld lieber für einen großen Schokoriegel ausgeben!



1. Flashlight

Anstrengend-nervige Knopfdrück-Spielchen, überflüssige Nintendo-Uhren und depressive Sudokus. Ihr denkt, es geht nicht schlimmer?! Licht an: Kaasa Solution ist zurück auf der DSiWare-Bühne des Verderbens und belehrt uns mit „Flashlight“ eines besseren. Leute, eine Taschenlampe für den DSi. Jawohl! Das ist eindeutig der absurd-böse erste Platz. Zeigt keinem selbstsicheren iPhone-Besitzer, dass es solchen Unfug auf eurem Nintendo-Handhelden gibt und dass das Entwicklerteam auch noch selbstverständlich zwei Euronen dafür verlangt... Die Taschenlampe: genauso hell wie das normale DSi Menü, nutzloser geht’s nicht. Ein Warnlicht: Darauf hat die Welt gewartet! Ein S.O.S.-Licht: kann man natürlich immer gebrauchen, geeenau. „Flashlight“ ist Nonsens in Perfektion. Zum Abschluss noch ein Satz, den die Entwickler in ihre Spielbeschreibung gepackt haben - hoffentlich ist das Selbstironie, liebe Leser, hoffentlich...

"Flashlight" hilft Ihnen auch in schwierigen Situationen. Benutzen Sie es als Warnlicht, wenn Ihr Auto eine Panne hat, oder die S.O.S.-Funktion wenn Sie auf einer einsamen Insel notlanden mussten!



Gibt zu, die Animal Crossing-Uhr als Wecker zu verwenden: DSiWare-Krieger Jakob Nützler [Miroque] für PlanetDS.de
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